Erster (günstiger) Plattenspieler

  • Ich habe jetzt mal am Cinchkabel des Plattenspielers gewackelt, das Kabel angehoben, etc. aber leider ohne Veränderung (oder zum Glück, da es dann ja wahrscheinlich keinen Kabelbruch gibt?)

    Also erstmal einen anderen Vorverstärker mit einer Ausgangsimpedanz weit unter 1000Ohm testen?


    Die Lautsprecher rauschen schon sehr stark, vor allem wenn die Lautstärke höher als 50% ist.

    Glücklicherweise kann ich den Vorverstärker und die Lautsprecher noch umtauschen.

  • Syd


    Wenn du abholen kannst, schenke ich dir ein VV von Acoustic Reaserch A03 mit MM Eingang


    Kann Ich mir nicht mehr ansehen hier

    Danke für das super Angebot, Michael.

    Wenn du nicht zu weit weg wohnst von mir, würde ich das Angebot sehr gerne annehmen.


    Habe den Vorverstärker und die Lautsprecher bereits zurück geschickt.

  • Ich wollte mich nochmal bei allen bedanken!

    Plattenspieler läuft jetzt und der Sound ist echt richtig gut.


    Allerdings musste ich noch den Tonabnehmer wechseln. Das Problem mit dem sehr leisen Sound kam doch davon.


    Viele Grüße,

    Syd

  • Du weißt aber, daß Phono grundsätzlich deutlich leiser ist als digitale Medien. Bei Einführung der CD hat man deren Ausgangsspannung auf 2V gesetzt, was gut und gerne das 6-10 fache von analogen Quellen war. Dies wurde gemacht weil der Klang der ersten CD-Player noch keineswegs immer sonderlich gut war und daher hat man sich dieser Krücke bedient, um der geneigten Kundschaft das lautere Medium als "dynamischer" und "besser" vorzugaukeln... Leider wurde dieses Mißverhältnis nie korrigiert, analoge Quellen wurden nie lauter und digitale Quellen nie leiser. Daher wirst Du immer eine deutliche Diskrepanz zwischen Phono und CD haben, ganz egal, welchen Tonabnehmer Du verwendest.


    Gruß

    Andreas

    Ich bin so alt, als ich damals zur Schule ging, gab es noch keine Handys. Wir haben dann Unterricht gemacht. Wir hatten ja sonst nichts.


    Ein Freund ist jemand, der Dich mag, obwohl er Dich kennt.

  • Du weißt aber, daß Phono grundsätzlich deutlich leiser ist als digitale Medien. Bei Einführung der CD hat man deren Ausgangsspannung auf 2V gesetzt, was gut und gerne das 6-10 fache von analogen Quellen war. Dies wurde gemacht weil der Klang der ersten CD-Player noch keineswegs immer sonderlich gut war und daher hat man sich dieser Krücke bedient, um der geneigten Kundschaft das lautere Medium als "dynamischer" und "besser" vorzugaukeln... Leider wurde dieses Mißverhältnis nie korrigiert, analoge Quellen wurden nie lauter und digitale Quellen nie leiser. Daher wirst Du immer eine deutliche Diskrepanz zwischen Phono und CD haben, ganz egal, welchen Tonabnehmer Du verwendest.


    Gruß

    Andreas

    Hallo,


    das wurde gemacht, damit CD-Spieler nicht leiser waren als analoge Plattenspieler.


    Plattenaufnahmen waren und sind in der Dynamik komprimiert, damit bei den leisen Stellen die Musik nicht im Rillenrauschen absäuft.

    Für CD war diese Dynamik-Kompression nicht nötig und eigentlich auch nicht vorgesehen.
    Damit wäre die mittlere Lautstärke bei CD leiser als die mittlere Lautstärke bei Platten, wäre die maximale Spannung die gleiche.

    Die 2 Volt, der 6 bis 10-fache Wert war gedacht, um für Dynamik-Spitzen noch Reserven nach oben zu haben.


    Frühe digital aufgenommene CDs waren tatsächlich recht leise. Ein sehr prominentes Beispiel ist die Brothers in Arms der Dire Straits.

    Grüße

  • Plattenaufnahmen waren und sind in der Dynamik komprimiert, damit bei den leisen Stellen die Musik nicht im Rillenrauschen absäuft.

    Auch Veröffentlichungen auf CD sind in der Dynamik komprimiert. Vergleicht man die tatsächlich vorhandene Dynamik auf den unterschiedlichen Tonträgern schneidet die LP, trotz der technisch erheblich besseren Basis der Digitaltechnik, im Vergleich sogar häufig besser ab. Bei der Brothers in Arms von 1985 wat tatsächlich mehr Dynamik auf der CD, beim Nachfolgealbum war dann schon wieder Gleichstand mit leichtem Vorteil der LP. Und bei jedem Reissue wirds dynamisch weiter eingedampft.


    Bis auf Labels, die sich diese Übelegenheit gezielt zunutze gemacht haben (Dorian, Telarc), hat eigentlich kein Label diesen Vorteil bei CD ausgenutzt. Bei zeitgenössischen Aufnahmen muss eine LP sogar mehr Dynamik haben, da das ganze totkomprimierte Zeug mit Fullscale gar nicht in eine Matritze geschnitten werden kann. Sieht man hier ganz schön.

  • Auch Veröffentlichungen auf CD sind in der Dynamik komprimiert.

    Ich zitiere:

    "Für CD war diese Dynamik-Kompression nicht nötig und eigentlich auch nicht vorgesehen."

    Das sollte deine Einwände besänftigen.

    Zumal bei der Entwicklung der CDs in erster Linie an Klassik gedacht war.


    Grüße


    P.S.: Dynamik-Angaben von LPs in der Dynamic Range DB sind zumindest fragwürdig, ist doch  jeder Knackser oder Knisterer deutlich lauter als die Musik selber und verfälscht die Dynamik-"Messung": Ein kurzer Knackser ergibt eine scheinbar Riesen-Dynamik der LP, obgleich da nur ein Störgeräusch "gemessen" wurde.

  • Ein kurzer Knackser ergibt eine scheinbar Riesen-Dynamik der LP, obgleich da nur ein Störgeräusch "gemessen" wurde.

    Deswegen wird ja über die ganze Laufzeit gemittelt und ein Knacks von einer 1/10 sek. fällt da eben kaum ins Gewicht.


    Ganz nebenbei ist jede für den Heimgebrauch gedachte Musikveröffentlichung komprimiert und muss das auch. Es gibt gar kein Equipment, um die mögliche Dynamik ausschöpfen zu können. Beim Versuch würde man Lautsprecher und Verstärker schreddern.


    Die größten Dynamiksprünge habe ich übrigens in alten analogen Klassik-Aufnahmen gefunden, gefolgt von modernen ECM-Aufnahmen.

  • Ich habe das mal grob gerechnet, der VV mit 1000 Ohm und 500mV speist einen Aktivlautsprecher mit 10kOhm, das reduziert die Ausgangsspannung um ca. 50mV. Das ist jetzt nicht so viel, klar, das nicht optimal. Man müsste schon ordentlich etwas hören. Wenn es so leise ist würde ich sagen der VV funktioniert überhaupt nicht. Was man dabei ganz leise hört ist das, was durch den nicht funktionierenden VV über die kapazitive Kopplung noch durchgeht. Entweder der Verstärker selber funzt nicht, oder das Netzteil liefert keine Spannung. Hama ist aber im Grunde teuer bezahlter Chinakram, bei dem ganz billige Netzteile dazu gepackt werden.

    Gruß Stephan


    Strom macht klein, schwarz und häßlich.