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Wiederentdeckte Schätze // Vorstellung von unbekannten Lieblingsplatten

  • Claus K.
  • 30. Juni 2024 um 18:37
  • Claus K.
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    • 30. Juni 2024 um 18:37
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich freue mich immer, wenn hier im Forum (mir) unbekannte Perlen vorgestellt werden. Als Anregung aus der Mojo (dort gibt es schon seit Jahren eine Rubrik "Buried Treasures") möchte ich deshalb diesen Thread starten.

    ZIEL: Vorstellen von Platten die dem Beitragsersteller viel bedeuten, die er gerne anderen näherbringen möchte und von denen er sich vorstellen kann, dass sie andere viel Freude beim Entdecken bereiten. Welche Platte wolltet ihr schon immer aus dem Kult-Dasein befreien? Welche Eurer unbekannten Lieblingsplatten sollte andere im Forum einmal kennenlernen?

    WICHTIG / SPIELREGELN: Es geht hier nicht um die x-te Vorstellung der DSOTM oder des x-ten Dire Straits Reissues. Hier soll es ausschließlich um Platten gehen die weitgehend unbekannt sind, die aber leider viel zu unbekannt geblieben sind.

    • Keine Klassiker die in den berüchtigten Best Of All Bestenlisten auftauchen
    • Keine Platten die massenhaft verkauft wurden und bei vielen in der Sammlung enthalten sind
    • Platte sollte vor mindestens 5 Jahren erschienen sein, also keine Neuerscheinungen
    • Bitte immer mit Coverbild und Besetzung, Titelangeaen schaden auch nicht
    • Wenn möglich Jahr und Label der Erstausgabe nennen
    • Auch wenn möglich erwähnen, ob es ein noch erhältliches RI gibt
    • Bitte beschreiben was diese Platte ausmacht und weshalb sie Euch ans Herz gewachsen ist
    • Es geht hier nicht um audiophile Edelausgaben, sondern um Brot-und-Butter Normalausgaben. Wenn die dann noch toll klingen, um so besser.
    • Stilistisch soll es bewusst keine Einschränkung geben. Zur besseren Einordnung ist eine kurze Genre-Einordnung für Nicht-Eingeweihte hilfreich.

    Ich habe häufiger Hörsessions mit anderen Forianern. Dort bringe ich gerne Platte mit die ich anderen vorstellen möchte. Im Gegenzug bekomme ich viele neue Höreindrücke von den Platten der anderen. So ähnlich stelle ich mir diesen Thread vor.

    Mal schauen, wie lange der thread am Leben bleibt.

    Gruß

    Claus

  • Claus K.
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    • 30. Juni 2024 um 18:40
    • #2

    Und dann will ich auch gleich einmal den Anfang machen.

    Flamin‘ Groovies – Still Shakin‘ (Buddah 1976, Compilation der Jahre 1969-1971)

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    Genre: Stones-artiger Bluesrock mit Psych einflüssen, Proto-Punk

    Kennt ihr noch die Taschen vom Bund die in den 80-ern gerne als Schultaschenersatz genutzt wurden? Dann am besten noch mit eigenen Kugelschreiber Graffits und Grafiken versehen? Jedenfalls in meiner 8ten Klassen Anfang der 80er kam ein neuer Mitschüler neu in meine Schulklasse mit genauso einer Tasche. Drauf standen für mich zur damaligen Zeit so kryptische Namen wie Rare Earth, 13th Floor Elevators und eben Flamin‘ Groovies. Irgendwann habe ihn drauf angesprochen, er konnte zu vielen Bands etwas sagen, bei den Flamin‘ Groovies blieb er aber sehr vage – „halt so eine unbekannte amerikanische Rockband“.

    Irgendwann fing ich an obskure Fanzies zu lesen. Da ging es verstärkt um 60’s US-Punk, Proto Punk a la Stooges, Alt- und Neo-Psych, und halt auch um fast vergessene Gruppen. So bin ich wieder auf die Flamin‘ Groovies gestoßen.

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    Wer also sind die? Eine Band die es schaffte immer haarscharf am Zeitgeist vorbei zu segeln. Entweder zu spät oder zu früh am Start.

    Zitat allmusic.com: „Die Flamin' Groovies sind eine Band, die ihre Karriere darauf aufgebaut hat, die positiven Aspekte des Lebens in der Vergangenheit zu demonstrieren. Während sie in den späten 60er Jahren in San Francisco zu Ruhm gelangten, hatten sie wenig Interesse an der psychedelischen Musik, die in der Bay Area in Mode war. Stattdessen zelebrierten die Groovies die Freuden des Rock 'n' Roll der ersten Stunde und des klassischen R&B sowie die schmierige Schärfe des Rock der frühen 60er Jahre.“

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    Die Platte die hier vorstelle ist eine Compilation ihrer beiden klassischen LPs Flamingo (1970) und Teenage Head (1971) mit einem Best-Of Studio Outtakes dieser Zeit. Sie zeigt auf, was die Groovies zu einer großartigen Band machte: energiegeladener Retro-Rock an der Kante zum R&B. Oder wie ein Kritiker einmal zu den Groovies dieser Ära meinte, dass „die Roy Loney-Ära der Flamin' Groovies darauf hindeutet, wie die Rolling Stones geklungen hätten, wenn sie dem Sound und Stil von Sun Records statt Chess Records die Treue geschworen hätten“. Und Mick Jagger meinte wohl zum Teenage Head Album, es sei Sticky Fingers ähnlich, nur hätten die Groovies den besseren Job gemacht.

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    Hat alles nichts geholfen. In den Charts waren sie kein bisschen erfolgreich. 1971/1972 kam es dann zum großen Besetzungswechsel, und die dann von Cyril Jordan geprägte Band wurden zum Vorreiter des Beatles/Byrds geprägten Power Pop. Auch eine interessante Phase, aber die ist auf der vorgestellten Platte nicht erfasst.

    Besetzung:

    Roy Loney – voc, g / Cyril Jordan – g, voc / Tim Lynch – g, voc / George Alexander . b / Danny Mihm – dr

    Tracks: Teenage Head / Evil Hearted Ada / Comin After Me / Have You Seen My Baby / Walkin The Dog / Doctor Boogie / Keep A Knockin / Shakin All Over / That'll Be The Day / Louie Louie / My Girl Josephine / Around And Around / Rockin Pneumonia And The Boogie Woogie Flu / Going Out Theme

    Meine Ausgabe ist ein RI von 1980 aus Spanien und die klingt gut. Bestimmt keine Platte mit audiophilen Inhalten, halt nur eine, um Spaß und Freude zu haben. Und die habe ich schon seit fast 40 Jahren mit der Band.

    Gruß

    Claus

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    • 2. Juli 2024 um 16:14
    • #3

    Hallo Namensvetter,

    eine schöne Vorstellung. Von den Flamin Groovies stehen hier ebenfalls Teenage Head (als US Kama Sutra-Repress von 1972), Shake some action (als französische Philips-Ausgabe von 1976), Supersnazz (Epic, Europa) und Now (Sire, Deutschland, 1978). Von der Flamingo suche ich noch eine frühe US-Ausgabe auf Kama Sutra.

    Sehr schön finde ich auch "Supersnazz" (1969). Dieses Album ist noch vor "Flamingo" und "Teenage Head" erschienen.

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    Ab Mitte der 1970er-Jahre hat sich der Stil der Band etwas geändert, mehr hin zum Powerpop. Schönstes Album aus dieser Zeit ist mMn das von Dave Edmunds produzierte Album "Shake some action".

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    VG Claus

    "Ich habe nie eine Torchance überhastet vergeben. Lieber habe ich sie vertändelt." Willi Lippens

    3 Mal editiert, zuletzt von cb69musik (2. Juli 2024 um 16:24)

  • Claus K.
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    • 2. Juli 2024 um 19:16
    • #4

    Hi Claus / cb69musik,

    Und vor der Supernazz kam 1968 schon die Sneakers EP mit 7 Tracks raus. Da sind sie eher noch im psychedelischem Garagenrock unterwegs. Davon gibt es ein gar nicht teures, gut klingendes und gut erhältliches RI auf Line.

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    Bei den Groovies ist es wie mit Fleetwood Mac, wo es die Bluesrocker mit Peter Green und dann die musikalisch ganz anders gelagerten Softrocker mit Nicks / Buckinham.

    Bei den Groovies git es die Roy Loney / Tom Lynch Band die eher dreckigen Retro Rock spielt und die stark an die Beatles orientierten Jingle-Jangle Power Popper mit Cyril Jordan im Lead. Beides gut, aber doch ganz anders,

    Der von mir vorgestellte Sampler behandelt die Loney/Lynch Band.

    Noch eine Anmerkung zur Flamingo (ihre meiner Meinung nach beste Einzel-LP): Ich habe davon ein US 1st press auf Kama-Sutra. Die klingt gut, ich meine aber, da reicht auch ein RI.

    Gruß

    Claus

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    • 3. Juli 2024 um 18:45
    • #5

    The Feelies – Crazy Rhythms (Stiff Records UK, hier RI auf Line 1986)

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    Genre: Guitar Pop / Indie Rock / Jangle Pop

    Als zweiten gehobenen Schatz möchte ich Euch eine meiner absoluten Lieblingsplatten vorzustellen. Fast jeder der bei mir zu einer Hörsession vorbei kommt, bekommt diese Platte einmal vorgespielt. Diese Musik begleitet mich seit meiner Jugend und hat den Test der Zeit hervorragend bestanden.

    Last Euch vom Cover nicht abschrecken, die Musik ist nicht weichgespült sondern hat Ecken und Kanten. Das Cover gehört eher in die Kategorie der ersten Cover von Elvis Costello mit ihrem trügerischen Hornbrillen-NewWave Lock.

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    Allmusic meint zu der Band: „Die in New Jersey ansässigen Helden des Indie-Undergrounds der 1980er Jahre werden von vielen Anhängern für ihren nervösen, rasenden und absolut ansteckenden Avant-Pop geliebt.“

    Zur Zeit von Crazy Rhythm bestand die Gruppe aus

    Bill Million - voc, g / Glenn Mercer voc, g / Keith Clayton – b / Anton Fier – dr und vieles mehr was ich schlagen lässt

    Hauptsongschreiber sind Million und Mercer.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Im Forum kennt sicher der ein oder andere die Gruppe, doch ist sie noch lange nicht so bekannt, wie sie es verdient hätte. Die Feelies gehören zu den einflussreicheren der New Yorker Post-Punk/Underground Szene, allerdings weniger für Noise, sondern eher für intelligenten, nervösen Gitarren Pop. Gegründet wurde die Band 1976 in Hoboken, NJ, sie bestand in ihrer ersten Phase bis 1992. In 2008 haben sie sich wiedervereinigt und haben auch wieder neue Platten rausgebracht.

    Von Ihren Platten ist die 'Crazy Rhythm' herausragend, der Rest geht eher in Richtung College Rock und fällt etwas ab (obwohl immer noch gut). Die Feelies waren anfangs in Europa präsenter als in den USA, die erste Single 'Fe Ce-La' und die Platte 'Crazy Rhythms' wurden zuerst in UK bei Rough Trade bzw. Stiff veröffentlicht. Dabei waren die Feelies eine Gruppe die wenig tourte und auch ihre Platten nicht durch eine Tour promoten wollte.

    Titel:

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    Zur Musik:

    Die Musik besteht aus rhytmusbetontem, nervösem, krachigem PowerPop mit aufgedrehten Melodien und seltsamen Texten. Das Album enthält sieben Originale und das Beatles Cover "Everybody's Got Something to Hide". Basis ist der direkte Beat von Fier, dem heimlichem Star des Albums, der einen Velvet Underground / Krautrock artigen Rhythmus mit polternden Einwürfen schlägt. Es kommen alle möglichen Geräte neben dem Schlagzeug zum Einsatz, auf dem Backcover werden u.a. Küchengeräte und Sandpapier erwähnt. Dabei hat alles einen leichten, rockigen Charakter. Auf der Rythmusarbeit bauen dann die Doppel Gitarren von Mercer/Million auf, die irgendwie unwirklich und distanziert klingen.

    Die Musik klingt auch nach fast 40 Jahren frisch und ist in dieser Form für mich von keiner anderen Gruppe und Platte erreicht worden.

    Anspieltipps sind: "Loveless Love", "The Boy with the perpetual nervousness" und das Titelstück. Es gibt auf der Platte keine Aussetzer.

    Die Platte war kommerziell nicht erfolgreich. Die Plattenfirma baute mehr Druck auf die Band auf eine Hitsingle zu produzieren, worauf die Band mit Inaktivität reagierte. Letztlich verließ Anton Fier die Feelies (er ging zu zuerst zu den Lounge Lizards und später war er bei den Golden Palominos). Die Feelies waren später nicht mehr dieselben, vom nervösem PowerPop gingen sie zu ruhigerem, folkigerem College Rock a la R.E.M. über, leider.

    Es gibt noch gut erhältliche RI von Domino von 2009 und 2015. Die letzte RI 2022 kam von Bar/None. Mein Exemplar auf Line hat weißes Vinyl und klignt sehr gut.

    Gruß

    Claus

    P.S.: Der Thread soll keine Alleinunterhaltung werden. Ihr habt doch bestimmt haufenweise Platte andere nicht kennen und Euch ans Herz gewachsen sind. Ich jedenfalls würde mich Anregungen Eurerseits freuen.


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    • 3. Juli 2024 um 19:58
    • #6

    Demon Fuzz - Afreaka! (1970)

    Vor ein paar Jahren bin ich auf diese britische Band aufmerksam geworden, die nur eine kurze Zeit, von Ende der 1960er- bis Anfang der 1970er-Jahre, existierte. Seit ich das Album "Afreaka!" erstmals gehört habe, hat es mich in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Die Mischung aus traditionell afrikanischer Musik, Blues, Jazz, 1970er Rock und Prog ist sehr einzigartig und vermischt die einzelnen Stile in einer für mich absolut leichten Art und Weise, es klingt nie angestrengt, es groovt ungemein und ist ein durch und durch rundes und sehr empfehlenswertes Album, dass ich sehr gerne auflege und absolut empfehlen kann.

    Last.fm schreibt hierzu:

    "Die schwarzafrikanische Band startete 1970 in Großbritannien und spielten einen irren Mix aus psychedelischen Soul, Afro Jazz, schwarzen Acidrock, Heavy Dub-Funk und Progressive Rock. Stilistische Ähnlichkeiten finden sich in so unterschiedlichen Bands wie Colosseum, Temptations, Santana, frühen Funkadelic und Chicago Transit Authority.

    Blues, Jazz, Soul, Funk und harter Rock gehen diese energische, vitale Verbindung ein, gemischt mit afrikanischer Urwüchsigkeit.

    Smokey Adams (voc), Steve John (dr), Ray Rhoden (org, p), Sleepy Jack Joseph (b), W. Raphael Joseph (g), Clarance Brooms Crosdale (tr), Paddy Corea (fl, cong, ts, ss) und als Gast Ayrinde Folarin (add cong) sind geübte Handwerker an ihren Instrumenten, phantasievolle Improvisateure und Solisten.

    Die Heavyness, die Blues, Jazz, Soul, Funk und Rock verbindet, die vitalen, ausufernden instrumentalen Phrasen und die heftige Energie des Schlagzeugspiels machen das einzige Album der Afro-Rockband, 1970 auf dem Progressive Label Dawn erschienen, zu einem ungewöhnlichen Meisterwerk."

    Dem kann ich nichts mehr hinzufügen.

    Die alten UK Dawn-, US und Japan Janus-Ausgaben sind schwierig zu finden und (sehr) teuer. Bei mir steht eine 2015er Granadilla Music-Ausgabe (ist irgendwann später als "inoffiziell" bei discogs gelistet worden). Pressung und Klang sind gut.

    In den Jahren 2017, 2020 und 2023 sind MOV-Ausgaben erschienen, die bei discogs gelobt werden.

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    VG Claus

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    • 4. Juli 2024 um 20:25
    • #7
    Zitat von Claus K.

    The Feelies – Crazy Rhythms (Stiff Records UK, hier RI auf Line 1986)

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    Von Ihren Platten ist die 'Crazy Rhythm' herausragend, der Rest geht eher in Richtung College Rock und fällt etwas ab (obwohl immer noch gut). Die Feelies waren anfangs in Europa präsenter als in den USA, die erste Single 'Fe Ce-La' und die Platte 'Crazy Rhythms' wurden zuerst in UK bei Rough Trade bzw. Stiff veröffentlicht. Dabei waren die Feelies eine Gruppe die wenig tourte und auch ihre Platten nicht durch eine Tour promoten wollte.

    Titel:

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    Zur Musik:

    Die Musik besteht aus rhytmusbetontem, nervösem, krachigem PowerPop mit aufgedrehten Melodien und seltsamen Texten. Das Album enthält sieben Originale und das Beatles Cover "Everybody's Got Something to Hide". Basis ist der direkte Beat von Fier, dem heimlichem Star des Albums, der einen Velvet Underground / Krautrock artigen Rhythmus mit polternden Einwürfen schlägt. Es kommen alle möglichen Geräte neben dem Schlagzeug zum Einsatz, auf dem Backcover werden u.a. Küchengeräte und Sandpapier erwähnt. Dabei hat alles einen leichten, rockigen Charakter. Auf der Rythmusarbeit bauen dann die Doppel Gitarren von Mercer/Million auf, die irgendwie unwirklich und distanziert klingen.

    Die Musik klingt auch nach fast 40 Jahren frisch und ist in dieser Form für mich von keiner anderen Gruppe und Platte erreicht worden.

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    Claus

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    The Feelies waren mir nur vom Namen her geläufig. Ich habe in "Crazy Rhythms" reingehört und es gefällt mir sehr gut. Kurzum beim Plattenhändler des Vertrauen angerufen, er bestellt das Album. Danke für die Anregung!

    VG Claus

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  • Claus K.
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    • 12. Juli 2024 um 17:21
    • #8

    Heute möchte ich ein Werk aus dem Jazz vorstellen das mehr Aufmerksamkeit verdient hätte. Das Problem ist, der Interpret kommt aus der Sowjetunion und ist bei uns wenig bekannt. Dabei ist er ein bemerkenswerter Tenorsaxophonist (neben weiteren Instrumenten) des Post-Free-Jazz. Und sein freies Spiel ist dabei noch sehr gut anzuhören und nicht zu wild.

    Vladimir Chekasin - The Memoirs (Melodya, 1986)

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    Auf ihn aufmerksam geworden bin ich durch das Buch Red And Hot über den Jazz in Rußland 1917-1990 von S. Frederick Starr.

    Neugierig geworden habe ich mir ein paar Platten von ihm besorgt. Die "The Memoirs" ist mir davon die liebste. Geboten wird eine Suite von 40 Minuten die sich über beide Plattenseiten verteilt.

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    Musikalisch bewegt es irgendwo zwischen Free Jazz (aber sehr gut hörbar!) und Fusion mit Motiven aus der russischen und baltischen Volksmusik. Das ist sicher keine einfache Musik, sie aber jedem empfohlen der sich darauf einlassen kann.

    Besetzung:

    Vladimir Chekasin - ts, cl, fl, synth, perc

    Oleg Molokoedov - p, synth, perc

    Leonid Šinkarenko - b, perc

    Gediminas Laurinavičius - dr, perc

    Chekasin (oder auch Tschekassin) wurde am 24.02.21947 in Swerdlowsk geboren und wurde vor allem als Mitglied des Ganelin Trios bekannt. Wie Rahsaan Roland Kirk bläst er zeitweise zwei Saxophone gleichzeitig. Beinflusst wurde er insbesondere durch John Coltrane, Ornette Coleman und John Tchicai. Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurde er litauischer Staatsbürger.

    Das Album auf Melodiya klingt gut. Wie viele Vinyls aus dem ehemaligen Ostblock besteht das Cover nur aus dünnem Karton und ist heute oft nicht mehr taufrisch. Die Platte sollte für gut 10-15 Euro bei Discogs zu bekommen sein.

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    Anbei noch ein Link zu youtube um eine ersten Eindruck zu geben.

    Externer Inhalt www.youtube.com
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    Gruß

    Claus

  • fr.jazbec
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    • 12. Juli 2024 um 19:31
    • #9

    Hallo, habe hier auch noch ein absolutes Topalbum von einer Gruppe von der es noch nichtmal einen Wikipedia Eintrag gibt.

    Viel kann ich auch gar nicht dazu sagen, ich finde das Album einfach toll, sowohl musikalisch als auch aufnahmetechnisch.

    https://rateyourmusic.com/artist/the_jazz_devils

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  • fr.jazbec
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    • 12. Juli 2024 um 19:42
    • #10

    Noch ein absolutes Knalleralbum.

    Dies Album nutze ich gerne um Besuchern meine Anlage vorzuführen und um zu zeigen, daß analog doch besser ist als digital. Kostet mittlerweile wohl 3stellig.😢

    Habe ich um die Jahrtausendwende mal auf einer GoaParty gehört und sofort gekauft. MDMA oder LSD Konsum vorm Anhören intensiviert das Hörerlebnis.🤯

    Shpongle – Wikipedia
    de.wikipedia.org

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  • sammy123
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    • 12. Juli 2024 um 19:48
    • #11

    "Aufforderung" zum Drogenkonsum finde ich persönlich nicht wirklich gut - da hilft auch kein smiley. :sorry:

  • GST
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    • 14. Juli 2024 um 15:09
    • #12

    Hallo,

    Faches - Longplayer (Twen 1971, engl. Promo Pressung) Live und Studio-Aufnahmen

    In entsprechend guter Klangqualität.

    Gruss Günter

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  • Claus K.
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    • 14. Juli 2024 um 15:55
    • #13

    fr.jazbec , GST: Prima, das ihr Euch hier beteiligt. Aber könnt ihr noch etwas mehr zu den Platten sagen? Warum habt ihr die ausgewählt? Was bedeutet Euch die Musik? Um für eine Art von Musik geht es da überhaupt? Wer spielt da mit? Wann sind die Platten auf welchem Label erschienen? Und warum sind das wiederentdeckte Schätze?

    Mit nur einem kurzen Satz und ein paar Fotos ist das heir sonst nur ein Alternativ-Thread zum "heute gehört" Faden. Das fände ich schade.

    Ich würde mich zumindest über etwas mehr Infos freuen!

    Gruß

    Claus

    Einmal editiert, zuletzt von Claus K. (14. Juli 2024 um 16:03)

  • GST
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    • 14. Juli 2024 um 18:01
    • #14

    Hallo

    Faces - Longplayer war nach dem Weggang von Steve Marriot von den Small Faces;

    mit die ersten Tonaufnahmen mit der neu formierten Band mit Rod Stewart

    und Ronnie Wood (Guitar, slide guitar, anschließend bei den Stones), Ian McLagam (Keyboards), Kenny Jones (Drums,

    später bei The WHO), Ron Laner (Bass, Guitar, Vocal). Es war Rock /Blues Rock was

    diese 5 trinkfesten Musiker auf die Bühne bzw. LP brachten. Hatten viel Spaß und

    kamen bei den Fans sehr gut an.

    Gruss Günter

  • Hanner
    Audio-Nerd
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    • 14. Juli 2024 um 18:22
    • #15

    Der heißt Ronnie Lane.

    Gruß

    Hanner

  • cb69musik
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    • 14. Juli 2024 um 19:09
    • #16

    Vor einigen Jahren bin ich auf den englischen Gitarristen Peter „Ollie“ Halsall aufmerksam geworden, der seine kreativste Phase in den 1970er Jahren hatte. Nachdem mich sein Gitarrenspiel so angefixt hat, habe ich mich wie ein Trüffelschwein mit seiner doch eher kurzen musikalischen Karriere beschäftigt, denn Halsall starb bereits im Alter von 43 Jahren an den Folgen seiner Drogensucht.

    Besonders eng und kreativ war die Zusammenarbeit von Peter „Ollie“ Halsall mit Mike Patto, zunächst mit der Band Timebox und dann anschließend in der Band Patto. Und genau um die geht es jetzt. Patto war eine englische Band, gegründet 1970, die eine Mischung aus Hardrock, Blues und Jazz spielten. Die Band spielte in der folgenden Besetzung

    • Mike Patto alias Michael Pattrick McGrath (22.09.42 - 03.03.79): voc., keyb.
    • Peter "Ollie" Halsall (+29.05.92): guit., keyb. voc.
    • John Halsey: drums
    • Clive Griffiths: bass

    Patto haben drei Studioalben gemacht

    • Patto (1970)
    • Hold your fire (1971)
    • Roll ´em smoke ´em put another line out (1972)

    Das Album “Hold your fire” ist mit der Zeit zu einem meiner liebsten Rockalben aus den 1970er Jahren geworden, stand aber leider immer im Schatten der ganzen großen Bands drumherum. Warum es nicht richtig gezündet hat – ich weiß es nicht. Das Gitarrenspiel von Ollie Halsall und der Gesang von Mike Patto sind einfach große Klasse und dieses Album beinhaltet viele Perlen mit wunderbaren Songstrukturen. Halsall zeichnet aus, dass er immer ein sehr feiner Gitarrist mit ausgeklügelten Spiel war und eher weniger brachial zu Werke gegangen ist.

    Die beiden erstgenannten Studioalben stehen bei mir im Regal, Patto als US Vertigo Swirl-Erstausgabe und Hold your fire als Akarma RI aus 2002. Die Akarma-Ausgabe ist sehr zu empfehlen, da immer noch recht günstig, Pressung und Klang sind top und auch das sehr schöne Klapp-Gimmick-Cover ist sehr gut gemacht.

    Patto – Hold Your Fire (2002, Vinyl) - Discogs

    Mein Lieblingsstück ist das ruhige „You, you point your finger“

    Patto - you, you point your finger
    PATTO - 1971 HOLD YOUR FIRE track 2
    www.youtube.com

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Wer Halsall mag, kann sich auch mal mit der Band „Tempest“ beschäftigen.

    VG

    Claus

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  • GST
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    • 14. Juli 2024 um 19:35
    • #17
    Zitat von Hanner

    Der heißt Ronnie Lane.

    Hallo

    Ich habe mich auch gewundert, auf dem Cover ist der Name so geschrieben.

    Günter

  • rayze
    Grateful Dread
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    • 14. Juli 2024 um 20:16
    • #18
    Zitat von cb69musik

    Mein Lieblingsstück ist das ruhige „You, you point your finger“

    ..werde ich mir definitiv anhören. das ist genau die Art von Platte (kaum einer kennt es) die ich mir von diesem Thread erwartete.

    @Caus k.

    Ich hatte mir überlegt hier die "So Far" von Faust vorzustellen, aber eigtl. ist das für diesen thread schon zu bekannt, oder?

    Grüße: raimund

  • Claus K.
    -
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    • 14. Juli 2024 um 20:21
    • #19

    rayze : fände es gut, wenn Du hier Faust vorstellst. Und ich glaube auch nicht, dass die So Far wirklich bekannt ist. Das ist die Gelegenheit das nachzuholen. :)

  • Vinyl
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    • 15. Juli 2024 um 10:23
    • #20
    Zitat von cb69musik

    Vor einigen Jahren bin ich auf den englischen Gitarristen Peter „Ollie“ Halsall aufmerksam geworden, der seine kreativste Phase in den 1970er Jahren hatte. Nachdem mich sein Gitarrenspiel so angefixt hat, habe ich mich wie ein Trüffelschwein mit seiner doch eher kurzen musikalischen Karriere beschäftigt, denn Halsall starb bereits im Alter von 43 Jahren an den Folgen seiner Drogensucht.

    Besonders eng und kreativ war die Zusammenarbeit von Peter „Ollie“ Halsall mit Mike Patto, zunächst mit der Band Timebox und dann anschließend in der Band Patto. Und genau um die geht es jetzt. Patto war eine englische Band, gegründet 1970, die eine Mischung aus Hardrock, Blues und Jazz spielten. Die Band spielte in der folgenden Besetzung

    • Mike Patto alias Michael Pattrick McGrath (22.09.42 - 03.03.79): voc., keyb.
    • Peter "Ollie" Halsall (+29.05.92): guit., keyb. voc.
    • John Halsey: drums
    • Clive Griffiths: bass

    Patto haben drei Studioalben gemacht

    • Patto (1970)
    • Hold your fire (1971)
    • Roll ´em smoke ´em put another line out (1972)

    Das Album “Hold your fire” ist mit der Zeit zu einem meiner liebsten Rockalben aus den 1970er Jahren geworden, stand aber leider immer im Schatten der ganzen großen Bands drumherum. Warum es nicht richtig gezündet hat – ich weiß es nicht. Das Gitarrenspiel von Ollie Halsall und der Gesang von Mike Patto sind einfach große Klasse und dieses Album beinhaltet viele Perlen mit wunderbaren Songstrukturen. Halsall zeichnet aus, dass er immer ein sehr feiner Gitarrist mit ausgeklügelten Spiel war und eher weniger brachial zu Werke gegangen ist.

    Die beiden erstgenannten Studioalben stehen bei mir im Regal, Patto als US Vertigo Swirl-Erstausgabe und Hold your fire als Akarma RI aus 2002. Die Akarma-Ausgabe ist sehr zu empfehlen, da immer noch recht günstig, Pressung und Klang sind top und auch das sehr schöne Klapp-Gimmick-Cover ist sehr gut gemacht.

    Patto – Hold Your Fire (2002, Vinyl) - Discogs

    Mein Lieblingsstück ist das ruhige „You, you point your finger“

    https://www.youtube.com/watch?v=h4rsHA0tBMs

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    Wer Halsall mag, kann sich auch mal mit der Band „Tempest“ beschäftigen.

    VG

    Claus

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