Phonomopped: Newbie-Fragen

  • Bei mir läuft das Mopped prima auch auf dem MC Zweig, momentan habe ich ein MC20 Super dran & das Mopped auf der höchsten Verstärkungsstufe. Funzt prima.

    MM plus ÜT 1:32 (LL1678) ist etwas anders, aber nicht besser.


    Viele Grüße

    Benjamin

  • Danke für das ausführliche - da gerade der Linn LP12 erst bestellt wurde, ist mein Budget eher auf 1100 EUR begrenzt. Lässt sich die HQ Version nachher auf die Ultimate upgraden? Oder ist das eine Einbahnstraße?


    Hast du ein paar Beispiele für MC TAs < 0,4mv?

    klar, alle Mk2b lassen sich problemlos auf die Ultimate Version aufrüsten


    zum HQ Mopped kannst du ja erstmal ein paar EC86 oder E86C Röhren einbauen lassen

  • ich lese hier auch interessiert mit. Habe hier im Forum vor ca. Jahren ein MK2b, mit EC86 Röhren bestückt, gekauft und bin damit sehr zufrieden. Aber besser geht ja immer ;) Mir ist noch nicht ganz klar, was es an Upgrade Möglichkeiten gibt bzw. sinnvoll wäre. HQ, Ultimate… habe ich noch nicht so ganz durchdrungen.

  • 2. Welche Ausbauvariante nimmt man? Im Audio-Markt steht was von HQ und Ultimate?

    3. Wie unterscheiden sich HQ und Ultimate?


    Ich habe mein Moped vor einem halben Jahr selbst gebaut.

    Bausatz (als HQ-Version) und das Gehäuse komplett bei Reinhard bestellt.

    Kontakt per Email.

    Wenn man weiß an welcher Seite der Lötkolben heiß wird, dann ist das machbar und spart Geld. Wenn nicht dann halt als Komplettgerät.

    HQ ist die Variante mit den Vishay Widerständen, Mundorf-Supreme Kopplern, etc.

    Ultimate ist die HQ mit ausgelagertem Netzteil (also 2 Gehäuse)


    Momentan sind noch die Russen-Röhren drin. Ein Satz NOS Siemens E86C liegt aber schon in der Schublade. 8)


    Habe meinem Moped eine Holzblende spendiert, damit es optisch besser zur Triode25 passt:

    20210403_143307_85-IMG_2933_kl.JPG

    Viele Grüße...Dieter

  • Hallo Verpeilo,

    ich habe mir vor langer Zeit auch das Mopped als Forenproject

    zusammen gelötet.

    Das war schon gut, passte aber leider nicht in meine Kette und

    musste irgendwann gehen. Der Bausatz an sich ist Pillepalle

    zu löten und von guter Qualität.

    Wenn Hr. R. Hoffmann so etwas noch anbietet und du löten kannst.... :thumbup:


    Gruss Thomas

    Diverses Geraffel...

  • hat es eigentlich jemals einen veröffentlichten Schaltplan von diesem Töfftöff gegeben?

    Kann da absolut nichts zu finden.

    Gruß,
    Achim


    Wenn du tot bist, weißt du nicht, daß du tot bist. Aber für dein Umfeld ist es hart......genauso ist es, wenn du blöd bist.

  • Hi zusammen,


    auch ich habe mir Anfang des Jahres den aktuellen HQ Bausatz mit externem Trafo und den Phillips Röhren bestellt. Aufbau in separaten Gehäusen (Trafo) etc.

    Am Dynavector XX2MKII mit ca. 0,3 mV spielt es echt richtig gut. Tolle Bühne, dynamisch im Tiefton und auch bei Stimmen echt gut. Ein bischen "Brillanz" fehlt mir da noch, bischen mehr Dynamik, schwer auszudrücken. Es ist echt schon sehr gut!!


    Aber wie das so ist, das Bessere ist des Guten Feind und ich denke, dass da noch was geht..


    Ich kenne das von meinem Mastersound EVO PSE 300B, der nach der Kondensatorkur auf Mundorf SGO und anderen Modifikationen richtig nach vorne gekommen ist.


    Nun sind auch im Mopped die Koppler (Mundorf) schon von der besseren Art, aber wenn man an diesen Stellen auf höherwertigere oder gleich die Silber/Gold Öl geht, sollte sich doch in Sachen Auflösung und Dynamik noch was tun. Dazu evtl. einen Bypass ??


    Oder bei den Widerständen zur Anpassung des MC auf Vishay Z-Foil oder die CMF-55, mit denen ich auch schon gute Erfahrungen gemacht habe.


    Oder an welchen Stellen kann man noch Optimieren?


    Die Phillips EC 86 sind nicht schlecht und die wollte ich erstmal lassen und an anderen Stellen anfagen zu optimieren.


    Beim Suchen hier im Forum hab ich schon gesehen, dass doch viele ihre Moppeds schon optimiert haben und sich echt auskennen.

    Denn bevor ich jetzt wild Anfage und richtige Summen für die nicht gerade günstigen SGO von Mundorf und / oder andere Teile ausgebe, bin ich gerne für Tips und Erfahrungen offen.


    Ich denke, das Thema trifft sicherlich bei vielen Mopped-Besitzern auf reges Interesse.


    Ich danke schon mal und freue mich auf Eure Unterstützung,


    VG, Chris

  • Hallo Chris


    Hast du das Spulennetzteil (eine Siebdrossel mit 7-10 Henry) schon nachgerüstet? Also so wie bei dem Ultimate Mk2b?

    Den Trafo auszulagern hilft ja nur gegen Rest-Brumm aber klanglich verändert dies nur wenig. Genauso die Koppel-C verändern nur wenig

    Die Siebdrossel plus zusätzlichen Elko bringt dich vorran indem der Klang wesentlich feiner wird. Letzte Rauhheiten werden damit beseitigt, gerade im MC Betrieb.


    und wenn du etwas mehr Hochtonenergie benötigst kannst du den 33nF in der Riaa gegen einen 31-32nF tauschen. Dann steigt der Frequenzgang leicht an was aber auch nur in dunklen Ketten ratsam ist. Dazu benötigst du eben eine Menge 33nF Styroflexe wo du dann 2 passende mit minimal kleineren Werten heraus selektieren kannst. Habe mal eine Weile so gehört aber am Ende auch wieder auf 33nF umgestellt.

    Oder einfach erstmal den Abschlusswiderstand etwas erhöhen. Wie hast du den TA denn gerade eingestellt?

  • Die Riaa in Richtung „mehr Hochton“ zu verbiegen, ist sicherlich nicht der beste Weg.


    Ich war mit meiner Ultimate Version auch nicht hundertprozentig zufrieden.

    Wie du schon schriebst Chris, etwas mehr Brillanz und mehr Dynamik fehlten mir auch.

    Die Mundorf Supreme sind schon gut, bringen aber nicht den gewünschten Effekt.

    Mit kleinen Bypässen kann man ihnen etwas mehr Hochtonenergie im Mopped entlocken. Die Dynamik gewinnt damit auch schon hinzu .

    So hatte ich das selber gemacht.

    Aus einem normalen Supreme wird allerdings auch mit dem best passenden Bypass Kondi leider kein Supreme SGO Classic.


    Letztendlich habe ich die Supreme durch Mundorf SGO Classic ersetzt, was ein sofort hörbarer großer Schritt nach vorne war/ist.

    Damit ergab sich nicht nur eine nochmals wesentlich bessere Brillanz und Dynamik, sondern auch eine noch bessere Auflösung und besserer Bass (reicht tiefer) . Es klingt viel losgelöster , spannender , weiträumiger, tiefer.


    Man muss nicht unbedingt direkt alle Supreme gegen die SGO Classic austauschen. Ich hatte das auch nacheinander gemacht . Nur so konnte ich nachvollziehen , was durch den jeweiligen Wechsel klanglich passiert .

    Ich würde bei Interesse mal mit den 1,0μF beginnen .

    Das bringt schon ordentlich was und lässt gut erkennen, was sich mit dem Wechsel ändert.

    Bin mir sicher, daß die 3,3μF folgen werden …🙂

    Die 3,3μF SGO Classic haben leider recht üppige Abmaße.

    Ich habe die bei mir stehend verbaut.


    Die SGO Classic sind nicht günstig, aber klanglich gesehen, jeden Cent wert.

    Ich würde den Schritt definitiv wieder tun.


    Andere Baustelle :

    Die schaltbaren Kapazitäten , welche insbesondere für MM Tonabnehmer wichtig sind, machen übrigens auch sehr viel aus .

    Damit lässt sich tatsächlich viel klangliches Potenzial wecken.Verrückt, daß diese Kondensatoren kaum Beachtung finden.


    Ich habe an dieser Stelle viele Kondensatoren ausprobiert und konnte deren Einfluss hören. Styroflex, Silver Micas, verschiedene MKP ….

    Jeder dieser Kondis zeigt da eine klar unterschiedlich gelagerte Klangbalance.

    Klanglich sehr empfehlenswert finde ich diesen Kondi:


    https://www.ebay.de/itm/151038562248?mkcid=16&mkevt=1&mkrid=707-127634-2357-0&ssspo=_dEKwpFGSzO&sssrc=4429486&ssuid=xhc1teO0Tna&var=&widget_ver=artemis&media=COPY


    Es gibt diesen kleinen Kondensator auch mit 150pF.

    Der positive Effekt ergibt sich natürlich nicht nur im Phonomopped .

    Lohnt sich sehr , das mal auszuprobieren.

    Viel Gegenwert für kleines Geld .

    ...mag Musik

  • welchen Abschlusswiderstand hat Chris denn aktuell eingestellt?


    Würde auch immer erstmal höher probieren was dann wesentlich offener und freier klingt oder eben schon nerven kann. Man kann auch Zwischenschritte schalten in dem man 2 Jumper parallel schaltet. Nix neues aber manch einer bleibt stur auf 100 ohm und wundert sich dann wenn es zu dunkel klingt.


    Ich habe am Ausgang normale Mundorf MKP mit Mundorf Zinnfolien und einem 100nF Styroflex parallel geschaltet. Vermisse weder Hochtonglanz noch Dynamik denn davon hat das AT33 PTG2 von allem genug :)

  • Moin,


    danke schon mal für Eure Antworten :)

    Das hört sich ja sehr gut an, und ist auch einfach umzusetzen


    @ Carsten:

    Ja, ich habe den Bausatz der höchsten Ausbaustufe, das Ultimate MK2b, also mit der Drossel und den zusätzlichen Elko.

    Das DV- XX2MKII habe ich mit den Dipschaltern bei 310 Ohm angeschlossen, das klang nach langen Versuchen am besten.


    Würde es Sinn machen die Cs in der RIAA durch Styroflexe zu ersetzen, oder Silber-Mica?

    Der Vorschlag mit dem 33nF schaue ich mir mal an .. Probleme mit der Spannungsfestigkeit der Styros sollte es ja da nicht geben ...


    Oliver

    na das passt ja, genau mein Thema , SUPER !!

    das werde ich auf jeden Fall versuchen, das ist das Geld wert für die SGOs.

    Ich habe eben noch mal geschaut, bei mir sind die Werte der Koppler Cs anders.

    C8 hat 0,33 µF

    C9 hat 1,0 µF


    einen 3,3 µF ist in der Version nicht verbaut.


    Mit dem Bypass kann ich ja schon mal in der originalen Version jetzt spielen, ich werde mir da mal welche besorgen, denke die Silber-Mica sind ganz gut geeignet. Auch Dein Tip mit den Kondensatoren (Ebay) versuche ich gerne mal...

    Aktuell hängt am Mopped nur der große Dreher mit dem DV- MC.


    MM mit Audia-Technika AT-20 habe ich am alten Thorens über die Dynavector P75 MK IV an einer anderen Anlage laufen. Aber ein Umbau auf bessere Eingangs-Kondis kann ich ja gleich mit versuchen.


    Jetzt kribbelt es schon richtig in den Fingern wegen des Umbaus :)


    VG Chris

  • welchen Eingangswiderstand hat denn Dein nachfolgender Verstärker?


    Laut Reinhard sollten die großen Kapazitäten von 1 und 3,3µF verbaut werden wenn der Eingang unter ca 47kohm liegt. Spätestens bei 33kohm sind sie dann schon fast Pflicht, zumindest theoretisch.

    Habe sie auch verbaut an den 47kohm meines Verstärkers.


    wenn dieser Eingang bei nur 10kohm liegt, würde ich das Mk2b überhaupt nicht verwenden , ideal sind sicher ca 47-100kohm


    scheinbar harmoniert das frische und dymamische AT33 PTG2 perfekt mit dem Ultimate Mk2b und ich habe ja damals sogar mein Cadenza Bronze dafür verkauft.:-)


    ach ja, meine Riaa besteht schon immer aus Styroflexen aber ob dies einen Unterschied macht, vermag ich nicht zu beurteilen. Die meisten empfehlen es und ich bin seit 2014 damit zufrieden. Es hat jeden direkten Vergleich recht deutlich für sich gewonnen

  • Bevor man in der Phono die RIAA Entzerrung verbiegt, sollte man zuerst sein TA System anpassen.


    Anbei beispielhaft die Frequenzgänge durch Kabelkapazitäten und (falls vorhanden) durch schaltbare Eingangskapazitäten für ein OM System bei 47 kOhm Last.


    331509-pasted-from-clipboard-png

    pasted-from-clipboard.png

    Und wie sich die Änderung der empfohlenen Last auswirkt (gleiches System wie oben)



    Toni

    LG Toni


    Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null.

    Und das nennen sie dann ihren Standpunkt.

  • Danke Toni, dies ist sicher den Meisten hier bei MM schon bewusst.


    dennoch kann man beim Mk2b mittels Verkleinerung der RIAA einen leichten Hochtonanstieg realisieren wenn man seinen TA unbedingt behalten möchte. Bei 30nF ist dieser Anstieg aber schon fast zu krass weshalb ich ausdrücklich die 31-32nF schrieb. Hatte dies bei mir auch messtechnisch sichbar gemacht aber irgendwann wieder verworfen.


    nur ist die Frage wie sich die Eingangskapazität bei niederohmigen MC auswirkt


    diese liegt beim Mk2b sehr niedrig , laut Reinhard um die 40- 70pF . Es ist direkt am Eingang ein freier Lötplatz für höhere Kapazitäten vorhanden aber ich habe da , wie gesagt, keinerlei Handlungsbedarf.


    Im Übertragerbetrieb auf MM konnte ich dies schon selbst vergleichen und bei über ca 300pF waren die Höhen nur noch recht dumpft zu hören. je niedriger desto besser