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  1. Analogue Audio Association
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Der Kompaktlautsprecher-Thread!

  • Rocsam
  • 7. Mai 2023 um 10:01
  • Rocsam
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    • 7. Mai 2023 um 10:01
    • #1

    Hallo zusammen, ich finde, es wird Zeit für einen Faden über Kompaktlautsprecher. Zunächst der Versuch einer Definition: Kompaktlautsprecher wären alle, die herstellerseitig nicht für einen Betrieb direkt auf dem Boden, sondern mittels geeigneter Ständer (egal welcher Höhe- ausgenommen Entkoppler wie Spikes oder Füße natürlich) konstruiert wurden. Egal ob aktiv oder passiv. Dazu meine Geschichte: "Deutschland ist Standboxenland"- so der Ausspruch eines Händlers. So erging es mir auch: über viele, viele Jahre habe ich ausschließlich mit Standboxen Musik gehört. Auch durch diverse Umzüge in kleinere Zimmer wurde dieses Credo nie infrage gestellt. Standboxen sind leichter zu positionieren, kein umständliches Gefummel mit Ständern, Kompaktlautsprecher benötigen doch mit Ständern die gleiche Stellfläche. "Kleine Boxen machen kleinen Sound"- Zitat vom unvergesslichen Jürgen Egger. Doch dann kam meine Bekehrung vom "Saulus zum Paulus": nachdem ich vor Jahren in einem etwas über 14qm "großen" Hörraum noch am liebsten über meine damaligen Ecouton LQL 160 gehört habe, stand bei einem weiteren Umzug, diesmal von einem größeren 35qm-Raum in ein ähnlich großes 14qm Zimmer wie damals, die Boxenwahl erneut an. Eine 75cm-kleinwüchsige Spendor A2 und eine JMR Lunna (85cm) waren vorhanden, klangen aber in ihrem neuen Domizil einfach nicht. Der Hörraum wurde mit Fibrotech und Basotec weiter optimiert, Regale, Sitzplätze und alles andere mögliche und unmögliche verschoben, es wurde nur minimal besser. Sollte mein neuer Hörraum vielleicht akustisch so schlecht klingen, dass er Unterschiede zwischen den Lautsprechern gar nicht reproduzieren konnte? Ich las dann im Netz ein Interview mit Franco Serblin, dem Gründer von Sonus Faber: "When you want more bass, you miss it; when you have it, it disturbs you." Er outete sich dort als regelrechter Liebhaber von kompakten Lautsprechern:

    Sonus Faber Minima FM2 loudspeaker Franco Serblin Interview
    Sidebar 1: Franco Serblin: speaker builder or Zen master? I interviewed Franco Serblin, founder and president of Sonus Faber, one rainy morning at the June…
    www.stereophile.com

    Dann ein Statement eines bekannten Hifi-Journalisten, dass "90% aller Musikliebhaber mit kompakten Lautsprechern besser bedient wären". Das forderte eine Überprüfung heraus: an einem regnerischen Dezembertag fuhr ich zu einem HiFi-Händler und bat ihn, den Rest meines ungenutzten Umzugsbudgets mit kompakten Lautsprechern zu verbraten- notfalls würde ich dann auf irgendeinem Kleinanzeigenportal das meiste auch wieder loswerden: dabei achteten wir auf möglichst unterschiedliche Konzepte. Unter anderem erwarb ich eine Paradigm Atom SE, eine Wharfedale Diamond 12.1 und eine WD Evo 4.1. Passende Ständer von Atacama hatte ich noch in meinem Fundus. Die Weihnachtsfeiertage verbrachte ich hörend und staunend! Es gab Unterscheide zwischen den Lautsprechern zu hören, der Raum war also durchaus in der Lage, Klangdifferenzen zu reproduzieren. Und, es zog eine gewisse "Leichtigkeit" in meinen Hörraum ein, "airyness" würde der Engländer wohl sagen. Zuwenig Bass? Mitnichten! Fehlende Lautstärke? Auch nicht, im Gegenteil: ich höre mit ca. 65dB-Pegel tagsüber und nur 50-55dB spätabends. Standlautsprecher kommen dabei "nicht aus dem Quark", die kleinen Kompakten liefern dagegen schon ein recht vollständiges Klangbild. Zur Not helfen die Nubertsche Klangwaage und Loudness ein wenig nach. Nun würden mich eure Erfahrungen, Geschichten, Hörtests, Klangtipps usw. usf. mit kompakten Lautsprechern interessieren. Nur zu!

    Einmal editiert, zuletzt von Rocsam (7. Mai 2023 um 10:17)

  • Online
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    • 7. Mai 2023 um 10:05
    • #2

    Jau, von unnötigen Ballast befreien tut dem Musikgenuss gut. Wer hat den schon ein Kirchenschiff als Hörraum zur Verfügung.

  • Rocsam
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    • 7. Mai 2023 um 10:10
    • #3

    Wobei zwischen, sagen wir "14qm" und "Kirchenschiff" doch ein großer Grenzbereich liegt, den es auszuloten gilt. Wäre interessant, ob schon mal jemand herausgefunden hat, unter welchen exakten Bedingungen Kompakte- und unter welchen Standlautsprecher die bessere Wahl wären...

  • spika
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    • 7. Mai 2023 um 20:12
    • #4

    Bis auf eine StSt Probus, kurzzeitig eine Klipsch Heresy und eine Triangle Graphite waren es und sind es noch immer sog. Kompakt-LS bei mir. Ich will hier keine allgmeingülte Aussage treffen, es hat sich in meinen Räumen immer besser gemacht.

    An Kompakten war alles dabei: von einer Dynaudio Crafft, Neumann KH310, diversen Harbeth, Zu Audio Tone, Le Petite u. anderen Fostexen sowie vielen anderen bin ich bei meinen derzeiten LS wieder nur bei "kompakten" (Rehdeko, Epos ES14 u. Harbeth P3ESR). Ja, das mit der "airyness", wie du es beschreibst u. zitierst, kann ich u.a. bestätigen. Aber jeder hört anders, jeder Raum ist anders.

  • zimbo
    Funk Soul Brother
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    • 7. Mai 2023 um 20:26
    • #5
    Zitat von Rocsam

    es wird Zeit für einen Faden über Kompaktlautsprecher.

    zum Zeitvertreib.....

    Beitrag

    Faszination U40 Monitore!

    Hallo liebe Hifi Freunde,

    manche kennen mich aus dem anderen deusch sprachigen Hifi Forum, das ich aber kuerzlich verliess. Ich hatte dort vor Jahren einen aehnlichen thread ins Leben gerufen, *die besten Minimonitore?*. Mich interessieren Kompaktlautsprecher bis max. 40cm Kantenlaenge, oder noch besser diejenigen, die um 30cm liegen (Minimonitore).

    Da ich ueber die Jahre doch einige davon mein Eigen nennen durfte und noch mehr davon hoeren konnte und die Faszination immer noch anhaelt, wuerde…
    Nachtigall
    5. März 2016 um 01:51

    The music was new, black polished chrome. And came over the summer like liquid night.

  • Katana
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    • 7. Mai 2023 um 20:51
    • #6
    Zitat von Rocsam

    Wobei zwischen, sagen wir "14qm" und "Kirchenschiff" doch ein großer Grenzbereich liegt, den es auszuloten gilt. Wäre interessant, ob schon mal jemand herausgefunden hat, unter welchen exakten Bedingungen Kompakte- und unter welchen Standlautsprecher die bessere Wahl wären...

    Hi Rocsam , die Frage lässt sich nach meiner Ansicht nicht so leicht beantworten .

    Generell würde ich sagen hast du bis 20qm Raumgröße die freie Auswahl .

    Wichtiger sind denke ich noch die Hörgewohnheiten , wenn tiefer Bass bei höheren Pegeln gewünscht ist , wird die Luft für kompakte relativ dünn , wobei es auch da durchaus Ausnahmen gibt , die nicht einmal sehr teuer sind .

    Eine Nubert B40 zum Beispiel , hat einen +3dB Punkt bei 41Hz und kann durchaus laut , dass sind Werte , die zahlreiche Standlautsprecher auch nicht besser hinbekommen und das für einen Preis von 556€ pro Paar .

    Will man im Bass weiter runter , tut es auch durchaus ein Subwoofer auch wenn diese im Stereo Bereich gerne schief angekuckt werden und ins Heimkino abgeschoben werden . Dabei hat es Teufel in besten Jahren Anfang der 90er mal geschafft bei der Zeitschrift Hifi Vision mit einem Sub/Sat System zur Referenz zu werden .

    Gerade in kleinen Räumen ist aber die Nutzung eines Sub/Sat Systems nach meinen Erfahrungen vollkommen problemlos . Klassische Aufstellung Sub mit den Sats auf einer Linie genau mittig zwischen ihnen und Übergangsfrequenzen nicht über 80 Hz , dann fällt ein sauber spielender Bassist nicht auf und man kann trotzdem die konstruktiven Vorteile bezüglich Abstrahlverhalten und der genannten Leichtigkeit von Kompakten genießen .

    Gerade bei knappen Budgets bringen Kompaktlautsprecher häufig allein deswegen mehr Spaß , weil die Hersteller im Vergleich zu preislich identischen Standlautsprechern mehr Budget in die Chassis investieren können . So im geschätzten Preisbereich bis 500€ Stück steht da oft Qualität gegen Quantität , was gerade für nicht so laut Hörer bedeutet , dass sie mit Kompakten einen erheblichen Mehrwert gegenüber einem knapp kalkulierten Standlautsprecher erhalten .

    Ein weiterer Punkt ist , dass man kompakte Lautsprecher preislich immer noch sehr erträglich auch als Aktiv Lautsprecher bekommen kann und dann wirds interessant .

    Eine nette gebrauchte Vintage oder Youngtimer Vorstufe für schmales Geld kombiniert mit aktiven Kompaktlautsprechern ohne die Verlegenheit sich irgendeinen Kopp um zu den Lautsprechern passenden Verstärker machen zu müssen , kann ganz hervorragende Ergebnisse erzielen .

    Gruß Klaus

  • music is my escape
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    • 7. Mai 2023 um 21:20
    • #7

    Hallo,

    Ich höre seit jeher mit 'Kompakten'; ungeachtet der jeweiligen Raumgröße. Zur Unterstützung bzw. Entlastung oder gar Kompensierung untenrum gern auch mit einem oder besser zwei Subwoofern; die Möglichkeit der unterschiedlichen Positionierung und Einstellung schafft gegenüber der Statik von Vollbereichsstandlautsprechern gerade in kleineren Räumen zumindest einen theoretischen Vorteil.

    Dem obigen Zitat von Serblin möchte ich zustimmen - das Problem ist schlicht: (Tief-) Bass und damit einhergehend Raum (-tiefe) macht süchtig.

    Kommt man mit kleinen kompakten LSP klar, liegt hier für mich ganz klar ein Weg zur audiophilen Glückseligkeit. Ohne Vorlieben für EDM und anderes synthetische Tiefbassgebrummel etc... ganz klar erreichbar; hat man diese allerdings, wirds schwieriger.

    VG,

    Thomas

  • Rocsam
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    • 9. Mai 2023 um 17:55
    • #8

    Gab es nichtmal eine Empfehlung, zumindest bei Zweiwege-LS die ca. Durchmesser des TMT als Richtgröße für den Raum zu nehmen? Also ein 130mm Durchmesser für ca 13qm Raumgröße usw?

  • Katana
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    • 9. Mai 2023 um 18:43
    • #9
    Zitat von Rocsam

    Gab es nichtmal eine Empfehlung, zumindest bei Zweiwege-LS die ca. Durchmesser des TMT als Richtgröße für den Raum zu nehmen? Also ein 130mm Durchmesser für ca 13qm Raumgröße usw?

    Jo hab ich auch schon mal wo gelesen , ist aber wohl mehr ein ungefährer Richtwert .

    Kommt ja letztendlich auch auf die Hörposition an , sitze ich im direkten Nahfeld grob bis 2 m Hörentfernung , kann mir das egal sein , wie groß der Raum insgesamt ist .

    Interessant ist ja nur das Hördreieck .

    Ich persönlich halte nichts von Tiefmitteltönern unter 13cm , auch wenn ich ein ausgesprochener Fan von Herrn Serblin bin (Ohne ihn ist Sonus Faber langweilig geworden) , halte ich auch bei der Minima die Wahl des W11 von Seas für falsch , weil eine Nummer zu klein . Der W14 klingt genau so gut und hat eben unten rum ein paar mehr Reserven .

    Grinsen muss ich nur immer über die Chassis , die kleinen Seas Kombinationen findet man komischer Weise in Klassikern wie der Arcus AS2 für damalige Paarpreise um 500DM bis hin zu Lautsprechern mit High End Anspruch wie einer Audioplan Kontrapunkt oder eben Sonus Faber . Der Bausatz von Seas kostete damals wie schon erwähnt 110 DM pro Stück .

    Franco Serblin ist übrigens auch immer noch höchst aktiv , auch mit kleinen Lautsprechern .

    Hier mal der Link zu seiner Homepage

    Gruß Klaus

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    McRiem
    Ich höre was, was Du nicht misst.
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    • 9. Mai 2023 um 19:24
    • #10

    Hallo,

    habe früher als Student lange eine Linn Kan mk1 betrieben und später eine Linaeum LFX Corean, die ich immer noch besitze.

    Linaeum LFX Corian
    Einer der besten Minilautsprecher. Mit Coriangehäuse und dem legendären Linaeum Bändchenhochtöner. Abnehmbare Frontbespannungen. Bi-Wiring…
    www.springair.de

    Beim ETF in Stella Plage waren die Teile auch schon mal mit, hier passiv getrennt zu einem Subwoofer, günstiger Mivoc 8" in gut 20L geschlossen. Trennung bei etwa 160Hz.

    European Triode Festival 2009/hb/DSC_0312

    In der WG hatte einer die Monitor Audio Monitor 1 - tolle kleine Kiste!

    Gruss,

    Dieter

    "Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen... ", Colonel Kilgore alias Robert Duvall, aus "Apocalypse Now", Francis Ford Coppola, USA 1979.

    Da LiTe is out 4ever - please stand by! ;)F.A.T. BESTELLTHREAD

    Einmal editiert, zuletzt von McRiem (9. Mai 2023 um 19:39)

  • Rocsam
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    • 10. Mai 2023 um 11:57
    • #11

    Ich würde gerne hier mal im Verlauf des Threads direkte Klangvergleiche von Kompaktlautsprechern posten. Davor allerdings möchte ich die technischen Vorraussetzungen und die Testdurchführung bei mir beschreiben, damit Ergebnisse auch in anderen Abhörumgebungen einigermaßen nachvollziehbar sind:

    Neben dem eigentlichen Hören der verschiedenen Lautsprecher in Stereo auf geeigneten Ständern vergleiche ich die LS gerne auf folgende Weise:

    Das Stereosignal kommt von einem Bluesound Node Streamer, der eine spezielle Tracklist via Quoboz abspielt. Dieses Stereosignal wird über einen Doducus-Umschalter auf zwei identische Vollverstärker mit Mono-Taste verteilt. Dieses Signal versorgt jeweils einen Lautsprecher. Per Pegelmesser werden beide Signalpfade auf 65dB-Pegel mittel Rosa Rauschen am Hörplatz eingepegelt. Ich nutz Verstärker mit großem Volume-Regler, um die Genauigkeit beim Einpegeln um 0,1dB zu halten. Wenn dann die Tracklist abgespielt wird, schalte ich am Hörplatz den Doducus zwischen den beiden zu vergleichenden Lautsprechern um. Mit dieser Methode fallen eventuell vorhandene Klangunterschiede recht deutlich auf. Mit Unterstützung teste ich dann auch mal verblindet. Wichtig ist mir noch, dass die Hochtöner der zu vergleichenden LS so weit wie möglich auf gleiche Höhe gebracht werden (was manchmal etwas abenteuerliche Unterbauten erfordert).

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  • Online
    Handschaltung
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    • 10. Mai 2023 um 15:27
    • #12

    Hört sich interessant an.


    Welche Vergleiche hast du denn schon durchgeführt und kannst davon berichten?

    Und welcher Lautsprecher ist deine Referenz?

    while (no success) { try again; if(dead) break; }

  • Rocsam
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    • 10. Mai 2023 um 16:38
    • #13

    Wharfedale:

    Diamond 12.1

    Diamond 9.1

    Evo 4.1

    Spendor:

    A2

    SP2/3R2

    45/1

    Graham Audio: Chartwell LS3/5

    Jamo Concert C93/II

    Paradigm Monitor Atom SE

    KEF Q100

    Eine wirkliche „Referenz“ habe ich noch nicht.

  • Rocsam
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    • 16. Mai 2023 um 16:31
    • #14

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Heute zum Auftakt der Serie ein kleiner Vergleich zwischen über dreißig Jahre alten Konzepten: Paradigm Atom SE aus 2021 trifft Arcus AS 3 aus 1990.

    Die Arcus setzt dabei auf zwei Seas-Chassis, die damals recht hochwertig waren und zB auch in den damaligen Topmodellen von IQ eingesetzt wurden.

    Natürlich wurden die Arcus auf ausgetrocknetes Ferrofluid in den HT überprüft, mit negativem Ergebnis, erstaunlich für solch eine alte Box. Zunächst habe ich beide Lautsprecherpaare mit meinen Test-Tracks im normalen Stereo-Setup gehört, erst danach in der zweiten Runde habe ich die beiden LS jeweils direkt, wie im Thread-Post #11 beschrieben, miteinander verglichen. Dabei war gerade der letztgenannte Vergleich enorm wichtig, denn hintereinander im Stereo-Setup waren die Unterscheide im Klangbild deutlich weniger „greifbar“. Ok, ich hatte ich auch nicht erwartet, dass Phil Collins bei der dreißig Jahre alten Arcus plötzlich nach Rod Stewart klingt; aber die Performance der Konstruktion aus Ende der achtziger Jahre war schon sehr gut, ja deutlich besser als erwartet. In der Ausgabe April 1990 bekam die Arcus-Box besonderes Lob von der Zeitschrift „Stereoplay“ und wurde mit (inzwischen umgerechneten) 11 Klangpunkten bewertet. Die Paradigm dagegen bekam jüngst 48 Klangpunkte. Sollte also um Längen besser klingen. Tut sie aber nicht! Diese erste Paarung beweist schon, dass die qualitativen Klangeinstufungen von damals absolut nicht mehr mit den aktuellen vergleichbar sind, obwohl stereoplay dies immer behauptet. Es gab Titel, die mal auf der Paradigm und mal auf der Arcus besser klangen. Im Hochtonbereich nehmen sich beide nichts, bei High-Res-Aufnahmen war die Auflösung von Crash-Becken bei der Paradigm besser, Katie Meula‘s S-Laute in Nine Million Bicycles waren etwas weniger spitz und zischelig. Der Bass war bei der Arcus dagegen substanzieller, dies dürfte am etwas größeren Gehäusevolumen liegen. Titel wie „Beyond“ auf dem Jazz-Album: „From Darkness“ vom Avishai Cohen Trio klangen dadurch wärmer und fülliger, für mich angenehmer als über die Paradigm. Die verschiedenen Geräusche (Regen, Kinderstimmen) am Anfang des Titels: „First Regret“ in Steven Wilsons „Hand cannot erase“-Album waren über die Paradigm isolierter zu hören, schienen über die Arcus dagegen besser in den Kontext eingebunden. Gerade hier hätte ich mehr Fortschritte erwartet. Also zum Abschluss noch eine „Verzweiflungstat“: beide Pärchen ins Auto und zu einem Musikfreund mit völlig anderer Abhörsituation: 34qm anstatt meinen 14qm und 3m Hörabstand anstelle 150cm: jetzt wurden die Unterschiede deutlich größer: die aktuelle Paradigm-Konstruktion: „..wirft den Schall auf größeren Distanzen und bei höheren Lautstärken präziser bis zum Ohr des Hörers“- so würde ich das Ergebnis mal aus einem Zitat meines Kumpels zusammenfassen. Wer aber die Kompakten „artgerecht“ hält, der wird diese Unterschiede kaum nachvollziehen können. Der Fortschritt im Lautsprecherbau scheint sich im wesentlichen auf die höhere Leistungsfähigkeit bei höheren Lautstärken und größeren Hördistanzen zu beschränken. Wirklich? Ich freue mich auf eure Meinungen & Erfahrungen!

  • A.K.
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    • 19. Mai 2023 um 13:44
    • #15

    Durch Zufall bin ich auf den, auch schon mittlerweile wieder 5 Jahre alten Mini-Monitor "TuneTot" von Wilson Audio gestoßen:

    https://www.wilsonaudio.com/media/347/manual-tunetot.pdf

    Typische High-End Magazine testen ihn hervorragend

    Test Wilson Audio TuneTot – der ultimative High-End Monitor - LowBeats
    Der US-amerikanische Nobel-Hersteller Wilson Audio ist weltweit berühmt für seine kompromisslos auf
    www.lowbeats.de
    Wilson Audio TuneTot loudspeaker
    With the minuscule TuneTot, Wilson Audio returns to the speaker format that established the brand's appeal beyond the massive WAMM: the small true monitor…
    www.hifinews.com

    hier wird er aber kritischer betrachtet:

    Wilson Audio TuneTot Review (high-end bookshelf speaker)
    This is a review and detailed measurements of the Wilson Audio TuneTot stand-mount/bookshelf speaker. It is on kind loan from a member and costs around US…
    www.audiosciencereview.com

    wer kennt ihn bzw. konnte schon mal Höreindrücke gewinnen ?

    Besten Dank für Hinweise

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

  • Tendaberry
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    • 19. Mai 2023 um 14:14
    • #16

    Den Audio Science Artikel würde ich einfach ignorieren und mir selber den Lautsprecher anhören...

    Linn LP12 (Karousel)/Keel/Klimax Radikal 2/Urika/Ekos 2/Kandid/Linn Akurate DSM Katalyst/Cisco WS-C2960-8-TC-L/Linn Akurate Tuner/1 x Majik 6100 & 1 x Majik 4100/Linn Akubarik (aktiv), Grado PS500e

  • Rocsam
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    • 19. Mai 2023 um 14:50
    • #17

    Ja, ich kenne die Audio Science und einiges dort kommt mir doch recht fragwürdig vor. Soweit ich das nachvollziehen konnte, testet Amir auch kleine Lautsprecher bei großen Hörabständen und mit hohen Abhörlautstärken. Das halte ich für nicht zielführend. Die Diamond 12.1 von Wharfedale wurde von ihm deutlich besser bewertet als die Evo 4.1. Ich habe beide hier und bei mir ist es genau umgekehrt. Die hörbaren Resonanzen am Reflexport, die Amir der Evo 4.1 vorwirft, sind bei mir auch nicht nachvollziehbar.

  • FrankG
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    • 19. Mai 2023 um 15:22
    • #18

    Vorsicht, hier gibt es einige, die nix auf die Messungen von Freund Amir kommen lassen.

    Bei Lautsprechern hört er auch hin? Sonst verlässt er sich eher auf seine Messgeräte.

    Messen finde ich ja toll. Leider ist es halt öfters mal so, dass es zu Gehörtem, keine korrelierende Messung gibt. Ich wünschte mir, es wäre anders.

    Entspanntes Hören, Frank

    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Tendaberry
    LP12-Schüler
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    • 19. Mai 2023 um 15:56
    • #19

    Ich finde das irgendwie interessant, dass Amir die Wilsons nur mit einem $ 2.000,- und mit einem $ 23.000,- Lautsprecher (beide von Revel übrigens) vergleicht, aber nicht mit anderen Regallautsprechern in der gleichen Preisklasse. Immerhin hat er die gehört und letztendlich empfiehlt er sie ja auch: "I am going to recommend the Wilson TuneTot with equalization (cost not considered)."

    Linn LP12 (Karousel)/Keel/Klimax Radikal 2/Urika/Ekos 2/Kandid/Linn Akurate DSM Katalyst/Cisco WS-C2960-8-TC-L/Linn Akurate Tuner/1 x Majik 6100 & 1 x Majik 4100/Linn Akubarik (aktiv), Grado PS500e

  • Rocsam
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    • 19. Mai 2023 um 18:57
    • #20

    Die wirtschaftliche Krux bei allen solchen (gesponsorten) Vergleichen ist ja gerade, dass die Klangqualität unabhängig von der Preisklasse der Lautsprecher beurteilt werden müsste. Würde man dass aber so handhaben, dann würde die Industrie dagegen sturmlaufen. An für sich aber ist das ja absurd: jede Tchibo-Quarzuhr geht genauer als eine hundertmal so teure Schweizer -Edelanaloguhr- trotzdem werden diese gekauft. Obwohl sie - im Vergleich- ungenau gehen. Umgesetzt auf Lautsprecher bedeutet dies, dass die Qualität der verwendeten Materialien, das Design und das Ursprungsland mehr zählen sollten, als die reine Klangqualität.

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