Ruhestromjustierung 6550 am AMC CVT 2100 a

  • Hallo Röhrenprofis,

    ich habe mir eine Endstufe AMC CVT 2100a gegönnt...Bilder im Thread "Photos von Eurer Hörraum Teil II".

    Bei der Ruhestromeinstellung der 6550 ist mir nach der Anleitung aufgefallen, das an den Widerständen R 525 und R 526 jeweils 55 mV eingestellt werden soll. Der Farbcode ist Rot Schwarz Schwarz Silber Braun...also 2 Ohm mit 1% Tolleranz.

    Das würde 27,5 mA entsprechen, stimmt daß?

    Die meisten Hersteller wie Svetlana und BTB geben im AB Betrieb Pull-Push aber 50 mA - 55 mA an.

    Mache ich ein Prinzipfehler? Hierzu schicke ich noch die Vorhandenen Schalt-Bestückungspläne zur Nachverfolgung.

    Ich meine, daß an R 525, R 526 110 mV einstellt werden müssten, würdet Ihr das auch so machen? oder habt Ihr andere Anleitungen zu dieser Vorgehensweise?


    Anleitung Ruhestrommessung.jpg


    Ruhestrom.jpg

    LG Herbert



    Das Knistern der Platte wird durch Filterwirkung im Ohr des Analoghörers durch die Psyche nicht verarbeitet! Im Umkehrschluß...das fehlende Knistern der Digitaltechnik wird als Negativsignal wahrgenommen.X(

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  • Die 70 mV sind aber nur 35mA...das ist gerade mal der Ruhestrom für eine El 34...

    LG Herbert



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  • Die Ruhestromeinstellung hängt vom Schaltungskonzept und den Betriebsspannungen ab.

    Man sollte grundsätzlich andere Werte nicht als Referenz hernehmen und man sollte die Einstellungen, die der Hersteller vorschreibt einhalten.

    Laut Schaltplan sind KT88 vorgeschrieben. Wenn die deutlich schwächeren 6550 verwendet werden, ist auf die Gitter 2 Spannung zu achten, die im Ultra-Linear Betrieb 500V nicht übersteigen darf.


    Toni

  • Ich habe nun 70 mV und 80 mV getestet... Mit 70 mV klang es sehr weich und undefiniert... Mit 80 mV ist es am 8 Ohm Anschluss ab mittlerer Lautstärke deutlich verzerrt, am 4 Ohm Anschluß sind die Verzerrungen deutlich reduziert... Erst bei deutlich höherem Pegel stören die Verzerrungen... Da ich hier nicht sehr dynamische Musik höre ist das wohl die beste Einstellung! Ich werde natürlich die Röhren zuerst weiter überprüfen.

    LG Herbert



    Das Knistern der Platte wird durch Filterwirkung im Ohr des Analoghörers durch die Psyche nicht verarbeitet! Im Umkehrschluß...das fehlende Knistern der Digitaltechnik wird als Negativsignal wahrgenommen.X(

  • Die Zenerdiode vor Gitter 2 erzeugt wahrscheinlich die Verzerrungen. Hast Du ein Oszilloskop?

    Viele Grüße von Uli - dem Rheinländer:
    hat von nix 'ne Ahnung - kann aber alles erklären. ^^
    Ist AAA-Mitglied, Realist und plant Wunder
    ;)

  • Doch noch mal nachgestellt: linker Kanal 60 mV beide Röhren...erste Röhre rechter Kanal am Einstellen, plötzlich knistert es extrem...und wird sehr heiß an der anderen Röhre. Nach kurzem Blick sehe ich das Katodenblech von der 4ten Röhre glühen...das dürften minimum 200-250 mA Anodenstrom gewesen sein :!: :!: :/ :/ :/ sofort ausgeschaltet, abkühlen lassen und das Poti dieser Röhre auf 0 bzw max. Wert gedreht, angemacht und langsam auf 60 mV eingestellt. Verstärker läuft jetzt gut, aber ich weiß nicht, ob man diese Röhre tauschen sollte. Ich werde jetzt auf jeden Fall genau aufpassen, ob da nochmal was passiert!!! Poti-Tausch?

    LG Herbert



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  • robrobinette.com

    Der hat so Brechnungstabellen auf seiner Website. Das ist in der Tat von der Betriebsspannung abhängig. Das was diese Endstufe hat ist cathode bias früher wurde das sogar mit einem Widerstand gemacht (The "Moyle Amp") ist meiner Meinung nach der Urvater der verbesserten "Leak TL25 Schaltung ? Ich würde Bananenbuchsen einbauen wie beim ASL20/25 und ein Poti (siehe diesen Schaltplan) dann über Messwiderstand bei Dir 1 Ohm 1 x 0,065 =65mV einstellen und warten ob der Ruhestrom stehenbleibt (1 Stunde oder so). Wenn er zu hoch ist läuft er irgendwann weg und es knallt (vielleicht) oder die Betriebsspannung bricht zusammen und Siebwiderstand und Kathodenwiderstand werden heiss.

  • Die Messwiderstände sind bei mir 2 Ohm! deswegen kamen mir 55 mV zu wenig vor. Aber ich muß da noch etwas Fragen: ich habe die Messwiderstände auf der Platine so hoch gebogen, daß ich gut mit Minikrokos dran komme, beeinflußt das vielleicht Störspannung, die das danze aufschaukeln lässt? Auf dieser Platine liegt der R 529 auch nur 1 mm vom Kontakt des R 525 (Messwiderstand) nach dem "Zurechtbiegen" sind es Jetzt 3 mm und ich berühre nicht mit der Kroko den anderen Widerstand. Mit den Bananenbuchsen habe ich auch schon gedacht...gibt es dann nicht noch zusätzliche Probleme mit Störungen über die Käbelchen nach hinten?

    LG Herbert



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  • Da das alles im niederohmigen Bereich stattfindet, kannste da ruhig Verlängerungen anlöten.

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  • Da hast Du auch wieder Recht! Außerdem werde ich paarweise verdrillen. Eigentlich müßte man konsequenterweise auch die Bias-Potis nach hinten legen!

    LG Herbert



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  • Hallo,


    die Schaltung der Bias Potis ist genau so wie man es auf keinen Fall machen sollte. :)

    Hebt der Schleifer des Potis von der Kontaktbahn ab , z.B. durch Verschmutzung , kann das böse Folgen haben.


    gruss

    juergen

  • wie man es auf keinen Fall machen sollte.

    Man sollte auch nicht die Bias Spannung stabilisieren, wenn die Anodenspannung nicht stabilisiert ist. Und dass Zenerdioden rauschen hat der Entwickler wohl auch noch nicht gehört.


    Toni