Wie kann es sein, das ein bestimmtes Laufwerk besser klingt als ein anderes ?

  • völlig unfähig waren sie nicht gerade, aber oftmals wurden sie stark überschätzt

    Das würde ich absolut nicht unterschreiben! Bin selber Ingenieur und war auch schon in der Audioentwicklung tätig (automotive). Was ein Ingenieur umsetzen KÖNNTE und was er tatsächlich umsetzen DARF sind zwei völlig verschiedene Paar Stiefel... Dummerweise haben auch in der Audiotechnik immer (viel zu) viele Leute was zu sagen, die nicht nur von der Audiotechnik keinen blassen Dunst haben, nein, denen ist das Thema völlig egal!! Da könnte ich Sachen erzählen, Mann o Mann. Die blamieren einen Autobauer ohne zu zögern bis auf die Knochen nur um 20 Euro pro Auto zu sparen. Erst wenn man ihnen beweisen kann, daß die Insassen nasse Füße kriegen, wenn man die "geniale Idee" umsetzt, dann kann man sie zum Nachdenken bewegen weil nasse Füße gehen dann eben doch nicht... Als ob es einem Kunden, der 80k Euro für eine Blechbüchse auf Rädern in der Basisausstattung hinlegt auch nur im geringsten interessieren würde, wenn die Kiste noch nen Zwanni mehr kostet. Aber nein, da wird der Dreisatz ausgepackt und da kommt dann raus, daß man für 20€ mehr 3 Autos weniger verhökert bekommt und dann ist das gestorben... Daß man für 20€ weniger vielleicht 50% weniger Autos verkauft und die Kunden auch nie mehr wiederkommen könnten, diese Art von Logik ist diesen Bleistiftspitzern völlig fremd (wäre ja dann gesunder Menschenverstand und den bekommt man im BWL-Studium ja offenbar als allererstes aberzogen... :rolleyes: ).


    Gruß

    Andreas

    Ich bin so alt, als ich damals zur Schule ging, gab es noch keine Handys. Wir haben dann Unterricht gemacht. Wir hatten ja sonst nichts.


    Ein Freund ist jemand, der Dich mag, obwohl er Dich kennt.

  • Erst wenn man ihnen beweisen kann, daß die Insassen nasse Füße kriegen, wenn man die "geniale Idee" umsetzt, dann kann man sie zum Nachdenken bewegen weil nasse Füße gehen dann eben doch nicht...

    Das mit den nassen Füßen (im Fußraum bei Regen) , das passierte mal bei Borgward. Kein Witz, sondern Automobilgeschichte.

    Mit freundlichen Grüßen, Jo

  • Das mit den nassen Füßen (im Fußraum bei Regen) , das passierte mal bei Borgward. Kein Witz, sondern Automobilgeschichte.

    Richtig - und es trug wesentlich zu deren Untergang bei...


    Gruß

    Andreas

    Ich bin so alt, als ich damals zur Schule ging, gab es noch keine Handys. Wir haben dann Unterricht gemacht. Wir hatten ja sonst nichts.


    Ein Freund ist jemand, der Dich mag, obwohl er Dich kennt.

  • In Indien bin ich in einem Ambassador durch eine überschwemmte Straße gefahren (worden), so dass ich hinten im Fond sitzend die Füße hochheben musste. Da sind selbst Busse nicht durch gefahren. Unser Fahrer war unerschrocken. Das Wasser ist dann auch schnell wieder abgelaufen. Ein super robustes Auto so ein Ambassador. Straßen in Indien sind etwas anders als hier.


    Worum ging es hier eigentlich?

    Entspanntes Hören, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • …um wetterfeste Plattenspieler ☔️

    Gruß Rüdiger

  • undichte Frontscheibengummis führen gern zu Feuchtbiotopen im Fußraum. Bei meinem R4 fror das Wasser im Fußraum im Winter zu Eis :)


    Aber auch bei den Lufti-Elfern war Wassereinbruch gern der Fall wegen den Frontscheibengummis, neue Gummis, Kantenrost beseitigen und Teillackierung der Front waren/sind schon Standardprogramm.

    Ob das heute besser ist beim 992 ;)

    --------------------------------------------------------

  • Wenn man einen EMT bei feuchtkaltem Wetter draußen betreibt, sind die Tonabnehmergummis auch ein Thema.

    Entspanntes Hören, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Zwischen Konstrukteuren und Controllern besteht leider ein angeborenes Konkurrenzverhältnis. Aufgabe einer Unternehmensleitung wäre es dafür zu sorgen, dass beide Seiten miteinander reden und zu vernünftigen Kompromissen kommen. Auch wenn der Ingenieur immer Recht bekommt, ist das nicht unbedingt gut für das Unternehmen. BG Konrad

  • Das würde ich absolut nicht unterschreiben! Bin selber Ingenieur und war auch schon in der Audioentwicklung tätig (automotive). Was ein Ingenieur umsetzen KÖNNTE und was er tatsächlich umsetzen DARF sind zwei völlig verschiedene Paar Stiefel... Dummerweise haben auch in der Audiotechnik immer (viel zu) viele Leute was zu sagen, die nicht nur von der Audiotechnik keinen blassen Dunst haben, nein, denen ist das Thema völlig egal!! Da könnte ich Sachen erzählen, Mann o Mann. Die blamieren einen Autobauer ohne zu zögern bis auf die Knochen nur um 20 Euro pro Auto zu sparen. Erst wenn man ihnen beweisen kann, daß die Insassen nasse Füße kriegen, wenn man die "geniale Idee" umsetzt, dann kann man sie zum Nachdenken bewegen weil nasse Füße gehen dann eben doch nicht... Als ob es einem Kunden, der 80k Euro für eine Blechbüchse auf Rädern in der Basisausstattung hinlegt auch nur im geringsten interessieren würde, wenn die Kiste noch nen Zwanni mehr kostet. Aber nein, da wird der Dreisatz ausgepackt und da kommt dann raus, daß man für 20€ mehr 3 Autos weniger verhökert bekommt und dann ist das gestorben... Daß man für 20€ weniger vielleicht 50% weniger Autos verkauft und die Kunden auch nie mehr wiederkommen könnten, diese Art von Logik ist diesen Bleistiftspitzern völlig fremd (wäre ja dann gesunder Menschenverstand und den bekommt man im BWL-Studium ja offenbar als allererstes aberzogen... :rolleyes: ).


    Gruß

    Andreas

    Bei einem Großserien-Hersteller ist das so wie beschrieben. Hier geht es letztendlich immer nur um eines: Umsatz- und Gewinnmaximierung.

    Bei Kleinserien-Hersteller, auf die sich meine Aussage in post #251 bezog, liegt es nicht am Rotstift, der angesetzt wird, sondern daran, das man Dinge voraussetzt und als richtig ansieht, die aber falsch sind (z. B. bei Phono-Teilen die Züchtung auf maximal möglichen SNR Wert und bei Plattenspieler auf Gewichtsmaximierung des Tellers).

    Die Konzeption eines Phonoteils, das sich klanglich an der Grenze des Machbaren bewegt, ist aber noch ein Kinderspiel gegenüber der eines Schallplatten-Laufwerks - auch wenn es hier nur darum geht, geringstmögliche Lagerreibung und geringstmögliche Effekte durch Motorvibration/Riemenschlupf zu erhalten sowie geringst mögliche Auswirkung durch Mikrophonie und Resonanzeffekte, sofern man keine Soundmaschine haben will.

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

    Einmal editiert, zuletzt von A.K. ()

  • Bei einem Großserien-Hersteller ist das so wie beschrieben. Hier geht es letztendlich immer nur um eines: Umsatz- und Gewinnmaximierung.

    Bei Kleinserien Hersteller, oft als Manufakturen bezeichnet, ist oft der Produktionsleiter und der Controller und vielleicht sogar der Konsrukteur die selbe Person :)


    Bei Großserienherstellern (gibt es für Plattenspieler eh kaum noch) wird das sicher schwierig gewesen sein, warum denke ich hier an Philips mit deren großteils Plastikbombern?

  • Zwischen Konstrukteuren und Controllern besteht leider ein angeborenes Konkurrenzverhältnis. Aufgabe einer Unternehmensleitung wäre es dafür zu sorgen, dass beide Seiten miteinander reden und zu vernünftigen Kompromissen kommen. Auch wenn der Ingenieur immer Recht bekommt, ist das nicht unbedingt gut für das Unternehmen. BG Konrad

    Jawoll!


    Mal anders ausgedrückt: HiFi ist ein Geschäft! Es wird darum nach dem wirtschaftlichen Prinzip (maximaler Gewinn aus minimiertem Einsatz) betrieben und nicht vorrangig um "uns" glücklich zu machen! Das mag nicht auf alle Firmen in gleichem Maße zutreffen ... bei DIY ist das natürlich ganz anders ;) .


    Grüße,

    Winfried

    Die schlimmsten Geiseln der Menschheit sind nicht Krankheiten und Katastrophen, sondern menschliche Dummheit, Angst und Gier!

  • …viele Leute was zu sagen, die nicht nur von der Audiotechnik keinen blassen Dunst haben, nein, denen ist das Thema völlig egal!! Da könnte ich Sachen erzählen, Mann o Mann. …




    kleiner Trost: bei der DG nach dem Aufkauf durch Seagram ist es vorgekommen, dass DG-Mitarbeiter mit einem Vorgesetzten des Whiskey Konzerns konfrontiert wurden, dem der Unterschied zwischen “Satz” und “Takt” bei einer Komposition nicht geläufig war….



    Gruß lori

  • Das trifft es genau, Winfried


    bei einem Laufwerk zählt mechanisch ausschließlich die Ruhe um die abtastende Nadelspitze herum.


    Dabei ist vollkommen gleichgültig, ob sie sich aus besonders kluger und präziser Konstruktion eines fertigen Laufwerks ergibt,


    oder


    ob sie im Nachhinein als eine Folge von eingetragenen Beruhigungsmaßnahmen zu einem Laufwerk mit identischer Ruhe führt.


    Es zählt ausschließlich die Ruhe des Vinyls unter der Abtaststelle und die Ruhe des Tonabnehmergehäuses in dem die Generatoreinheit Signalstrom erzeugt.


    musikalische Grüße


    Josef

  • Jawoll!


    Mal anders ausgedrückt: HiFi ist ein Geschäft! Es wird darum nach dem wirtschaftlichen Prinzip (maximaler Gewinn aus minimiertem Einsatz) betrieben…

    und zwar ein knallhartes


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  • Zwischen Konstrukteuren und Controllern besteht leider ein angeborenes Konkurrenzverhältnis.

    Das ist leider sehr sehr wahr. Das Problem ist nur, daß der Ingenieur weiß, daß der Controller keine Ahnung von der Technik hat (und er bekommt es auch regelmäßig bestätigt...). Umgekehrt müßte der Controller aber wissen, daß ein Ingenieur ziemlich gut rechnen kann - er unterstellt aber grundsätzlich, daß der Ingenieur ausnahmslos nach der bestmöglichen cost-no-object-Lösung sucht und sich einen Dreck drum schert, was es kostet...

    Aufgabe einer Unternehmensleitung wäre es dafür zu sorgen, dass beide Seiten miteinander reden und zu vernünftigen Kompromissen kommen.

    Die reden aber normalerweise nur mit den Controllern weil die Unternehmensleitung auch nur an Profitzahlen gemessen wird. Der Ingenieur wird schon lange als notwendiges Übel betrachtet - Stichwort Leiharbeit. Ein Brüller war mal ein Cousin von mir (hat damals bei Roland Berger gearbeitet und wurde von VW für irgendwas engagiert). Der hat mich mal allen Ernstes gefragt, was die Ingenieure eigentlich alle machen und er überlege, mal eben alle externen Ingenieure rauszuhauen (das sind ja in der Automobilindustrie je nach Abteilung so ca. 50-90%). Dann hab ich ihn angeschaut und habe ihm gesagt, daß er - wenn er das macht - ne Menge Denkmäler bei diversen Autoherstellern gebaut bekommt - aber keines davon in Wolfsburg... Ein bischen seltsam geschaut hat er dann schon... :D


    Auch wenn der Ingenieur immer Recht bekommt, ist das nicht unbedingt gut für das Unternehmen.

    Das ist richtig aber Unternehmen, die nur auf Controller hören, leben auch nicht lange. Die spucken zwar ein, zwei Jahre traumhafte Profite aus, sind aber nach 5 Jahren weg vom Fenster weil alles kaputt gespart wurde... Da hätten Unternehmen, die auf die Ingenieure hören, realistisch gesehen die besseren Überlebenschancen weil dann wenigstens das Produkt was taugt. Mag sein, daß es Hersteller gibt, deren Waschmaschinengeschäft profitabler ist - wenn Du als Kunde aber ne Maschine willst, die was taugt und die 20 Jahre plus hält, dann muß es eben ne Miele sein... kostet zwar dreimal so viel, hält aber dafür auch 5-10mal so lange...


    In der Hifi-Technik ist aber das Problem ein ganz anderes als die Qualität oder Performance oder die Kosten: es interessiert kaum noch jemanden. Früher gab es noch nicht gar so viele Freizeitangebote wie heute, da hatte anspruchsvolleres Musikhören zu Hause noch einen anderen Stellenwert als heute. Und: hat man in den 70ern oder 80ern was Ordentliches gekauft, hat man gute Chancen, das die Geräte auch heute noch funktionieren. Rückblickend hat die Branche da vielleicht den Fehler gemacht, zu gute Qualität zu bauen...


    Gruß

    Andreas

    Ich bin so alt, als ich damals zur Schule ging, gab es noch keine Handys. Wir haben dann Unterricht gemacht. Wir hatten ja sonst nichts.


    Ein Freund ist jemand, der Dich mag, obwohl er Dich kennt.

  • In der Hifi-Technik ist aber das Problem ein ganz anderes als die Qualität oder Performance oder die Kosten: es interessiert kaum noch jemanden. Früher gab es noch nicht gar so viele Freizeitangebote wie heute, da hatte anspruchsvolleres Musikhören zu Hause noch einen anderen Stellenwert als heute. Und: hat man in den 70ern oder 80ern was Ordentliches gekauft, hat man gute Chancen, das die Geräte auch heute noch funktionieren. Rückblickend hat die Branche da vielleicht den Fehler gemacht, zu gute Qualität zu bauen...


    Gruß

    Andreas

    ...es lebe Wirtschaftswachstum und die Wegwerfgesellschaft.


    Seit es Handys und Smartphones gibt, ist es schon auf breiter Ebene zur Gewohnheit geworden, alle anderen Produkte im fast gleichen Intervall durch neuere zu ersetzen, wie das bei Smartphones üblich ist. Auch im Home-Audio bzw. Home-Cinema Bereich.

    Und diese Intervalle werden immer kürzer (und die Bauteile deswegen immer billiger und kurzlebiger).

    Von daher wäre es seitens der Hersteller (auch Kleinhersteller) bei neu zu konzipierenden Geräten völliger Schwachsinn, teure Bauteile (insbes. Elkos, auch Displays) mit langer Lebensdauer einzusetzen - auch in höheren Preisklassen.

    Es ist einfach so, das heute (seit etwa 10 Jahren) unabhängig von der Preisklasse Geräte tendenziell nach spätestens 6-10 Jahren durch neuere ersetzt werden (auch Autos werden heute bei weitem nicht mehr so lange gefahren wie früher).

    Kaum einer würde ein Gerät wie z. B. dieses unter

    https://www.diyaudio.com/commu…-m-dac-inside-pcb.203178/

    instand setzen lassen.

    Wer im Home-Audio Bereich langlebige Geräte haben will, sollte dort, wo es möglich ist alte Komponenten vorziehen - als Laie am besten in Zusammenarbeit mit einer Rep-Werkstatt wie der FBTW (funktioniert natürlich nicht für Streaming/Bluetooth).

    == Gewerblicher Teilnehmer ==