Erfahrungen mit Equalizer und oder Helmholtz-Bassfallen

  • Hallo Karl,


    Ich habe folgende Möglichkeiten genutzt, um den Bass zu optimieren:

    1] Verschieben von Boxen und/oder Hörplatz.

    2] Verwendung des analogen Equalizers an meinem McIntosh-Verstärker (nur selten)

    3] Einbau von großen Bassfallen mittels Isobond


    Letztlich wirkt aber alles relativ breitbandig und nicht auf spezielle Frequenzen mit Raummoden.


    Bei mir ist das aber OK, da ich nicht mit speziellen Frequenzen kämpfe. Insbesondere die Bassfallen haben aber meinen Bass deutlich präziser gemacht.


    Mit Helmholtz-Resonatoren, DSP oder parametrischen analogen EQ habe ich keine praktische Erfahrung. Ich persönlich würde bei Raummoden jedoch als erstes Helmholtz-Resonatoren ausprobieren. Sind mit wenig Aufwand zu bauen und verändern nicht die Quelle, sondern die Auswirkungen im Raum.


    Gruß

    Klaus

  • Moin,


    danke für die Antworten.


    Bin von einem gut klingenden (über die Jahre akustisch immer wieder verbessert) etwas größeren Hörraum umgezogen in 3,60 x 4,20 mtr.


    Wände nicht mehr mit 15 Lagen Tapete sondern nur Feinputz. Raumhöhe jetzt 2,40m statt bisher 2,85m.


    Andere Möbel weil weniger Licht. Die Möbel mussten heller werden.


    Klang anfänglich fürchterlich aber Vorhänge, Teppiche, Wandteppiche mit Basotect dahinter, Basotect unter der Decke und mehrfaches Umstellen von Möbeln, lautsprechern etc. hats dann gebracht.


    Die Lautsprecher sind Klang + Ton Nada und Klang + Ton Straight also ehr keine Wuchtbrummen. Valvet L2 und A4 sind eigentlich auch nicht für übertriebene Bassgewitter bekannt.


    Der Klang gefällt mir sehr gut und fördert in der jetzigen konstellation in diesem Raum auf meinen Standard Abhör (Test-) Platten Dinge und Nuancen zu Tage die mir neu sind (sehr schön, da freut man sich immer)


    Das einzige Problem das ich habe ist diese eine tiefe Bassfrequenz die auch nur auf einigen Stücke auftaucht.


    Das Problem ist der mangelnde Platz. riesige Absorber sind nicht drin.


    Der eine sagt Helmholtzabsorber sind ineffektiv der ander sagt doch. Der andere findet EQ geht gar nicht. Der andere sagt EQ ist zielführend.


    Hatte gehofft das ich mir viel ausprobieren ersparen kann. Hab halt wenig Zeit.


    Werd jetz aber mal einen EQ kaufen und auch mehrere kleine Helmholtzabsorber bauen und im Raum verteilen.


    Das wird ein paar Wochen dauern aber ich werde Rückmeldung geben was dabei herausgekommen ist


    Grüße


    Karl

  • Hi Karl

    Unter den geschilderten Umständen würde ich dir folgendes empfehlen.

    1. Anschaffung von Big Blocks(hat bei mir letztendlich den Durchbruch geschafft). Die Dinger sind wirklich effektiv.

    RTFS- Der Anbieter von Wohnraumakustik Elementen

    2. Nutzung eines (Vor)Verstärkers mit Monitorschleife, über die du dann, nur bei Bedarf, z.B. einen Antimode X2 einschleifen kannst.

    3. Deine Boxen sind zwar geschlossen(was für die Problematik sehr gut ist), ich würde aber trotzdem zu geschlossenen Boxen mit frühem, sanftem Bassabfall tendieren(z.B. ATC SCM7).

  • Hallo Karl , viel Erfolg

    Wäre schön wenn du dann auch ein paar Fotos einstellst , kann mir aber nicht vorstellen das das mit ein paar Kleinen Helmholz kisten zu bekämpfen ist , bin gespannt

    auf das Ergebnis

    Gruß

    Thomas

  • Bis jetzt noch nicht.

    Das Equipment habe ich.


    Was das Problem ist höre ich:

    Eine immer wieder gleiche recht tiefe etwas dröhnende Frequenz die nur in einigen wenigen Stücken vorkommt.


    Und natürlich werde ich das messen um die Frequenz zu identifiziere bevor ich den Equalizer bzw. den Helmhotz-Rechner anschmeiße.


    Werde erstmal einen alten parametrischen Equalizer ausprobieren. Sollte das funktionieren werde ich mir über klanglich besseres und dann wohl auch sehr viel kostspieligeres Gerät Gedanken machen.


    Wenn es nicht oder nur schlecht funktioniert werde ich die Helmholtzabsorber berechnen und bauen

  • Falls diese Frequenz wirklich sehr tief ist werde ich notfalls Lautsprecher bauen die diese Frequenz nicht mehr wiedergeben

    Du kannst auch einfach für die Nada ein größeres Gehäuse bauen, dann fällt der Bass früher ab und das Impulsverhalten bessert sich. 50% mehr sollten reichen, die Schallwand sollte beibehalten werden.

  • Man kann auch Panflöten bauen, als Bassfallen.

    Je nach Ausgangsmaterial für lau oder wenig Geld.

    Dabei sollte man die Mündungskorrektur berücksichtigen. Wenn du hier nach dem Begriff suchst, wirst du was finden.

    Ich habe als Projektchen seit Jahren, meine Panflöten auf verstellbar und umzubauen, um die Mündungskorrektur zu berücksichtigen.


    Wenn du hier nach dem Begriff suchst, findest du ein paar Beiträge.

    Entspanntes Hören, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Hallo,


    wurde die Sitzposition/-höhe berücksichtigt?

    Ich hatte das Phänomen, dass am Boden sitzend oder stehend der Klang angenehmer und ausgewogener war. In einem anderen Forumsbeitrag wurde bemerkt, das bei üblicher Raumhöhe 2,40m etwa auf halber Höhe (Sitzhöhe im Sessel) gerne Auslöschungen stattfinden. Vielleicht passiert das bei dir auch und somit wirken andere Freuquenzen erhöht und dröhnend.

    Ich habe bei mir die Sitzposition niedriger gestaltet (Sitzsack). Umgekehrt könnte ein Deckensegel den gleichen Effekt bringen.

    Seits freindlich

    Jan

  • Wenn Ich mich mal einmischen darf

    Ohne jegliche Erfahrung mit Raumeinmessung und konstruieren

    Von Helmholz Absorbern , wird das nichts , da sollte man sich Professionelle Hilfe holen , die meisten unterschätzen aber den Aufwand ...


    Genauso geht es wenn man es konsequent macht.


    Aber! Oftmals machte es ja Spaß sich selbst durch probieren seinen Kompromiss zu finden.


    Gruß

    Michael

  • Hallole,

    mein Kompromiss lautet Dspeaker Antimode Dual Core 2.0.

    Damit konnte ich die Raummoden zügeln und es hört sich jetzt in meinem Raum ganz anders an. Nach einiger Zeit des Hörens hört es sich besser, dröhnfrei, ausgewogener, deutlich präziser und unangestrengter an.

    Gefällt mir sehr gut. Ohne groß den eh schon eher kleinen Raum ( 20 qm ) zuzustellen oder die Wände allzu sehr zu verkleiden. Normale Raumdeko und gut ist.

    :24:

    Andreas


    EMT 938 mit TSD MRB; Cyrus Quattro; Mission Cyrus one (alte Version 80-er Jahre ); Fezz Alfa Lupi; Opera Prima 2015; Waschmaschine Hannl Micro/Rundbürste; KHV Topping L30II; KH Austrian Audio HI-X65; DAC Topping D50III; Dspeaker Antimode 2.0

  • So ein Antimod kann helfen , aber nicht bei jedem , und man weiß nicht genau was dieses Kästchen macht. Mann kann da ein wenig mit den Filtern spielen , aber mehr auch nicht . Ich persönlich bin damit nie zufrieden gewesen , und höre das auch von einigen , ist ok aber nicht perfekt . Wenn man damit hinkommt super , denn für das Geld

    Bekommt man das mit anderen Mitteln nicht hin

    Gruß Thomas

  • Hat jemand mit einem analogem!! Equalizer Erfahrungen, welcher sich speziell auf ein oder zwei recht eng abgegrenzte Frequenzen einstellen lässt u.nd alles andere in Ruhe lässt?

    Ich habe den parametrischen EQ von Thel, der muss bei mir

    eine Resonanz von >15dB wegfressen. Ich hatte auch schon digitale Lösungen via Roon oder VST.

    Meiner Meinung ist die Wahl nicht kriegsentscheidend solange man die richtigen Einstellungen trifft. (man hat halt die Wahl zwischen bösen DSP und OpAmp aber Störfrequenzen sind eine andere Größenordnung )

    Meine Methode funktioniert ohne Messen.

    1. Gesamtlautstärke sehr weit runterdrehen.

    2. EQ auf volle Anhebung und Maximale Güte

    3. Frequenzregler durchlaufen bis es richtig rumpelt, Stop.

    4. Güteregler solange zurückregeln bis es dadurch nicht mehr lauter wird (das beeinflusst den Bereich der Filterung)

    5. Statt Anhebung eine Absenkung nach Gehör einstellen


    Die analoge Lösung hat den Vorteil daß es beim Einstellen keine Unterbrechungen gibt.

  • 1. Gesamtlautstärke sehr weit runterdrehen.

    2. EQ auf volle Anhebung und Maximale Güte

    3. Frequenzregler durchlaufen bis es richtig rumpelt, Stop.

    4. Güteregler solange zurückregeln bis es dadurch nicht mehr lauter wird (das beeinflusst den Bereich der Filterung)

    5. Statt Anhebung eine Absenkung nach Gehör einstellen

    Danke für den Tip. Hab auch schon mit dem Thel geliebäugelt.

    Gibts leider nur noch als Bausatz aber vielleicht bestell ich ihn doch noch.


    Grüße

    Karl

  • Ist doch ok,

    ich habe doch nur meine Erfahrung geschrieben. Wer sagt daß Du das anwenden sollst?

    Dachte das Forum dient auch dem Erfahrungsaustausch.

    Wenn nicht erwünscht - sorry.

    :24:

    Andreas


    EMT 938 mit TSD MRB; Cyrus Quattro; Mission Cyrus one (alte Version 80-er Jahre ); Fezz Alfa Lupi; Opera Prima 2015; Waschmaschine Hannl Micro/Rundbürste; KHV Topping L30II; KH Austrian Audio HI-X65; DAC Topping D50III; Dspeaker Antimode 2.0