Was waren eure (ersten) selbstgebauten Lautsprecher?

  • Das Projekt war völlig in die Hose gegangen. Es handelt sich um einen abgewandelten Bausatz von Strassacker. Feinste Bauteile waren verbaut, nur klang's absolut unzufriedenstellend. Mein letztes DIY-LS-Projekt.

    Konsequenz ist die Form, mit der sich Dumme das Denken verbieten.

  • Hi,

    mein letzter selbstgebauter Lautsprecher war die Vifa Filigran so um 1991 rum. Da gab es in Kaiserslautern den Phoenix Lautsprecherladen von Ronny Schwarz und ich konnte die Lautsprecher vorab dort anhören. Mit meinem eigenen Verstärker. Das war zu der Zeit so üblich. Zumindest ergab das etwas Sicherheit, dass mir das Endergebnis auch zu Hause gefallen würde.


    Wie war das bei euch bei den Selbstbauboxen, die euch hinterher nicht gefallen haben?

    Habt ihr die Möglichkeit gehabt, sie vorab zu hören? Ich würde gerne abschätzen, was da bei euch schief gelaufen ist. Nicht dass ich Boxen bauen wollte. Es ist eure gemachte Erfahrung, die mich interessiert.

    Entspanntes Hören, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Ich habe meine „Clonewall“ aufgrund der Beschreibungen von Holger Barke nachgebaut. Der hat durchaus Durchblick und wenn der schrieb, dass die Boliden mächtig Wumms haben, nicht absolut linear sein, aber mächtig Spaß machen ... hatte er total recht.

  • Ja, dem Barske kann man einigermaßen vertrauen. Ich selbst habe auch die Klonwall (wie Du ja weißt) und laut hören damit ist einfach nur GEIL. Gestern war es Linkin Park mit deutlich über 85 db.

    Der Barske lässt es gerne krachen, damit ist er auf MEINER Linie.

  • Ich habe meinen Verstärker damals zu Udos Laden in Bochum mitgenommen. Wir waren zu zweit mit 2 Verstärkern.


    Wir haben einige Boxen hören können, Duetta, .... alles was halt da rumstand. Die BlueNote, die ich dann gekauft habe, war allerdings noch nicht fertig entwickelt, deshalb habe ich genau die nicht hören können. Aber was er davon schon erzählt hat, klang überzeugend.

    Und sie hat mir gefallen. Nur muss es bei mir irgendwann weiter gehen, deshalb hab ich die jetzt nicht mehr.

    Bin also noch nicht "angekommen", ich reise noch ein bisschen in der Gegend rum.


    Grüße, Ulf

  • Ich war schon auf ein paar Szene-Treffen dabei, wo Holger seine LS vorgeführt hat. Holger wird von mir sehr geschätzt. :thumbup:


    2013 hatte ich bspw. dazu in meinem damaligen Blog folgendes notiert:


    Frickelfest Nachlese:


    Normalerweise interessiere ich mich nicht für Lautsprecher-Bauanleitungen, aber die nächste Klang+Ton werde ich mir wohl kaufen. Und zwar wegen der ‘Phi’.


    Holger Barske hatte am vergangenen Wochenende auf dem Frickelfest 2013 mit seinem ‘kleinen Grosslautsprecher’ dieses Namens einen echten Coup gelandet, indem er demonstrierte, dass klangliche Opulenz vom Feinsten überhaupt nicht teuer sein muss.


    phi.jpg


    Photos credit: Holger Barske


    Formal gefällt mir der Entwurf übrigens auch sehr gut. Technisch elegant gelöst ist die Array-Anordnung sechs kleiner Breitbandlautsprecher, die sich in Wirkungsgrad und Belastbarkeit dem 15" Basslautsprecher perfekt angleichen und wesentliche Teile des Klangspektrums sauber und bruchlos übertragen. Jeder Ton scheint dabei stabil aus der Mitte zu kommen, genau wie bei einem echten Koaxiallautsprecher.


    phi1 (1).jpg

  • Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen, die "Phi" aus dem Nachlass des Forumskollegen Tom verkaufen zu wollen. Zwei Kandidaten haben in Toms "Laden" etwa eine halbe Stunde zugehört, bis sie ablehnten. Ich hatte mir dann gesagt, die klingen nur dort Scheisse, der Raum ist zu groß und kaum möbliert und hallig. Gedacht, getan: beim Dritten haben wir die Dinger (um die 400 Liter Volumen!) in seinen Kastenwagen gewuchtet, bei mir zuhause ins Wohnzimmer gerollt und dort unter Wohnraumbedingungen gehört.

    So sahen die bei mir im Wohnraum aus:


    PHI.jpg


    Ich dacht so für mich: Mist, klingen immer noch nicht gut - irgendwie etwas nasal, aber der Kunde (aus Bremerhaven angereist!) fand die Klasse, hat zwei Stunden bei mir verbracht (incl. Dachstudio, hat gleich noch ein Band gekauft :)) und sie freudig erregt eingepackt.


    Ob da in den vielen Jahren seit dem Bau irgendwas in der Weiche gelitten hat - ich weiß es nicht, mir gefiel der Klang nicht (bis auf den abgrundtiefen, mächtigen Bass).

  • Muss halt alles passen. Verstärker, Box, Raum. Ich habe die Originale gehört, die Holger mitgebracht hatte. Verstärker war ein Silvaweld 300B.

    Hast recht, Jo, kann alles mögliche sein. Hier hingen die an einem alten Pineer-Receiver.

  • Nur so am Rande: Ich hatte vor einigen Jahren einmal die Freude, den Rainer Feile ("Tonfeile", auch hier im Forum bekannt) in München besuchen zu dürfen (hallo Rainer, deinen zwei B67 geht es weiterhin prächtig :) ). Er führte mir auch seine TAFAL Lautsprecher vor. Ich war sehr von ihrer Abbildungstreue und Klangverhalten bei der kleinen kompakten Bauweise beeindruckt.

    INFO- -LINKS HIERZU (u. weitere...). Ein Nachbau hatte mich immer noch einmal gereizt, aber die Zeit ist weder bei mir noch bei den tollen weiteren Entwicklungen von dir, Rainer, stehengeblieben... ;)


    In der Hoffnung, dass es dir gut geht, Rainer: Liebe Grüße - Christian

    Mit besten Grüßen

  • meine ersten waren Axton AX-80, irgendwo um 1976-77....

    Gar nicht schlecht, der klang und ich brauchte nicht zu fraesen, da blechchassis :)

    Gehause und weiche selber gestrickt, da die im kit enthaltene teile etwas mickrig waren - fuer mein damaliges, unerfahrene auge.

    Uebrigens spielen die immer noch bei ein freund, nur die hochtoner sind durch baendchen ersetzt und die weiche entsprechend angepasst.

    ---


    Mfgr,
    Rob


    "There is a crack in everything..... That's how the light gets in."

  • Rainer,

    ja, habe ich mitbekommen. :)


    Muss halt alles passen. Verstärker, Box, Raum. Ich habe die Originale gehört, die Holger mitgebracht hatte. Verstärker war ein Silvaweld 300B.

    muss ich Wiedersprechen!

    das war damals ein silbatone verstärker mit 300B

    auf dem Foto ist noch zu sehen wie bernd versucht den dac ans laufen zu bekommen ;-)

    grüsse von


    florian

  • Hi,

    mein letzter selbstgebauter Lautsprecher war die Vifa Filigran so um 1991 rum. Da gab es in Kaiserslautern den Phoenix Lautsprecherladen von Ronny Schwarz und ich konnte die Lautsprecher vorab dort anhören. Mit meinem eigenen Verstärker. Das war zu der Zeit so üblich. Zumindest ergab das etwas Sicherheit, dass mir das Endergebnis auch zu Hause gefallen würde.


    Wie war das bei euch bei den Selbstbauboxen, die euch hinterher nicht gefallen haben?

    Habt ihr die Möglichkeit gehabt, sie vorab zu hören? Ich würde gerne abschätzen, was da bei euch schief gelaufen ist. Nicht dass ich Boxen bauen wollte. Es ist eure gemachte Erfahrung, die mich interessiert.

    Wie gesagt , Ich versuchte Bausätze von Lowther,u.a.

    Zu Görlich bausatz von Hobby Hifi:

    Das Gehäuse schien mir im Nachhinein nicht optimal.

    Die Bassreflexöffnung in der mitte der Box hinten, die Rückwand schwingte mit, besonders im Bereich der Reflexöffnung, innen waren keinerlei Verstrebungen vorgesehen.

    Die weiche von Herrn Görlich auf einer Holzplatte mit heisskleber zusammengelötet.

    Meine frage an Ihn, ob amn am Gehaäuse was verbessern könne, kam die Antwort, man könne auch auf spatzen mit Kanonen schiessen.

    dasselbe sagte der Mann auch über teure High end Weichenbauteile.

    das sagt jemand der Chassis für Sündteure Lautsprecher macht!

    Der Hobby Hifi Bausatz hatte den Scan speak Hochtöner D2010, den Ich bereits von Spendor 45/2 kannte.

    Aber mit so einer 12 db Hobby Hifi Weiche ohne jeden Saugkreis ist ein Görlich niemals in griff zu bekommen.

    angesichts des vielen geldes klang die Box keineswegs so besonders.

    an meine spendor kamen die bei weitem nicht ran, daran hat das Edelfurnier auch nichts geändert.


    Heutzutage würde Ich eher sparen oder nach was nicht zu altem gebrauchten schauen, z ,B ein Lautsprecher von Bauer.

    Ich würde niemals nochmal ein Haufen Geld rausschmeissen was Ich nicht vorher gehört habe.

    Ich persönlich glaube nicht, das mit einem bausatz in der gleichen Preisklasse eine bauer getoppt oder wenigsten mitgehen kann.

    vom Finish ganz zu schweigen, wenn man das vom Schreiner will, kostet das als Einzelstück auch entsprechend.

    Natürlich kann man Furnier auch aufbügeln, da gibt es einige DIY Tricks, manche mögen es auch sauber hinkriegen, die Mehrheit eher nicht.

    Kurz gesagt, die grosse Bausatzzeit ist längst vorbei.

    Es war auch eine ganz andere Zeit.

    Im übrigen hätte Ich mehr Vertrauen in Herrn Bauer und den Herrn Gerhard als in irgendwelche selbsternannten Bastelpäbste.

    Die hauen ja alle 2 Monate eine ganze Latte von neuen bauvorschlägen raus.

    Früher baute man ja selbst um geld zu sparen, als Lehrling, Student oder sonstwas.

    Heute hat man es ja eher, so dass diese Motivation eigentlich wegfällt.

    gruss

  • Hm, das pure Vertrauen in einzelne "high End" Gurus sehe ICH besonders kritisch :


    eat This :


    Unglaublich Restek Saga 3 kann nicht repariert werden, Lautsprecher und Subwoofer - HIFI-FORUM


    Der Thread im Nachbarforum ist von MIR. Und das positive klangliche Fazit am Schluß des Threads ist nur EINEM Geschuldet, das ICH die 2 Dinger wieder loswerden wollte OHNE Verlußt zu machen. Was mir auch gelungen ist mit ich glaube es waren 550 oder 600 Euro. Und der Käufer hatte tatsächlich beim googeln meinen Bericht gefunden.

    Dieser LSP ist/war Klang Müll da der MT viel zu leise Spielte und der integrierte Bass viel zu laut. Die unsauberkeit des Basses kann natürtlich auch an der Ersatzsicke liegen, nicht aber dessen Lautstärke im Vergleich zum HT/MT

  • Na da haste aber einen abgezockt


    EMT 938 mit TSD 15; Cyrus Quattro; Mission Cyrus one (alte Version 80-er Jahre ); Fezz Alfa Lupi; Opera Prima 2015; Waschmaschine Hannl Micro/Rundbürste,; Topping L30II; Austrian Audio HI-X65

  • Zu meiner Schulzeit (vor mehr als 40 Jahren) war Lautsprecherbasteln total angesagt. Durch das meist schmale Bafög oder Taschengeld gab´s damals für mich nicht die unglaublich teuren JBL´s aus dem Lautsprecher-Versand Hamburg, sondern nur die ITT- Bausätze aus dem Bühler- Katalog. Unglaublich lausige Teile mit minimalen Magneten und billigsten Weichenbauteilen, die ich damals in ein abscheulichstes Spanplattenkonstrukt eingebaut habe. Das waren aber richtig große "Boxen" mit 30 cm Tieftöner, 10 cm Mitteltöner und einer kleinen Kalotte. Ich habe lange überlegt, ob ich mir noch die LED- Leistungsanzeige mitbestelle. Klanglich waren die Teile nicht schlecht. Sondern sauschlecht. Ein Mitschüler fand die Boxen aber...beeindruckend und so habe ich sie sofort wieder verkauft und gegen eine kleine Braun- Box ersetzt. Die war aber auch nicht gut. Früher war nicht alles besser.


    Rafael