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Musical Paradise MP-701 Röhrenvorstufe - die eierlegende Wollmilchsau für tube rollers?

  • livingvinyl
  • 8. Dezember 2023 um 10:21
  • Techniclassic
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    • 19. Dezember 2023 um 09:31
    • #21
    Zitat von AndreasS

    Ja, Uli, ein gutes Verkaufskonzept mit der Möglichkeit von sog. "upgrades". An sich ist die Schaltung simples ELA (nicht mehr), aber nach den "Aufwertungen" mit Kondensatoren für 200 $ kann man ja auch noch den Kunden dazu bringen, reichlich Geld für Kabel, Röhren oder anderen Unfug hinzulegen.

    Übrigens hoffe ich, dass die Gleichrichterröhre wie auch die Endröhre seperate Heizungsversorgung haben..., die 6Н1П hat laut Datenblatt ein maximales Ufk von 100 Volt.

    Gruß Andreas

    Ich bleib mal hier und lese mit, was aus dem Bastelsatz noch wird. Daß Highender nie fertig werden habe ich mittlerweile gelernt, aber diese Dimension ist mir neu.

    Viele Grüße von Uli - dem Rheinländer:
    hat von nix 'ne Ahnung - kann aber alles erklären. ^^
    Ist Realist und plant Wunder ;)

  • HB1971
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    • 19. Dezember 2023 um 18:23
    • #22

    Hallo,

    Ich habe vor auch weiterhin zu dem Gerät zu berichten.

    Erst mal sehen, ob ich überhaupt diese großen Klangunterschiede beim Wechseln von Röhren und Kondensatoren wahrnehmen kann.

    Ich halte meine Ohren da eher für Durchschnitt und bin manchmal sehr erstaunt, was andere so (heraus)hören können.

    Zum Thema „Highender“. Zu dieser Fraktion zähle ich mich bewusst nicht.

    Ich habe Spaß an Musik (die oft nur als Hintergundbeschallung im Arbeits- und Bastelzimmer läuft) und der Röhrentechnik überhaupt.

    Mir kommt es da eher auf die Musikrichtung an, welche je nach Stimmung wechselt und mir einfach nur gute Laune und Freude bereitet.

    Für Kabel und sonstigem Zubehör muss ich nicht viel Geld ausgeben.

    Eine vernünftige, solide Qualität reicht mir da völlig.

    Klar die Kondensatoren sind preislich heftig, aber ich probiere es einfach mal, da es so viele Empfehlungen zu diesem Mundorf-Kondensator gibt.

    Und ich lass mich da auch nicht verbiegen.

    Sollte es miserabel klingen, so hab ich auch kein Problem Dies zuzugeben.

    Nur weil ich Geld in die Hand genommen habe, werde ich keine Lobgesänge auf mein Gerät ausbringen.

    Dann hat eben der „Laie“ eben doch „Müll“ gekauft und ein „Griff ins Klo“ gemacht.

    Es gibt schlimmere Dinge im Leben und jeder hat schon mal Geld für Sachen ausgegeben, die sich im Nachgang als Fehlkauf herausstellten.

    Grüße, Heiko

  • AndreasS
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    • 19. Dezember 2023 um 18:54
    • #23

    Hallo Heiko,

    inzwischen habe ich mal der Link https://singaporehifi.blogspot.com/2020/07/musica…mk-ii-tube.html auf die Seite des Bloggers (Influencers oder Jubelpriesters) durchgelesen und muss meine Ansicht zu dem Gerät revidieren: Der Netztrafo ist ein Ringkerntrafo mit 150 Watt..., muss wohl auch sein, da als mögliche Ersatzröhren für die Gleichrichterröhre sogar die 5U4 mit drei Ampere Heizstrom genannt wird. Auch in der Liste der Verstärkerröhren tauchen 6Н6П auf, die bei einigen Unter-Typen 0,9 A Heizstrom pro Röhre verlangen.

    Die Schaltung soll wohl ohne Gegenkopplung sein. Ich hatte schon optimistisch angenommen, dass es vielleicht ein Nachbau des Pultec MB-1 sein könnte..., aber ich sehe keinen Koppelkondensator zwischen den Röhren. So kann es eigentlich nur eine Half-µ-Schaltung mit direktgekoppelten Kathodenfolger sein.

    150 Watt Leistungsaufnahme für eine Ausgangsleistung von 1/2 Milliwatt - da wäre overkill schon eine Untertreibung.

    Gruß Andreas

  • HB1971
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    • 19. Dezember 2023 um 20:00
    • #24

    Hallo Andreas,

    Das sind erfreuliche Nachrichten.

    Ein unterdimensionierter Heizungstrafo wäre natürlich suboptimal.

    Es kann jetzt also losgehen.

    Habe Ihn schon in Betrieb und sehe mir gerade die Ausgangspegel meiner Quelle und die "Gain"-Einstellung des MP-701 an.

    Konnte mir es aber nicht verkneifen die 274B und die 5C3S (5U4G) einzusetzen.

    Die EML 274B ist recht imposant und ragt wie ein Leuchtturm aus dem Gerät 8o

    Grüße, Heiko

    Dateien

    PXL_20231219_015848151.jpg 150,27 kB – 82 Downloads PXL_20231219_015920770.jpg 184,21 kB – 67 Downloads PXL_20231219_020832874.jpg 524,79 kB – 62 Downloads PXL_20231219_020904802.jpg 140,16 kB – 60 Downloads
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    • 19. Dezember 2023 um 20:05
    • #25

    Sieht gut aus. Und mir gefällt, dass auf diese LED Beleuchtung verzichtet wurde.

  • AndreasS
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    • 20. Dezember 2023 um 08:49
    • #26
    Zitat von HB1971

    ...Konnte mir es aber nicht verkneifen die 274B und die 5C3S (5U4G) einzusetzen.

    Ja, Heiko, damit bist Du ja schon dem Entwickler dieses Gerätes "auf den Leim gegangen". Selbst mit teuersten Boutiqueröhren wird kein besseres Gerät daraus. Der Kathodenfolger am Ausgang bringt zwar niedrigen Ausgangswiderstand, trägt aber nichts zur Verzerrungsminderung bei. Die Treiberstufe muss deswegen weiter ausgesteuert werden, was die Verzerrungen quadratisch zur Aussteuerung anwachsen lässt. Man könnte den Verzerrungsanteil vermindern indem man die Betriebsspannung erhöht..., aber der Entwickler ging "in die Gegenrichtung" durch Reihenschaltung beider Röhrensysteme.

    Gruß Andreas

  • HB1971
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    • 20. Dezember 2023 um 11:17
    • #27

    Hallo,

    Bevor es richtig los geht mit dem Hören und eventuellen Röhren bzw. Kondensatortausch würde ich gern noch ein paar Gedankengänge zu den mitgelieferten Standard-Röhrensatz loswerden.

    Ich habe das Gerät in Röhren Standardbestückung bestellt.

    Dabei waren 3 Stück 6H(N)1P welche die Positionen V2,V3 und V4 bedienen, sowie die Gleichrichterröhre 6Z5P als V1.

    Da ich über Röhrenprüfgeräte verfüge, war es für mich fast schon ein Muss die Röhren vorab zu prüfen.

    Mal schauen, was eben so aus China geliefert wird.

    Die 6H1P (ohne speziellen Suffix, wie -EB etc.) waren aus der ehem. UDSSR, aber ohne Herstellerkennung.

    Produktion September 1979 ! (Da war ich 8 !)

    Als Prüfgerät kam der Roetest V10 mit aktuellster Software zum Einsatz.

    Von den 3 Exemplaren der 6H1P war eine Röhre exzellent.

    Die anderen beiden wirklich mit sehr schwacher Emission und Steilheit.

    Ich vermute, dass diese großen Abweichungen, doch schon klanglich, signifikant niederschlagen.

    Trotzdem sollte der Vorverstärker erst mal angeschlossen und getestet werden und zwar mit den mitgelieferten Exemplaren.

    Die Gleichrichterröhre 6Z5P war messtechnisch sehr gut.

    Bezüglich der 6H1P entschied ich mich die schwachen Röhren in die Eingangsstufe zu packen und die sehr gute Röhre als Ausgangsröhre an Position V4.

    Als vorsichtiges erstes Klangfazit kann ich nichts negatives sagen.

    Die Idee meiner Halbleiterendstufe etwas „Röhrensound“ mitzugeben, war gegeben.

    Klanglich empfand ich es als etwas runder und wärmer, aber auch im Hochtonbereich ein klein wenig „verhangen“.

    Weder Röhren noch Kondensatoren haben sich bis dato richtig eingespielt.

    Es sind nur die ersten vorsichtigen klanglichen Eindrücke, mehr nicht.

    Als nächstes steht der Wechsel der Koppelkapazitäten an.

    Röhren bleiben erst einmal auf 6H1P.

    Außer der Gleichrichterröhre, da werkelt jetzt schon eine 6C3S von Svetlana St. Petersburg.

    Grüße, Heiko

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  • Techniclassic
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    • 20. Dezember 2023 um 11:37
    • #28

    Chinesische Röhren mit russischer Aufschrift. Mit schlechter Emission bedeutet in der Regel schlechten Bass.

    Viele Grüße von Uli - dem Rheinländer:
    hat von nix 'ne Ahnung - kann aber alles erklären. ^^
    Ist Realist und plant Wunder ;)

  • HB1971
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    • 20. Dezember 2023 um 23:36
    • #29

    Hallo,

    So, wie schon im letzten Beitrag angekündigt habe ich die Ausgangs-Koppelkondensatoren getauscht.

    Zu Einsatz kamen die Mundorf Classic Silber-Gold Öl in 2,2µF.

    Diese wurden schon durch einige YouTube-er und Besitzer des MP-701 empfohlen.

    Ich kenne das Thema „richtiges" Einsetzen von ungepolten Folienkondensatoren noch von Reparaturen in Röhrenradios.

    Da soll der Anschluss des Außenbelages immer zur niederohmigeren Seite in der Schaltung zeigen.

    Im Falle des MP-701 ist das die Röhre V4.

    Das hilft externe Störeinkopplung zu verhindern.

    Bei vielen Kondensatoren ist das schon ab Werk mit einem Punkt und Strich gegenzeichnet.

    Bei den Mundorf´s war das leider nicht der Fall. Die fallen vermutlich nach dem Wickeln in eine große Kiste und werden erst danach mit der Banderole versehen.

    Aus jeden Fall ist die Richtung der Schrift kein Anhaltspunkt für die Bestimmung des Außenbelages.

    Bei mir waren von 4 Kondensatoren, 3 so und einer eben anders herum.

    Ich habe die „richtige“ Seite mit Hilfe eines Oszilloskop´s ermittelt.

    Störungen nahmen bei „falscher Richtung“ um den Faktor 4 zu.

    Ob es den wirklich störende, hörbare Auswirkungen im MP-701 hätte, lasse ich dahin gestellt.

    Falsch ist es jedoch nicht, dies beim Einbau zu beachten.

    Kondensatoren sind jedenfalls drin und spielen sich ein.

    Grüße, Heiko

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  • HB1971
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    • 21. Dezember 2023 um 00:56
    • #30
    Zitat von Techniclassic

    Chinesische Röhren mit russischer Aufschrift. Mit schlechter Emission bedeutet in der Regel schlechten Bass.

    Guten Abend,

    Um das mal klar zu stellen, ich schrieb:

    "Die 6H1P (ohne speziellen Suffix, wie -EB etc.) waren aus der ehem. UDSSR, aber ohne Herstellerkennung."

    Richtig ist: "Russische (in der ehem. UDSSR produzierte) Röhren aus China geliefert."

    Es sind keine chinesische Röhren mit russischer Aufschrift !

    Grüße, Heiko

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    4 Mal editiert, zuletzt von HB1971 (21. Dezember 2023 um 01:30)

  • AndreasS
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    • 21. Dezember 2023 um 06:53
    • #31
    Zitat von HB1971

    Die 6H1P (ohne speziellen Suffix, wie -EB etc.) waren aus der ehem. UDSSR, aber ohne Herstellerkennung.

    Produktion September 1979 !

    Die letzen Jahre der Breshnew-Ära: Planerfüllung war wichtig, Qualität weniger...

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    • 21. Dezember 2023 um 10:23
    • #32

    Frage: Ist es nicht eines der Verkaufsargumente der Mundorfs dass die Einbaurichtung wegen der ‚speziellen‘ Wickeltechnik schnurz sei?

  • HB1971
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    • 22. Dezember 2023 um 01:15
    • #33
    Zitat von bionear

    Frage: Ist es nicht eines der Verkaufsargumente der Mundorfs dass die Einbaurichtung wegen der ‚speziellen‘ Wickeltechnik schnurz sei?

    Hallo,

    Das was Du meinst ist die spezielle Wickeltechnik die z.B. in den „Supreme“-Kondensatoren Anwendung findet.

    Dort wird ein erheblicher Aufwand getrieben um einen möglichst induktionsarmen Kondensator zu produzieren.

    Der Kondensator bildet mit dem Widerstand der folgenden Stufe einen sog. Tiefpass.

    Ziel des Ganzen ist es durch eine sehr geringe Induktivität einer möglichen Dämpfung zu höheren Frequenzen entgegen zu wirken.

    Grüße, Heiko

  • HB1971
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    • 22. Dezember 2023 um 01:29
    • #34
    Zitat von AndreasS

    Die letzen Jahre der Breshnew-Ära: Planerfüllung war wichtig, Qualität weniger...

    Hallo Andreas,

    Dem würde ich So nicht uneingeschränkt zustimmen.

    Die „Russen“ haben schon immer extrem hochwertige Röhren produziert und das auch wärend der angesprochenen Zeit.

    Dafür gibt es ja den speziellen „Suffix“ nachfolgend der Typenbezeichnung.

    Weiterhin unterscheiden sich auch die Herstellerwerke.

    Ich persönlich halte da z.B. MELZ für einen exzellenten Produzenten, mit sehr hochwertigen Röhren im Portfolio.

    Ähnliche qualitative Abstufungen gab es natürlich auch in hiesiger Produktion.

    Da möchte ich nur an die „Farb“-Serie von VALVO erinnern.

    Ebenso in der ehem. DDR.

    Ich bin mit 52 Jahren ein altes „Ostkind“.

    Jeder wird schon einmal über die Gütesiegel gestoßen sein.

    Ergo, es gab ganz offiziell eine Produktion mit verschiedenen Qualitätsstufen.

    Siehe nachfolgendes Fotos. Quelle: Wikipedia

    Grüße, Heiko

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  • Saibot59
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    • 22. Dezember 2023 um 06:46
    • #35

    Moin,

    Ich bin seit Jahrzehnten jedes Jahr in China.

    Habe mir vor (vielen) Jahren auch mal Röhren mitgebracht, Vor- und Endstufenröhren.

    Die normalen, ohne Selektion und aus „Elektrläden“, sind für gutes HiFi kaum zu verwenden. Klingen durchweg müde/matt.

    Das sind meine Erfahrungen.

    Gruß Tobias.

  • AndreasS
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    • 22. Dezember 2023 um 07:31
    • #36
    Zitat von HB1971

    Die „Russen“ haben schon immer extrem hochwertige Röhren produziert

    Heiko, schaue bitte mal auf Jogis Röhrenbude: da habe ich vor langer Zeit mal über russische Röhrenproduktion geschrieben

    Die Geschichte der Russischen Roehren

    Ich schätze die Produktion von Svetlana oder Melz (letztere hatten den besten Zugang zu besten Werkstoffen) aus den 60er Jahren; bei den Röhren aus den 70er Jahren hatte ich viel Ausschuss.

    Gruß Andreas

  • HB1971
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    • 23. Dezember 2023 um 20:37
    • #37

    Guten Abend,

    Nachfolgend einige Infos zum Klang des Gerätes nach dem Kondensatorwechsel.

    Die Erwartungen waren groß nachdem ich so viel Gutes über den Mundorf Silber-Gold-Öl Cap gehört habe.

    Ich muss eins vorweg schicken.

    Meine Quellgeräte sind zwar hochwertig aber meist streame ich über Spotify und habe in meiner Bastelbude hochwertige aber kleine Lautsprecher von Monitor Audio.

    Das diese Kette nicht alles aufdecken kann ist mir bewusst.

    Der Kondensator ist ja erst ganz frisch drin und hat vielleicht 25 Stunden hinter sich.

    Wenn ich manchmal lese, wie lange manche ihre Kondensatoren so einspielen, sind meine Erwartungen auch nicht zu groß.

    Außerdem plagt mich aktuell eine Grippe und die Ohren sind noch ein bisschen verhangen.

    Trotzdem würde ich mal meine persönliche Meinung abgeben.

    Diese klanglichen Höhenflüge, wo sich die Bühne öffnet, Instrumente sich klar abzeichnen und man förmlich eine Staffelung bekommt wie bei einem Livekonzert.

    Das alles konnte ich nicht nachvollziehen.

    Gegenüber dem Kondensator der bei Lieferung eingesetzt war, klang es eine Spur feiner, runder.

    Nicht aufdringlich, eher zurückhaltend.

    Der Hochton war mir sogar etwas unterbelichtet und ich hätte mir da etwas mehr Klarheit und „Glanz“ in der Musik versprochen.

    Also jetzt ganz ehrlich: Der Kondensator klingt sehr feinzeichnend, aber auch nur wenig „anders“ als der Originale.

    Würde ich das Geld nochmal ausgeben ?

    Zum jetzigen Zeitpunkt würde ich das verneinen, aber es gibt nach noch einige Stellschrauben zum Optimieren.

    Deshalb habe ich damit angefangen mir je 3 Exemplare meiner Teströhren zu selektieren.

    Als 12,6 Volt Variante kommt die TESLA ECC802S und die E80CC von VALVO Rote Serie zum Einsatz.

    Für 6,3 Volt die TESLA E88CC und die 6H30Pi von Electro Harmonix.

    Übrigens, ich halte die alten TESLA Röhren für technisch und klanglich hervorragend!

    Grüße, Heiko

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  • Techniclassic
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    • 23. Dezember 2023 um 20:58
    • #38

    Klasse, daß du uns teilnehmen lässt.

    Viele Grüße von Uli - dem Rheinländer:
    hat von nix 'ne Ahnung - kann aber alles erklären. ^^
    Ist Realist und plant Wunder ;)

  • olly204
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    • 24. Dezember 2023 um 00:14
    • #39

    Moinsen, ich bin kein Techniker, habe aber schon häufiger gehört, dass unterschiedliche Kondensatoren, je nach Einbauort, durchaus zu unterschiedlichen Klang Wahrnehmungen führen können. Der MP701 hat in einem anderen Forum übrigens auch viele Anhänger.

    So schlecht kann das Gerät nicht sein. Super, dass Du Deine Versuche und Erfahrungen hier kundtust. Das macht für uns alle das Leben bunter. Gruß Olly

  • HB1971
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    • 24. Dezember 2023 um 19:07
    • #40

    Guten Abend,

    Vielen Dank für eure positiven Reaktionen.

    Keine Frage, ich lasse euch auch weiterhin teilhaben an meinen Projekt MP-701.

    Bis jetzt bereue ich den Kauf nicht !

    Das Gerät bereitet mir nach wie vor viel Freude.

    Da der Kondensatorwechsel ein eher ernüchterndes Resultat ergeben hat, kommen jetzt die Röhren dran.

    Original waren ab Hersteller 6H1P gesteckt.

    In einem früheren Beitrag habe ich schon erwähnt, dass diese messtechnisch sehr schlecht waren.

    Ich hoffe also, dass sich diesmal wenigstens ein bisschen was verbessern/optimieren lässt.

    Da die 6H1P (6N1P) eine Doppeltriode mit 6,3 Volt Heizung ist, wird auf dieser Spannungsebene weiter gemacht.

    Der erste Test erfolgt mit dem selektierten Trio der TESLA E88CC.

    Also: die Alten raus, die Neuen rein.

    Augen zu und bange Hoffnung …

    Ohhh, da tut sich echt was !!!

    Da hat sich wirklich signifikant etwas geändert, nee verbessert.

    Wie gesagt ich bin nicht das „Goldohr“ und gehe mit meinen eigenen Fähigkeiten sehr selbstkritisch um, aber das war ein großer „step“ nach vorn.

    Endlich !

    Plötzlich waren Details zu hören, die bis dato im Verborgenen blieben.

    Ich stand da, machte lauter und hörte seit langem mal wieder sehr intensiv und tiefenentspannt Musik.

    Jetzt trieb ich auch meinen „HiFi Rose 150B“ dazu mal ein paar audiophilere Stücke auszuspucken.

    Fazit: Bei mir hat der Wechsel der Signalröhren eine echte und auch sehr hörbare Verbesserung gebracht.

    Ich würde also jedem Besitzer vorschlagen bei diesen Röhren (V2, V3 und V4) anzufangen.

    Hat man da seine „Lieblinge“ gefunden, kann es mit dem Kondensator und dem Gleichrichter weitergehen.

    Die 6H1P hatten bei mir sehr schlechte Werte.

    Das äußerte sich aber kaum in einem verringertem Pegel, sondern mit einem Detailverlust im oberen Mitten- bzw. dem Hochtonbereich.

    Bass leicht brummig/schwammig.

    Durch dieses Defizit konnte ich, auch beim Wechsel der Kondensatoren bzw. der Gleichrichterröhre, kaum/wenig Verbesserungen erkennen.

    Mein Mundorf Supreme Classic Silber-Gold-Öl bleibt natürlich verbaut, da wird nix mehr rumexperimentiert.

    Ich lasse mir jetzt Zeit und höre mich, zwischen den Feiertagen, ganz entspannt in die Röhrentypen ein.

    Was schlussendlich verbaut bleibt, lasse ich euch selbstverständlich wissen.

    Ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest.

    Heiko

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