Unterschiede zwischen TA-Justierschablonen

  • Ich habe drei Justierschablonen für Tonabnehmer, mit denen man jeweils an zwei "Nullpunkten" den horizontalen Spurwinkel einstellen kann.


    Eine Schablone stammt aus einer Audio von 1982, eine andere aus einer Stereoplay von 1995 und eine dritte habe ich von einer US-Internetseite runtergeladen. Alle wurden auf Pappe geklebt.


    Ich habe alle drei getestet, und die Ergebnisse sind mit jeder Schablone anders. Wenn ich das System mit einer Schablone justiere dann zeigt die andere einen nicht unerheblichen Winkelfehler an.


    Gibt es zur Tonabnehmerjustage unterschiedliche Theorien oder wie lässt sich das erklären?



    Diese Schablone habe ich noch nicht getestet:


    http://www.enjoythemusic.com/freestuff.htm

    Claude


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    Scheu Premier MkIII + SME309/Benz Ace L + Scheu Classic 12"/Denon DL103R


    Electrocompaniet ECP-1, Electrocompaniet EC4.7+AW120, Dynaudio Contour s3.4, AKG K1000+Audio Valve RKV

  • Hallo,


    die Nulldurchgänge sollten auf den Schablonen vermerkt sein und zu den Angaben deines Tonarms passen. Infos muss man suchen, für Thorens und SME ist diese Seite interessant:


    http://www.theanalogdept.com/thorens_tonearms.htm


    Es gibt auch Schablonen, bei denen man zB nach Messung der Tonarmlänge einen von mehreren Messpunktpaaren wählen kann (sowas war glaube ich, mal in der Stereo).


    Gruss,


    Reinhard

    Dieser Beitrag wurde elektronisch erstellt und ist auch ohne Unterschrift gültig

  • Hallo Miles,
    die erwähnten Schablonen gehen von Durchschnittswerten aus, d.h. manche TA´s gehen von 120mm aus
    1. du besitzt die Werte deines Tonarms (Freude!)
    in deinem Fall: du hast sie wahrscheinlich nicht. .
    2. beschaff sie dir!!! im www gibt´s genug infos.
    3. wenn du mit dem Verschieben des Tonabnehmers die "tangentenübereinstimmung" nicht hinbekommst, dann verschiebe die Tonarmbasis. Da hiermit der Abstand zw. TA-Basis und Mitte des Plattentellers verändert wird, frag einen profi. Ob das hifi-kompatibel ist, weis ich nicht. Bei mir klappt es.
    Sollte dies bei dir nicht möglich sein, siehe 1.
    Keine Gewähr!
    Gruß
    vds

  • Hi,


    Quote

    Original von Miles
    Diese Schablone habe ich noch nicht getestet:


    http://www.enjoythemusic.com/freestuff.htm


    auf der gleichen Seite gibt es ein exzellentes Excel-Sheet, bei dem du die verschiedenen Versionen vergleichen kannst.
    roman

    Gruß, Roman
    LiTe Phono
    Gleichzeitig findet Meredith Hesketh-Fortescue auf einer Kutschfahrt mit Jasper Fetherston von Middle Fritham nach North Cothelstone Hall in Thrumpton Castle den Schlips aus Nether Addlethorpe. (Loriot)

  • Hallo,


    habe die Schablone auch runtergeladen und im Copyshop laminieren lassen, ich denke, das ist ein Tipp, zerfleddert nicht so wie ein Stück Papier...


    Grüße
    Dietmar

  • Hallo,


    also bei den Schablonen aus dem Internet habe ich immer etwas Sorge - schließlich kommt es ja auf Bruchteile eines Millimeters an ...


    Meistens handelt es sich ja um PDF-Files. Beim Ausdrucken muß man höllisch aufpassen, da bei aktiviertem Kästchen "Seitengröße" sich u.U. alle Maße verändern. Über den Button "Eigenschaften" kommt man in Menüs, die Drucker-spezifisch sind. Auch hier können gewisse Einstellungen zu Größenänderungen führen. Es gibt ja einige Schablonen im Netz, die zur Kontrolle des korrekten Ausdruckes ein Zentimetermaß am Rand mit abgebildet haben. Auch bei korrekten Druckereinstellungen finde ich hier Abweichungen von 1-2 mm über eine DIN-A4 Seite!!! Ich habe auch mal ein und dieselbe Schablone auf verschiedenen Druckern gedruckt - die Ergebnisse sind keinesweg identisch - die zu fordernde Präzision fehlt.


    Da ich von Natur aus sparsam bin, habe ich mir dann zunächst mal die billige Ortofon-Plastikschablone bestellt. Damit kann man durchaus leben. Seitdem ich aber die Schön Schablone habe, möchte ich das gute Stück nicht mehr missen. Direktes und indirektes Ablesen des Überhangs sind ebenso nützlich wie der eingebaute Spiegel für den Azimuth und die hervorragende Möglichkeit, an 3 Stellen den relativen Spurfehlwinkel zu bestimmen. Hier kann man dann nach der Justage überprüfen, ob man optimiert oder "verschlimmbessert" hat.
    Trotz 32,-€ meine klare Empfehlung für nervenschonende und präzise Justage!


    Sebastian

  • Hallo Miles,


    ich kann mich dem Kommentar von Sebastian nur anschliessen. Das aus dem Internet mag vielleicht gut sein aber ich bin mir ebenfalls nicht sicher ob der Massstab stimmt. Ich benutze ebenfalls die Schablone von Schön. Die ist sehr robust and gut erklärt. Aber halt nicht so billig wie die anderen Schablonen aus dem WWW.


    Habe sobar bei ebay schon Schön's gesehen. Nur so ein Tip


    Valsi

    Vertrauen ist gut....Kontrolle ist besser

  • Hi,


    ich serviciere einige Leute aus dem Prepress Bereich. Die sind darauf angewiesen, daß der Drucker nicht nur immer genau gleich ausdruckt, sondern auch, daß die Ausdrucke am lokalen Drucker 100% identisch sind, wie die, die dann aus der Belichtugnsmaschine kommen.


    Eine pdf Datei mit dem aktuellsten Postscript Treiber von Adobe und einem ordentlichen Druckertreiber erfüllt diese Anforderungen.


    Präzise bedeutet dies, daß man den Ersteller der pdf Datei kontaktieren muß, und abklären muß, mit welchem Druckertreiber/Postscripttreiber er die Datei destilliert hat. Wird die pdf Datei mit den selben Druckertreibern lokal ausgedruckt, sind die Ergebnisse auch immer 100% korrekt. Wobei theoretisch der aktuellste Adobe PS Treiber und ein "generischer" Druckertreiber die beste Wahl sein dürften. Zumindest wenn man einen Postscriptdrucker hat.


    LG Tom

  • Ausgehend von einem geometrisch korrekten Tonarm gibt es eigenlich nur einen Aspekt, der die Lage der Nulldurchgänge und damit die Auslegung der Schablone bestimmt: Der angenommene bespielte Bereich der Platte.
    Dabei gibt es generell eine IEC- und eine DIN-Empfehlung. Ich hab' gerade nicht im Kopf, welche von beiden jetzt mehr und welche weniger bespielten Bereich annimmt - egal.
    Jedenfalls kann es durchaus sein, dass man deswegen beim Einstellen verschiedene Nulldurchgänge bekommt, wobei alle Werte durchaus richtig sein können.
    Also: keine Panik :D

  • Hallo Tonabnehmerjustierer, :D


    Ich habe vor kurzem auf dem Analog-Forum in HH die Stadthaus Schablone erworben.
    Ist zwar sauteuer und der Herr S. ist auch nicht jedermanns Fall, aber die Schablone ist im Vergleich zur Schön Schablone doch um einiges besser.


    Gruss,
    Christoph

    Gewerblicher Teilnehmer

    AAA Mitglied

  • Hallo Christoph,


    ich hatte die Stadthaus-Schablone vor einigen Monaten telefonisch bestellt, gleich drauf wegen des hohen Preises bereut und dann kam erstmal nix. Vor vier Wochen dann doch.
    Leider hatte ich bislang noch absolut keine Zeit, mich mit dem Ding praktisch zu beschäftigen. Jedenfalls lassen schon mal die mitgelieferten Ausführungen Gutes erahnen.


    Was sind Deine Erfahrungen?


    Viele Grüsse,
    Mario

    Viele Grüsse,
    Mario


    "Viele Antworten können mit ihren Fragen nichts anfangen." (Piet Klocke)

  • Quote

    aber die Schablone ist im Vergleich zur Schön Schablone doch um einiges besser

    Kann sein, meine (einzige) Begegnung mit Herrn Stadthaus war leider nur als ausgesprochen unerfreulich zu bezeichnen, aber die Schön-Schablone ist in jedem Falle ein absolut geeignetes Werkzeug zur Tonabnehmerjustage. Ich habe sicherlich 15 verschiedene Typen hier liegen, letztlich lande ich immer wieder bei der Schön. Und nach sicherlich einigen hundert Tonagnehmereinbauten wag ich zu behaupten, dass das Ding keine nennenswerten Fehler produziert.
    Einzig die kleinen Löcher, in denen die Nadel eintaucht sind diskussionswürdig. In würde es nicht für ausgeschlassen halten, dass man damit einen Diamanten abreißen kann - passiert ist mir das allerdings noch nie.

  • Hallo Mario,


    Ich besitze einen SME Arm,bei dem ja bekanntlich der Überhang an der TA-Basis eingestellt wird.
    Mit der Schön Schablone hatte Ich leichte Probleme damit, das gegen Plattenende die Verzerrungen leicht zunahmen. Nach Justage mit der Stadthaus-Schablone ist dies Geschichte.


    Holger


    Ich glaube Dir aufs Wort das Die Begegnung mit Herrn S. unerfreulich war,Ich kenne eigentlich keinen dem es anders ergangen ist :D
    Aber es gab einen Messepreis und da musste Ich zuschlagen und das habe Ich auch bis jetzt nicht bereut.


    Gruss,
    Christoph

    Gewerblicher Teilnehmer

    AAA Mitglied

  • Quote

    Original von hb
    Kann sein, meine (einzige) Begegnung mit Herrn Stadthaus war leider nur als ausgesprochen unerfreulich zu bezeichnen,


    OK, ich habe das Gespräch mit ihm auch nicht gerade genossen: er ist ein geradezu exhibitionistischer Polemiker. Dagegen sind die Texte zur Schablone sachlich und für mich nachvollziehbar.

    Quote


    aber die Schön-Schablone ist in jedem Falle ein absolut geeignetes Werkzeug zur Tonabnehmerjustage.


    Ich habe noch keine befriedigenden Ergebnisse mit der Schön-Schablone erzielen können. Sogar eine aus dem Internet gesaugte "Primitiv-Schablone" hat mir besser geholfen, meinen TA so einzustellen, dass die Sibilanten nicht unangenehm klingen.
    Ich verstehe bei Schön das Layout nicht: ich weiss nicht, wie man mit den Strichen Parallelität des TA hinkriegen soll. Aber vielleicht bin ich da zu blöd und ungeschickt zugleich. Da ich noch nicht mit der Stadthaus hantiert habe, weiß ich noch nicht, ob sie wirklich besser ist (ich hoffe es allerdings sehr!).

    Quote


    Ich habe sicherlich 15 verschiedene Typen hier liegen, letztlich lande ich immer wieder bei der Schön.


    Welche Typen?


    Viele Grüsse,
    Mario

    Viele Grüsse,
    Mario


    "Viele Antworten können mit ihren Fragen nichts anfangen." (Piet Klocke)

  • Quote

    Welche Typen?

    Also... Ich find sie gerade nicht alle, aber die fielen mir gerade in die Hände:
    -die große Alu-Schablone von Clearaudio
    -das Acryl-Modell von Aura Hifi (das hat übrigens was)
    -die Schön
    -Music Connection
    -HGP
    -diverse SMEs
    -diverse Regas
    -Hadcock
    -ein paar Sachen aus dem Netz, deren Ursprung ich nicht mehr ergründen kann


    Da ist noch mehr, gib mir etwas Zeit...

  • Hallo,
    ich frage mich, wenn ich das alles hier lese, ob Ihr nicht mehr in der lage seid, auf einen Pappstreifen einen langen, und drei dazu senkrechte Striche im richtigen Abstand zu zeichnen, und in die erste Kreuzung ein Loch (7,2mm) zu bohren. Kosten: ca. 3€ für den Bohrer.
    Gruß
    Niels

    Gewerblicher Teilnehmer

  • Hallo,


    der Umgang mit der Schön-Schablone wird viel einfacher und die Einstellung genauer, wenn man einen kleinen Trick verwendet.
    Das Ankleben einer Bleistiftmine im 90°-Winkel zum Nadelträger dürfte ja ziemlich verbreitet sein (und wird glaube ich in der von mir derzeit verschluderten Bedienungsanleitung der Schablone auch empfohlen).


    Viel praktischer ist es, eine kleine Näh- oder Steck-Nadel vorne am Systemkörper anzuheften - die hält normalerweise magnetisch am TA-Gehäuse. Jetzt ist alles total einfach: Lässt sich nämlich wie bei den meisten Armen die Kröpfung nicht verstellen (dh. der Winkel mit dem der Tonabnehmer im Headshell die Linie des Tonarms fortsetzt), kann man so lange mit dem Überhang "spielen" bis an beiden Punkten (d.h. da wo "Überhang zu groß/klein" und da wo "Kröpfung zu groß/klein" steht) sich eine vollständige Parallelität der Nadel mit den Parallelen Linien auf der Schablone ergibt.


    Ich verwende inzwischen allerdings fast nur noch die Schablone von EnjoyTheMusic.com (von der ich hier im Forum erfahren habe). Das funktioniert aber zuverlässig nur bei einem Systemkörper mit parallelen Seitenwänden.


    Vor der SME-Schablone möchte ich warnen: Sie ist am einfachsten in der Handhabung, bringt aber m.E. nicht so gute Abtastergebnisse. Nur für die Höheneinstellung (Tonarm parallel zur Plattenoberfläche?) ist sie unschlagbar gut.


    Freundliche Grüße an alle hier.


    Quartett

  • Hallo zusammen,
    das hatten wir schon mal - auch zum Selberbauen und zwar hier


    Als Kontrollmenschanismuß zu dieser Selbstbauschablone kann man nun die Achse 27 mm weiter durch die Mittelachse führen und dann mit einem rechten Winkel (in Richtung Tonarm) und einem am unteren Kreuzpunkt befestigten Faden eine Linie zum Tonarmlager legen.
    Mit einer eventuellen Abweichung aus dem rechten Winkel (gemessen am inneren Nulldurchgang) kann man über den Faden den Tonarm recht genau kontrollieren, ob Kröpfung und Überhang stimmt.
    Weiterhin wichtig ist die Einstellung des Azimuth, ohne eine genaue Justage dessen braucht man über einen VTA wohl keine großen Gedanken zu verschwenden.


    Eine überdurchschnittlich gute Erfahrung hab auch ich mit der Stadthausschablone machen können.
    Obwohl das arrogantes, selbstherrliche Auftreten des Herrn S. mich gewaltig abstößt, taugt seine Schablone mehr als der eigentliche Mensch dahinter - mbMn.


    So long,
    Tom