Nachtgedanken zum LP 12

  • Guten Morgen,

    kurzer Erlebnisbericht für die, die es interessiert.

    Es ging dann doch recht zügig. Ich habe es getan! Audaces fortuna iuvat!

    Der Abend war lang und es gab, neben viel Musik, viel Heineken und viel Genever, reichlich zu hören und sehen. Solch einen privaten Hörraum habe ich noch nie betreten.

    Der Händler, der für den Großteil der Ausstattung verantwortlich ist, war auch da und ich habe mich nach harten, lustigen und fairen Verhandlungen zu Folgendem hinreissen lassen.

    Ich habe den Majik gekauft, wie angedacht ohne System. Das vorhandene 250LVB werde ich Montag zu dem Händler schicken lassen. Da wird montiert und justiert. Außerdem rüstet er ein Lingo 4 nach! Das sei angemessen und zukunftssicher, auch im Hinblick auf einen eventuellen späteren Verkauf oder ein Upgrade. Ich glaube ihm das, Betrunkene sagen ja bekanntlich die Wahrheit ;)

    Der Preis für das komplette Paket war für mich, angesichts der Listenpreise fair. Der Majik ist 14 Monate alt und das Lingo neu. Ich bin bei den Preisen nicht wirklich auf dem Laufenden. Egal, ich habe den Fachhändler ja quasi mit übernommen, auch nicht schlecht.

    Das Radikal ist mir definitiv zu teuer.

    Ich werde den LP12 auf dem Heimweg abholen. Sollte ich den Fachmann zu Hause benötigen ist das auch kein Problem. Bis Neuss sind es etwas über 200 km, also durchaus machbar und ich werde in Zukunft auch bei diesem Händler/Service bleiben. Zumindest für den Linn.

    Das war es bis hier für mich in diesem Thread. Lesen werde ich weiter, aber äußern werde ich mich erst nach einer angemessenen Zeit des Hörens, das muss erlaubt sein.

    Eigentlich bin ich ja durch das weiter oben gepostete Video auf die verwegene Idee gekommen, mir mal einen Linn als Bastelprojekt vorzunehmen. Hat dann durch recht viel Schauen und Lesen eine gewisse Eigendynamik angenommen und ich bin quasi bei einem Neugerät gelandet. Der geplante neue Plattenspieler sollte endlich mal ein Chrombomber werden, jetzt wird es doch wieder etwas optisch weniger Auffälliges. Wenn sich das nicht bewährt ist immer noch Zeit.

    Danke für die Hilfe und Ratschläge derjenigen, die helfen und raten wollten. Den Spaß am neuen Spielzeug will ich mir aber nicht verderben lassen. Wenn die Einwände der "Linn-Skeptiker" stimmen werde ich das merken. Oder auch nicht. Das ist dann eben so, es gibt sicher Schlimmeres.

    So, jetzt Kaffee in Druckbetankung, schönen Sonntag!

  • …Das war es bis hier für mich in diesem Thread. Lesen werde ich weiter, aber äußern werde ich mich erst nach einer angemessenen Zeit des Hörens, das muss erlaubt sein…


    …Der geplante neue Plattenspieler sollte endlich mal ein Chrombomber werden, jetzt wird es doch wieder etwas optisch weniger Auffälliges. Wenn sich das nicht bewährt ist immer noch Zeit…

    Na, na, mein Freund. So leicht kommst du aus der Geschichte nicht raus.


    Kannst ja demnächst mit Fotos weitermachen. Dann schrittweise Erfahrungen mitteilen. Damit ich weiß, was mir bevorsteht.


    Kaffeegruss,

    Peter

  • Beim LP12 wäre auf der Innenseite des Tellers dann der schon erwähnte Filzstreifen und auf der linken Seite der Platine wohl der Sensor.

    Genauso ist es!

    Durch die Markierung am Plattenteller wird die Ist-Drehzahl gemessen und mit der Soll-Drehzahl verglichen. Bei Abweichungen wird die Motordrehzahl entsprechend nachgeregelt. Das ist im Prinzip die automatisierte Version einer manuellen Drehzahleinstellung.


    Beste Grüße

    Ulrich

  • Schöne Story und ein so erworbenes Gerät wächst einem doch nochmal mehr ans Herz.

    Letztendlich muß ja eine emotionale Beziehung zu dem Gerät entstehen, Klangfeinheiten sind für eine langfristige Zufriedenheit eher zweitrangig.

    Gruß Rüdiger

  • Und wenn mir jemand einen Filzstreifen als Update für eine Regelung verkaufen will ,halte ich mich nur verarscht . Ps . Ein bisschen kenne ich mich damit aus

    Du scheinst es entweder nicht begreifen zu wollen oder auch zu können:

    Der Filzstreifen ist kein "Update", sondern ein (nicht eigens erwähnenswertes) Element des Radikal-Upgrades.


    Und du willst dich ein bisschen auskennen?

    Deine Gesamtkompetenz will ich nicht in Zweifel ziehen, aber von der Weiterentwicklung des LP 12 in den letzten 20 Jahren hast du offensichtlich nicht viel Ahnung und reimst dir irgendetwas aus Prospekten u.a. zusammen, um auf dieser Grundlage hier bei jeder Gelegenheit herumzustänkern.


    Coplander

  • Du scheinst es entweder nicht begreifen zu wollen oder auch zu können:

    Der Filzstreifen ist kein "Update", sondern ein (nicht eigens erwähnenswertes) Element des Radikal-Upgrades.


    An der Innenseite des (Original-) Plattentellers wird bei Verwendung des Radikal ein kleiner schwarzer Filzstreifen angebracht, der vom optischen Sensor bei jeder Umdrehung erfasst wird und die Regelung steuert.


    Es geht wohl eher darum, das es nach deiner Beschreibung so klingt, als würde die Drehzahl nur einmal pro ganzer Umdrehung des Tellers "abgegriffen", was IMHO etwas rudimentär wäre.

    Die Messung sollte bei einer sinnig funktionierenden Regelung wohl eher kontinuierlich sein...

    Mitglied der AAA


    „If you think this Universe is bad, you should see some of the others.“

  • Ja, allen, die nun einen LP12 haben, ein Willkommen im Club*!


    *Willkommen im Club!" umgangssprachlich, scherzhaft; Die Neigung der Deutschen Vereine und Klubs zu gründen, um gemeinsame Interessen oder Ziele zu verfolgen, wird hier in selbstironischer Weise aufgegriffen. (Wikipedia)


    Aber wie antwortete schon Harald Schmidt (sinngemäß) auf den Vorwurf, dass er ironisch sei. Ironie sei ihm fremd, denn dafür fehle ihm der Intellekt. :D ;)


    Ja, hier geht wirklich ganz Schlimmes ab. :D


    Was würde sich eigentlich ändern, wenn ich Klangunterschiede plötzlich messen könnte, obwohl ich sie bisher nie gehört habe?


    Wenn ich doch nur einfach zugeben wollte, dass ich ein Jünger des Heiligen Ivor von Glasgow bin.


    Just Listen

  • Es geht wohl eher darum, das es nach deiner Beschreibung so klingt, als würde die Drehzahl nur einmal pro ganzer Umdrehung des Tellers "abgegriffen", was IMHO etwas rudimentär wäre.

    Die Messung sollte bei einer sinnig funktionierenden Regelung wohl eher kontinuierlich sein...

    Ein im Plattenteller aufgeklebter Filzstreifen zur exakten Drehzahlkontrolle wirkt auf mich auch eher wie eine Bastelarbeit als eine technisch durchdachte Lösung.

    Viele Grüße

    Thomas

  • Es geht wohl eher darum, das es nach deiner Beschreibung so klingt, als würde die Drehzahl nur einmal pro ganzer Umdrehung des Tellers "abgegriffen", was IMHO etwas rudimentär wäre.

    Die Messung sollte bei einer sinnig funktionierenden Regelung wohl eher kontinuierlich sein...


    Ein im Plattenteller aufgeklebter Filzstreifen zur exakten Drehzahlkontrolle wirkt auf mich auch eher wie eine Bastelarbeit als eine technisch durchdachte Lösung.

    Beide Beiträgen basieren wohl kaum auf einer eigenen Kenntnis des Linn-Radikal und dessen Eigenschaften. Die Regelung funktioniert, und ich persönlich muss nicht haltlos mutmaßen, sehr gut. Linn will eben genau keine "kontinuierliche" Regelung, sondern hat diese Ausführung ganz bewusst so gewählt. Oder glaubt jemand von den "Experten" zu diesem Thema ernsthaft, dass man Alternativen bei der Entwicklung nicht gekannt hätte und erst durch ein Audioforum darauf aufmerksam gemacht werden müsste?

    Der Filzstreifen hat nicht im Geringsten mit einer "Bastelarbeit" zu tun, sondern erfüllt höchst effektiv seinen Zweck, lässt sich eben ohne Austausch des Plattentellers bei Verwendung des Radikal anbringen und verursacht keine Unwuchtprobleme - man könnte das auch einfach clever nennen.


    Coplander

  • als würde die Drehzahl nur einmal pro ganzer Umdrehung des Tellers "abgegriffen", was IMHO etwas rudimentär wäre.

    da hat Linn sich wohl bewusst gegen eine "schnelle" Regelung entschieden, gekonnt hätten sie es sicherlich, das Know How dafür ist bestimmt vorhanden...


    Gruß Jan

  • Das wäre ja auch minimal aufwändiger zu implementieren und man würde unterm Strich weniger daran verdienen. ^^ ;)


    Mensch, Jo.


    Dieses Niveau ist doch zu schlicht für Dich. LINN will Geld verdienen, wie jedes andere Unternehmen in diesem oder jeden anderen Bereich auch.


    Hatten wir auch schon 1000x hier.


    Und dann dieser Kommentar?


    Was würde sich eigentlich ändern, wenn ich Klangunterschiede plötzlich messen könnte, obwohl ich sie bisher nie gehört habe?


    Wenn ich doch nur einfach zugeben wollte, dass ich ein Jünger des Heiligen Ivor von Glasgow bin.


    Just Listen