Brauche Tips für Scheu / Schieferplatten

  • Hallo Ihr Selbstbauer!


    Ich möchte für ein kommendes Zargenprojekt zwei (2cm starke) Schieferplatten ( schwarz,geschliffen) miteinander verbinden . Es soll aber eine dämpfend wirkende Verklebung sein . Welche Materialen habt ihr für gut befunden: Blei, Acrylglas, Kork, Weichholz, Lefa, ..... Es gibt so viele Materialen, die mir geeignet erscheinen den gewissen Eigenklang, den auch Schieferplatten wohl noch haben ,zu "killen". Das Problem ist nur das ich die drei Schichten fest verkleben will( 2 K. - Kleber) und ich nur einen Versuch habe.......
    Auf die Platte kommt übrigens das Scheulager und ein 80er Scheuteller mit Regaarm. Also wären mir fundierte Antworten von" Scheubastlern" für meine Frage sehr willkommen....


    Schöne Grüße, Tobias

  • @ Marcus


    Danke für Deine schnelle Hilfe. Ich möchte aber eigentlich noch eine dämpfungschicht dazwischen haben, oder wolltest Du sagen, das die mit , etwas akefix15 oä. ,entfallen kann, weil das Zeug den Eigenklang schon genug bedämpft..?


    Tobias

  • Moin,



    Schiefer hat eigentlich gar keinen Eigenklang.


    Ich würde evtl.ne Bronzeplatte dazwischen packen.
    Gibt einen schönen Kontrast im Design, erhöht die Masse und wird durch den Schiefer bedämpft.


    Kleben geht auch mit 1K-Pur relativ gut.




    Gruss,
    Christoph

    Gewerblicher Teilnehmer

    AAA Mitglied

  • Quote

    Original von tobelix
    @ Marcus


    Danke für Deine schnelle Hilfe. Ich möchte aber eigentlich noch eine dämpfungschicht dazwischen haben, oder wolltest Du sagen, das die mit , etwas akefix15 oä. ,entfallen kann, weil das Zeug den Eigenklang schon genug bedämpft..?


    Tobias


    ...genau das wollte ich sagen. ;)


    Aber die "Christoph Variante" hat auch was, allerdings in der Umsetzung nicht ganz unproblematisch, und wenn würde ich bei Akemi bleiben, aufgrund der guten ausgleichenden KLebe-Eigenschaften.


    Gruß Marcus

    Es hört doch jeder nur, was er versteht.

  • @ Marcus


    noch ne Frage: wie dick ist die Klebefuge, muß man pressen, welche Farbe hat die Klebefuge ? Gibt es das Zeug in kleineren Mengen auch für Privatleute?
    Ok. , das waren jetzt gleich 4Fragen, sorry .....


    Bronze kommt aus optischen Gründen nicht in Frage.
    Ist auch wohl nich ganz billig ,sonne Platte von 40 /65cm , die 1cm stark wäre, gelle...?


    Optisch nett wäre farbloses Acrylglas als Zwischenschicht.......könnte man von hinten mit einer kleinen blauen LED anstrahlen.......abschaltbar, logo.


    Tobias

  • Hallo Tobias,


    soweit ich mich entsinnen kann, gibt es doppelseitige Acryl-Klebefolie,
    also eine Art dünne selbstklebende Acrylschicht.


    Allerdings hast Du auch mit der nur einen Versuch. 8o:D


    Gruß
    Frank

  • Hallo Tobias,


    also ich bin zwar kein "Scheubastler" aber aus meinen Erfahrungen mit Schiefer würde ich die Platten NICHT verkleben - vielmehr kannst Du diese z.B. mit kleinen Filzpunkten (gibts in Schwarz, Durchmesser ca. 25 mm, eine Seite selbstklebend) oder auch mit Audiplan Antispikes Plättchen punktuell entkoppeln. Der entstehende schmale Spalt sieht gut aus (besonders wenn Du die Kanten anfast). Und, achte bitte darauf, dass Du die Ober- und Unterseiten der Platten plan und (wichtig) mit parallelen Planflächen zueinander bekommst ....

    Beste Grüße
    Hape


  • ...kommt darauf an wieviel Du ausgleichen mußt, wenn die Schieferplatten nicht ganz plan sein sollten, hast Du die Möglichkeit das mit dem Akemi auszugleichen.


    Pressen ist nicht notwendig.


    Die Farbe ist dem Schiefer sehr ähnlich, wenn nicht sogar gleich, ansonsten kann man noch ein paar Farbpigmente einarbeiten.


    Du kriegst das Zeug ( auch Kleinmengen) auch als Privatmensch, mail einfach mal die Firma an, wenn nicht nennen sie Dir eine Bezugsquelle in Deiner Nähe.


    Mit dem Acryl habe ich keine Erfahrung.


    Gruß Marcus

    Es hört doch jeder nur, was er versteht.

  • Zum Thema Kleben fällt mir noch Silikon ein. Gibts in vielen Farben, man könnte die Fuge entsprechend sogar andersfarbig gestalten und es kostet nicht die Welt. Auftragen mit Zahnspachtel sollte bombenfest werden... Habe damit aber keine Erfahrung - müßte man vorher mal an zwei kleinen Probestücken probieren...

    Beste Grüße
    Hape

  • @ tobelix


    a) bevor du groß ans bedämpfen gehst , bedenke erst
    wie du das Lager im Schiefer befestigen willst


    b) kannst du da schon genügend dämpfendes Material einsetzen


    c) ist Schiefer an sich schon ein dämpfendes Material im Gegensatz zu anderen Steinen


    d) ist auch zu bedenken worauf du das LW stellen möchtest


    e) Schiefer alleine ist nicht der Garant das es toll klingt


    f) das ich etliche Materialien ausprobiert habe unter anderem Schiefer als Zarge


    g) kannst du jederzeit mich anrufen, meine Tel.-Nr. sollte noch bekannt sein


    h) ein Naturmaterial nehmen und dann mit Silikon kleben ist schon fast Todsünde





    G / OTTO

  • Hallo OTTO,


    Quote

    h) ein Naturmaterial nehmen und dann mit Silikon kleben ist schon fast Todsünde


    ... na, da kann ich ja froh sein, dass Du das Wörtchen "fast" eingebaut hast... ;)

    Beste Grüße
    Hape

  • Hallo,


    Zitat von Otto:


    a) bevor du groß ans bedämpfen gehst , bedenke erst
    wie du das Lager im Schiefer befestigen willst


    ...und damit experimentiere ich z.B. noch.


    Da das Lager von unten mit einer 8mm Schraube befestigt wird, hat man z. B. auch die Möglichkeit zwischen Schiefer und unterer Schraube verschiedene Materialien zu probieren. Geht von oben natürlich genau so. Ich könnte mir z. B. ein Bronzedrehteil, evtl. auch Messing (D=200mm, h=20mm) zwischen Lager und meiner 35mm Schieferbasis (auch 80`er Teller) vorstellen. Denkbar sind aber auch Kombinationen mit Multiplex, je nach dem in welche Richtung man will. Unter der Schieferbasis klemmt aktuell ein 10mm Multiplex-Brettchen, demnächst evtl. ein Drehteil aus einem sehr harten Kunststoff.


    Machen kann man viel, dein Ansatz hört sich sehr endgültig an, da bleibt weniger Spielraum, um evtl. noch nachzubessern.


    Gruß Frank

  • @ An alle die sich hier für mich den Kopf zerbrechen...


    Danke für Eure Antworten. Bisher sehe ich noch keine klare Linie, leider....
    War vielleicht auch nicht zu erwarten, weil die Möglichkeiten sehr weit gestreut sind.
    Man kann leider nicht alles aufbauen und gegeneinander testen. Meine Idee war folgende: Es soll durch einen dreischichtigen Aufbau( plus zwei Schichten Klebstoff) eine Schwingungsbedämpfung von Trittschall ect. erreicht werden. Ebenso soll gleichzeitig der gewisse Eigenklang der Steinplatten reduziert werden. Und nicht zuletzt, möchte ich einen " Akustischen Sumpf" für Lagergeräusche aller Art in der Mitte der Basis schaffen. Die Tonarmbasis selbst sollte ( eventuell) , wenn nötig von der oberen Platte nochmals entkoppelt / angekoppelt oder bedämpft werden. Ja, da fallen mir halt auch SEHR viele Möglichkeiten ein. Gibt es denn , nach Eurer Erfahrung, Materialien, die bei einer solchen Basis mit Vorsicht verwendet werden sollten... OTTO sprach Silikon an... Das Material lehne ich eh ab. Wenn man alle Teile nur verschrauben würde, könnte man sehr viel testen, aber leider alles wenig reproduzierbar....
    Leider habe ich mich etwas auf Schiefer eingeschossen, wegen der Optik und der immer wieder berichteten ,klanglichen Vorteile, sorry..

    Tobias

  • @ Frank


    Ja, mein Ansatz ist auch der, das das Lager fest , aber bedämpft an die Basis geschraubt wird .Weder das Lager selbst , noch der Schraubenkopf sollen direkten Konakt zum Schiefer haben. Also: Große Bohrung ( 12 mm) . Oben: Unterlage unter Lagerwanne ( da läßt sich schnell verschiedenes drunter legen)
    Unten : Große Unterlegscheibe , die eine Zwischenlage erhält. Hier , wie oben , kann man Holz , Blei , Teflon oder Acryl antesten. Vielleicht ist das gar nicht so wichtig. Aber stramm anziehen lassen sollte es sich schon, die sonst eventuell entstehenden Probleme ( Kippeln) haben wir schon im Forum besprochen. Das sind aber die Feinheiten, die man hinterher immer nochmal probieren kann, wenn die Basis an sich fertig ist......



    Tobias

  • Hallo Tobias,


    warum versuchst du es nicht erst mal mit Schiefer-Pur, Trittschall würde vorraussetzen, daß du einen stark schwingenden Boden hast, ich habe bis jetzt nie Probleme damit gehabt.
    Mein Dreher steht zur Zeit sogar noch auf einem Rack, aber wenn ich alle Geräte darin nehme, inkl. Dreher und Rack, sind das mind. 70 kg. Die schwingen auf 4 Spikes auch nicht so schnell.
    Ich würde allerdings mehr als 20mm nehmen, C. Held hat glaube 60 oder 80, ich bin mit meinen 35 mm eher schlank.
    Die besondere Eigenschaft von Schiefer ist ja gerade, daß er sehr wenig Eigenklang hat, also hör dir das doch erst mal an und schau dann, wo du gern etwas mehr oder weniger hättest.
    Ich glaube, das Forum kann dir dann auch präzisere Tips geben, bezgl. der Materialwahl.


    Gruss Frank

  • @ Tobelix


    Silikon lehne ich ebenso ab


    Worin bestehen für dich die klangliche Vorteile von Schiefer bzw. wie äußert er sich - Die Variante Schiefer auf Multiplex , na ja .


    Schiefer kann sich sehr positiv ,bei der Integration des Basses an die Mitten auswirken (neutraler ) während Multiplex eher zur Fülle neigt .


    Wichtig ist schon welche Materalien du nimmst ...
    Teflon sehr nüchtern - Multiplex siehe oben - Acryl mit Schiefer (siehe Teflon)


    Kunststoff- kannst du ohne großen Aufwand testen.
    Schraube dein TA mit Kunststoffschrauben am Headshell fest


    Ich hatte denn Eindruck ,am Stammtisch ,das deine Meinung eh schon gefestigt ist .


    Hoffe und wünsche dir das du deine Vorstellung
    umgesetzt bekommst.


    G / OTTO

  • @ Frank
    Erstens finde ich massive rechteckige Basen aus X- cm Material unglaublich langweilig( optisch)
    Ich bin zum Selbstbau gekommen vor allem wegen der kreativen Möglichkeiten, die sich hier bieten.


    Ich halte einen kontrollierten Sandwichaufbau aus rein theoretischer Sicht für vorteihafter , als einen massiven Klotz aus irgendeinem Material.


    Das alles ist nicht von mir bewiesen , ist reine Vermutung!! Prägend für mich waren einige " Testergebnisse" in der Presse. Der Test des Brinkmann Balance in Image -Hifi und der Test des Apolyt......der im Moment endlich die Wellen wirft , den dieses " Dickschiff" in meinen Augen verdient.


    Mein Fazit aus diesen wegweisenden Tests: Versuche einen Plattenspieler aus möglichst wenigen Teilen zu bauen,; an dem sich nichts verstellt ;der an möglichst allen Orten gut klingt , der vielseitig bestückbar ist und der LANGZEITSTABIL ist.


    Letzteres ist für mich superwichtig.Es gibt für mich nur einen echten Schwachpunkt der Plattenspieler: das man nie GANZ genau weiß, ob er jetzt auf den Punkt richtig eingestellt ist. .... Geht es Euch auch so ?
    Tobias

  • @ tobelix


    Brinkmann Balance in HiFi - Image wann??



    oder meinst du den LaGrange



    G / OTTO

  • @ tobelix


    sowenig Bauteile wie du denkst , beim Balance , ist es nicht....
    weil einige schlichtweg nicht sichtbar sind.



    P.S. kann mir den Balance nach Lust und Liebe anschauen, muß nur meinen Freund anrufen



    G / OTTO