DIY MDF-Laufwerk

  • Wenn der Teller hinten freigedreht ist ist das Ganze doch kein Problem:

    Aufspannen, plandrehen, Ausdrehung fertigen. Umspannen mit Außenbacken ( Planfläche an Backenabsatz anliegen lassen) in der Ausdrehung spannen. Plattennauflage plandrehen, Labelvertiefung drehen, Außendurchmesser drehen, Bohrung für Motoraufnahme und für Platten-Mitnahmedorn drehen. Fertig ist die Kiste.


    :24:

    Andreas


    EMT 938 mit TSD 15; Cyrus Quattro; Mission Cyrus one (alte Version 80-er Jahre ); Fezz Alfa Lupi; Opera Prima 2015; Waschmaschine Hannl Micro/Rundbürste,; Topping L30II; Austrian Audio HI-X65

  • Hallo Jürgen,

    genau das ist ja mein Gedankengang gewesen, warum Ich das nachgefragt hatte, weil ich mir das auch nicht vorstellen konnte.

    Gerhard

  • Wenn der Teller hinten freigedreht ist ist das Ganze doch kein Problem:

    Aufspannen, plandrehen, Ausdrehung fertigen. Umspannen mit Außenbacken ( Planfläche an Backenabsatz anliegen lassen) in der Ausdrehung spannen. Plattennauflage plandrehen, Labelvertiefung drehen, Außendurchmesser drehen, Bohrung für Motoraufnahme und für Platten-Mitnahmedorn drehen. Fertig ist die Kiste.


    :24:

    Andreas

    Ja, das ist aber keine Bearbeitung mit 1 Aufspannung, sondern mit 2!.

    Sowie geschildert kenne ich das.

    Ich hätte aber gerne gewusst was bei 1 ! Aufspannung anders gemacht wird, zumal da mit 0.01mm geworben wird.

    Gibt es da eventuell ein Foto?

  • Hallo Jürgen,

    Das Foto hilft mir sehr.jetzt weiss ich wo mein Problem liegt.

    Ich habe meine Motordose schlicht und ergreifend zu gross im Aussendurchmesser gemacht, 120mm, und das Pulley in der Mitte, dadurch erbibt sich ein zu grosser absatnd zum Teller, der mit 320mm auch noch grösser ist als die meisten anderen.


    Ich mach mir eine kleinere Dose mit um die 90mm Durchmesser und den Motor aussermittig, dann komm ich näher ran, und habe nicht so viel spannung auf dem Riemen.


    Ich wollte eben durch verschieben der Motordose den Punkt einstellen können, wo der Riemen anfängt , den Teller mitzunehmen.

    Dafür wollte Ich Spielraum schaffen.

    Deshalb die frage nach längerem Riemen, so dass ich variieren kann zwischen lockerer und festerer Spannung.

    Zu weit sollte das Pulley auch nicht weg stehen vom Teller, weil dadurch der Umschlingungswinkel des Riemens am Teller geringer wird, und der Riemen an der freien Länge schwingen kann.

    So las ich es kürzlich wo.

    Weiis aber nicht, ob es so zutrifft.


    Hast du noch den DDR Scheu Motor oder z.B einen Pro ject drin?

    Gruss

  • Ja, das ist aber keine Bearbeitung mit 1 Aufspannung, sondern mit 2!.

    Sowie geschildert kenne ich das.

    Ich hätte aber gerne gewusst was bei 1 ! Aufspannung anders gemacht wird, zumal da mit 0.01mm geworben wird.

    Gibt es da eventuell ein Foto?

    Wie soll das gehen mit einer Aufspannung?


    Das Einzige wäre dann die Plattentellerscheibe vom Stangenmaterial abzustechen. Dann ist aber die abgestochene Seite...falls man einen Abstechmeisel finden würde der lang genug ist und das mitmachen würde ... von der Oberfläche her nicht gut.


    Mit einer Aufspannung bedeutet: Aussen und InneØ in einer Aufspannung zu drehen. Dann läuft es zueinander auch mit einem Hundertstel....Nichts Anderes habe ich beschrieben... 8o

  • Guten Morgen,


    ich habe mal den interessanten Thread überflogen und ein zwei Anmerkungen:

    - Ich weis nicht ob Direktantrieb noch aktuell ist ?

    Wenn ja, wirst du ein Problem mit dem Anlauf bekommen, dazu zwei Lösungen, die erste wäre, wie es beim Onkyo PX-100M gemacht wurde, mit einem zusätzlichen Antrieb (Reibrolle), bis Drehzahl erreicht ist, dann den DD loslegen lassen. Nachteil wäre einen zusätzlichen mechanischen Aufwand ( Rolle muß ja vom Teller weg, sollte auch innenliegend sein, d.h dein Teller ist eine "Glocke", was wieder Nachteile bringt ( schwingen), das kann man aber mit eingegossenem Bitumen oder PU lösen. Muß dann aber gewuchtet werden. Das ist kein Problem, du hast ja einen Reifenmontageständer so viel ich gelesen habe ?

    Da drehst du dir 2 Dorne mit Kugellager)

    Die 2. Lösung ist ein Motor selber bauen ( es gibt keinen sauber laufenden Motor, der das Gewicht zerstörungsfrei laufen lassen kann) Da kann man sich aber an die Vorgaben von anderen Direkttriebler anschauen und die zu wickelnden Spulen entsprechend des anfallenden Stromes im Querschnitt errechen. Dann solltest du aber auch eine Schalung bauen, die A: Eine anlauframpe hat und B eine el.mag. Bremse und Schutz gegen reinduzierter Spannung hat.

    Ich denke die bessere Lösung ist die Lösung mit String, wobei ich da nie Freund davon war. Aber ich würde zum Schutz beim Anlauf für den Motor mit einer RuKu arbeiten.

    Das zum Antrieb.

    Zum "Dorn", da hast du auch 2 Möglichkeiten, einmal das Lager unten in einer Hülse, Lagerdorn auf Kugel und in anbetracht des Gewichtes auf einem polierten Stahllagerspiegel. Ist aber wie schon oft in Artikeln beschrieben eher suboptimal.

    Besser wäre einen festen Dorn und die Lagerhülse im Teller mit eingearbeitet, so das die Auflage im Teller ist, dann hast du wesentlich weniger Seitenkräfte auf das Lager. Trotzdessen oder gerade weil du einen schweren Teller hast, sollte der unbedingt gewuchtet sein um so weit als Möglich die Seitenkräfte auf das Lager zu reduzieren, die du eh schon hast, wenn du nur von einer Seite mit String arbeitest. Grundsätzlich hast du aber dann noch das "schmierproblem", denn bei diesen Gewichten geht "normales" Öl nicht mehr, der Ölfilm wird dir über kurz oder lang im Lager reissen und dann fängt es an zu reiben.....weiter ausführen will ich da imMo nicht, das würde den Rahmen sprengen.


    Zum Teller und dessen Beschaffenheit: das Alu das du nimmst ist "gut" zum zerspahnen, würde aber beim drehen nicht zu wenig Vorschub nehmen, das eine höchstpolierte Oberfläche entsteht ( siehe partielle Erwärmung.) Da Alu grundsätlich relativ kratzerempfindlich ist, würde ich (so viele ich gelesen habe, spielt Geld keine große Rolle ?) die Oberfläche durch Kugelstrahlen, verdichten lassen (danach aber erst wuchten!!!)


    Das waren meine Gedanken dazu

    lg

  • Mir ist abgesehen vom Yamaha GT 2000 kein DD Laufwerk bekannt, dass so einen schweren Plattenteller hat, wie von dir geplant. Von daher bin gespannt ob der ESD 1000 die ca. 7Kg deines Tellers bewältigt.


    Der Yamaha GT 2000 hat in Serie einen 5,2Kg schweren Aluteller, der durch einen Bronze Teller mit satten 18Kg ersetzt werden kann, entsprechend stark war auch der Antrieb dieses Boliden ausgelegt.

    Gruß Martin


    Sony TTS-8000 - Pio PA-5000/Ortofon MC30 Super II - Ortofon T-20 - Phonomopped MK2B14
    DIY Laufwerk Pioneer MU-70 - Groovemaster II 12"/Ortofon Venice - Ortofon TA-210/Ortofon MC30 Super - Silvercore mc25 - Phonomopped MK2B14

  • Ja, das ist aber keine Bearbeitung mit 1 Aufspannung, sondern mit 2!.

    Sowie geschildert kenne ich das.

    Ich hätte aber gerne gewusst was bei 1 ! Aufspannung anders gemacht wird, zumal da mit 0.01mm geworben wird.

    Gibt es da eventuell ein Foto?

    Ok dann anders:

    Plandrehen, Ausdrehung , Bohrung Motoraufnahme, Bohrung Plattendorn, Außendurchmesser drehen, plan abstechen ( das ist bei dem Durchmesser tricky, Maschine links laufen lassen und Abstechstahl über Kopf einspannen, so steigt das Werkstück durch das Gewicht beim Abstechen im Dreibackenfutter nicht auf den Abstechstahl ). Rohling muß durch das Abstechen einiges länger sein zum Spannen im DBF. Labelvertiefung ist eh in der Tellermatte.


    :24:

    Andreas


    EMT 938 mit TSD 15; Cyrus Quattro; Mission Cyrus one (alte Version 80-er Jahre ); Fezz Alfa Lupi; Opera Prima 2015; Waschmaschine Hannl Micro/Rundbürste,; Topping L30II; Austrian Audio HI-X65

  • Dafür wollte Ich Spielraum schaffen.

    Deshalb die frage nach längerem Riemen, so dass ich variieren kann zwischen lockerer und festerer Spannung.

    Zu weit sollte das Pulley auch nicht weg stehen vom Teller, weil dadurch der Umschlingungswinkel des Riemens am Teller geringer wird, und der Riemen an der freien Länge schwingen kann.

    Hallo Gerhard,


    Iich denke, der Umschlingungswinkel am Teller könnte ggü. dem Pulley vernachlässigt werden.

    Der dünne Silent Belt schwingt lediglich etwas beim Anlauf bzw. Abbremsen, je nach gefahrener Rampe.


    Ich habe auf Pro-ject m303 Synchromotor mit "Meldano"-Motorsteuerung umgebaut.


    Gruß Jürgen

    DIY-Dreher auf Scheu-Basis mit Rega + Benz + m303 + Meldano NT/ Musical Fidelity M1 ViNL / Yamaha S2000er Kombi / Dali IKON 6 / Moxi Fit Pro:D


    Musiksammler

    DIY-PWM

  • Nach deiner Zeichnung wird erst aussen abgedreht, dann die "Glocke" innen ausgedreht und gebohrt, dann umgespannt und die Glocke von innen gespannt und eingemessen, würde das aber mit einem 4BF machen, so kann man besser in den Rundlauf einmessen.

    Würde aber innen weiter eine Ronde ausdrehen und einen 2. Subteller bauen und den Dorn zusäzlich konisch machen (Stichwort: Zentrierung) und die Möglichkeit den Teller dann auf den Sub zu schrauben.

    So hat du die Möglichkeit etwaige Höhenschwankungen mit Shims abzgleichen und ein Schwingungsdämfer gegen das "singen" der Glocke zu verbauen.


    Aber denke daran, du hast dann eine Glocke, nach deiner Zeichnung....da bin ich schon mal darauf eingegangen.


    Sry wenn ich mich in euren Dialog einmische, dachte meine Erfahrungen wären hilfreich ?

  • Alles gut, jeder Aspekt zählt!


    Hab mal ein Foto vom Motor gemacht. Der hat innen eine Auflage um den Zentrierdorn und aussen ein Auflagering. Eventuell könnte ich einen dünnen Acryl Subteller mit einer Moosgummischicht bekleben und auflegen. Die Zapfenhöhe könnte ich über ne Buchse verlängern falls es nicht reicht. Muss ja eh nochwas machen für den Plattendorn.

    Haben ganz brauchbare 3SM Schleifmaschinen hier in der Firma..


    IMG_20221208_065310.jpg


    Hab auch nochwas von so nem Gummiring gelesen den manche um ihren singenden Teller gelegt haben. Vielleicht kann ich bei Bedarf sowas auch innen einkleben. Dann müsste ich aber wirklich wuchten.

    Einmal editiert, zuletzt von HeikoW ()

  • Eigentlich schon. Aber vielleicht wirkt eine größere Gummiauflage dem "singen" entgegen.


    Da ich den Motorbock noch nicht angefertigt hab, bin ich da sehr frei mit den Höhen.

    Werde erstmal so planen, dass ich den Teller direkt auf den Motor setze. Sollten unerwünschte Resonanzen entstehen, hab ich mit der Acryl/Gummi Variante schonmal n Ansatzpunkt. Motorbock kann ich ja dann entsprechend anpassen

  • Moin,


    der Motor sieht nach DUAL EDS1000 aus ?

    Wenn das so ist, dann schafft der Motor dein angestrebtes Plattentellergewicht nicht.

    Bei den ersten Versuchen wird dir entweder T4-8 abbrennen (AC Typen, bekommst heute nicht mehr aber auf BD Typen "umbauen", aber selbst wenn die es aushalten, kochen Dir die Spulen ab, selbst wenn du eine laaaange Rampe fährst.


    Ggf wenn du die Spulen selbst neu wickelst mit 0.5 bis 0.6er CuL, die Schaltung anpasst, müsstest du eine sehr lange Rampe fahren und du hättest entsprechend ein irres Magnetfeld, was wieder gesonderte Massnahmen erfordert....

    Da hangelst dich von Problem zu Problem


    Das sind Probleme, mit denen die Hersteller sich schon plagen mußten und dann auf

    die wildesten Ideen gekommen sind. Siehe wie schon erwähnt den ONKYO.


    Wenn du etwas zum dämpfen drunter machst, dann nicht zwischen Sub und Teller, du mußt den Teller alleine dämpfen, denn das was die das Singen abwürgen soll ist logischerweise immer weich.


    Ich habe es ggf überlesen aber warum willst du so einen irren schweren Teller ?

    Würde es nicht reichen, wenn er nur optisch groß aussieht ?

  • Das "Singen" bekommt man gut in den Griff, siehe oben (Bitumen oder PU), da muß man nichts neues erfinden, da hat Technics schon vor Jahren erfolgreich gemacht ;)


    Dann rechne mal aus, was du dann noch an Gewicht hat...

    Der 701er Teller hat glaube ich knapp 3Kg, wenn ich mir überlege wieviele Motorsteuerungen ich vom EDS1000 in den letzten Jahren rep. mußte, denke ich mit mehr als 4KG wird der Motor schon auf kurze Sicht überfordert sein.

    Muß es der Motor denn sein ?

    Die Konstelation wird nicht funktionieren und es wäre schade um den ganzen Aufand und Kosten, wenn du nur 10 Minuten was davon hast.


    ggf einen Motor selber bauen ?

    Dann aber mit wesentlich größeren Stator, so daß genügend Platz für die Luftspulen bleibt.

    Ringmagnete in der geforderten Größe bekommt man gut beim Chinamann.

    Die Planung hatte ich schon mal gemacht, aber aus Zeitgründen leider dann verworfen, da ich bei der Steuerelektronik dann immer mehr ideen hatte was man ändern bzw zusätzlich an Features einbauen kann... :wacko: