Braucht man eine Plattenwaschmaschine?

  • Kaufempfehlung für die Knosti

    Dem kann ich nicht zustimmen. Ich habe bisher auch mit einer Knosti gewaschen. Dabei geht nur der Oberflächendreck weg. Was tief in den Rillen sitzt, wird bei der Knosti durch die Bürste eigentlich nur breit über die Platte verteilt und setzt sich beim Trocknen wieder fest. Absaugen ist definitiv ein MUSS!

    Ein Optimum ist sehr wahrscheinlich eine manuelle grobe Reinigung der Oberfläche, dann mit Ultraschall den Dreck in den Rillen zumindest lösen und dann sofort die Reinigung mit Absaugen. Mal sehen, ob ich mir noch eine Vevor zulege.


    Toni

  • Klingt doch nach einem Garantiefall!

  • Hi Toni,


    Danke für deinen Bericht, den ich gerne zum Anlass nehme und kurz über meine ProJect VC-S berichten möchte. Ich habe sie seit ca 4,5 Jahren und nachdem ich jetzt ca 1200 Platten gewaschen habe, fängt der Motor an, ähnlich wie bei Dir, Geräusche zu machen. Da ich für verstaubte Flohmarktfunde lieber einen Absauger als einen US nutze, habe ich beim Vertrieb einen neuen Motor angefragt. Der aufgerufene Preis hat es schon in sich, wenn man den Preis ähnlich großer Saugmotoren vergleicht.

    Oder hat jemand einen Tipp, welchen man alternativ verwenden könnte?!? 🙏

    LG Matze

    _______________________

    AAA Mitglied

  • Da hatte ich mehr Glück mit meinen Waschmaschinen!


    Von 1990 bis 2008 hatte ich eine (preiswerte) Nitty Gritty Basic mit der ich ca. 2500 Platten gereinigt habe, die dann nicht mehr funktioniert hat. Diese habe einem Bekannten in Brasilien geschenkt, der sie sogar reparieren konnte.


    Seit 2008 habe ich eine Loricroft PRC 4, die bis jetzt ohne jegliche Probleme läuft.


    -- Joachim

  • Diese habe einem Bekannten in Brasilien geschenkt,

    Soso, daher hast Du Schlingel wahrscheinlich die ganzen, schönen, alten Brazil-Platten! ;)

    Viele Grüsse,
    Mario


    It is good taste, and good taste alone, that possesses the power to sterilize and is always the first handicap to any creative functioning. (Salvador Dali)

  • Dem kann ich nicht zustimmen. Ich habe bisher auch mit einer Knosti gewaschen. Dabei geht nur der Oberflächendreck weg. Was tief in den Rillen sitzt, wird bei der Knosti durch die Bürste eigentlich nur breit über die Platte verteilt und setzt sich beim Trocknen wieder fest. Absaugen ist definitiv ein MUSS!

    Ein Optimum ist sehr wahrscheinlich eine manuelle grobe Reinigung der Oberfläche, dann mit Ultraschall den Dreck in den Rillen zumindest lösen und dann sofort die Reinigung mit Absaugen. Mal sehen, ob ich mir noch eine Vevor zulege.


    Toni

    Die Knosti funktioniert eigentlich ganz gut.

    Ihr Vorteil ist, daß die Bürsten im Waschlüssigkeitsbad Schmutz aufbringen. Bei vielen PWM läuft nur eine Bürste über die mit Waschflüssigkeit benetzte Plattenoberfläche mit.

    Das ist definitiv weniger effektiv.

    Das größte Manko der Knosti (abgesehen von der Kurbelei) ist die fehlende Absaugung. Ohne aktive Absaugung verbleibt angelöster Schmutz auf der Platte .

    Einfach abtropfen lassen ist daher Käse .

    Ich hatte mir (als ich noch mit der Knosti gewaschen hatte) diesbezüglich mit guten, saugstarken und fusselfreien Mikrofasertüchern beholfen . Zuvor spülte ich die Plattenseiten nochmal unter dem Wasserhahn mit fließendem Wasser ab, um die Oberflächen von Resten schnoddriger Waschflüssigkeit zu befreien.

    Das funktioniert schon recht gut.


    Der Aufwand wurde mir allerdings zu viel .

    Wer nur sehr selten Platten wäscht, ist mit der Knosti + hochwertigen Mikrofasertüchern sicherlich gut beraten.


    Nun habe ich eine Okki Nokki mit eigens gepimpter Absaugung und aktiv rüttelnder Bürste .Ich hatte schon mehrfach Fotos der „Rüttelbürste“ gezeigt.

    Damit bekomme ich tatsächlich alles aus den Rillen ausgelöst und anschließend gänzlich (!) abgesaugt.

    Prinzipiell ist es halt sehr wichtig wie gut der Schmutz in den Rillentiefen aufgebracht wird und wie gut (rückstandslos) der ganze Rotz im Anschluss abgesaugt wird.

    Beide Vorgänge sind gleich relevant .

    ...mag Musik

    Einmal editiert, zuletzt von *Oliver* ()

  • Bei mir funktioniert die Knosti auch ohne anschließendes spülen oder Einsatz von Mikrofasertüchern völlig zufriedenstellend. Ich hab danach Platten die Nebengeräuschfrei und knisterfrei sind. Was will ich mehr? In hartnäckigen Fällen widerhole ich die Prozedur, dann passt es.

  • Ich habe einen Punktsauger und habe gelegentlich (aus Bequemlichkeit) neu gekaufte und vom Verkäufer Knosti-gereinigte Platten ohne nochmalige Reinigung aufgelegt. Gegenüber ganz ungereinigten 2nd-Handplatten haben die Knosti-gereinigten weniger Rillengeräusche, leider musste ich feststellen, dass die Nadel dauerhaft verunreinigt wird (die Nadel nimmt danach leichter Staubpartikel und Fussel auf, die dann häufig entfernt werden müssen).


    Bei Tonabnehmern, die immer nur mit einem Punktsauger gereinigte Platten abgespielt haben, hatte ich noch nie die Tendenz, dass Staubpartikel die Nadel verunreinigen (was zu Verzerrungen führt). Auch wenn es lästig ist, reinige ich inzwischen lieber jede neu gekaufte Platte mit meinem Punktsauger. (Und Gebrauchtplatten kaufe ich am liebsten ohne Vorreinigung durch den Verkäufer, aber das kann man sich in der Regel nicht aussuchen.)


    -- Joachim

  • Ligui


    Wenn es für dich so passt , ok.

    Ich mache das aus Überzeugung anders .

    Falls es von Interesse ist , einfach mal einen Tropfen von der Knosti Waschflüssigkeit (nach dem Waschen) auf einen sauberen Spiegel geben und eintrocknen lassen.

    Die sicherlich gut erkennbaren Rückstände verbleiben natürlich auch in den Rillen, sofern nicht aktiv abgesaugt wird.


    Bei meiner Okki Nokki wird es sehr offensichtlich, wie die mit gelöstem Schmutz angereicherte Waschflüssigkeit aussieht. Die Flüssigkeit wird ja aktiv abgesaugt , gelangt in einen Behälter und wird nach etwa fünf Platten abgekippt.

    Das Zeug sieht dann so aus :


    52BEDAFC-8365-42F1-8CA9-0972533EE851.jpg



    Davon möchte ich definitiv keine eingetrockneten Rückstände hinterlassen.


    Bei der Knosti verwendet man die Waschflüssigkeit mehrfach , bei der ON nutzt man jedesmal frische Flüssigkeit .

    ...mag Musik

  • Ich habe einen Punktsauger und habe gelegentlich (aus Bequemlichkeit) neu gekaufte und vom Verkäufer Knosti-gereinigte Platten ohne nochmalige Reinigung aufgelegt. Gegenüber ganz ungereinigten 2nd-Handplatten haben die Knosti-gereinigten weniger Rillengeräusche, leider musste ich feststellen, dass die Nadel dauerhaft verunreinigt wird (die Nadel nimmt danach leichter Staubpartikel und Fussel auf, die dann häufig entfernt werden müssen).


    Bei Tonabnehmern, die immer nur mit einem Punktsauger gereinigte Platten abgespielt haben, hatte ich noch nie die Tendenz, dass Staubpartikel die Nadel verunreinigen (was zu Verzerrungen führt). Auch wenn es lästig ist, reinige ich inzwischen lieber jede neu gekaufte Platte mit meinem Punktsauger. (Und Gebrauchtplatten kaufe ich am liebsten ohne Vorreinigung durch den Verkäufer, aber das kann man sich in der Regel nicht aussuchen.)


    -- Joachim

    Hallo Joachim.

    Möglicherweise lag das Phänomen an der in der Knosti des Plattenverkäufers verwendeten Waschflüssigkeit.

    Mit dem gängigen Isopropanol/dest. Wasser/Tetanal Mirasol diy Waschflüssigkeit Mix konnte ich das nicht beobachten .


    Ich reinige aber auch jeden Schallplatten Neuzugang. Egal ob es sich um flammneue, oder irgendwie gewaschene second Hand Platten handelt.

    ...mag Musik

  • Absaugen ist definitiv kein muss! Richtige Prozesse schon...


    Details wie immer hier

    --- Ich höre hiermit und zwar das.

    Es gilt wie immer: das ist meine Meinung. Sie muss deshalb weder für andere passen noch erhebt sie Anspruch absolute Wahrheit zu sein.

  • kann man so machen, man kann auch mit einer Schere den Rasen stutzen, wozu einen Rasenmäher kaufen ..., oder die Platten wie Frisbees durch die Gegend werfen bis sie trocken sind, da sind dem Erfindergeist keine Grenzen gesetzt, bloß nicht das naheliegende machen, wär ja langweilig und konformistisch.

    Gruß,

    Uwe

  • Die leistungsstärkste und komfortabelste Waschmöglichkeit ist per Ultraschall. Ich brauche keine Absaugung oder sonstige mechanische Berührung. Zusätzlicher Effekt, es hat viel weniger Elektronik und Mechanik die Probleme machen kann, wie z.B. die Gläss, reinigt zwar sehr gut (wenn sie läuft) aber ist auch noch 5x teurer.
    Zudem kriege ich per Absaugung nie alles aus den Rillen, per Ultraschall schon. In den letzten Jahren haben sich viele per direkten Hörvergleich davon selber überzeugt und nutzen Ihre teuren Plattenwaschmaschinen mit Absaugung höchstens noch zur Vorwäsche ;)

    Und denk dran "Egal wie viele CDs du hast, Carl Benz hatte Mercedes" 8o
    Guido

                                                  
    Gewerblicher Teilnehmer
                                                                       

    Einmal editiert, zuletzt von Cubalibre ()

  • Und es ist doch ein: Muss!


    Toni

    beweise dir jederzeit, dass es NICHT notwendig ist und sogar kontraproduktiv

    Und denk dran "Egal wie viele CDs du hast, Carl Benz hatte Mercedes" 8o
    Guido

                                                  
    Gewerblicher Teilnehmer
                                                                       

  • Und wie gelangt dann die mit Schmutz angereicherte Waschflüssigkeit vollständig aus den Tiefen der Rillen ?

    Na wie wärs mit lesen? Es wartet unglaublicher Erkenntnis Gewinn…

    --- Ich höre hiermit und zwar das.

    Es gilt wie immer: das ist meine Meinung. Sie muss deshalb weder für andere passen noch erhebt sie Anspruch absolute Wahrheit zu sein.

  • Für mich besteht der Reinigungsvorgang bei Platten aus dem eigentlichen Waschen und dem Trocknen. Letzteres sollte so passieren, dass möglichst wenig Rückstände in den Rillen bleiben. Da hat sich absaugen als sinnvoll erwiesen.


    Man kann beide Teilvorgänge optimieren.

    Ultraschallbäder gehören für mein Verständnis ausschließlich zum Waschen.

    Entspanntes Hören, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [