man trank Bier
ich ergänze ein "viel".
man trank Bier
ich ergänze ein "viel".
Es ist mal wieder an der Zeit für den Satz…
…Hier ist wohl alles gesagt.
Warum sollte man hier zu machen, wenn es doch friedlich und unpolitisch bleibt?
Keiner muß das hier lesen.
Ciao, Benedikt
Stimmt, man kann ja mittlerweile auch Threads ignorieren.
Früher, als es noch kein Internet gab, hat es auch keine Schließeritis von threads gegeben. ![]()
Da hat man sich bei Meinungsverschiedenheiten einfach auf's Maul gehauen.
Oje, welch archaisches Verhalten. Habe ich nie gemacht ![]()
Es gab auch früher schon subtilere Möglichkeiten den Andersdenkenden/Andersempfindenden zu ärgern. Ein Klassenkamerad von uns war Police-Fan, ein anderer von Van Halen. Die haben sich dann „Anti-Buttons“ gebastelt, wo die jeweils andere Band verunglimpft wurde und sich ans Revers geheftet. Diese kleine Frozzelei führte zu einem regen Austausch, nicht zuletzt auch über ganz andere Bands, z.B. was der größere Bruder so hört (Ramones). Am Ende hatten alle von allen Bands Platten im Schrank stehen. Die Anlage, mit der die gespielt wurden, war dabei irrelevant. Es ging nur um die Musik. Das änderte sich erst in der Oberstufe, da kamen dann die ersten um die Ecke und brüsteten sich mit ihren Anlagen. Ich habe das zuerst nicht verstanden, bis mir klar wurde, dass sie damit ein Defizit kompensieren mussten.
Soweit einverstanden. Worauf ich allergisch reagiere, ist die Generationen-Geschichte: Früher war alles gut und normal, heute ist alles schlecht und pervers. Früher war Musikspaß mit Freunden, heute ist Esoterik-Quatsch. Das stimmt so einfach nicht. Und es ist letztlich nur die Umkehrung des beliebten Narrativs, wonach heute alles besser sei und die Leute von früher weltvernichtende Totalversager.
Hallo Jan,
ich wollte weder Dir noch einer ganzen Generation auf den Schlips treten, das war nicht meine Absicht. Altersmäßig sind wir gar nicht so weit auseinander, aber manchmal reichen ein paar Jahre offensichtlich schon aus, dass man generationell vielleicht etwas anders geprägt wurde. Auch wenn ich es mit einem Augenzwinkern so dargestellt habe, als wäre "früher" alles besser gewesen, so war das natürlich ironisch überspitzt. Ich sehe aber schon eine Entwicklung, natürlich ganz subjektiv aus meiner Warte bzw. "Blase" wahrgenommen, dass Plattenhören bei einigen eine Tendenz bekommen hat, die ich so einfach nicht kannte.
Klar, jeder soll so machen, wie er will und damit glücklich werden. Für mich war die Frage im Eingangspost, wie man es mit dem Ein- und Ausschalten des Plattenspielers hält, nur ein Beispiel, das ich in diese Entwicklung einordne. Ich meine damit ein gewisses Überproblematisieren von Dingen rund um den Plattenspieler. In dem Video, in das ich dafür extra einmal reingeschaut habe, geht es u.a. speziell um ein Gerät einer High-End-Schmiede, das laut Preisliste auf der Hersteller-Seite 100.000 Euro kostet. Mag gut sein, dass es genau bei diesem Gerät Sinn macht, es durchlaufen zu lassen. Vielleicht wurde es genau darauf ausgelegt, ich kann es aber auch nicht beurteilen. Jetzt haben wohl die allermeisten nicht ein solches Manufaktur-Gerät, sondern Geräte, die extra einen Ein- und Ausschalter haben und das wohl nicht ohne Grund.
Lange Rede, kurzer Sinn: Auch heutzutage kann man mit Schallplatten wundervoll Musik hören, man kann sich an den vielen Neuerscheinungen erfreuen, seine Geräte optimal aufstellen und den Plattenspieler optimal justieren. Macht alles Sinn. Aber das Gerät ist und bleibt ein Plattenspieler und kein Atomkraftwerk, für das man sonderliche Kenntnisse zur Bedienung braucht oder sich um alles und jenes einen Kopp machen muß.
Hier lesen ja vermutlich auch viele Neueinsteiger mit. Ich stelle mir gerade vor, wie die ihre normalen Brot- und Butter-Geräte jetzt immer durchlaufen laufen, weil sie es irgendwo im Netz gelesen oder gehört haben, dass das so besser ist oder ausschalten dem Spieler schaden könnte. Hinterher sind Lager, Antriebsriemen und Motor durch. Und mit dem Strom hätte man auch was besseres machen können.
Allen schöne Feiertage und ein friedliches Fest!
Martin
Oje, welch archaisches Verhalten. Habe ich nie gemacht
Ich auch nicht. Hab dafür meinen großen Bruder geholt. ![]()
Also ich habe die Kommentare hier mit Freude durchgelesen. Teils wird man hier schön entertaint!
Meine Gedanken!
Es gibt Laufwerke, die Plattenspielerhauben direkt auf dem Teller aufzuliegen haben. Ein Durchlaufen lassen ist natürlich nicht möglich, wenn man nicht auf den Staubschutz verzichten möchte!
Spieler wurden mir Abschaltautomatik und Plattentellerbremsen konstruiert?
Das Xerxes Netzteil z.B. war ja nach nen paar Jahren durch. Denkt euch, es wäre der Standard, Plattenspieler durchlaufen zu lassen. Wann hätte das Netzteil dann aufgegeben?
Plattenspieler wurden mit Lagern ausgestattet, die nicht nachgeschmiert werden müssen (z.B. die Motoren aus der Dual CS 7xx Reihe)
Es gibt Lager, dir so Konstruiert sind, dass an den entsprechenden Stellen ausreichen Öl vorhanden ist.
Nun, gibt es auch Lager, wo das Öl durchaus erst wieder verteilt werden muss. Aber, sind die Anlagen, nebst Spieler so empfindlich, dass man das Lager im Signalweg hört?
Es wird doch hier und da alles daran getan Störgeräusche auch im Teller vom Tonabnehmer und co. fernhalten zu können.
Also wers hört, dann lass durchlaufen. Gerade wenn man viel hört und es auch zum Beruf gehört. Bitte! Lass sie doch!
ABER was für geile Lager muss den nen Technics DJ Player haben?
Nen Dual, Technics, Sharp o.ä. würde ich nicht durchlaufen lassen. Hätte ich nen Spieler in den Preisklassen von den YouTubern hier, würde ich den Gedanken jedoch nicht gänzlich verwerfen.
...habe nicht alles gelesen, aber: Wenn man mit Plattenklemme arbeitet, was bei z.B. den Feickert-Laufwerken - ich habe den Woodpecker-2 - ja standardmäßig so vorgesehen ist, dann kann man den Plattenteller schlicht nicht permanent laufen lassen(!) - weder beim Entnehmen der gerade aufgelegten LP (resp. auch beim Wechsel von Seite1 auf Seite 2 nicht), noch beim Neuauflegen einer anderen LP; wie sollte das gehn??!!
Also immer erst schön ausschalten, die Platten(-Gewinde)Klemme abschrauben, die LP wechseln, d. h. vorsichtig über den Plattendorn rausnehmen und die neue LP ebenso vorsichtig wieder einlegen, Plattenklemme wieder draufschrauben und dann erst geht's weiter(!) (ggf. auch nochmal die Nadel bezügl. Verschmutzungsresten checken und wenn nötig reinigen - ich nutze die beiden 'Last'-Reiniger).
Also immer alles schön vorsichtig; es handelt sich ja schließlich stets (egal welches Modell und welcher Tonabnehmer) um ein empfindliches Präzisionsinstrument.
Also - nix - durchlaufen lassen!
Und was sollen erst die Leute sagen, die zusätzlich auch noch mit einem Außenring zur schon gegebenen Plattenklemme arbeiten?!
Beste Grüße
Bernhard
Also ich kann das und mache das auch. Wüsste auch nicht, wo da ein Problem sein sollte.
Gruß
Marc
Also immer erst schön ausschalten, die Platten(-Gewinde)Klemme abschrauben, die LP wechseln, d. h. vorsichtig über den Plattendorn rausnehmen und die neue LP ebenso vorsichtig wieder einlegen, Plattenklemme wieder draufschrauben und dann erst geht's weiter(!) (ggf. auch nochmal die Nadel bezügl. Verschmutzungsresten checken und wenn nötig reinigen
Klingt nach relativ viel Aufwand für mich, um eine LP-Seite zu wechseln. Damit könnte ich mich auf Dauer nicht anfreunden. Deshalb ist mein Plattengewicht auch schon wieder weg. Klanglich wahrnehmbar war es obendrein auch nicht, also leichte Entscheidung.
Die Plattenklemme kann man bei Feickert problemlos ab- und wieder festschrauben, während der Plattenteller dreht.
Beim Abschrauben hilft der Teller sogar.
Da muss man die Klemme einfach festhalten und der Teller dreht dann das Gewinde von selbst auf.
Am Anfang fühlt sich das ein bisschen komisch an.
Aber nach ein paar Platten geht das wie von selbst.
Ganz genau. Nur den outer ring bekomme ich nicht bei drehendem Teller aufgelegt... leider.
Ich schon!
Und darum wird der auf jede LP schablonenlos draufgewuppt. Geht schön softig am Teller, keine Macken etc.
Gut, ich habe mit dem Tellermaß einfach Glück gehabt. ![]()
Grüße aus Lobberich
Stefan
Ich schon!
Und darum wird der auf jede LP schablonenlos draufgewuppt. Geht schön softig am Teller, keine Macken etc.
Gut, ich habe mit dem Tellermaß einfach Glück gehabt.
Grüße aus Lobberich
Stefan
Mit der richtigen Wurftechnik klappt das auch. ![]()
So wie früher im Wilden Westen das Hufeisenwerfen.
![]()
![]()
Andreas