SHAKTI VORSTELLUNG: DENON DL-S1 MC System & AU-S1 Step Up

  • In den letzten Jahren haben mich immer wieder Klangerlebnisse mit


    Denon DL-S1 Tonabnehmern


    begleitet, die ich in unterschiedlichen Anlagen Konfigurationen hören durfte,

    idealerweise mit dem dazu entwickelten


    Denon AU-S1 Übertrager.



    So war mir klar, dass ich diese Kombination einmal bei mir zum spielen bringen mag!


    Während man den Denon AU-S1 Übertrager öfters mal inseriert sieht, da er auch mit dem bekannten Denon DL-103 sehr gut harmoniert, ist das Denon DL-S1 nur sehr selten zu finden, da es als Denon Referenz System für die 90'er Jahre sehr teuer war und eigentlich nur noch mit den damaligen Koetsu Systemen zu vergleichen war.

    Selbst ein Accuphase AC-3 wurde damals zu 1000,- DM vorgestellt, die klanglich auf ähnlichem Level spielenden Accuphase AC-6 liegen mittlerweile bei 6000,- eur

    So kann man sich vorstellen, dass Denon mit dem DL-S1 zur damaligen UVP von 1900,- DM wahrlich in High End Regionen vorgestoßen war, in denen die Marke eigentlich nicht zuhause war.

    Eine der Tonabnehmer Innovationen der 90'er wäre die Verwendung von Golddraht oder vergoldetem Kupfer als Spulendraht, dies war die Zeit von einem Clearaudio Goldfinger und einem vdh Colibri XGP, die damals mit Gold Spulen einen neuen Standard setzten.

    Da konnte Denon natürlich nicht zurückstehen und brachte einem feinen 6N Kupferdraht noch eine Goldbeschichtung auf. Um die bewegten Massen klein zu halten, wurde nur eine kleine Anzahl an Spulenwicklungen aufgebracht, auch steht man zu starken Magnetfeldern im Generator kritisch gegenüber. So reihte sich das Denon DL-S1 mit 0,15mv Ausgangsspannung (bei 40ohm DC Widerstand) in die Reihe der damals üblichen sehr leisen MC-Systeme ein

    Ebenfalls populär in den 90'er Analog Jahren war Keramik, diese wurde als Tellerauflage, aus Headshell spacer oder sich als Tonarmrohr verwendet, Denon brachte mit dem DL-S1 nun den ersten Tonabnehmer auf den Markt, der einen KeramikRahmen für das Gehäuse nutzte.


    Das Dämpfungssystem wurde von Denon 2stufig aufgebaut,
    was einen Einsatz in einem breiteren Temperatur Spektrum ermöglichen soll.

    Hier ein paar Information aus dem Web:

    Denon DL-S1 Phono Cartridge Specifications

    - Type: Moving coil

    - Output voltage: 0.15mV

    - Frequency response: 20Hz-70kHz

    - Recommended load impedance: Over 100 ohms

    - Channel balance @ 1kHz: < 1db

    - Channel separation @ 1kHz: > 28dB

    - Stylus tip: 0.07 x 0.07 mm square solid diamond

    - Compliance: 14 x 10-6 cm/dyne

    - Recommended tracking force: (1.3g +/- 0.2g)

    - Color: Black/Gold

    - Weight: 7 g




    DENON DL-S1 Features

    1. Newly developed ultra fine wire combining gold and 6N copper. A newly developed ultra fine wire combining pure gold and 6N copper is used in the voltage generating coil. By combining the excellent qualities of gold and copper, the Denon DL-S1 is thus able to deliver uncompromisable and unadorned pure and clean analog sound quality. Pure music - that's what you get with the Denon DL-S1 MC phono cartridge.

    2. Stable, analog reproduction via superb tracing capability. The use of a tapered cantilever, a non-magnetic coil bobbin, and a 0.07 mm micro stylus chip reduced the effective mass of its vibration system, lowered its mechanical impedance, and superbly improved its ability to trace the grooves in the record.

    3. Elimination of unwanted vibrations with carefully selected materials. A ceramic frame and a highly rigid aluminum body to eliminate unwanted vibrations within the cartridge.

    4. Denon's unique 2-way dumping system. The unique Denon two-way dumping system has been employed to suppress the tonal variations due to changes in room temperature and at the same time to obtain level frequency characteristics.



    DENON DL-S1 DL S1 DLS1 PHONO CARTRIDGE

    The Denon DL-S1 moving coil phono cartridge is Denon's top of the line phono cartridge. It is designed and crafted to provide the pinnacle of performance, a bold statement that should not be taken lightly given Denon's track record of producing moving coil phono cartridges that have withstood the test of time and penchant for understating the engineering genius of their designs. The Denon DL-S1 cartridge offers musical accuracy that is exemplary, breathtaking and addictive. It is a standard by which other pinnacle and topflight cartridges will be compared to.


    Great cartridge (providing you can deal with the low output - I use The Head step-up transformer). Very fast with great transparency and fantastic open soundstage . Sweet extended highs, geat mid-range and firm, clean and tuneful bass that goes low. A very coherent cartridge that is accurate without being in any way boring. Vastly superior to the DL 304 I had before and something of a bargain I think.


    Excellent cartridge in the right tonearm. Very low output requires good low noise preamp. Under-rated. Competes with the Lyra's and other top MC's. Best bass and treble of any Denon cartridge, without sacrificing any of the 103R's great midrange. More accurate than euphonic.


    The DL-S1 is quite a different proposition and in many respects, not typical of many of the LOMC's that I've experienced.

    What struck me most was the fuller overall presentation, without that slight top end lift I've typically come to expect.


    In comparison, the DL-S1 keeps a pretty even keel all the way through the frequencies.

    It also has that lovely agility of the better MC's – Incredibly clean & dynamic with no flabby edges.

    A slightly more fulsome lower end presentation too, more akin to a good (Woody) Grado, possibly not quite as "fat" but still firm and strong.


    The DL-S1 is not entirely dissimilar to the Grado Reference Sonata 1, a nicely filled out lower end providing extra body to vocals and instrumentation.

    The RS1 does provide an added dose of lower order "warmth" and I found it a difficult call between these two carts.

    Another strength of the DL-S1 is that it really does dig into the detail

    As an example I can clearly hear plucked double bass strings vibrating and along similar lines, there's also real timbre and feel to piano notes.

    There's no added shrillness to female vocal which I have witnessed to varying degrees on certain recordings with some other LOMC's.

    Vocals across the board come across nice and natural without any hint of sibilance or strain.

    In terms of tonal character it is similar to the Dynavector 20XL, but personally I'd take the DL-S1 over the DV, it just offers that next level of detail and openness.




    Gruss

    Juergen


    mehr gibt es im nächsten Beitrag!



    s-l1600.jpg

    ae3b32090d9a5bef850af9572738905c.jpgDenon_DL-S_1-1.jpg

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  • Schaut man sich den 40ohm DC Widerstand des Denon DL-S1 Generators an, dazu die niedrige Ausgangsspannung von 0,15mv, wird klar, dass dieses System idealerweise mit einem Übertrager verstärkt wird. Denon hat deshalb den passenden AU-S1 Übertrager mit dem Übertragungsverhälnis von 1:13 entwickelt und hat dieses auch als Set mit dem DL-S1 angeboten.

    Dieser, ca 3,5kg schwere Übertrager besteht aus 2 Kapseln, welche in ein massives Alu Gehäuse eingeschoben werden.


    TypeMC Cartridge Booster Transformer
    Boost ratio1:13
    Load resistance47k Ω
    Frequency characteristic10 Hz to 80 kHz
    External dimensionsWidth 150x Height 70x Depth 175 mm
    Weight3.5kg


    Die Qualität der Kapseln / Wicklung kann man an der hohen Bandbreite von 10hz bis 80khz erkennen, entsprechend verwundert es nicht, dass man bei manchem Händler mittlerweile für Restbestände dieses Übertragers Preise von 2000,- bis 2500,- eur aufgerufen werden.
    (ehm UVP war nach meinem Recherchen ca 1700,- DM)


    Vergleicht man den AU-S1 mit heutigen Übertragern,
    so würde er sicherlich in der 3000 bis 4000,- eur Klasse liegen.


    Häufig findet man den Übertrager aber auch sehr billig gebraucht, was dann sicherlich ein guter Kauf ist.

    Im internet findet man einige Nutzerberichte zu dem ÜT, die sich teilweise alles andere als begeistert lesen. Schaut man sich die verwendeten Tonabnehmer an, erklärt sich die mäßige Performance , wurde der ÜT doch häufig mit Koetsu oder SPU Systemen verbunden, und für niederohmige Tonabnehmer ist der Denon AU-S1 einfach nicht gebaut. Aber auch viele hochohmige Systeme spielen nicht ideal,
    da diese für klassische 1:10 Übertrager ausgelegt sind.

    Wenn das System aber so im Bereich 30 bis 40ohm Spulenimpedanz liegt, dann macht der AU-S1 mit seiner Neutralität viel Spass.

    Neutralität ist bei dieser Kombination scheint bei dieser Kombination aus Tonabnehmer und Übertrager auch die dominierende Eigenschaft im Lastenheft gewesen zu sein.

    Im direkten Vergleich ist ein Accuphase AC-5 an einem Phasemation Übertrager geradezu schwelgerisch im Mitteltonbereich.


    Die Denon Kombination hält sich in allen Frequenzbereichen zurück und überzeugt mit einer hohen Auflösung und Durchsichtigkeit im Klangbild, die keine Vorlieben kennt.

    Man kann mit den Komponenten sehr tief in die Details der Musik tauchen, ohne dass diese dominant im Vordergrund stehen. Als Vergleich mag ich die Ortofon Heritage Systeme nennen, die im direkten Vergleich eine Art Detail Porno abliefern, die dem Denon fremd ist.

    Das DL-S1 spielt auf jeden Fall mühelos mit den im Vergleich gehörten Systemen Ortofon Anna, Benz LP-S und Accuphase AC-5 mit, wobei ich nur das LP-S am identischen Übertrager verglichen habe.


    Bei diesem Vergleich empfand ich das S1 höher auflösend und das LP-S etwas Klangfarben stärker, dh bei einem Holzinstrument vermittelte das LP-S mehr Körper, das DL-S1 mehr die Details von Seite und Bogen im Zusammenspiel.


    Freue mich auf jeden Fall schon auf weitere Platten mit den DL-S1, da in der Kombination mit dem AU-S1 eine schon fast Studiomäßige Betrachtung der Aufnahme möglich ist. Ich denke, dass ich das System gleich mal an den Kuzma Safir 9 Tonarm montiere, da dieser ebenfalls sehr präzise Details wiedergeben kann, ohne dabei von der Musik als solche abzulenken.

    Gruss
    Juergen





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    Einmal editiert, zuletzt von shakti ()

  • Hallo Juergen,


    vielen Dank für Deine Eindrücke. Es gibt auch eine Besprechung in HIFI exklusiv 2/3 1994 durch Dirk Sommer. Dort sind Tonabnehmer mit 1900,-- und Übertrager mit 1700,-- DM angegeben.


    "Sie herausragenden Stärken liegen in der exquisiten Raumwiedergabe, in der dynamischen Finesse sowie - vor allem - im Detailreichtum." (Dirk Sommer zum DL-S1)


    Gruß,

    Marc

  • Frage: "Wie doof kann man sein?"


    Den ÜT hatte ich mal für 500 DM bekommen.

    Für noch weniger weiter verkauft.


    Antwort : " Sehr"

    "Wer nicht genießt, ist ungenießbar" (Konstantin Wecker)

    Liebe Grüße

    Petti

  • Test in der Hifi Vison hatte ich fälschlicherweise nicht so gut in Erinnerung

    Hifi Vision denon

    Vielen Dank für die beiden Testberichte,

    hatte bei mir auch in den Altbeständen an Zeitungen gesucht, aber die passenden Augaben nicht im Bestand gehabt.

    Die beiden Berichte bestätigen meine Eindrücke, das DL-S1 mag am liebsten am hauseigenen Übertrager angeschlossen sein.


    In der Stereoplay war dieser wohl nicht im Einsatz, so liest sich der Test, als waere ein zu hoher Abschluss (1kohm?) gewählt worden.


    Für mich war interessant zu lesen, dass die beiden als besser gehörten Systeme deutlich teurer waren. Das Transfiguration mit 6000,- DM sogar sehr teuer. Wenn man den klassischen Faktor 4 ansetzt, läge man heute bei 12.000,- eur.

    Da Tonabnehmer (siehe zB Accuphase) aber noch mehr im Preis gestiegen sind, käme man in Preisregionen heutiger TopAbtaster aus Japan, die um die 16k liegen.


    Kaum vorstellbar, dass sich eine Stereoplay heutzutage mit solcherart Tonabnehmern beschäftigt.


    Gruss

    Juergen

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  • Winterloch??

    Nein, eher Freude an klassischen Produkten!

    Passt perfekt zB an meinen Kenwood L-07D Plattenspieler.


    Gruss

    Juergen

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  • Hatte ja bereits geschrieben, dass es den ÜT auch schon mal billig gebraucht zu kaufen gab und gibt.



    Mit Einführung der CD gab es eine Zeit, in der viele analog Produkte krass billig wurden, wohl dem, der damals klug eingekauft hat, dieser hat nun echte Werte in der Vitrine stehen.


    Gruss

    Juergen

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  • Bitteschön, ich glaube den Hifi Exklusiv Bericht habe ich auch noch im Keller...

    Deiner Preiskalkulation kann ich allerdings überhaupt nicht zustimmen, so kostete damals ein EMT HSD6 (in der Hifi Vision genau eine Seite vor dem Denon getestet) 1700DM, sein Nachfolger HSD006 liegt trotz der Verlagerung der Produktion in die Schweiz bei 1740€. Würde noch weiterhin beim alten Besitzer produziert werden würde das System sicherlich noch deutlich unter 1400€ kosten.

    Anderes Beispiel: Clearaudio Insider damals mit vergoldetem Bleibody völlig abgehobene 10.000DM teuer, für das Goldfinger mußte man auf ein Gold Gehäuse plus albernen Brillanten setzen um dafür inzwischen 14900€ verlangen zu können.

    Van den Hul DDT einst 1200DM inzwischen 1200€

    Van den Hul Grashopper Gold einst 7000€ inzwischen 4390€

    Benz Micro Reference (Test 5/1991) 3300DM zuletzt 2300€

    Goldring Elite (Test 5/1991) 900DM inzwischen wohl 798€

    Wie man sieht machen nicht alle Systemhersteller die Preisentwicklung Richtung Absurdistan mit.

    Es gibt natürlich auch Negativbeispiele z.B.:

    Dynavector Karat (Test 5/1991) 800DM inzwischen 1890€

    Es wurde übrigens schon in der Audio 3/1988 u.a. ein Koetsu Anniversary für 7000DM und das Clearaudio Accurate für 5000DM getestet.

  • Wie man sieht machen nicht alle Systemhersteller die Preisentwicklung Richtung Absurdistan mit.

    Hatte heute Jörg Labza vom Axiss Vertrieb (zB Koetsu) zu Besuch und habe mit ihm auch über das Denon System gesprochen, natürlich auch über die Preisentwicklung bei Tonabnehmern. Jörg brachte die starken Währungsschwankungen und stark unterschiedlichen Inflationsraten mit ins Spiel, welche dann teilweise dann auch noch von der Konvertierung vieler Währungen zum EUR überlagert wurden.

    So kostete das Koetsu Black wohl zum Zeitpunkt des Erscheinens in D 4000,- DM und nach der Einführung des EUR dann zeitweise nur noch 1500,- eur. Dank Corona und des Ukraine Krieges mit den dadurch bedingten Effekten liegt es nun bei 2400,- eur. Was einem bei 4000,- DM Startpreis dann auch wieder eher günstig vorkommen kann.

    Insofern würde ich sagen, dass die nationalen "Systemhersteller eher keine Preisentwicklungen in Richtung Absurdistan machen", sondern die ExWorks Preis in nationaler Währung sich eher kaum geändert haben, bzw einfach nur der nationalen Inflation gefolgt sind. Vielmehr stellt sich die Verbringung in Richtung AbsatzMarkt für den jeweiligen Kunden deutlich kostspieliger dar. Währung und Logistik sind aktuell die Preistreiber.


    Gruss

    Juergen


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  • Die Frage, die ich mir immer stelle, ist, ob japanische Top Abtaster für 16.000 Euro wirklich Top Abtaster sind oder einfach nur gehypte Luxusprodukte, die teuer gemacht werden, um einen gewissen Besonderheitsstatus zu erhalten. Exzellente Tonabnehmer werden seit den 60er Jahren gebaut, das ist keine Raketentechnik.


    Gruß

    Andreas

    AAA Member mit Unmengen an altem Geraffel

  • Die Frage, die ich mir immer stelle, ist, ob japanische Top Abtaster für 16.000 Euro wirklich Top Abtaster sind oder einfach nur gehypte Luxusprodukte, die teuer gemacht werden, um einen gewissen Besonderheitsstatus zu erhalten. Exzellente Tonabnehmer werden seit den 60er Jahren gebaut, das ist keine Raketentechnik.


    Gruß

    Andreas

    Wenn man die zu DM Zeiten gültigen UVP's der 90'er mit einem üblichen Umrechungsfaktor von 4 bis 5 auf die heutige Zeit transferiert,


    dann würden zB :

    Clearaudio Goldfinger: 7.000,- DM => 14.000,- bis 17.000,- eur
    Transfiguration AE-1 : 6.000,- DM => 12.000,- bis 15.000,- eur

    Denon DE-S1 : 1900,- DM => 4000,- bis 5000,- eur


    kosten.


    In dieser Preisklasse gab es Anfang der 90'er viele Tonabnehmer.


    Insofern haben sich Tonabnehmer eigentlich nicht wirklich verteuert,

    nur die Währungen haben sich weiter entwickelt.


    Im EUR Land Deutschland kommt erschwerend ein dramatischer Kaufkraftverlust durch die EUR Einführung und die kaum die Inflation ausgleichende Lohnentwicklung hinzu, was uns leider sehr viele High End Produkte sehr teuer erscheinen lassen.


    Aber dieses Thema hatten wir in diesem Forum ja schon sehr häufig...

    Gruss

    Juergen

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  • Generell stimme ich shakti zu. Aber laut den typischen DM-EUR-Rechnern, die die Inflation berücksichtigen, wären 7.000 DM Anfang der 1990er heute eher 7.000 EUR. Mit dem heute teilweise typischen "Premiumaufpreis" der Industrie wären wir aber vielleicht wirklich beim doppelten Betrag ;).

  • Stimmt schon... wer damals 5000DM verdient hat, verdient heute eben

    nicht unbedingt 10000 bis 12000€.


    Wie shakti schon bemerkte ist da in Deutschland ein Kaufkraftverlust zu beklagen.

    slàinte mhath


    Peer

  • Generell stimme ich shakti zu. Aber laut den typischen DM-EUR-Rechnern, die die Inflation berücksichtigen, wären 7.000 DM Anfang der 1990er heute eher 7.000 EUR. Mit dem heute teilweise typischen "Premiumaufpreis" der Industrie wären wir aber vielleicht wirklich beim doppelten Betrag ;).

    Die meisten EUR/DM Rechner betrachten einen Warenkorb, der für Konsumgüter im technischen Segment leider nicht anzuwenden ist. Insofern der von mir angesetzte erhöhte Umrechnungs Faktor.


    Ein Ford Fiesta kostete zB Anfang der 90'er Jahre ca 10.000,- DM
    Nun kostet dieses Fahrzeug ca 20.000,- EUR

    dh der Faktor 4 findet hier eine beispielhafte Umsetzung.


    Ein Micro Seiki SX 8000 MkII kostete Anfang der 90'er ca 20.000,- DM
    Ein bauähnlicher TechDAS AF3P kostet aktuell ca 40.000,- EUR

    Der Faktor 4 kann auch hier wieder gefunden werden.

    Das Durchschnitts Netto Jahres Gehalt betrug 1990 ca 40.000,- DM

    Das Durchschnitts Netto Jahres Gehalt betrug 2022 ca 25.000,- EUR


    Ich denke, dass diese Zahlen verdeutlichen,
    warum uns in Deutschland aktuell so viele Produkte so furchtbar überteuert vorkommen.


    (In NL lag das Jahres Netto 2022 im übrigen bei ca 40.000,- eur)

    Gruss

    Juergen



    ps

    Sorry für off topic

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  • Ja, aber das liegt auch vor allem daran, dass heute noch mal der Markt eher "da" ist (auf beide Beispiele bezogen). Simple Marktwirtschaft eben.


    Und das mit dem Durchschnitts-Jahresnettogehalt verzerrt natürlich auch ein wenig, weil es 1990 noch weitaus weniger sogenannte "prekäre Jobs" gab wie mittlerweile, die allesamt in die Statistik eingehen. Es wäre aussagekräftiger, die Durchschnitts-Jahresnettogehälter bestimmter (weiterhin ähnlich "gut" laufender) Berufsgruppen von damals und heute miteinander zu vergleichen.


    Bin nun aber auch gerne ruhig, was "off topic" angeht. Und, wie gesagt: Im Grunde stimmte ich ja zu. In den Details nur teilweise.