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Silberglimmer als Koppelkondensatoren

  • rainV
  • 14. August 2024 um 10:22
  • rainV
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    • 14. August 2024 um 10:22
    • #1

    Probeweise habe ich mir russische 500v/0,1uf als Koppelglieder vor meine Endstufen/und Vorstufenröhren eingebaut und finde keinen einzigen Beitrag irgendwo im Netz wo das jemand gemacht hat, nur verschiedentlich die Vermutung sie würden an der Stelle nicht gut klingen, was mir nicht wirklich eingeleuchtet hat.

    Nun das Ergebniss scheint ziemlich gut zu sein …daher meine Frage: gibt es fundierte Erfahrungen von anderen hier dazu bzw. Gründe warum das scheinbar nie gemacht wird, abgesehen natürlich von der Grösse der Teile und der kleineren Kapazitäten (immerhin 100nf, damit könnte man ja doch oft arbeiten) - der Preis zumindest der russischen Glimmer ist ja auch nicht schlimmer als andere höherwertigen Kondis.

    Einmal editiert, zuletzt von rainV (14. August 2024 um 11:08)

  • DBF
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    • 14. August 2024 um 10:39
    • #2

    Ich nehme Mica-Kondensatoren für die Phonoentzerrung - die dafür benötigten Werte sind nicht mal so teuer.

    Mica Capacitors – Mouser Germany

  • rainV
    Schüler
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    • 14. August 2024 um 10:45
    • #3

    ja klar in Entzerrerstufen oder als Bypass Cs werden sie ja gern genommen, warum aber scheinbar nie als KoppelCs?

    Die klangliche Transparenz und Feinzeichnung an dieser Stelle ( gegenüber PiO) ist tatsächlich deutlich hörbar und scheint mir im Moment ziemlich überzeugend, muss natürlichnoch länger hören auch sind die verwendten Glimmer noch nicht eingespielt.

  • Juergen_B
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    • 14. August 2024 um 10:55
    • #4

    Mit Glimmer-Kondensatoren habe ich bisher auch nur gute Erfahrung gemacht. Als reine Koppel-Cs habe ich sie noch nicht verwendet, aber auch schon 100nF von Jahre als Bypass-Cs in einer Röhrenschaltung.

    In Frequenzweichen nutze ich auch gerne grössere Glimmer-Papier ('Mica Paper') Kondis mit 2yF / 2Kv im Hochtonpart. Auch das gefällt mir etwas besser als MKPs oder Ölis.

    Das sie als Koppel-Cs selten benutzt werden, liegt wohl am Preis und Verfügbarkeit.

    Und es gibt ja auch Berichte / Vorurteile im Netz, das Glimmer alleine irgendwie scharf klingen würden. Kann ich aber nicht bestätigen.

    VG Jürgen

  • AlexK
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    • 14. August 2024 um 11:11
    • #5

    Ich habe meine ganzen Glimmer vor einiger Zeit en bloc verkauft , da sie nach einiger Zeit in der Entzerrung zu knistern anfingen :( , ja , auch die guten von Jahre :) :) .

    MfG , A .

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    EMT 927 mit Ortofon und DL 103 / SPU, EMT 948 , EMT 938 , 1 x TD 124 , Transrotor AC , RIAA - VV mit D3a , V 73 , V 81 , V 69 in TFK O 85 , Eintakt mit RE 604 und E406N , VOTT , Eckmiller O 15 , MTA Endstufe nach Frank Blöhbaum , TFK M 12a , R+S EU 6201 mit MSDC , EBU 3137/3 mit TAB USDC und ca . 8000 Röhren zum Basteln...und zum Messen ein UPL von Rohde + Schwarz

  • Jogi
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    • 14. August 2024 um 13:03
    • #6

    Auch da gibt es gute und weniger gut klingende Exemplare, die Richard Jahre sind sehr gut. Leider besteht aber das von Alex beschriebene Phänomen, die schlagen durch und sind damit unbrauchbar, wohl wegen der langen Lagerzeit. Von den Russen gibt es ja einige Sorten, hab ich noch nicht probiert, sollen aber ganz gut sein, zumindest die kleineren Werte.

    Besten Gruß, Jürgen

  • McRiem
    Ich höre was, was Du nicht misst.
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    • 14. August 2024 um 15:45
    • #7

    Hallo,

    der Grund für die seltene Verwendung ist relativ einfach: jenseits von etwa 22nF werden die Teile ziemlich groß und rar und teuer.

    Es gibt zumindest preisliche Ausnahmen aus russischer Produktion, wie diese dort:

    Glimmerkondensator 100 nF- 500 V, Typ KSG 2-100. Silver mica capacitor
    Glimmerkondensatoren im quaderförmigen Metallgehäuse 30 x 20 x 43 mm mit Lötfahnen 100 nF- 500 V auch in Grün lieferbar Typ KSG 2-100
    vintage-elektronik.de

    Das hat dann schon die Größe einer Streichholzschachtel.

    Ich habe mal in eine Audio Note Zero R Phonostufe zwei Stück reingequält, als Koppler im Ausgang. Da waren original MKT1822 drin - da klang es mit den Glimmer Kondis deutlich besser.

    Gruss,

    Dieter

    "Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen... ", Colonel Kilgore alias Robert Duvall, aus "Apocalypse Now", Francis Ford Coppola, USA 1979.

    Da LiTe is out 4ever - please stand by! ;)F.A.T. BESTELLTHREAD

  • Arkadin
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    • 14. August 2024 um 15:53
    • #8
    Zitat von AlexK

    Ich habe meine ganzen Glimmer vor einiger Zeit en bloc verkauft , da sie nach einiger Zeit in der Entzerrung zu knistern anfingen :( , ja , auch die guten von Jahre :) :) .

    Nach einiger Zeit heisst wie lange? Gibt ja auch kommerzielle Phonostufen mit

    Glimmer und da hab ich das noch nie gehört.

    Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel.

    Friedrich Nietzsche

  • AlexK
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    • 14. August 2024 um 16:53
    • #9
    Zitat von Arkadin

    Nach einiger Zeit heisst wie lange? Gibt ja auch kommerzielle Phonostufen mit

    Glimmer und da hab ich das noch nie gehört.

    Weiß ich nicht mehr genau , war der Daniel von Joe Curcio den ich 1985 nachgebaut hatte ^^ ^^ . Die Glimmer sind die braunen Dinger an der 2. Röhre . Ich habe erst die Röhren getauscht , Fassungen und Pins gereinigt , bis ich auf die Glimmer kam , hat es ein bißchen gedauert . Nach Tausch auf Styroflex war das Knistern verschwunden . Die russischen Glimmer kenne ich nicht und habe sie auch noch nie benutzt .

    MfG , Alexander .

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    EMT 927 mit Ortofon und DL 103 / SPU, EMT 948 , EMT 938 , 1 x TD 124 , Transrotor AC , RIAA - VV mit D3a , V 73 , V 81 , V 69 in TFK O 85 , Eintakt mit RE 604 und E406N , VOTT , Eckmiller O 15 , MTA Endstufe nach Frank Blöhbaum , TFK M 12a , R+S EU 6201 mit MSDC , EBU 3137/3 mit TAB USDC und ca . 8000 Röhren zum Basteln...und zum Messen ein UPL von Rohde + Schwarz

  • Arkadin
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    • 14. August 2024 um 17:05
    • #10

    Glimmer ist z.B in der Bauer Phono und auch in etlichen XONOs. Das

    wären gut 10 Jahre und da hab ich noch nie von Problemen gehört.

    Möglicherweise auch ein röhrenspezifisches Problem wegen Spannung

    oder Temperatur?

    Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel.

    Friedrich Nietzsche

  • Jogi
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    • 14. August 2024 um 17:16
    • #11

    Es geht ja nur um die von Richard Jahre aus wahrscheinlich den 70er Jahren. Bei solchen aus heutiger Produktion kommt das natürlich nicht vor.

    Besten Gruß, Jürgen

  • bionear
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    • 14. August 2024 um 17:17
    • #12
    Zitat von Jogi

    Es geht ja nur um die von Richard Jahre aus wahrscheinlich den 70er Jahren. Bei solchen aus heutiger Produktion kommt das natürlich nicht vor.

    Da bin ich jetzt aber froh ….

  • AlexK
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    • 14. August 2024 um 17:52
    • #13
    Zitat von Arkadin

    Möglicherweise auch ein röhrenspezifisches Problem wegen Spannung

    oder Temperatur?

    Könnte sein , aber die waren für 500 Volt :/ .

    MfG , A .

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  • AndreasS
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    • 14. August 2024 um 18:10
    • #14

    zu den russischen Glimmerkondensatoren: hier wird im Datenblatt keine maximale Spannung angegeben, sondern die Höhe der Wechselspannung in Abhängigkeit von der Signalfrequenz genannt (und die maximale Lagerdauer von 12 Jahren :( )

    Gruß Andreas

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  • bobelix
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    • 14. August 2024 um 22:13
    • #15

    Kondsatoren mit MaximalerLagerDauer - was ist denn, wenn ich vorher einbaue? Kann ich dann Leben retten oder ist der Weg von Alex unausweichlich: Mülltonne?

    Ich fange an mir Sorgen zu machen, da ich die Dinger gerne in Gitarrenverstärkern eingebaut habe...

    Viele Grüße

    Boris

  • rainV
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    • 14. August 2024 um 23:12
    • #16

    Ich mache mir da eigentlich eher keine Sorgen drum…

  • Nightfalcon
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    • 15. August 2024 um 00:31
    • #17

    eventuell leidet ja von bestimmten Herstellern / Serien die Vergussmasse unter Schlechten Lagerbedingungen besonders und wird dann Luft-Durchlässig. Ähnlich angehaucht den Problem MP-Rifas.

    z.B. Jahrelange Dachbodenlagerung mit Minus und Plus Temperaturen im Wechsel, plus Feuchtigkeitsänderungen.

    Oder eine Muffigfeuchte Kellerlagerung könnte das Begünstigen.

    Da mich das auch etwas stutzig macht und ich schon einen größeren Bestand von denen habe, werde ich mal ein paar Isolations-Tests mit einigen Typen /Werten durchführen.

    Auch mal Aufbrechen, ob die Micas innen Oxidiert sind.

  • rainV
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    • 15. August 2024 um 11:16
    • #18

    Ich bin mir da doch ziemlich sicher, dass die Lagerfähigkeit/Langzeitbeständigkeit wesentlich vom Herstellungsprozess abhängt und kann mir kaum vorstellen, dass das bei den häufig militärisch eingesetzten und spezifizierten russischen Glimmers eine Rolle spielen mag. Diese sind ja meist genau darauf optimiert nicht bei der nächsten Gelegenheit auszufallen …und mit ihnen die schicke MIG.

    Daher habe ich hier wesentlich mehr Vertrauen als gegenüber den westlichen Counterparts, Häufig wurden dort allerdings noch Substanzen verwendet die bei „uns“ lange verboten sind wg. Giftigkeit, allerdings sind diese in den vielgelobten NOS Teilen aus westl. Produktion genauso enthalten. Ich rate daher eher davon ab russische PIOs oder Glimmers zu zersägen (und dann den Inhalt womöglich zu essen :))

  • Nightfalcon
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    • 15. August 2024 um 11:21
    • #19
    Zitat von rainV

    Ich bin mir da doch ziemlich sicher, dass die Lagerfähigkeit/Langzeitbeständigkeit wesentlich vom Herstellungsprozess abhängt und kann mir kaum vorstellen, dass das bei den häufig militärisch eingesetzten und spezifizierten russischen Glimmers eine Rolle spielen mag. Diese sind ja meist genau darauf optimiert nicht bei der nächsten Gelegenheit auszufallen …und mit ihnen die schicke MIG.

    Daher habe ich hier wesentlich mehr Vertrauen als gegenüber den westlichen Counterparts, Häufig wurden dort allerdings noch Substanzen verwendet die bei „uns“ lange verboten sind wg. Giftigkeit, allerdings sind diese in den vielgelobten NOS Teilen aus westl. Produktion genauso enthalten. Ich rate daher eher davon ab russische PIOs oder Glimmers zu zersägen (und dann den Inhalt womöglich zu essen :))

    ich Rede nicht von den Russischen, in Metallgehäuse verlöteten MIL-Micas...sondern von den Jahre Micas....aus Alex seiner Sortimentskiste....diese sind zum Großteil in Kunststoff vergossen

  • solong
    Irrgast
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    • 15. August 2024 um 11:23
    • #20
    Zitat von rainV

    und dann den Inhalt womöglich zu essen :))

    Ha ha! Nicht verwechseln! ;)

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    Viele Grüsse,
    Mario

    Tape my head and mike my brain, stick that needle in my vein. (Thomas Pynchon)

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