BACH-Freunde...

  • Auch ich zähle mich zu den Bach-Freunden.

    Die Goldberg-Variationen, interpretiert von Glenn Gould in der 83er-Aufnahme ist für mich eine der Inselplatten.
    "Nicht alle Musiker glauben an Gott, aber alle Musiker glauben an Bach", das Zitat wird Mauricio Kagel zugeschrieben.

    Bach wird von vielen Jazzmusikern und Improvisateuren als erster Jazzer bezeichnet.

    Deshalb gefallen mir wahrscheinlich viele seiner Werke ( weniger die Chorwerke und Oratorien)

    Und ich empfinde seine Musik als absolut zeitlos, die Auswirkungen in die heutige Musik hat.


    Für manche sicherlich ein Sakrileg

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    Vor einigen Jahren bei den Fachfest in Leipzig entdeckt und mit Gänsehaut im Konzert gesessen.

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    und Bach wirkt selbst in die Breakdance-Szene ( schon live gesehen )

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    ich kann allen Liebhabern von Bach nur das Bachfest in Leipzig empfehlen, Konzerte und Auftritte an jeder Ecke, in den Passagen und den üblichen Veranstaltungsorten, eine Stadt im Bach-Fieber.


    https://www.bachfestleipzig.de/de/bachfest


    Gruß

    Uwe

  • Hallo,

    nun denn..., das Thema bzw. das Schaffen scheint so übergroß, dennoch möchte ich gerne meine liebste LP eines Konzert für eben zwei Violinen hier vorstellen

    LPE 17160 (mit Sicherheit auch als Eterna)

    Bach Viola.jpg

    David u, Igor Oistrach (Ukrainer) mit dem Gewandhausorchester unter F. Konwitschny


    Ja ...Meer...

    dieses Stück scheint genau dieses Gefühl wieder zugeben, welches mich immer wieder beim hören ereilt.

    Scheinbar das ganze individuelle Leben, mit seinen unausweichlichen Höhen und Tiefen, der Hoffnung und, wohlmöglich, auch der Entäuschung und natürlich der Intimität ziehen als Gefühl vorbei.

    Die Endlichkeit, als unausweichlich sich zuspitzender Zielpunkt bleibt immer fühlbar,

    die Zuversicht ist trotz allem nicht nieder zuringen und das Bild der Nordsee scheint fest vor Augen, wohlmöglich nur als Idee...als Sinnbild.


    Viele Grüße Tobias.

    PS: Vivaldi´s Concerto grosso op.3 Nr.8 ist natürlich auch gut

    "...Cramer, Cramer! Wir werden niemals imstande

    sein etwas ähnliches zu machen!..."

    Beethoven in einem Gespräch mit seinem

    Schüler über Mozarts Klavierkonzert KV491

  • Nichts gegen Oistrach, aber so mag ich persönlich (ich will es aber niemandem madig machen) Bach heute eigentlich nicht mehr hören. Aber bildet Euch selbst ein Urteil:


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    Viel Spaß beim Vergleichen!

    Sebastian


    PS: Bei Nr. 3. hört man im Vergleich auch sofort, dass im tiefen Kammerton gestimmt wurde, so wie das heute bei HIP (Wikipedia Link) üblich ist.


    PPS: Die hier würde ich nehmen, wenn es LP sein soll:

    Johann Sebastian Bach, La Petite Bande · Sigiswald Kuijken – Konzerte Für Violine A-moll BWV 1041 Und E-dur BWV 1042 / Konzert Für Zwei Violinen D-moll BWV 1043 (1981, Vinyl) - Discogs

    3 Mal editiert, zuletzt von Sebastian ()

  • Hallo Sebastian,

    prima das Du hier Deine Preferenz zeigst, nach der LP werde ich mal die Augen offen halten...

    viele Grüße Tobias.

    "...Cramer, Cramer! Wir werden niemals imstande

    sein etwas ähnliches zu machen!..."

    Beethoven in einem Gespräch mit seinem

    Schüler über Mozarts Klavierkonzert KV491

  • Auch wenn es von den Cembalokonzerten hervorragende Einspielungen für modernes Orchester und Klavier gibt (exemplarisch genannt sei hier Murray Perahia ) so gewinnt mein Herz doch immer diese Einspielung von Trevor Pinnock.

    C83B3A46-4044-47A5-A560-40F3A286ED58

    So, ich habe sie mir zugelegt (leider nur als CD) und bin begeistert! :thumbup:

    Danke, Sebastian!

    :)

  • Dann sind es aber 4 Einzel-CDs oder gibt es die auch als Box?

    Ich habe auch die Gesamteinspielung mit Gustav Leonhardt auf LP. Pinnock gefällt mir aber besser und ich finde die Aufnahmen auch klanglich hervorragend.


    Viel Spaß damit!

    Sebastian

  • Nur so nebenbei zu diesem Genius: Ich hatte die Ehre, seine h-moll Messe in Portugal als Chorsänger mit-uraufführen zu dürfen - ein musikalisches und auch mitmenschliches Erlebnis: Die begeisterten Portugiesen ließen ihre Konzerte erst nach Siesta, Tappas und Ramblas so gegen 01:00 nachts beginnen, denn da war die Nacht ja noch sooo jung... :))

    Und nach zahlreichen Zugaben, in den frühen Morgenstunden... ging es dann zum Empfang beim deutschen Botschafter...

    BACH, Instanz, ich schätze seine Kompositionen sehr. Ab und zu darf es dann wieder auch einmal die Chromatische Fantasie & Fuge d-Moll BWV 903 sein, gespielt z.B. von Lewgeni A. Koroljow (Klavier) oder von Rachel Laurin (Orgel)

    Mit besten Grüßen

  • Ab und zu darf es dann wieder auch einmal die Chromatische Fantasie & Fuge d-Moll BWV 903 sein, gespielt z.B. von Lewgeni A. Koroljow (Klavier) oder von Rachel Laurin (Orgel)

    Die Bach-Einspielungen von Koroljow auf dem Klavier mag ich auch sehr gerne. Ich habe von Ihm beide Bücher des Wohltemperierten Klaviers, die Kunst der Fuge und die Französischen Suiten (leider nur auf CD).

    Die Chromatische Fantasie und Fuge ist ja auch wirklich ein besonderes Stück Musik. War sie doch bereits zu Lebzeiten Bachs sehr populär. Und die Romatik hat dieses Stück wiederentdeckt, als viele Werke Bachs noch im Dornröschenschlaf lagen. Das zeigt in meinen Augen, wie unglaublich zeitlos Bachs Musik ist, erfährt sie doch Wertschätzung in ganz unterschiedlichen Zeiten und in ganz unterschiedlichen Interpretationsstilen.


    LG

    Sebastian

  • Vielen Dank für diesen Thread, Horst. Die wunderbare Musik von Bach höre ich schon seit meiner Jugend.

    Vor einigen Jahren war ich in Eisenach, das Bachmuseum (https://www.bachhaus.de) besuchen. Die Vorführung mit den Instrumenten aus seiner Zeit war eindrücklich, erinnere mich gerne daran zurück. ein Besuch des Museums kann ich jedem Bachfreund*in ans Herz legen.

    I

    Mittlerweile habe auch ich es geschafft, das Bachhaus in Eisenach zu besuchen. Eine absolute Empfehlung!!! Stündlich werden auf alten Instrumenten Ausschnitte seiner Werke gespielt. Die reichen Leute hatten damals kleine Orgeln zu Hause stehen... ;)

    Beachtenswert ist auch die Tatsache, unter welchen Bedingen damals gelebt wurde. Beispielsweise ist er zu Fuß nach Lüneburg gegangen oder kam, als er vom Tod seiner Frau gehört hatte, erst nach Hause, als sie schon begraben war.

    Meine Güte, was geht es uns heute gut...

    Jedenfalls ist meine Hochachtung vor seinem Lebenswerk nochmals deutlich gestiegen!


    Wenn man schonmal in Eisenach ist, sollte man den Ort seiner Taufe in der Kirche nebenan besuchen.

    Unfassbar geschichtsträchtige Gegend ist das dort in Thüringen, wenn man bedenkt , dass Luther auch zuvor hier unterwegs war...


    Anschließend ging es nach u.a. nach Leipzig. Das dortige Bachmuseum hat mir nicht so gefallen, weil der alte Charme komplett fehlte. Trotzdem ist auch der dortige Besuch ein Muss!

    :)

  • Unfassbar geschichtsträchtige Gegend ist das dort in Thüringen, wenn man bedenkt , dass Luther auch zuvor hier unterwegs war...

    Sehe ich auch so, deshalb habe ich die letzten beiden Male meinen Besuch im Bachhaus Eisenach mit einem Besuch der Wartburg verbunden. Ganz nebenbei lohnt auch eine kleine Wanderung im benachbarten Thüringer Wald. Hier gibt es herrlich archaische Laubwälder und wenn man zuvor auf der Wartburg war, würde es einen kaum wundern, ein paar Ritter auf Pferden dort anzutreffen ... ;)

    LG

    Sebastian

  • Danke für diesen thread!

    Auf J.S.Bach komme ich immer wieder zurück, seit ich vor über 50 Jahren erstmals bewusst die Brandenburgischen Konzerte gehört habe.

    Wahrscheinlich laufe ich hier offene Türen ein, aber ich möchte euch trotzdem, ergänzend, auf die mMn sehr gelungene BBC-Doku "Bach - A Passionate Life" (mit Sir John Eliot Gardiner, in englicher Sprache) hinweisen. Der ein oder andere kennt sie sicher schon ...media]

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    LG

    Klaus

    AAA-Mitglied, hört mit: Dr.Feickert Volare + Linear, OL Silver, DV20X(II)H - Accuphase E-308 (AD-50 + DAC-50) - Accuphase DP-57 - Harbeth C 7ES-3 + Skylan-stands + Q-bricks

    Einmal editiert, zuletzt von Mäuser ()

  • Bach fasst in seiner Musik praktisch die gesamte Musikgeschichte, die vor ihm lief, zusammen, verarbeitet diese und weist in die weitere Entwicklung nach ihm. Schon allein deshalb betrachte ich Bach als den besten Start, um sich mit Musik überhaupt tiefer gehend zu beschäftigen. Daürber hinaus sind seine Kompositionen absolut logisch, nachvollziehbar und vor allem "menschlich". Ein Freund von mir sagte (zu Recht), man könne sich sein gesamtes Leben ausschließlich mit der Musik Bachs beschäftigen und würde immer wieder etwas neues entdecken, es würde nie langweilig. Bach stellt somit für mich eines der wichtigsten Zentren der Beschäftigung mit Musik dar, zu denen ich immer wieder zurückkehre.


    Ich selbst bevorzuge die historische Aufführungspraxis. Diese begann gerade mit Aufkommen der CD, sodass es teilweise schwierig für mich ist, hier Schallplatten zu finden, die mir gefallen. Bei den orchestralen Werken halte ich mich gerne an die Aufnahmen von Pinnock, bei den Vokalwerken wird es schon dünner mit der Auswahl. Von den großen Vokalwerken gibt es zwar wunderbare Einspielungen von Gardiner (h-Moll-Messe, Johannes-Passion, Weihnachtsoratorium) und Herreweghe (Matthäus-Passion) auf Vinyl, doch bei den Kantaten, Motetten, usw. habe ich bisher noch keine Vinyl-Einspielungen gefunden, die mir zusagen. Digital hat hier Gardiner schon wirklich hörenswertes geleistet, doch für mich stellt der absolute Gipfel Masaaki Suzuki mit dem Bach Collegium Japan, sowohl interpretatorisch als auch aufnahmetechnisch, dar. Auch liebe ich die erst spät entdeckten Cellosuiten, wo ich mir schon vor Jahren versucht habe, einen Überblick über die Einspielungen zu verschaffen. Von Casals (digital hervorragend von NAXOS remastered), über Maisky (war der betrunken bei der Aufnahme?) und Rostropowitsch (der war garantiert betrunken) zu Yo-Yo Ma. Schon die erste Einspielung von Yo-Yo Ma fand ich sehr gut, bei seiner zweiten Einspielung war ich dann der Auffassung, hier ist das Ziel absolut erreicht. Seine dritte Einspielung der Cellosuiten verschlägt mir einfach nur die Sprache. Geradezu überirdisch, jedes Detail bis ins Kleinste ausgefeilt, persönlich, unfassbar....

  • Daürber hinaus sind seine Kompositionen absolut logisch, nachvollziehbar und vor allem "menschlich".

    Als Chorsänger muss ich da widersprechen: er behandelt die Stimme wie ein Instrument und verlangt nicht selten kaum singbare, nicht logische und nicht nachvollziehbare Tonfolgen.


    Das das hinterher, wenn gelernt, gut klingt, steht außer Frage.

  • Als Chorsänger muss ich da widersprechen: er behandelt die Stimme wie ein Instrument und verlangt nicht selten kaum singbare, nicht logische und nicht nachvollziehbare Tonfolgen.


    Das das hinterher, wenn gelernt, gut klingt, steht außer Frage.

    Selbstverständlich behandelte Bach die Stimme wie ein Instrument. Das Niveau der ihm zur Verfügung stehenden Musiker muss unglaublich hoch gewesen sein, denn noch heute stellen seine Kompositionen höchste Ansprüche an jeden Musiker. Wenn ich mir z.B. die Einspielung der Brandenburgischen Konzerte der Bach Akademie (Berlin) anhöre, frage ich mich, wie das auf historischen Instrumenten so spielbar ist. Die Logik der Melodieführung ist hierbei geradezu zwingend, die Tonfolgen der Begleitung darauf bezogen, ebenfalls.


    Herzliche Grüße aus Berlin

    Olaf

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    Die Toccata & Fuge waren in Kindheitstagen mein Einstieg in die Bachsche Musik bzw. sogar in die Klassik und fasziniert mich noch heute...

    :)

  • Die Lang Lang-Einspielung berührt mich emotional viel weniger.

    Kurze Frage. Die Kombination aus Studio Aufnahme und der aus der Thomas Kirche in Leipzig gibt es nur als CD, richtig?

    Gibt es die Aufnahme aus der Thomas Kirche überhaupt als LP?


    Was würde sich eigentlich ändern, wenn ich Klangunterschiede plötzlich messen könnte, obwohl ich sie bisher nie gehört habe?


    Wenn ich doch nur einfach zugeben wollte, dass ich ein Jünger des Heiligen Ivor von Glasgow bin.


    Just Listen

  • Wo wir gerade beim Orgelwerk sind: Ich schätze sehr die Interpretationen von Peter Hurford auf Decca. Ein Kassiker, den man mMn immer noch hören kann ist natürlich auch die Gesamteinspielung des Orgelwerkes durch Helmut Walcha auf Archiv. Hier wird übrigens u.a. auch auf alten Silbermannorgeln gespielt, z.B. auf der wunderbaren Orgel in St. Pierre le Jeune (Strasbourg).


    Saint Pierre le Jeune


    Saint-Pierre-le-Jeune protestant – Wikipedia


    LG

    Sebastian