10EM7 niederländischer Bauart!

  • Hallo,

    mir ist ein Verstärker zugeflogen.

    Frei verdrahtet, quasi Dreidimensional :/


    Ich würde gern ein Eingangspoti einfügen und frag‘ mich:

    Eingangsbuchsen nach hinten verlegen, zwei neuer Löcher bohren, zwei Mono-Potis in die freiwerdenden Löcher der Cinchbuchsen. Oder ein neues Loch bohren und das Stereo-Potis zwischen den Röhren , ein bißchen in Richtung vordere Kante, einsetzten.

    IMG_0534.jpg

    IMG_0805.jpeg


    https://audio-creative.nl/projecten/little-blue-set/ Es ist tatsächlich der originale Verstärker aus dem Link.


    Eure Meinung?



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    IMG_0805.jpeg


    Glückauf

    Andreas

    Dateien

    Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen."


    (Ich höre mit ...meinen Ohren...Musik ;).

    Wobei, ob ich das Netzkabel meiner Plattenwaschmaschine mal... )


  • Mono-Poti ist eigentlich völlig blöd, weil Du ständig die Stereomitte einstellen wirst - also zumindest wäre das bei mir so =O

    Bau ein ordentliches Stereo Poti ein und gut ist. (So ab Alps blau aufwärts.) Ein Loch genau wo Du es sagst.

    Viele Grüße

    Boris

  • Meinst du nicht, das du zuerst das Ding betriebssicher machen solltest? Nicht das du dich daran lebesgefährlich umbringst.


    Wenn ich sehe was für Drähtchen als Leitung von der Kaltgerätebuchse zum Trafo direkt an der gesägten Kante vorbei laufen bekomme ich eine Gänsehaut.

    Und sonst keines der Bleche mit dem Schutzleiter verbunden. Nur ein Draht als Potentialausgleich zur Masse des Netzteils (nur gelötet und farblich nicht gekenzeichnet) hat hier keine Funktion als Schutzleiter.


    Würdest du mir es so zeigen, hätte ich sofort den Seitenschneider gezogen und es stillgelegt.

    Gruß

    Rainer


    Ein Dual ist alles was man an Plattenspieler braucht.....

  • … das ist eine weiter Baustelle … Stimmt

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  • ein paar Stunden Arbeit und dann ist das Teil auch betriebssicher. Cinch Buchsen nach hinten, Stereo Poti an der Front etc ach da ist noch so viel Platz da drin da kann man noch einiges einbauen

  • IMG_8928.jpg

    Vom Schutzleiter geht ein blauer Draht zum Trafo.

    IMG_8929.jpg

    Bezeichnung SCH (die Trafos sind von AE/NL)

    Was meint unser westl Nachbar mit „SCH“?


    Das hellblaue Drähtchen geht auf die Schaltungsmasse.


    Eine sichere Erdung des Metallgehäuse erfolgt jetzt am besten wie?

    Vom Schutzleiter-Pin der Netzbuchse auf eine der Montageschrauben des NT?


    Danke

    Andreas

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  • SCH = Schirmwicklung/statischer Schirm. Muss an PE gelegt werden, sollte im Fehlerfall verhindern, dass ein Schluss zwischen Primärwicklung und anderen Wicklungen im Transformator Netzspannung dorthin bringt. Der Schirm schliesst sie gegen PE kurz und sollte Sicherung oder FI auslösen...


    Gruesse


    Micha

    =->

  • PS: Auch das Chassis sollte auf PE aufgelegt werden - niederohrig und mit grossem Drahtquerschnitt - damit bei einem Schluss vom Netzanschluss ans Chassis die verschleppte Netzspannung ueber PE abgeleitet wird und Sicherung und/oder FI auslöst.


    Gruesse


    Micha

    =->

    PS (2): Man sollte fuer alle PE-Verdrahtung Litze von >= 1,5 mm2 verwenden, am besten mit gruen-gelb farbcodierter Isolation.

  • Dafür ist ein Schirm innerhalb eines Trafos nicht gedacht!


    Trafos haben eine Kapazität zwischen Primär- und Sekundäwicklung. Über diese Kapazität können Störungen vom Netz auf die Sekundärseite des Trafos gelangen. Der Schirm unterbricht diese Kopplung. Das ist der einzige Zweck einer Schirmung innerhalb eines Trafos!


    Der Schirm gehört deshalb nicht an PE, sondern an Masse der Sekundärbetriebsspannungen.

    LG Toni


    Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null.

    Und das nennen sie dann ihren Standpunkt.

  • Danke.

    Sollte ich eine Zahnscheibe nehmen um die Eloxalschicht des Alu zu durchbrechen?

    Andreas

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  • Dafür ist ein Schirm innerhalb eines Trafos nicht gedacht!


    Trafos haben eine Kapazität zwischen Primär- und Sekundäwicklung. Über diese Kapazität können Störungen vom Netz auf die Sekundärseite des Trafos gelangen. Der Schirm unterbricht diese Kopplung. Das ist der einzige Zweck einer Schirmung innerhalb eines Trafos!


    Der Schirm gehört deshalb nicht an PE, sondern an Masse der Sekundärbetriebsspannungen.

    Dazu sage ich nur: Teilweise korrekt.


    Das Auflegen des Schirmes auf Signalmasse ohne Verbindung zu PE ist nur dann sinnvoll/zulaessig, wenn die Isolation zwischen der Primaerwicklung und dem Schirm nach Schutzklasse 2 ausgelegt ist.


    Wenn er nicht so ausgelegt und in der Dokumentation des Transformators entsprechend beschrieben ist, MUSS er eine Verbindung zum Schutzleiter haben, um Gefährdung des Nutzers auszuschliessen.


    Nach dem Bild scheint der Transformator von AE zu stammen, und in den 1980igern oder fruehen 1990igern produziert worden zu sein. Damals gab es entsprechende Dokumentation zu den Transformatoren, die den Anschluss an PE vorschrieb.


    Manche Transformatoren haben einen doppelten Schirm - einen fuer PE und einen weiteren, der auf Signalmasse geht - mit SK 2-Isolation dazwischen damit ist beiden Notwendigkeiten Genüge getan... ich habe sie in safety of life-Anwendungen verbaut gesehen bzw. verbauen lassen.

  • Der Schirm gehört deshalb nicht an PE, sondern an Masse der Sekundärbetriebsspannungen.

    Lass die Schaltungsmasse Masse sein und gebe ihr nicht die Aufgabe der Schirmung..., sonst hast Du alle äußeren Störungen dort, wo sie wirklich stören.


    Gehäuse, Übertrager- oder Trafokerne, Schirmwicklungen sollten ein eigenes Potential haben, welches erst im Netzteil (gilt auch für externe Netzteile für mehrere Geräte) mit PE verbunden wird. Ausnahmen sieht man zuweilen bei Schirmen von Mikrofonübertragern - ich selbst habe aber bessere Erfahrung mit dem Anschluss auch deren Schirme auf das Gehäuse gemacht.


    Gruß Andreas

  • IMG_8927.jpg

    So sieht es unter der Abdeckung aus.

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  • Inzwischen bin ich an Deine Bildchen ohne Quellenangabe und Beschreibung gewöhnt...

    Warum hat der Autor nur an einem Wicklungsanfang die Kapazitäten eingezeichnet? Was bedeuten die Symbole (Masse oder PE)? Ich sehe hier einen Übertrager zwischen einer asymmetrischen Sender und einem asymmetrischen Empfänger.

    Gruß Andreas

  • Man findet ja auch im web korrekte Beschreibungen, wie man Schirmwicklungen anschliesst und warum man sie verwendet. Eine gute Beschreibung habe ich hier gefunden:

    Automatische Netzspannungsumschaltung für Trafos TLC3702 BSP125 (mit Schirmwicklung oder Schirmfolie)

    Eine einfache Grafik von der Seite, wie die Störspannung entsteht und wie eine Schirmwicklung/-Folie dies weitgehend verhindert:

    netzum02.gif

    Und natürlich wird die Schirmwicklung an die Netzerde angeschlossen.

    Eine ausführliche Erklärung findet sich auf der Seite unter 'Trafos mit Schirmwicklung oder Schirmfolie'

    VG Jürgen

  • Eben nicht.

    Dann bitte eine technische Begründung, warum das nicht richtig sein soll!


    Wenn der Schirm nämlich auf Punkt A gesetzt wird, dann werden über C2 wieder Störsignale an ZL weitergegeben.


    Aber Henry W. Ott, der Papst unter den Störspannungs-Experten, der hat natürlich keine Ahnung. :D


    Wer Brummen mag und Störungen aus dem Netz in seine Schaltung holen möchte, der darf machen, was er will. :D :D

    LG Toni


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    Und das nennen sie dann ihren Standpunkt.