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Wer hat mit der 805 schon Verstärker gebaut und Erfahrungen gesammelt?

  • Toni31
  • 16. Juni 2023 um 19:25
  • mk_
    Unwissender
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    • 11. September 2025 um 22:10
    • #41

    Um diesen Thread noch mehr zu vergiften...

    Man erkläre mit den Sinn, einen "High-Performance 68W Audio Power Amplifier" -IC DaBla

    zur Ansteuerung einer recht ungeeigneten Sendetriode zu verwenden.

    Da wird mit viel Aufwand eine röhrentaugliche Anodenspannung erzeugt, ein teurer Ausgangsübertrager verwurstet, wersucht eine äußerst hochohmige Röhre ohne Gegenkoppelung zu betreiben, um die erzielbare Leistung des Treibers damit zu halbieren...

  • schnupperabo
    ... hat fertig
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    • 11. September 2025 um 22:14
    • #42

    Mit dem Kopf durch die Wand. ^^

    Mit freundlichen Grüßen, Jo

  • Toni31
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    • 12. September 2025 um 08:36
    • #43
    Zitat von mk_

    Man erkläre mir den Sinn ...

    Besorg dir mal folgende Berichte:

    * Nonlinear Distortion Reduction by Complementary Distortion

    von J. Ross MacDonald

    * Reducing Amplifier Distortion

    von G. W. Holbrook

    Vielleicht verstehst du es dann, aber wahrscheinlich nicht. :D

    LG Toni

    Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null.

    Und das nennen sie dann ihren Standpunkt.

  • Duppelbaer
    Fortgeschrittener
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    • 12. September 2025 um 21:17
    • #44

    Die Krux ist einfach wenn sich eine 805 vernünftig billig antreiben lassen würde hätte es schon lange wer umgesetzt, da das nicht der Fall ist wird es sich wohl nicht vernünftig in billig realisieren lassen.

  • mk_
    Unwissender
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    • 12. September 2025 um 22:24
    • #45
    Zitat von Toni31

    Vielleicht verstehst du es dann, aber wahrscheinlich nicht. :D

    Du musst nicht alle Anderen für dumm halten... Und mich schon gleich gar nicht.

    Die Geschichten mit der Klirrminimierung durch Vorwärtskompensation sind mir durchaus bekannt.

    Was Du zu tun gedenkst, hast Du ja in #19 hinlänglich umrissen.

    Nur scheint Dir der Zusammenhang zwischen Ausgangswiderstand des Verstärkers und den Problemen beim Treiben einer komplexen Last, wie Lautsprecher nun mal sind, nicht wirklich geläufig zu sein. Bei einem Ri des Verstärkers von ~8Ohm (die man ohne Gegenkoppelung mit einem 10K-Übertrager an einer 805 erreicht) kann man selbst gutmütige Lautsprecher nicht zu einem vernünftigen Klang bewegen. Nicht mal solch nette Teile wie Klipsch Cornwall. Die klingen bei einem Dämpfungsfaktor von 1 eher wie ein Küchenradio mit aufgedrehtem Bass. Eine Gegenkoppelung dient nämlich nicht nur zur Reduzierung von Klirr, sondern oftmals auch zur Reduzierung des Ausgangswiderstandes des Verstärkers. Die gegebenen Beispiele realisierter Verstärker zum Thema zeigen dies.

    Klirrkompensation:

    Kompensieren kann man bekanntlich nur K2, wobei man sich u.U. wesentlich mehr K3 einfängt. Trioden in A2-Betrieb neigen aber schon dazu, mehr K3 zu erzeugen, als im gitterstromlosen Betrieb... was willst da kompensieren? Zudem muss die Treiberei dazu erst mal Klirr erzeugen, was bei der mickereigen Aussteuerung zum Treiben Deines Sandkastens gar nicht der Fall ist... Also auch wieder daneben.

    Die Sinnfrage noch mal gestellt:

    Wozu bemüht man einen Audio-IC als Treiber für eine zweifelhafte Röhrengeschichte, der "out of the Box" ohne Röhrengedöns drumrum einen leistungsfähigeren Verrstärker darstellen könnte?

    Ich habe übrigens schon vor mehr als 10 Jahren einen 833er Verstärker gebaut, der in A2 satte 60W macht und nur mit Röhren läuft... nicht mal ein Zwischenübertrager ist vorhanden.

  • Juergen_B
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    • 13. September 2025 um 06:24
    • #46
    Zitat von Duppelbaer

    Die Krux ist einfach wenn sich eine 805 vernünftig billig antreiben lassen würde hätte es schon lange wer umgesetzt, da das nicht der Fall ist wird es sich wohl nicht vernünftig in billig realisieren lassen.

    Es gibt ja z.Bsp. von Cayin den noch recht neuen Jazz-100, der für knapp 4000,- gehandelt wird: https://cayin.com/produkt/cayin-jazz-100-trioden-verstaerker

    Da wird die 805 mit einer 6L6 getrieben, was scheinbar ganz gut funktioniert. Habe ihn bisher 2 mal gehört und das fand ich ganz gut.

    Im Selbstbau würde ich sagen, das das Einfügen einer 6L6-Stufe evtl. so 150,- bis 200,- Euro kostet (Trafo, Elkos, Röhren).

    VG Jürgen

  • Online
    Saibot59
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    • 13. September 2025 um 10:12
    • #47

    Von LM gibt‘s auch einen sehr gut klingenden 805‘er Verstärker. Hab in schon gehört, sehr gut!

    Scheint also doch gut umsetzbar zu sein.

    Gruß Tobias.

  • Toni31
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    • 13. September 2025 um 11:42
    • #48
    Zitat von mk_

    Klirrkompensation:

    Kompensieren kann man bekanntlich nur K2,

    Bekanntlich ist das falsch!

    LG Toni

    Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null.

    Und das nennen sie dann ihren Standpunkt.

  • Audiohorst
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    • 13. September 2025 um 12:33
    • #49

    Die Aussage, man könne nur über K2 kompensieren, bezieht sich auf einen speziellen Trick in der Schaltungsauslegung von Zweitor Verstärkern, um deren inhärente Verzerrungen ohne störungsanfällige Gegenkopplung bei hohen Frequenzen zu minimieren.. Es ist eine Schaltungskompensation, keine allgemeingültige Regel.

  • Toni31
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    • 13. September 2025 um 15:21
    • #50
    Zitat von mk_

    Die Sinnfrage noch mal gestellt:

    Für den, der es nicht verstanden hat:

    Bekanntlich sieht ein SE Verstärker mit End-Röhre sehr vereinfacht so aus:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Nehmen wir an, dass die Röhre aufgrund ihrer Kennlinie Klirrfaktor erzeugt, dann gilt allgemein für die Übertragungsfunktion T1:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    mit den Koeffizienten an für die einzelnen Klirr-Komponenten.

    Damit eine Klirrfaktor-Kompensation erfolgen kann, muss gelten:

    T1 * T2 =1

    Daraus folgt sofort für T2:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Die Übertragungsfunktion des Operationsverstärkers im obigen Block-Schaltbild ist:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Setzt man jetzt:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    bildet also die Kennlinie der Endröhre als R2 ab, erreicht man damit eine Klirrfaktor-Kompensation der Endröhre. Und diese Kompensation gilt für alle Klirr-Komponenten, nicht nur für K2!

    Die einfachste Form, eine Kennlinie nachzubilden, ist der Einsatz von unterschiedlich vorgespannten Dioden. Je aufwändiger so ein Netzwerk, desto exakter die Nachbildung.

    Es wird also die Funktion eines Operationsverstärker benötigt; wenn der dann noch die notwendige Spannung und den notwendigen Strom zum Treiben der Endröhre liefert, dann kommt man schnell auf so einen LM3886, der im Prinzip nichts anderes als ein Leistungs-Operationsverstärker ist.

    Übrigens ist es richtig für T1 die Eingangsspannung ue einzusetzen und nicht die Eingangsspannung der Röhre. Aber der Nachweis dazu führt hier zu weit.

    LG Toni

    Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null.

    Und das nennen sie dann ihren Standpunkt.

  • frihu
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    • 13. September 2025 um 15:37
    • #51

    Gentlemen,

    Die oft erwähnten Cayin- oder LM-Modelle beruht auf ein Schaltungskonzept, die für eine 211 in Class-A2 gut ist. Bei dieser Röhre funktioniert das. Und dann lassen sich auch etwa maximal 30W erzielen.

    Ich meine sogar, einmal eine 211-Treiberei auf Halbleiterbasis gesehen zu haben. In diesem Fall wäre ich sogar bei Toni, denn die 211-Treiberei ist wirklich nicht so ganz Ohne.

    Das gleiche Konzept aber so abzuwandeln, dass das Gitter der 805 immer positives Spannungspotenzial - in der richtigen Höhe - bekommt, ist sehr stark vom "Gesundheitszustand" der Treiberröhre abhängig. Die angegebenen maximalen Leistungsdaten schaffen diese Verstärker nur innerhalb eines begrenzten Zeitfensters.

    Ausserdem ist diese Lösung nicht mit 200,- Ocken an Mehrkosten zu realisieren. Und erst recht nicht für den gemeinen Bastler. Das gilt erst recht für die 211-Treiberei.

    Deutlich einfacher und auch preiswerter (es muss ja nicht der Tango-Interstage sein) geht's eben nach Shishido (Wavac). Hat zudem auch noch den Vorteil, dass die Phasenlage "hinten" so wie eingespeist herauskommt. Und da auch keine Koppelkondensatoren verwendet werden, treten die schlimmsten Phasenschiebereien erst gar nicht auf. Ein weiterer Vorteil: Die Treiberröhre lebt aufgrund der geringeren Belastung deutlich länger.

    Bei dem Thema "Pro und Contra Gegenkopplung" bin ich 'raus. Das Thema wird immer wieder ergebnislos hochgekocht. Ich persönlich würde eine 805 nicht ohne ein gewisses Maß an Gegenkopplung fahren.

    In diesem Sinne

  • mk_
    Unwissender
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    • 13. September 2025 um 22:44
    • #52

    Vielen Dank für Deinen sehr schönen Vortrag zur Begründung der Verwendung des LM3886.

    Nur ist damit die Sinnfrage immer noch nicht geklärt. Der Chip kann 68W bei 0,1% THD+N in seiner Standardbeschaltung... Da kommst mit der Röhrerei drumrum niemals hin.

    Auch die Klirrkompensation scheint mir nur an den Haaren herbeigezogen.

    Der theoretische Ansatz ist ja völlig richtig, taugt aber nur was für einen studentischen Debattierclub, nicht für die Praxis. Hübsch hergeleitete Formeln sind eine Seite der Medaille, die Praktische Umsetzung die Andere...

    Zitat von Toni31

    bildet also die Kennlinie der Endröhre als R2 ab, erreicht man damit eine Klirrfaktor-Kompensation der Endröhre.

    Zitat von Toni31

    Die einfachste Form, eine Kennlinie nachzubilden, ist der Einsatz von unterschiedlich vorgespannten Dioden. Je aufwändiger so ein Netzwerk, desto exakter die Nachbildung.

    Das ist ja theoretisch ganz nett hingeschrieben, aber das praktisch umzusetzen... ;(

    Es erinnert ein wenig an die Dolby-B Entzerrung... so mit speziell nach Kennlinien selektierten Transistoren... aber das funktionierte wenigstens.

    Ich würde es sehr speziell finden, wenn die Endsrufenröhre auf Grund wechselnder Belastung (wechselnde Impedanz des Lautsprechers) einfach mal eine andere Kennlinie abfährt, als die zur Kompensation dimensionierte... Zudem müsste ja diese "Kompensationsnetzwerk-Geschichte" jedes Mal bei einem Wechsel der Endstufenröhre neu dimensioniert werden... oder gehen dann nur noch nach Kennlinien selektierte Röhren?

    Aber Du machst das schon.

    Vielleicht kannst Du ja auch die Kompensationskennlinie in einem EEPROM ablegen und mit genügend hoher Samplefrequenz digital ein Kompensationssignal erzeugen und in Deinen OPAMP einspeisen... Ein Software.Update bei jedem Röhrenwechsel... Klirrerzeugung per Chip-Tunig... Tube-Roling ohne die Röhren zu wechseln... ungeahnte Möglichkeiten!

    Aber zurück zum Thema...

    Zitat von Toni31

    Vielleicht wäre ja eine Röhre als Vorstufe zur Klirrkompensation, IC als Treiber und die 805A als Endstufe die Lösung.

    Das schriebst Du in #19... Was mich zu der irrigen Annahme veranlasste, an die vom Audiohorst so trefflich beschriebene Vorwärtskompenstion zu denken... Dabei trifft das von mir geschriebene durchaus zu... Aber nun ist ja wieder alles anders, nur um mir zu beweisen, dass man auch andere Klirranteile kompensieren könnte. Allein den praktischen Nachweis wirst Du schuldig bleiben.

    Übrigens, in Deinem Schaltungsausriss des Sandtreibers ist weit und breit kein Ansatz einer Kompensation zu sehen... warum wohl?

  • Audiohorst
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    • 14. September 2025 um 11:48
    • #53

    Bauanleitung fuer einen 805-Verstaerker, von Ronald Koridon

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