Stereo Zeitschrift Messungen Messergebnisse

  • Hallo Freunde,

    was haltet Ihr von den Messungen und Messergebnissen die die Stereo immer macht bzw. abdruckt. Hat das Qualität oder sind das einfach nur ein paar hübsche Zahlen?


    Beste Grüße AF65

  • nun ja, gemessen ist halt gemessen,


    aber zum Beispiel Frequenzschriebe von LSP sind durch relativ gemittelte Darstellung auch relativ ungenau.

    In den 70er und 80ern waren die Messungen bei z.B. der Hifi Stereophonie sehr viel Aussagekräftiger.

    ^^ ich mach gleich mal ein beispielbild

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  • IMG20240609115309.jpg


    Hier sieht man einen typischen Messchrieb von Stereo.

    Man sieht sofort wie wenig ausgeprägt die Zacken im Frequenz Gang sind, die Kurve ist gemittelt um kleinere Unregelmäßigkeiten zu begradigen. Mann will so das Lesen der Kurve vereinfachen. Angeblich.....

    IMG20240609115318.jpg


    Hier der Messchrieb aus den späteren 70 er Jahren, man erkennt alle Zacken und kleiner welligkeiten auch unter 1 DB Abweichung. Der Messchrieb wirkt unruhiger und weniger "gut" im Ergebnis.

    wie man sieht hat man auch mehr gemessen wie den reinen Frequenzgang. zudem wurde immer Erläutert wie gemessen wurde.


    In neuen Zeitschriften wird leider wenig bis gar nicht gemessen, keiner weis WIE gemessen wurde und es wird nur noch "gehört".

    Auffallende falsche nicht Praxis gemäße Werte z.h. im phonoteil werden gar nicht erst gemessen, oder gar verborgen....

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  • Die Frage, die ich mir stelle, und für die ich mangels Wissens keine Antwort habe, ist folgende.


    Was sagen die Messwerte aus?


    Wenn ich meine Lautsprecher nehme.

    Bauer LS 3g, die ich mir ausschließlich nach Gehör ausgesucht habe.

    Nehmen wir an, ich hätte die ausführlichen Messungen wie oben aus den 70ern.


    Wenn ich jetzt neue Lautsprecher auswählen sollte. Wenn ich quasi die Messekurven vergleichen würde, und ich auf minimale Abweichungen schauen würde.

    Würden dann entsprechende Lautsprecher klanglich am meisten Ähnlichkeit zu meinen jetzigen Lautsprechern haben?


    Würde ich z.B. Modelle von Sonus Faber, die mir immer etwas behäbig vorkommen, nach solchen Formalkriterien aussortieren können?


    Ich zweifle daran, dass das ein sinnvoller Ansatz wäre. Aber vielleicht geht ja jemand genauso vor.

    Entspanntes Hören, Frank


    ] Vorhandensein von Musik - Zuhandensein von Klang [

  • Ich zweifle daran, dass das ein sinnvoller Ansatz wäre.

    Es ist schon möglich, so eine Vorauswahl zu treffen. Sieht man in dem Schrieb eine Überhöhung im Bereich 100 - 300Hz, danach eine Senke und einen Anstieg ab ca. 5KHz ist sofort zu sehen, dass so etwas keine Loudnesskorrektur mehr benötigt. Wer oben Zisch und unten Bumms mag, der ist da richtig. Auch die Bereiche zwischen 200-500Hz und 1-5KHz zeigen viel, über das zu erwartende Ergebnis. Stimmen präsent oder entfernt, giftige Höhen oder schmusig, Raum eng oder weit.

    Auch ob eine Senke (Überhöhung) schmalbandig oder ein regelrechtes Tal (Berg) ist, lässt ziemlich gute Voraussagen über den zu erwartenden Klang zu. Man sieht dann schon, ob einem der LS auf den Senkel gehen wird, oder nicht.

    Man sieht sofort wie wenig ausgeprägt die Zacken im Frequenz Gang sind, die Kurve ist gemittelt um kleinere Unregelmäßigkeiten zu begradigen.

    Wäre noch nicht mal schlimm. Die Skalierung fehlt leider. Der FG ist so mies bzw. unpassend für meine Bedürfnisse, dass der LS für mich sofort rausfallen würde.