Stromkabel hören in grossem Vergleich ( Workshop )

  • Zitat

    M.E. wäre es schon ein Gewinn, wenn sich mehrere Personen aus unterschiedlichen Meinungskreisen zusammen hinhocken würden und gemeinsam hören würden

    so machen wirs, Frank!

    Wir hocken uns zusammen hin und hören gemeinsam, was uns das Kabel zu sagen hat :)

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    my favorite way of life

  • Alles gut.


    Ich möchte keine Diskussion mit persönlichen Anfeindungen, man sollte jede persönliche Meinung respektieren.


    Ich beurteile, was ich höre, jeder andere darf das auch. Aber bitte keinen Gruppenzwang oder Allgemeinplätze.


    Gute Nacht

  • Ich mache bei mir seid bald 10 Jahren workshops zu den unterschiedlichsten Themen, Kabel waren schon öfters dabei, zb bei einem der letzten workshops usb Kabel und auch ein paar LAN Kabel.


    Insofern wurde schon öfters bestätigt, dass man an meiner Anlage Kabelunterschiede hören kann.


    Viele unterschiedliche Kabel zusammen zu bekommen ist zumeist auch kein Problem. Aber mehr als 10 Produkte / Durchgänge schafft eigentlich niemand, trotz Pause, vergleichend zu hören. Irgendwann ist einfach die Konzentration Weg.


    Blindtests lehne ich aus Prinzip ab. diese setzen die Leute zumeist so unter Druck, das selbst verpolte Kanäle nicht mehr wahrgenommen werden, Stichwort Prüfungssituation mit dem typischen Brett vor dem Kopf.


    Auf meinen workshops sind zumeist zwischen 20 und 40 Personen, auf einem Forentreffen waren es aber auch mal weit über 100, dies geht dann aber nur im Sommer, wenn man sich auch im Biergarten aufhalten kann.


    Vielleicht mache ich mal Anfang 2023 was zu dem Thema, scheint ja doch (immer noch) einige zu interessieren.


    Gruss

    Juergen

    HEIMSTATT DER MUSIK

    Veranstalter musikalischer Events,
    Händler für hochwertige audiophile Genussmittel mit analogem Schwerpunkt


    AAA- Mitglied

  • Blindtests lehne ich aus Prinzip ab. diese setzen die Leute zumeist so unter Druck, das selbst verpolte Kanäle nicht mehr wahrgenommen werden, Stichwort Prüfungssituation mit dem typischen Brett vor dem Kopf.

    Wenn eine Sache für mich eindeutig ist und das ist sie wenn ich sie mir pragmatisch, von den Grundlagen bis ins Bewusstsein erklären kann, na dann ist das in jeder "Test"Situation so. Alles was ich messen kann hat einen jederzeit reproduzierbaren pragmatischen Hintergrund. Aber alles was nur "gemeint" wird, na das kann heute so sein und morgen anders. In Meinungen ist viel zu sehr die nicht skalierbare persönliche Komponente beteiligt. Ein Beispiel: einer hört am Hörplatz im Lautsprecher das Grundrauschen eines Verstärkers und findet den dann "nicht gut". Ein anderer hat Leisesprecher, hört das Grundrauschen des selben Verstärkers nicht ...der weiß gar nicht wovon der erste spricht. Er wird also eine andere Meinung haben. Und wieder ein anderer der sitzt dichter am Leisesprecher und vernimmt ein minimales Grundrauschen, was er aber nur beim genauen hinhören wahrnimmt - er weiß also dass da ein Grundgeräusch ist - aber es stört ihn im Höralltag nicht.

  • Hi,

    diejenigen, bei denen die Wahrscheinlichkeit am allergrößten ist, dass sie bei so einem Event fernbleiben, machen nun den anderen die Idee madig.


    Das ist schon alles sehr abstrus hier.

    Entspanntes Hören, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Warum würde ich solch einen Test nicht Besuchen:

    Nun angestachelt von dem Willen etwas Anlagentechnisch zu verbessern hatte auch ich immer wieder mit Kabeln experimentiert. Nach ersten erfolgen mit/bei den RCA/RCA-Strippen, die ich bereits in den 70ern machte, wollte ich mich der Stromversorgung widmen. Aber irgendwie wollte mir nie in den Kopf, warum recht teure Netzkabel vor einem Netzfilter geklemmt werden sollten..-?? der ja dann die Sinuswelle erneuert usw. Denn ab Filter ist der Strom neu und ohne Störungen usw laut den Herstelleraussagen.

    In meinem Stromkabel-sortiment befinden sich u.a.: 2x v.d.Hul Mainstream; 2x v.d.Hul Mainstream (CN); 1x v.d. Hul Mainsserver; 1x TMR NK2; 1x Lapp Ölflex Cl.

    Also gut 1500,--€ für Netzkabel und damit bin ich sogar noch günstig in der Kabel-Trauma-Welt. Höre ich einen Unterschied eigentlich nein! Den einzigen unterschied, den ich höre, ist der das ich im Gegensatz zu früher keine Radio Eriwan Einspielungen des nachts mehr höre und habe.

    nebenbei bemerkt, hängt die Kette A an der Gigawatt PF2 Leiste; Kette B an einem Dynavox X7000; sowie Kette C an einem Furman;

    Würde ich das Geld dafür nochmals investieren JA aber einen Hörbarer unterschied "Nein".

    schönes WE.

    Herbert

  • Blindtests lehne ich aus Prinzip ab. diese setzen die Leute zumeist so unter Druck, das selbst verpolte Kanäle nicht mehr wahrgenommen werden, Stichwort Prüfungssituation mit dem typischen Brett vor dem Kopf.

    Ich kann mich an eine Fernsehsendung im WDR erinnern, da wurde ein sehr selbstbewusster Sommelier auf die Probe gestellt - er behauptete vollmundig, sogar unterschiedliche Jahrgänge eines Weins schmecken zu können.


    Daraufhin wurden Ihm 3 Gläser Rotwein gereicht, die er dann auch arbeitsbeflissen drei verschiedenen Jahrgängen zuordnete.


    Leider stellte sich anschließend heraus, dass der Inhalt der drei Gläser aus ein und derselben Flasche stammte... ;)


    Spricht das gegen den Blindtest? Oder lag es doch am Sommelier? :/


    Beste Grüße

  • Eine Gruppe Interessierter, wie im Eingangsthread beschrieben, die unabhängig und unbeeinflusst testen und probieren und keine Verkaufsveranstaltung daraus machen...das kann gut funktionieren.

    shakti will damit nichts unterstellen, da ich dich nicht persönlich kenne!


    Dazu gehört für mich auch zumindest ein Blindtest (oder Messungen) da gebe ich Toni und anderen Kritikern recht.

    Vielleicht kann man ja zuerst einen Test mit angekündigten Kabel und "Klangbeschreibung" und dann als zweiten Schritt einen Blindtest mit den gleichen Kabeln durchführen...da hierbei an der Anlage selbst nichts verändert wird, können Verpolungsfehler doch ausgeschlossen werden.

    Könnte mir gut vorstellen, dass so der Erkenntnisgewinn in der Gruppe erheblich erweitert wird. ;)


    Meines Erachtens sollte die Federführung des Projektes bei dem Threadersteller und den "Interessenten" bleiben, dass zur Umsetzung evtl. Händler mit ins Boot müssen...irgendwo müssen die Kabel oder Geräte ja herkommen.

    Shakti hat meiner Meinung nach recht, dass immer nur wenige Kabel getestet werden und keine zehn oder mehr. Wie bei einer Weinverkostung nach einigen Tests wird der Unterschied immer schwerer erkennbar ;)

    Ein weiterer wesentlicher Faktor ist Zeit, sowas lässt sich nicht mal schnell an einen Nachmittag oder Abend durchführen.

    Bleibt noch das "Kabelproblem", dieses könnte innerhalb der Teilnehmer wie schon angekündigt gelöst werden, da waren ohne Probleme 3 Kabel verfügbar mit einer Beipackstrippe sind es schon vier...und zur Not gibt es von mir noch ein Eupen als Leihgabe.


    Gruß Uwe

  • Wein war auch mein erster Gedanke, woher soll ich denn wissen was ich

    schmecken soll wenn ich nicht weiss was im Glas ist?


    Selber habe ich mal an einer Probe beim Hopfenerzeuger teilgenommen,

    es galt den Unterschied zwischen 2 Hopfensorten zu beschreiben. Man

    bekam 3 Gläser, 2 enthielten dasselbe Bier, das dritte eins mit dem

    zu bewertenden Hopfen. Ich konnte wie auch mehrere andere nicht

    mal sicher zuordnen in welchen Gläsern dasselbe Bier war.

    Fazit: Kontrollierter Blindtest mit einwandfreier Methodik ist unverzichtbar.


    BTW, wo soll da ein Druck oder eine Prüfungssituation herkommen?

    Das sehe ich nur wenn man gewettet hat oder für einen Anbieter oder

    einen "Kabelkundigen" die Gefahr des Reputationsverlustes besteht.

    Ein Potentieller Käufer hat nichts zu verlieren und demzufolge auch keinen

    Druck.

    Ein Akkord reicht aus. Zwei Akkorde sind schon Grenzwertig.

    Bei drei Akkorden bist du im Bereich des Jazz.


    Lou Reed


  • Spricht das gegen den Blindtest? Oder lag es doch am Sommelier? :/

    Oder gar am Wein?


    Und das spricht natürlich nicht gegen den Blindtest, sondern zeigt seine zwingende Notwendigkeit auf. Die Ergebnisse muss man halt aushalten.


    Blindtests lehne ich aus Prinzip ab. diese setzen die Leute zumeist so unter Druck

    Und das hier ist einfach nur komisch.

    Restauration = Wiederherstellung früherer gesellschaftlicher, politischer Verhältnisse

  • Ich fände es toll , wenn shakti so einen Workshop machen würde


    Dann kann jeder , der dort hört, seine eigenen Erfahrungen machen

    Ich werde dabei sein


    Somit klinke ich mich nun aus dem Thema aus.

    Ich selber werde dann keinen Workshop Stromkabel organisieren

    wenn es shakti macht

  • Ich betreibe meine MC2000 mit einem ganz normalen Kaltgerätekabel (wie von einem PC) und sie spielt davon vollkommen unbeeindruckt, absolut natürlich und mir unvergleichlich neutral. An meiner MC240 ist das Netzkabel fest eingebaut, sprich es kommt ein 1,2m langes flexibles Kabel mit Schukostecker aus der MC240 und niemand mit pragmatischer Sicht auf die Dinge kam bisher auf die Idee daran, auch nur in irgendeiner Weise, herum zu laborieren zu wollen.

  • Hallo

    Also ich verstehe die Vorbehalte gegen Blindtests auch nicht. Hören tu' ich doch mit den Ohren.


    Es ist aber meiner Meinung nach auch jedem zuzugestehen - unter welchen Bedingungen auch immer - wenn er Unterschiede hört. Ich selber konzentriere mich halt lieber auf das Hören von Musik als auf das hören von Unterschieden. Aber jeder wie er will.


    Gruss Adrian

  • Zum Thema Blindtest ist im Hifi Bereich bereits so viel geschrieben worden,

    dass Interessierte sicherlich einen Nachmittag damit verbringen können, sich durch diese Thematik zu lesen, hier eines von vielen Beispielen:

    https://www.open-end-music.com/forum/audiotechnik-und-hörkultur/blindtests-und-verblindete-tests/16164-der-faire-blindtest-universal-tread-schwerpunkt-suggestion

    Zusammenfassend kann man sagen, dass bisher einwandfrei durch Blindtests "bewiesen" werden konnte, dass es Klangunterschiede bei Kabeln, Verstärkern und CD Playern nicht gibt. Tonabnehmer und Lautsprecher haben hingegen so grosse Klangunterschiede, dass diese in Blindtests "bewiesen" werden konnten.

    Wie schon geschrieben, viele Jahren mache ich workshops zum vergleichenden hören bei mir, diese sind erst in der letzten Zeit von mir als Händler durchgeführt worden.

    Mein Erfahrung ist es, dass man Unterschiede von Komponenten am besten in lockerer Runde hört, die Musik Beispiele sollten nicht zu komplex sein, dh am besten eignen sich sparsam instrumentierte Stücke, bei denen man sich auf bestimmte Klangereignisse, zb das anreissen einer akustischen Gitarre, die Raumanmutung, die Natürlichkeit der Stimme usw konzentrieren kann.Länger als 60 bis 100sekunden sollte das Stück nicht laufen, da man sich sonst nicht mehr an den Klang der ersten Töne erinnern kann. Das Umstecken sollte zügig erfolgen.

    Das wichtigste feedback zum Klang bekommt man, wenn man unmittelbar danach was sagt, dh spontane assoziative Äusserungen zum gehörten beschreiben dieses am besten.


    Sobald man reflektiert, dh das Hirn einschaltet, und zB versucht die gehörten Eindrücke zu Papier zu bringen, werden diese schablonenhaft und verlieren an Eindeutigkeit.

    Als Moderator muss! man eine wenig erklären, was es zu hören gibt und worauf mach achten sollte.


    Dies ist ähnlich zu einer Weinverkostung, wo einem der Verkoster durch das nennen von potentiell vorhandenen Arome (zB schmeckt nach Pflaume, nach Schiefer uswusw ) ja auch hilft, den Geschmackseindruck zu sortieren.

    Meine workshops müssen keine wissenschaftlichen Anforderungen erfüllen, sondern sollen einzig und allein den Anwesenden Spass machen und Erkenntnisse zu den vor Ort gehörten Produkten erbringen.


    Wenn im Anschluss das im Forum geschriebene Wort auch dritten Personen einen Erkenntnisgewinn bringt, um so besser, dies liegt aber nicht im Focus.



    Gruss

    Juergen

    ps
    bei mir wird es nie! DIY Produkte zu hören geben.
    Gerade im Bereich Stromkabel sollte dies verständlich sein.

    HEIMSTATT DER MUSIK

    Veranstalter musikalischer Events,
    Händler für hochwertige audiophile Genussmittel mit analogem Schwerpunkt


    AAA- Mitglied

  • Zusammenfassend kann man sagen, dass bisher einwandfrei durch Blindtests "bewiesen" werden konnte, dass es Klangunterschiede bei Kabeln, Verstärkern und CD Playern nicht gibt. Tonabnehmer und Lautsprecher haben hingegen so grosse Klangunterschiede, dass diese in Blindtests "bewiesen" werden konnten.

    Eben!

    Dass dir diese Tests um es mal gaaanz vorsichtig zu sagen "nicht schmecken" liegt auf der Hand.


    Grüße

    Mike