Tonabnehmer nach baerwald neu einstellen

  • Hallo liebe Forensgemeinde,

    habe heute morgen Tagesfreizeit gehabt und meinte meinen Plattenspieler optimieren zu müssen.

    Hatte mein Dynavector XV S 1 am Reed 1X eigentlich immer nach Stevenson eingestellt gehabt, dachte ich mir heute morgen mal so auf die Schnelle, ok versuchste mal Baerwald. Ausser das ich dafür mal eben 1 Stunde gebraucht habe, und der Tonabnehmer jetzt etwas weiter vorne sitzt, höre ich eigentlich keinen Unterschied. Meine Frage richtet sich generell an Alle, speziell vielleicht an die, die die selbe Kombi betreiben, nach welcher WissenschaftI Ihr euren Tonabnehmer einstellt .

    Herzliche Grüße

    Stephan

    AVM Ovationen 6.2; CD 8t, Dr Feickert woodpecker 2 mit Reed 1x und dynavector XV-S1; PMC Fact 12 se, Accusticarts phono tube2

  • Hallo Stephan,

    hatte an meinem Reed 3P auch schon beides: Baerwald und Stevenson. Ich habe auch keinen Unterschied gehört. Bin aber bei Baerwald geblieben. Ich glaube, dass ist auch die Geometrie, nach der der Reed gerechnet ist (bin aber nicht mehr ganz sicher und müsste mal nachlesen). Die verschiedenen Einstellungen sind ja alle nur ein Kompromiss. Je nachdem, wie weit eine LP nach innen geschnitten ist, hat mal die eine, mal die andere Geometrie theoretische Vorteile. Meine Erfahrung ist: Wenn Tonarm, Tonabnehmer und LP in Ordnung sind, kann man mit jeder korrekten Justage eine LP ohne hörbare Verzerrungen abtasten. Insofern also nur Spieltrieb und Geschmacksache. 😉

    Liebe Grüße

    Sebastian

  • Hallo Stephan,

    Baerwald und Stevenson unterscheiden sich gerade Mal um max. ca. 0,5° Spurfehlwinkel und das bei ca. 60mm Radius also knapp vor oder in der Auslaufrille. Ich finde Baerwald/Lofgreen A etwas praxistauglicher bei 66mm den Nullpunkt zu haben, da ich nur wenige Platten besitze, die wirklich so weit nach innen reichen.

    Hörbar wird das wenn überhaupt nur im direkten Vergleich z.B. bei den Sibilanten die dann etwas schärfer werden. Stevenson hat bei 70mm ein um 0,5° schlechteres Tracking als Baerwald um dann bei 60mm bei Null zu sein.


    Wer viele Scheiben hat, die bis unter 60mm gerillt sind, kann mit Stevensen evtl. besser fahren.

    Gruss

    Thomas

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  • Super, vielen Dank für die Rückmeldungen, es ist wahrscheinlich so wie ich vermutet habe, es ist völlig egal welchem Druiden man folgt, entscheidend ist die korrekte Justage. Ich denke mal, das hab ich heute Morgen einigermaßen gut hingezittert bekommen, man ist ja immer etwas nervös bei der Justierung, da kann ja auch einiges schief gehen und dann wird’s meistens teuer. Franz, mit welcher Auflagekraft hast du dein Dynavector betrieben? Habe jetzt auf 1,95 gr eingestellt, für mich passt das so.

    Desweiteren wäre dann noch die Einstellung des Antiskating, habe die Schraube am Tonarm jetzt fast rausgedreht, aber höre auch nicht wirklich einen Unterschied, aber ich denke mal zu wenig ist besser, als Zuviel.

    AVM Ovationen 6.2; CD 8t, Dr Feickert woodpecker 2 mit Reed 1x und dynavector XV-S1; PMC Fact 12 se, Accusticarts phono tube2

  • Ne 10,5; aber woher weiß ich bei der blöden Schraube vom Reed Tonarm, wo ungefähr 25 % weniger als Auflagekraft ist.

    Herzliche Grüße

    Stephan

    AVM Ovationen 6.2; CD 8t, Dr Feickert woodpecker 2 mit Reed 1x und dynavector XV-S1; PMC Fact 12 se, Accusticarts phono tube2

  • Hallo Stephan,

    das "normale Antiskating" ist in etwa 1/10 Auflagekraft (1,95g). Also in deinem Fall 0,195g bei einem elliptischen Schliff an einem 9" Tonarm.

    Nun ist der DV mit einem sphärischem Schliff und der Reed 10,5 Zoll lang dann ergibt sich ein AS von rd. 0,12g also nur noch 62%.

    Wenn die Schraube Dimensionslos ist, hilft nur noch eine Testplatte. Das ist der Vorteil von gravimetrischen AS die sind immer absolut.

    Gruss

    Thomas

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  • Hallo Thomas,

    ich hab gehört, das Testplatte auch Mist ist, weil die Modulation fehlt und man bei dieser Methode immer bei Zuviel Antiskating landet.

    Gruß

    Stephan

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  • wie meinst du das mit fehlender Modulation? ich nehme ein laterales Monosignal bei 333Hz und zunehmender Abtasttiefe und höre dann deutlich die Verzerrungen auf dem entsprechendem Kanal....As justieren, bis beide Kanäle in etwa gleichzeitig verzerren bei möglichst größer 70-80µm, das passt dann gut überein mit den Messergebnissen von K. Rampelmann.

    Gruss

    Thomas

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  • So tief bin ich da leider nicht im Thema, ist denn dieses Monosignal auf einer Testschallplatte drauf und wenn ja, kannst du mir eine empfehlen, ich dachte immer, man stellt das Antiskating auf einer Testschallpatte dort ein, wo keine Rillen sind und man balanciert den Tonarm dann so aus, sodas er weder nach Innen noch nach Außen zieht.

    Bei dieser Methode würde dann die Modulation in der Rille fehlen, nach meinem Verständnis nach.

    Herzlichst

    Stephan

    AVM Ovationen 6.2; CD 8t, Dr Feickert woodpecker 2 mit Reed 1x und dynavector XV-S1; PMC Fact 12 se, Accusticarts phono tube2

  • Vielen lieben Dank für den Tipp,👀 ich mir mal an.

    Liebe Grüße

    Stephan

    AVM Ovationen 6.2; CD 8t, Dr Feickert woodpecker 2 mit Reed 1x und dynavector XV-S1; PMC Fact 12 se, Accusticarts phono tube2

  • Ich benutze den ""Abtast-Test" meiner Testplatte--

    Wenn der Störton kommt, dann sollte er von beiden Seiten der LSP. gleich sein..

    Gut is mit Antiskating.....


    Ahoi


    Jürgen

    Alles was Spaß macht ist entweder "unmoralisch","macht dick" oder ist "zu teuer!!!"

    (War da etwa Haschisch in dem Schokoladenei)

  • Hallo Stephan,

    du kannst natürlich auch das magnetische AS des Reed messen. Den Arm ausbalncieren, das AS auf Null drehen (am besten, sichersten ohne TA))

    Einfach bei 27mm (1/10 von 10,5 Zoll) vom Drehzentrum einen Faden um den Arm mit Klebeband etwas fixieren. Den Faden mittels Büroklammer am Galgen (Bierdose etc. als Galgen) umlenken. Am Fadenende ein Gewicht mit ca. 0,4g befestigen. Das Gewicht auf deine Tonarmwaage. Faden auf Zug bringen bis die Waage anfängt zu zappeln. Der Arm sollte irgendwo am Plattentellerrand stehen. Nun dein AS reindrehen und den Gewichtsverlust je Umdrehung (Intervall musst du selber festlegen) auf der Waage ablesen bis diese 0,00g anzeigt. Werte in Excel eingeben und eine schöne xy Grafik anfertigen. Wenn du dann noch lustig bist, das Gleiche nochmal um an der Auslaufrille wiederholen.

    Dann wirst du wissen, wie dein AS am Reed tickt....liniear, exponential.....


    Bitte ein Foto vom Testaufbau und die dazu gehörigen Grafiken :merci:

    Gruss

    Thomas

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  • Prinzipiell eine coole Idee. Die Frage ist nur, ob die elektronische Waage in dieser Position korrekt misst - die ist ja eigentlich für den Betrieb auf einer waagerechten Unterlage gedacht. Aber vielleicht probiere ich das zu Hause mal ...


    LG

    Sebastian

  • hab's eben probiert. Mit senkrechter Waage funzt es nicht genau. Die Waage muss ca. 20° schräg stehen, so dass der Waagenteller richtig tariert wird. Dann passt es recht genau. Foto folgt nach der Nahrungsaufnahme....

    Gruss

    Thomas

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  • Vielen Dank für deine ausführliche Erläuterung, ich glaube ich werde das erstmal mit der Testplatte von clearaudio versuchen😊, scheint mir doch nicht so aufwendig zu sein, den Tonabnehmer wollte ich eigentlich nicht ausbauen, bin froh das er jetzt meiner Meinung nach perfekt sitzt, bin da leider eher grobmotorisch veranlagt und Frickelarbeiten sind mir echt ein Greul, ich werd da immer recht schnell hektisch und das sollte man ja beim Tonabnehmereinbau vermeiden.

    Herzliche Grüße

    Stephan

    AVM Ovationen 6.2; CD 8t, Dr Feickert woodpecker 2 mit Reed 1x und dynavector XV-S1; PMC Fact 12 se, Accusticarts phono tube2