Grundsätzliche Frage von mir als Einsteiger … sollte es nicht funktionieren eine SE Schaltung mit einer 6c33 Röhre zu bauen und hochohmige Lautsprecher ( Philips 8“ oder 12“ in einer Schallwand, sie haben ca. 600ohm) direkt und AÜ los ( natürlich mit Koppel C ) an die Anode einer 6C33 zu hängen, die ja mit 600ohm sehr niederohmig zu betreiben wäre….
Hochohm Lautsprecher direkt an Röhre anschliessen….
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Klar kann man machen. Hat Philips schon mit der EL86 und E130L veröffentlicht. Die 6C33C wirst Du häufiger auch in OTL Endstufen finden, aber dann i.d.R. als Push-Pull. Da kann man dann auch mal einen 16Ohmer anschließen und wenn 2 Röhren paralle geschaltet sind auch 8 Ohm. Suche mal nach 6C33C OTL, da wirst Du einiges zu finden.
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Ja entsprechende Schaltungen hab ich schon studiert…. aber so ists natürlich supersimpel, jedenfalls wenn man Spass an diesen alten Philips Speakern hat.
Die 6c33 als PP OTL Amp braucht doch einen erheblichen Schaltungsaufwand, expl. was die +/- Stromversorgung. Ausserdem habe ich bei Anodenankopplung auf einfachste Weise eine SE Endstufe ohne AÜund mit genug Power um eine Schallwand mit zB 4 hochohmigen Speaker anzutreiben.
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Nun eine echte Anfängerfrage,… (was ich ja immerhin auch bin):
Wenn ich den 1,2K Ohm Lautsprecher direkt (über einen 10uf C ) an die Anode anschliesse und die Anode direkt an die HV Spannung hänge passiert nichts. Erst wenn ich die Spannung über den 1,2k AÜ anlege und den LS dann weiterhin (wie vorher) an die Anode hänge kommt Musik raus. Warum? Wie muss ich das schalten damit die Spannung nicht über den AÜ angelegt werden muss?
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Schalte eine Drossel zwischen Anode und Betriebsspannung.
Gruß Andreas
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Vielen Dank, wird gemacht. Welchen Wert etwa?
Nachfrage: Arbeitet der AÜ neben seiner transformierenden Funktion auch quasi als Drossel wenn er im Stromfluss zur Anode hängt? Könnte er dann theoretisch an seinem Platz bleiben ?
Wenn man den AÜ dann sekundär relativ hochohmig abschliessen würde (zB mit einem 32R Wiederstand am 4R Ausgang) würde er als Last ja ziemlich hochohmig werden und nicht sehr ins Gewicht fallen. Ob das wohl ginge?
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Wenn Du einen Ausgangsübertrager mit Luftspalt hast, kannst Du die Primärwicklung zwischen Anode und Betriebsspannung anschließen - und an der Sekundärseite Deinen Lautsprecher. Hat der Ausgangsübertrager aber keinen Luftspalt, so wird durch den Ruhestrom der Endröhre der Kern des Übertragers magnetisch gesättigt..., er wird zu einem (teuren) gewickelten Drahtwiderstand.
Du kannst aber bei einer Drossel an der Anode nur das Wechselstromsignal über einen Trennkondensator auskoppeln und dem Übertrager zuführen.
Vorteil: ein Übertrager ohne Luftspalt hat eine höhere Induktivität bei gleicher Größe wie einer mit Luftspalt; Nachteil: die Induktivität der Drossel liegt parallel zur Induktivität des Übertragers und sollte in der Berechnung berücksichtigt werden.
Gruß Andreas
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Servus.
Wenn ich den 1,2K Ohm Lautsprecher direkt (über einen 10uf C ) an die Anode anschliesse und die Anode direkt an die HV Spannung hänge passiert nichts. Erst wenn ich die Spannung über den 1,2k AÜ anlege und den LS dann weiterhin (wie vorher) an die Anode hänge kommt Musik raus. Warum?
Eine Röhre ist vom Prinzip her eine spannungsgesteuerte Stromquelle. Ohne Last zwischen Anode und Netzteil wird bloß der Strom durch die Röhre (und das Netzteil) moduliert; die Spannung an der Anode bleibt jedoch gleich.
Um daraus eine Spannung zu machen, braucht es einen Widerstand oder eine Anodendrossel oder einen Zwischenübertrager.
Die EL86 war ja für übertragerlose ("eisenlose") Endstufen in Verbindung mit hochohmigen LS Chassis konzipiert. Dort mal ein Beispiel für eine passende Schaltung:
EL86 - OTL-Amp von Heinrich Siemens
Andreas hat bereits viel richtiges geschrieben.
Ich wollte noch etwas Hintergrund Info dazu geben.
Eine Schaltung mit Anodendrossel, Koppel-C und anschließendem Übertrager ohne Luftspalt - das ist als Parafeed geläufig, falls es was zu gugln bedürfte... 😉
Gruss,
Dieter
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Vielen Dank euch beiden!
Was sollte so eine Anodendrossel können? Z.B. für eine 6C33 Röhre. Oder für eine GU18 ( etwa wie eine 6P3C )(zwei Systeme, etwa 40W max Leistung ).
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Vielen Dank euch beiden!
Was sollte so eine Anodendrossel können? Z.B. für eine 6C33 Röhre. Oder für eine GU18 ( etwa wie eine 6P3C )(zwei Systeme, etwa 40W max Leistung ).
Die Drossel sollte den Ruhestrom durch die Röhre "verkraften" und eine Induktivität haben, dass eine vernünftige Übertragung tiefer Frequenzen möglich ist. Du hast mit den genannten Röhren ja wirklich ungünstige ausgesucht: bei Reinhöfer oder Lundahl gibt es Anodendrosseln nur bis 90 mA Strom. Also selbst wickeln: knapp 5000 Windungen Kupferlackdraht 0,3 mm (das sind 600 Gramm) auf M102-Kern mit 1 mm Luftspalt ergeben ungefähr 45 Henry.
Gruß Andreas
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Um die Frage ober zu präzisieren: Da ich 0,0 Ahnung von Drosseln habe und wenig bis nichts „anfängergerechtes“ im Netz finde, wie so eine Anodendrossel zu dimensionieren ist: Speziell wieviel H sie haben sollte aber noch kryptischer erscheint mir der R Wert. Der mA Wert sollte sich dann ja vermutlich an der max. Leistung der Röhre orientieren nehme ich zumindest an…..
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Danke Andreas, alles klar jetzt bis auf die Frage nach dem Wiederstandswert der Drossel.
unsere Beiträge haben sich wohl überschnitten.
Diese hier vielleicht? Für eine GU-18 sollte sie gerade so reichen.
Mein Ruhestrom mit der GU18 ist etwa 65mA. Da leistet die Röhre als SE Quasitriode ca 6Watt an 4Ohm, ich nehme an die Leistung an der Anode und 1200R Last wird ähnlich sein, der Ruhestrom ja sowieso.
Habe noch eine umschaltbare Schaltung des Verstärkers mit höherer Spannung, da ist der Ruhestrom dann ca. 100mA (etwa 10Watt), die brauche ich aber so gesehen eigentlich nicht verwenden für die Philips Speaker die ich betreiben will. Sind zwei Stück in Serie, je 3Watt und 600R, also zusammen 6Watt belastbar und 1200R Impedanz.
Die 6c33 muss ich nicht verbauen dafür wenns so kompliziert wird.
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Da wäre noch eine …
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Statt einer Drossel wäre eine Stromquelle die deutlich bessere Lösung. Keine Probleme mehr mit der Induktivität bei niedrigen Frequenzen und auch keine Probleme mit den unvermeidbaren Wicklungs-Kapazitäten einer Drossel. Und zudem viel kleiner und preisgünstiger, wenn man das mit Transistoren aufbaut.
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Ich habe wenig Daten der GU18 gefunden. Sie hat als Tetrode eine Steilheit von 18 mA/V bei 35 mA Ruhestrom - ähnlich wird es wohl als Pseudotriode sein. Als Katodenfolger käme sie auf eine Ausgangsimpedanz von unter 60 Ω, also ausreichend für Deine Last. Falls Du Verstärkung brauchst, so kannst Du die Drossel auch an die Anode anschließen, musst aber durch Gegenkopplung die Verstärkung in die Größenordnung von vier bringen.
Gruß Andreas
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Sie hat als Tetrode eine Steilheit von 18 mA/V bei 35 mA Ruhestrom
GU-18: S=2,2 mA/V @35mA
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35mA je System, also mal zwei. Ich hatte nicht vor die GU18 als Kathodenfolger zu schalten sondern die 1200Ohm Last der beiden LS direkt an der Anode über einen KoppelC abzugreifen.Die Röhre verlangt einen Ra von ca 1300R.
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GU-18: S=2,2 mA/V @35mA
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Da will sich der Händler wohl gegen Garantieansprüche absichern, wenn er solche Daten angibt (wo gibt es in RU noch Qualität?).
Doch ernst: in der ersten Tabelle wird die Anodenspannung mit 250 Volt angegeben, in der Händleranzeige mit 600 Volt???
Ein Beitrag in einem russischen Forum beschreibt die gemessenen Triodeneigenschaften so: S = 20 mA/V, µ = 13, Ri = 660 Ω
Gruß Andreas
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