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  1. Analogue Audio Association
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  4. Musik - allgemein

Gehen die Platten-Preise jetzt durch die Decke?

  • kajetan
  • 16. September 2022 um 18:04
  • kajetan
    taub
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    • 16. September 2022 um 18:04
    • #1

    Moin,

    So beim Stöbern durch die Neuerscheinungen finde ich bei Scheiben, die mich interessieren, jetzt Preise von 33 Euro für eine normale LP und 44 Euro für eine Doppel-LP. =OIrgendwie prohibitiv für so ganz normale LPs...

    Seid ihr noch bereit, das zu bezahlen?


    Da frage ich mich, ob ich doch ernsthaft ins Streamen investieren sollte??

    Grüße

    Dirk

    Streamen ist wie alkoholfreies Bier...scheint erstmal richtig zu sein, am Ende fehlt aber das Entscheidende.

  • Interplay
    Vielhörer und Sammler
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    • 16. September 2022 um 18:26
    • #2
    Zitat von kajetan

    Seid ihr noch bereit, das zu bezahlen?

    Also ich zahle das nicht mehr. Für gebrauchte Platten gebe ich durchaus mehr aus, aber da sehe ich auch ein, dass eine alte, gut erhaltene, Platte ihren Preis hat. Von Erstveröffentlichungen in manchen Genres ganz zu schweigen, da ist der Preis eben marktüblich. Aber dieses in meinen Augen künstliche Hochtreiben der Preise mag ich nicht unterstützen. Letztens hatte mich eine Neuerscheining von Marcus King interessiert, Einzel-LP im normalen Cover, 42,99 Euro bei den üblichen Versandhändlern, im Laden teilweise um die 45 Euro. Für eine einzelne, normale LP.

    Im Jazzbereich sind um die 40 Euro ja schon seit längerem "normal" für bestimmte besondere Pressungen im hochwertigen Klappcover (Tone Poets, Acoustic Sounds Series, etc.). Finde ich auch grenzwertig, aber da ist die Auflage kleiner, das Cover sehr hochwertig, die Platte ist AAA. Da finde ich es noch so eben stimmig.

    Aber für normale Massenware jetzt über 30 Euro zu nehmen, ist mir persönlich zu viel.

    Viele Grüße

    Martin

    eine Stereoanlage, zwei Ohren und viele Platten

    Einmal editiert, zuletzt von Interplay (16. September 2022 um 18:51)

  • Fenimore
    und sie dreht sich doch…
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    • 16. September 2022 um 18:27
    • #3

    Im Moment prallen alle Kostentreiber zusammen. Rohstoffe, Logistik, Lieferzeiten, Energie. Das macht derzeit Vinyl so teuer. Gehen die Kosten runter, werden sich die Preise wieder normalisieren.

    Allerdings gibt es auch weiterhin Neuerscheinungen weit unter 30€. Bei Preisen darüber selektiere ich aktuell auch.

  • kajetan
    taub
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    • 16. September 2022 um 18:43
    • #4

    Ja klar, es gibt auch günstigere Platten, aber wie geschrieben, ich stoße immer wieder auf die genannten Preise für erst mal nix besonderes, eine Seltenheit ist das nicht.

    Und ja, ich gebe auch mal mehr für eine Scheibe aus, aber dann weiß ich auch genau, warum.

    Früher habe ich oft sehr impulsiv gekauft, damit muss ich wohl aufhören... :/

    Streamen ist wie alkoholfreies Bier...scheint erstmal richtig zu sein, am Ende fehlt aber das Entscheidende.

  • LP-Fan
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    • 16. September 2022 um 18:55
    • #5

    Ich kaufe trotzdem. Halt nur das, was mich wirklich interessiert. Kappt man jetzt die Käufe - wo soll das enden..... Gut, die großen Labels werden es packen - aber was machen die kleinen? Scheiß Zeit!

    Grüße

    Dietmar

  • Balou
    versuchs mal mit Gemütlichkeit...
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    • 16. September 2022 um 18:58
    • #6

    Hallo,

    ich habe auch mal ne Scheibe bestellt um die Musik darauf zu entdecken, dass mache ich heute nicht mehr.

    Ich streame sehr viel und wenn ich Platten kaufe, dann nur noch sehr selektiv.
    Unser analoges Hobby gräbt sich gerade, aufgrund der Preise für die Software, selber das Wasser ab, das ist meine persönliche Meinung...

    Beste Grüße

    Thomas

  • Fenimore
    und sie dreht sich doch…
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    • 16. September 2022 um 19:27
    • #7
    Zitat von LP-Fan

    Ich kaufe trotzdem. Halt nur das, was mich wirklich interessiert. Kappt man jetzt die Käufe - wo soll das enden..... Gut, die großen Labels werden es packen - aber was machen die kleinen? Scheiß Zeit!

    Grüße

    Dietmar

    Die großen Labels werden überleben und dort veröffentliche Alben wird es auch lange geben.

    Ich kaufe vorwiegend von kleinen Labels. Die dort üblichen Auflagen von 100-300 Stück sind schnell ausverkauft. Und Discogs-Dealer die nur aus Spekulationsgründen kaufen unterstütze ich nicht.

  • LP-Fan
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    • 16. September 2022 um 19:27
    • #8

    Aber Fakt ist auch, daß die Firmen und Labels dafür zu 99% nichts können.

    Grüße

    Dietmar

  • JoDeKo
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    • 16. September 2022 um 19:29
    • #9
    Zitat von Balou

    ich habe auch mal ne Scheibe bestellt um die Musik darauf zu entdecken, dass mache ich heute nicht mehr.

    Ich streame sehr viel und wenn ich Platten kaufe, dann nur noch sehr selektiv.

    Also, so mache ich das grundsätzlich auch. Unbekanntes streamen und dann, wenn es gefällt, kaufen.

    Allerdings ändert das nix an der Masse, die ich kaufe, leider. :rolleyes: ;( :D

    Zitat von Balou

    Unser analoges Hobby gräbt sich gerade, aufgrund der Preise für die Software, selber das Wasser ab, das ist meine persönliche Meinung...

    Das denke und erwarte ich nicht, weil es gerade eben eine allgemeine Preisentwicklung ist. Insofern ist unser Hobby nicht mehr oder weniger betroffen als andere Luxusprobleme.

    Also wenn das Wasser abgegraben wird, dann gräbt unser Hobby nicht selbst, sondern es wird gegraben. Inwieweit das Langzeitfolgen haben wird, wir werden sehen.

    Was würde sich eigentlich ändern, wenn ich Klangunterschiede plötzlich messen könnte, obwohl ich sie bisher nie gehört habe?

    Timing ist alles - it´s all about the timing.

    Just Listen!

    Ein Tag ohne Kölsch ist wie ein Tag ohne Wein

  • AchimK
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    • 16. September 2022 um 19:50
    • #10

    Es gibt ja immer so eine gefühlte und eine tatsächliche Inflation.

    Habe grade mal ein wenig im Regal nachgeschaut und rechnen lassen.

    Ein aktuelles, gängiges Album hat 1982 ca. 15-20DM gekostet. Karstadt - Plattenladen.

    Legt man die historische Inflation zu Grunde, ergibt das ca. 16-21Euro.

    Eine aktuelle Larkin Poe kostet je nach Anbieter 20-25 Euro.

    Insofern alles im Rahmen.

    Teurere Alben gab es seinerzeit natürlich auch.

    MFSL kosteten zwischen 50-80 DM. Das war fett.

    Was mir aber schon lange aufgeallen ist, sind diese

    2x45rpm, 200g virgin vinyl, coloured, strictly limited, hand signed special analoque remastered super deluxe editions

    im Übermass.

    Geschnittene Lackfolien für 700 Euro.

    Heute wird einfach nichts mehr unversucht gelassen, dem gneigten Vinylhörer (der sich mMn auch schwer verändert hat) das Geld aus der Tasche zu ziehen.

    Liebe Grüße Achim

    Das Schöne an der Suche nach der Richtigen ist der Spaß mit den Falschen 8)

  • Fenimore
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    • 16. September 2022 um 20:13
    • #11
    Zitat von AchimK

    Heute wird einfach nichts mehr unversucht gelassen, dem gneigten Vinylhörer (der sich mMn auch schwer verändert hat) das Geld aus der Tasche zu ziehen.

    So lange es keinen Kaufzwang gibt und man das eigene Kaufverhalten im Griff hat, ist alles ok.

    Die teuren Boxen werden angeboten, weil es einen Markt dafür gibt. Ich kaufe meistens, wie zuletzt bei Porcupine Tree, eine gewöhnliche schwarze Ausgabe.

  • AchimK
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    • 16. September 2022 um 20:16
    • #12

    Gegenteiliges habe ich nicht behauptet. ;)

    Liebe Grüße Achim

    Das Schöne an der Suche nach der Richtigen ist der Spaß mit den Falschen 8)

  • Gingham
    Coffee Bar Cat
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    • 16. September 2022 um 20:52
    • #13
    Zitat von kajetan

    Moin,

    So beim Stöbern durch die Neuerscheinungen finde ich bei Scheiben, die mich interessieren, jetzt Preise von 33 Euro für eine normale LP und 44 Euro für eine Doppel-LP. =OIrgendwie prohibitiv für so ganz normale LPs...

    Seid ihr noch bereit, das zu bezahlen?

    Das kann ich so pauschal gar nicht mal beantworten. Ich bin schon bereit, für die ein oder andere LP Geld auszugeben und wenn Schallplatten grundsätzlich etwas teurer werden, ist das für mich auch okay. Was mich gelegentlich etwas stört, ist die Art der Veröffentlichungspolitik mancher Reissues.

    Ein Beispiel: 2015 kam "Kind Of Blue" von Miles Davis als 2-45rpm MFSL-Pressung raus. Das sollte die angeblich beste Version ever ever ever sein. Ich habe mir die dann gekauft und ins Regal neben meine Classic Records 33rpm Version gestellt. Letztes Jahr kam dann die Analogue Productions 2x33rpm Variante, die sollte natürlich besser sein und vor ein paar Wochen dann wieder Analogue Productions, jetzt als 245rpm und - klare Sache - die ist selbstredend die absolut definitive Version, the one to have. Was soll das?

    Genauso jetzt die Steely Dan Reissues: Entweder ich kaufe die Universal 33rpm RIs von Universal, die sind aber von digitaler Quelle gezogen. Will ich nicht. Dann kommen aber auch Audiophile Varianten, die dann aber nur als 2x45rpm UHQR in einer dicken Box für jedes Album. Ich will aber nicht das halbe Regal für 7 Alben leer räumen (ja, ich übertreibe).

    Aber damit, dass Schallplatten grundsätzlich etwas teurer geworden sind, kann ich leben.

  • Fenimore
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    • 16. September 2022 um 20:59
    • #14

    Für 2023 bereite ich schon mein Regal für die Jubiläumsausgabe von Dark Side of the Moon vor.

    Das wird, egal was da kommt, meine teuerste SuperduupperBox ever werden.

    Ich denke, dass jeder so ein Album hat, für welches er jedes Geld bezahlt. Bei mir eben DSotM.

  • Gingham
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    • 16. September 2022 um 22:00
    • #15
    Zitat von Fenimore

    Ich denke, dass jeder so ein Album hat, für welches er jedes Geld bezahlt.

    Jedes Geld vielleicht nicht, aber ja, klar, bei einigen Sachen kaufe ich, egal was kommt. Ich habe z. B. bisher jedes Konzert der Grateful Dead Europe '72 Tour gekauft, das auf Vinyl erschienen ist (bisher 5, im November kommt Nummer 6) und das werde ich wohl durchhalten, bis alles raus ist. Liegt natürlich nicht ständig auf dem Plattenteller, will ich aber trotzdem unbedingt im Regal haben.

  • Jaromir Jagr
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    • 17. September 2022 um 11:30
    • #16

    Hallo

    Sorry, die Preise für neue Schallplatten sind mir ziemlich egal.

    Nur ganz kurz OT:

    https://www-rnd-de.cdn.ampproject.org/v/s/www.rnd.de…2V3RFETM3Q.html

    Nur mal so als Hinweis, ich will hier keine Diskussion vom Stapel brechen!!

    Gruß von Eugen

  • audiophilist
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    • 17. September 2022 um 11:47
    • #17

    @Eugen

    Ist Hobby nicht irgendwie auch ein wenig Flucht vor der bitteren Realität?

    Wäre ein: „Bitte hier nicht!“ dahingehend zuviel verlangt?

    Gruß

    Reiner

    noli turbare circulos meos

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    • 17. September 2022 um 11:49
    • #18
    Zitat von kajetan

    Moin,

    So beim Stöbern durch die Neuerscheinungen finde ich bei Scheiben, die mich interessieren, jetzt Preise von 33 Euro für eine normale LP und 44 Euro für eine Doppel-LP. =OIrgendwie prohibitiv für so ganz normale LPs...

    Seid ihr noch bereit, das zu bezahlen?

    Nein, war ich auch noch nie - jedenfalls für kommerzielle Massenware.

    Leider zwingen auch die Portokosten öfters hohe Gesamtsummen auf

    Allerdings ist doch schon sehr lange ein Thema das der "Vinyl-Trend" kommerziell ausgeschlachtet wird.

    Im Nicht-Kommerziellen Sektor bekommst du immer noch Neuware für deutlich unter 20€ pro Platte während der geneigte Helene Fischer oder Dire Straits Fan das x fache blechen darf (was in diesem Fall heißt - Strafe muss sein :D ) .

    Alleine mit steigende Energiekosten kann man das alles nicht argumentieren.

    Die momentanen Gegebenheiten kommen da halt noch On Top

    Als Lösung sollte man defintiv auf die Massen an unnötigen Reissues von Platten die in discogs z.B. in dreistelliger Versionshöhe gibt verzichten.

    Ich habe die Tage zufällig im Media Markt durch die Platten geschaut - gefühlt 99% alter, aufgewärmter Kram :thumbdown:

    Music is magick, a religious phenomena, that short circuits control through human response. Let's go out of control. Experience without dogma... A morality of anti-cult. The ritus of youth. Our alchemical human heritage...(Genesis P-Orridge)

  • Fenimore
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    • 17. September 2022 um 12:00
    • #19
    Zitat von Gingham

    Jedes Geld vielleicht nicht, aber ja, klar, bei einigen Sachen kaufe ich, egal was kommt. Ich habe z. B. bisher jedes Konzert der Grateful Dead Europe '72 Tour gekauft, das auf Vinyl erschienen ist (bisher 5, im November kommt Nummer 6) und das werde ich wohl durchhalten, bis alles raus ist. Liegt natürlich nicht ständig auf dem Plattenteller, will ich aber trotzdem unbedingt im Regal haben.

    Dann musst du beim RSD Black Friday zuschlagen, schon gesehen?

    https://www.recordstoredaygermany.de/2021/09/14/die…22-stehen-fest/

  • FriDin
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    • 17. September 2022 um 12:16
    • #20
    Zitat von Fenimore

    Gehen die Kosten runter, werden sich die Preise wieder normalisieren.

    Ja ist klar,die Preise werden sich wieder normalieren. :24:

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