High End - Mythen, Legenden und Wahrheiten

  • Ein guter Tonmeister kriegt ne gute Aufnahme auch mit 1,30EUR/m Kabel hin, dessen Können und die Qualität der Aufnahme bemisst sich bestimmt nicht am Preis dessen, so wie es gerade dargestellt wird.

    Man ist nicht automatisch ein guter Fotograf und macht gute Fotos, nur weil man teures Equipment oder den schönsten Foto-Rucksack im Einsatz hat.

    VG
    Mario

  • Es dreht sich doch alles letztlich nur um den guten Klang.


    Wie man den letztlich hinbekommt muss jeder selber für sich entscheiden, wer überzeugt ist das lässt sich allein mit der Physik und Messtechnik als Grundlage bewerkstelligen soll das machen, ich hab da allerdings meine zweifel obwohl ich wie gesagt mittlerweile einen riesen respekt vor manch gestandenen Entwickler habe.

    Für mich heißt das also nicht nur das die Schaltung funktionieren muss oder abraucht, schlau konstruiert hat des mehr mit gutem Klang zu tun als ich früher dachte, da wirkt sich zbs der Kabelkang nicht so stark aus, mitentscheidend und wichtig für ein gutes Klangbild ist er trotzdem.

    Deshalb mein Einwand man darf nicht nur A sondern auch B sagen, die sache mit dem guten Klang ist einfach zu komplex.


    gruß

    volkmar

    AAA Mitglied

    ..die zeit wartet auf niemand (Ulla Meinecke 1991)

  • Man ist nicht automatisch ein guter Fotograf und macht gute Fotos, nur weil man teures Equipment oder den schönsten Foto-Rucksack im Einsatz hat.

    doch, doch....jedenfalls sind in den Foto-Foren einige "Auskenner" genau der Meinung.......ein Kack-Gänseblümchen schaut mit Equipment im fünfstelligen Bereich bedeutend spannender aus als mit dem Handyphon geschossen :rolleyes: 8| <X


    Also eigentlich genau wie hier :D

    Music is magick, a religious phenomena, that short circuits control through human response. Let's go out of control. Experience without dogma... A morality of anti-cult. The ritus of youth. Our alchemical human heritage...(Genesis P-Orridge)

  • Wahnsinn, dass dieser Trigger immer funktioniert. ^^


    Die ganze Lintanei, die ganzen "Argumente", die schalen Witzlein mit Bart ohne Ende, same procedure, da kann die Welt aus den Fugen geraten, egal, über Kabel streiten geht immer.


    Soll doch jeder zu Hause betreiben, was er will!

    Streamen ist wie alkoholfreies Bier...scheint erstmal richtig zu sein, am Ende fehlt aber das Entscheidende.

  • Ich amüsiere mich schon mal. Vom mir aus soll jeder probieren und HÖREN können wie er möchte. Ich habe eher teure Kabel weil ich und meine Gäste Unterschiede gehört haben (keine erhärtbaren Doppelblindtests!) also mit "Placebo Effekt" belastet 8o
    Es gibt Fakten und es gibt die eigene Wahrnehmung - die leider mit dem Alter im Frequenzumfang abnimmt - und man sollte versuchen das nicht zu stark zu mischen.
    Es ist für mich auch klar, dass man ev. von manchen "Messparametern" nichts weiss die ev. in xxx Jahren plötzlich zeigen warum z.B. ein Kabel x ander klingt als ein Kabel y. Ich finde immer wenn jemand was ausprobiert und eine positive Veränderung feststellt soll er das doch machen. Ob das nun "Faktenmässig" erklärbar ist ist zweitrangig.

    Wir alle brauchen Schönes – Schönes stärkt die Bindung an das Leben und die Hoffnung.

    Schönheit ist ein Geheimnis - lasst es uns zusammen entdecken.
    Die Musikabende sind ein gewerbliches Angebot

  • Silber hat eine Leitfähigkeit von 6,1×10⁷ (σ in S/m), Kupfer von 5,8x10⁷. Dass das einen Unterschied für Audiosignale macht, ist tatsächlich ein High End Mythos 😊


    Dazu kommt, das im NF Bereich die Elektronen gar keine Lust haben, sich an den versilberten Aussenrand des Kabels zu bewegen (Skin Effekt), d.h. Du hast hier keinen Unterschied zwischen Kupfer und einem versilberten Kabel.

    Sehr schön erklärt, aber woher kommen dann die klanglichen Unterschiede?


    Ich habe in z.B. zwei identisch aufgebaute Consolodated Audio Übertrager (Kupfer und Silber) gehört. Beide klangen recht unterschiedlich.

    Bist Du auch der Meinung, dass vergoldete und silber Buchsen und Stecker auch alle gleich klingen?


    Oder ist der Mythos nur das Messen und nicht das Hören. :/

    LG


    Horst

  • Hallo Wolfgang,

    natürlich darf man Fakten benennen, wie z.B. dass Silber eine höhere Leitfähigkeit hat als Kupfer.


    Was ich nicht gut finde, ist wenn man schreibt, dass das Leitermaterial keinen Einfluss auf den Klang hat, und das als allgemein gültige Aussage darstellt.


    Ich weiß nicht, welchen Einfluss das bei z.B. einem Cinchkabel auf den Klang hat. Ich habe unterschiedliche Kabel ausprobiert, welche wimre unterschiedliche Leitermaterialien hatten. Ich habe das für mich beste ausgesucht. Es hat glaube ich versilberte Kupferleiter. Das ist aber nicht für mich ausschlaggebend, sondern, ob es mir vom Klang her gut gefällt.


    Mein Ansatz ist also der, per Hörtest heraus zu finden, ob es mir gefällt. Wenn mir dann jemand sagt, dass es keine relevanten Klangunterschiede geben kann, dann habe ich mit diesem Menschen bezüglich Cinchkabel wegen Diskussionsgrundlage.

    Entspanntes Hören, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Klangliche Unterschiede bei Kabeln sind ein (High End) Mythos, deshalb passt das Thema ja auch ganz gut in diesen Thread.


    Es gibt keine Fakten, die belegen das Kupfer im Vergleich zu Silber als Kabelmaterial ein NF Signal vom Klang verändert, die Metalle unterscheiden sich lediglich durch den Widerstand.

    (Bei versilberten Kupferkabeln hast Du nicht mal diesen Unterschied, da bei niedrigen Frequenzen wie Audio die Elektronen in der Mitte der Litze bleiben, und erst bei sehr hohen Frequenzen (MHz) an den Rand (die Versilberung) wandern würden


    Das betrifft auch Buchsen und Stecker, da wird typischerweise Gold oder Palladium verwendet um Korrosionswiderstände zu vermeiden.


    Das Gehirn verbindet automatisch visuelle Information mit Gehörten, deshalb verwenden wir zum Beispiel bei der Farbe Gold oder Kupfer intuitiv den Begriff "warm". Im doppelten Blindtest landet man dagegen schnell bei einem 50:50 Ergebnis, da einem die visuelle Information fehlt.

  • Auch wenn ich völlig anderer Meinung bin, danke ich Dir für deine detaillierte Ausführung. :merci:


    Wenn das so ist, müsste ja alles gleich klingen. Und das ist einfach nicht der Fall.

    Aber egal, ich halte mich jetzt zurück. meinetwegen wieder :on:

    LG


    Horst

    Einmal editiert, zuletzt von Horst_t ()

  • Hier ist das Niveau normalerweise höher und so sollte es auch bleiben....

    Das war früher mal so, damals wurden Voodoothreads auch noch konsequent

    unterbunden. Ab 2016 ist das fachliche Niveau des Forums in den Keller gegangen

    und ein entsprechendes Publikum von "Kabelkundigen" hier angefüttert worden

    die früher eher im OE heimisch waren.

    Böse Menschen haben keine Lieder, aber häufig eine Stereo-Anlage.


    Robert Lembke


  • Da hab ich gepennt Arkadin, was ist OE?


    Natürlich ist beides wichtig Horst, wir beide wissen das, der konsenz scheitert aber nicht an den hörenden.


    Eine Schaltung oder Formel die Messtechnisch jederzeit nachvollziehbar ist, hat halt mehr gewicht als nur rausgehörtes, letztlich muss eine sache beweißbar sein, dann gibts auch konzenz.

    Ein nachvollziehbarer Hörvergleich/Blindtest mit mindesten 9 von 10 Treffern gilt für mich als bewiesen, da brauchts dann auch keine Messwerte mehr.


    gruß

    volkmar

    AAA Mitglied

    ..die zeit wartet auf niemand (Ulla Meinecke 1991)

  • So sehe ich das auch. Es soll gerne jeder so hören, wie und womit er möchte. Aber bitte nicht seine persönlichen Höreindrücke verallgemeinern. Die hängen nämlich von ganz anderen Faktoren ab, als Preis, Aussehen und Materialien suggerieren.


    Klangeindrücke werden hauptsächlich durch Psychoakustik, die Qualität der Aufnahme, Tonabnehmer und durch die Lautsprecher im Kontext mit dem Raum beeinflusst. Kabel, Stecker und andere Highendspielzeuge spielen elektrotechnisch gesehen für die highfidele Niederfrequenztechnik eine untergeordnete Rolle.


    Gruß


    Andreas

    AAA Member mit Unmengen an altem Geraffel

    Einmal editiert, zuletzt von Sansui SR929 ()

  • Zurück zum Thema, wann und womit enstand eigentlich der Begriff High End, und was war der erste Mythos?


    Eine der ersten High End Mythen ist für mich die JBL Paragon von 1957, die damals einen super aufwendigen und kompromisslosen Aufbau hatte, und weit ab von dem war was man bisher im Heimbeschallungsbereich kannte. Aus heutiger Sicht betrachtet war das bestimmt eine der ersten richtigen High End Komponenten.


    jbl.jpg

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    "digital? every idiot can count to one" - Bob Widlar

    Gute Ohren? https://www.klippel.de/listeningtest/



    Einmal editiert, zuletzt von burr ()

  • Wenn das so ist, müsste ja alles gleich klingen. Und das ist einfach nicht der Fall.

    Aber egal, ich halte mich jetzt zurück. meinetwegen wieder :on:

    Es ist überraschend, geeignete Bedingungen vorausgesetzt, wie gleich manches klingt.


    Der andersartige Klang liegt häufig zwischen den Ohren, rather then außerhalb