1. START
  2. Forum
    1. Unerledigte Themen
    2. Regeln
  3. Galerie
    1. Alben
  4. Artikel
  5. analog Magazin
  6. Social Media
    1. Facebook
    2. Instagram
    3. YouTube
  7. AAA Website
  8. SHOP
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Artikel
  • Forum
  • Galerie
  • Dateien
  • Seiten
  • Erweiterte Suche
  1. Analogue Audio Association
  2. Forum
  3. Technik
  4. Verstärker, Lautsprecher, Zubehör

Fosi Audio V3 Mono Endstufen

  • varesianer
  • 28. September 2024 um 18:22
  • clumsy2000
    Listen to music, not hi-fi…
    Reaktionen
    2.701
    Beiträge
    2.477
    • 13. August 2026 um 17:01
    • #641
    Zitat von schnupperabo

    Die Wahrscheinlichkeit dass der Chip eine 'Kernschmelze' erleidet, nimmt stark ab. Eine Schutzschaltung ist es nicht - eher Risikominimierung.

    Da du aber an deinen Lautsprechern recht hängst und kaputt wäre ja in jedem Fall Mist, würde ich mich damit nicht zufrieden geben.

    Gruß, Jan

  • schnupperabo
    Auf Wiedersehen!
    Reaktionen
    18.828
    Beiträge
    19.063
    Bilder
    212
    • 13. August 2026 um 17:05
    • #642
    Zitat von clumsy2000

    Da du aber an deinen Lautsprechern recht hängst und kaputt wäre ja in jedem Fall Mist, würde ich mich damit nicht zufrieden geben.

    Musst du ja auch nicht - es wäre meine Entscheidung. Irgendwas kann immer passieren, auch der Worst-Case. Es ist eine Frage der Wahrscheinlichkeiten.

    Mit freundlichen Grüßen, Jo

  • Phonyl
    ~
    Reaktionen
    44.029
    Beiträge
    8.885
    • 13. August 2026 um 17:19
    • #643

    Da hilft die Stochastik Jo,

    war mein Liebling in Mathe der Oberprima. Als ich noch Testmaterial für die Prozessorproduktion, z.B. Siemens München verkaufte, gab es 'Badewannenkurven'. Damals Anfang der 90er wurde noch jeder x86er getestet...:huh:...^^

    Servus Chris

  • clumsy2000
    Listen to music, not hi-fi…
    Reaktionen
    2.701
    Beiträge
    2.477
    • 13. August 2026 um 17:26
    • #644
    Zitat von schnupperabo

    Musst du ja auch nicht - es wäre meine Entscheidung. Irgendwas kann immer passieren, auch der Worst-Case. Es ist eine Frage der Wahrscheinlichkeiten.

    Ja, der Verstärkerchip ist quasi immer „on fire“ da der Amp mit 48V betrieben wird. Klingt er dadurch wirklich besser. Per Spannung heißt ja nicht automatisch „bessere“ Stromversorgung, oder?

    Gruß, Jan

  • schnupperabo
    Auf Wiedersehen!
    Reaktionen
    18.828
    Beiträge
    19.063
    Bilder
    212
    • 13. August 2026 um 17:37
    • #645
    Zitat von clumsy2000

    Ja, der Verstärkerchip ist quasi immer „on fire“ da der Amp mit 48V betrieben wird. Klingt er dadurch wirklich besser. Per Spannung heißt ja nicht automatisch „bessere“ Stromversorgung, oder?

    Beim 48V Netzteil geht es um die maximale Ausgangsleistung, nichts weiter. Der Chip wird ziemlich hoch ausgereizt. Und genau da liegt ein gewisses Risiko. Ob die Elkos auch nur knapp dimensioniert sind weiß ich nicht.

    Mit freundlichen Grüßen, Jo

  • clumsy2000
    Listen to music, not hi-fi…
    Reaktionen
    2.701
    Beiträge
    2.477
    • 13. August 2026 um 17:42
    • #646
    Zitat von schnupperabo

    Beim 48V Netzteil geht es um die maximale Ausgangsleistung, nichts weiter. Der Chip wird ziemlich hoch ausgereizt. Und genau da liegt ein gewisses Risiko. Ob die Elkos auch nur knapp dimensioniert sind weiß ich nicht.

    Ah, also hat er weniger Leistung und evtl. weniger Kontrolle, wenn mit einem schwächerem Netzteil betrieben?

    Gruß, Jan

  • schnupperabo
    Auf Wiedersehen!
    Reaktionen
    18.828
    Beiträge
    19.063
    Bilder
    212
    • 13. August 2026 um 17:55
    • #647
    Zitat von clumsy2000

    Ah, also hat er weniger Leistung und evtl. weniger Kontrolle, wenn mit einem schwächerem Netzteil betrieben?

    Wie definierst du 'Kontrolle' ^^

    Der Dämpfungsfaktor wird durch die Gegenkopplung des TPA3255-Chips geregelt. Dieser Wert bleibt identisch solange nicht wirklich viel Leistung gefordert wird. Da macht sich der gute Wirkungsgrad von 92 dB meiner Boxen bezahlt. Kurz gesagt: Bei normaler Lautstärke ist die Kontrolle exakt dieselbe, aber dafür bleibt der Amp deutlich kühler und hält dreimal so lange.

    Das sind aber jetzt alles so Detailfragen die mich nicht beschäftigen. ;)

    Mit freundlichen Grüßen, Jo

  • philbluesky
    Fortgeschrittener
    Reaktionen
    569
    Beiträge
    219
    • 13. August 2026 um 20:41
    • #648
    Zitat von Bonzo

    3 Watt im Standby. Wenn es ums sparen geht, ein SMSL A100 braucht da <0,1Watt

    Nachtrag: Nö, den auch nicht. Bloß nicht.

    Ein Class A verheizt ein vielfaches auch bei Ruhe, da sind 3 Watt ein trockener Furz.

    Fazit: Die Dinger mögen super gut klingen und ein top Preis-Leistungs-Verhältnis haben, aber es gibt Punkte, die gehen einfach nicht. Egal was sie kosten oder nicht kosten. Da disqualifiziert sich der Hersteller selbst.

    Zu Fosi zählt für mich auch der Support. Zwar wurde mir eine Email geschrieben, aber so wirklich hat man sich für mein Problem nicht interessiert. Meine Antwort wurde nicht mal angegriffen oder überhaupt beantwortet, da wurde in keinster Weise drauf eingegangen.

    Ok, vielleicht erwarte ich zu viel.

    Dann unterschiedliche Bauepochen mit verschiedenen Gain-Schaltern und Geräte mit verschiedenen Pegeln.

    Jetzt kommt noch dazu, dass man quasi ohne Netz und doppelten Boden balanciert, sprich ohne Schutzschaltung.

    Ich ziehe da für mich schon einen großen Lerneffekt daraus, zumindest für den nächsten Kauf gibt es ein paar Punkte auf die es gilt, mehr Wert zu legen.

    Bis dahin steht mein kleiner NAD wieder am Board.

    Viele Grüße

    Philipp :thumbup:

  • Bonzo
    Erleuchteter
    Reaktionen
    4.631
    Beiträge
    6.356
    • 13. August 2026 um 20:54
    • #649
    Zitat von philbluesky

    Ok, vielleicht erwarte ich zu viel.

    Das Ding kostet nichts, sieht schnucklig aus und ist klein. Was erwartest Du denn für den Preis? Ein durchentwickeltes Produkt, am Ende gar in verschiedenen Umfeldern getestet? Nicht nur ein aufgeklebtes CE-Zeichen? Die Dinger purzeln für geschätzte 1,89€ in China vom Band, dazu kommen Verpackung, Marketing, Transport und Vertriebsspanne. Was soll denn da noch für den Support übrig bleiben. Dass sie überhaupt antworten ist schon erstaunlich. Das sit ein Wegwerfprodukt, auch wenn es bis zum Exitus Freude macht und gut klingt und hoffentlich nicht noch andere teurere Geräte mit in den Abgrund reißt. Wenn man sich das klar macht, kann man damit prima leben.

  • pogo
    Technology Maniac
    Reaktionen
    862
    Beiträge
    1.288
    Bilder
    44
    Videos
    6
    • 13. August 2026 um 20:56
    • #650
    Zitat von philbluesky

    Da disqualifiziert sich der Hersteller selbst.

    Auch dieser Hersteller entwickelt sich weiter. Die neuen Amps haben Ncore Stufen.

  • Bonzo
    Erleuchteter
    Reaktionen
    4.631
    Beiträge
    6.356
    • 13. August 2026 um 20:58
    • #651
    Zitat von pogo

    Die neuen Amps haben Ncore Stufen.

    Kosten dann auch so viel wie NCore. Kann man gleich in Holland kaufen.

  • Doc No
    Aufleger
    Reaktionen
    14.726
    Beiträge
    11.090
    Bilder
    76
    • 13. August 2026 um 21:01
    • #652
    Zitat von Bonzo

    auch wenn es bis zum Exitus Freude macht und gut klingt

    Also die Monos klingen keineswegs „gut“. Sie klingen erträglich. Und der Stereoamp von Jo klingt wohl nicht besser.


    Wenn jetzt noch das Risiko besteht, dass Sie im Biamping oder Aktivbettieb den Tieftöner mit in den Tod reißen, sehe ich da gar keine Anwendung für diese Amps mehr.

    🤷🏼‍♂️

    "Das Volk hasst die Geniessenden wie ein Eunuch die Männer." Georg Büchner

  • Bonzo
    Erleuchteter
    Reaktionen
    4.631
    Beiträge
    6.356
    • 13. August 2026 um 21:06
    • #653
    Zitat von Doc No

    Also die Monos klingen keineswegs „gut“. Sie klingen erträglich. Und der Stereoamp von Jo klingt wohl nicht besser.

    Ich kenne die Dinger nicht und maße mir deswegen nicht an, die ganzen guten klanglichen Erfahrungen in Abrede zu stellen oder den Leuten zu sagen, dass sie nicht hören können, wenn sie die Dinger mögen.

  • Doc No
    Aufleger
    Reaktionen
    14.726
    Beiträge
    11.090
    Bilder
    76
    • 13. August 2026 um 21:08
    • #654

    P.S. Es ist halt die Frage ob Jos Verdacht real ist, oder die Schutzschaltung des Chips doch ausreichend ist!?

    Das werde ich aber sicher nicht an sehr seltenen Tieftönern weiter riskieren!!!

    Und für Kleinboxen, die wenig kosten, klingen sie mir zu schlecht.

    "Das Volk hasst die Geniessenden wie ein Eunuch die Männer." Georg Büchner

  • Doc No
    Aufleger
    Reaktionen
    14.726
    Beiträge
    11.090
    Bilder
    76
    • 13. August 2026 um 21:11
    • #655

    VORSICHT KI! (Perplexity) Bestätigt Jos Sorge:

    “Kann ein Defekt die Box beschädigen?

    Das ist der entscheidende Punkt: Bei einem klassischen Verstärker mit Lautsprecherrelais wird der Lautsprecher im Fehlerfall häufig physisch vom Verstärkerausgang getrennt. Beim Fosi V3 Mono sind die Lautsprecher dagegen direkt an die Ausgangsklemmen der Class-D-Endstufe angeschlossen. Ob und wie schnell der TPA3255 intern abschaltet, hängt vom konkreten Fehler ab.


    Ja, theoretisch. Besonders gefährlich wären:
    • Gleichspannung am Lautsprecherausgang nach einem Endstufendefekt.
    • Ein durchgeschlagener MOSFET, der eine Ausgangsklemme dauerhaft auf eine Versorgungsschiene zieht.
    • Ein Fehler in der Ausgangsfilterung.
    • Ein Einschalt- oder Ausschaltimpuls mit hoher Amplitude.
    • Ein Defekt des externen 48‑V-Netzteils oder der gemeinsamen Stromversorgung.
    Bei einem einzelnen defekten Hochtöner ist Gleichspannung besonders kritisch, weil die Schwingspule dadurch stark erwärmt werden kann, ohne dass ein akustisch auffälliges Signal entsteht. Ein großer Gleichspannungsanteil kann aber auch Mittel- oder Tieftöner beschädigen.
    Wichtig: Bei einer normalen Class-D-Endstufe liegt am Ausgang nicht einfach die volle Versorgungsspannung als Gleichspannung an. Ein Fehler muss also tatsächlich in einer bestimmten Weise auftreten. Das Risiko ist real, aber nicht zwangsläufig bei jedem Ausfall gegeben.
    Gibt es konkrete Hinweise auf Ausfälle?
    Es gibt Anwenderberichte über Fosi-V3-Mono-Geräte, die mit einem lauten „POP“, Geruch nach Ozon und anschließendem Totalausfall ausgefallen sind. In einem dokumentierten Fall trat dies bei zwei Austauschgeräten unter ähnlichen Bedingungen auf; daraus lässt sich aber nicht eindeutig ableiten, dass Lautsprecher beschädigt wurden oder dass grundsätzlich eine fehlende Schutzschaltung die Ursache war.[audiosciencereview]
    Solche Berichte sind ein Warnsignal für die Zuverlässigkeit einzelner Geräte oder Netzteil-/Verkabelungskombinationen, aber kein belastbarer Nachweis einer systematischen Lautsprechergefährdung.
    Meine Einschätzung
    Für hochwertige Lautsprecher würde ich den Fosi V3 Mono deshalb nicht als maximal ausfallsichere Endstufe betrachten. Wenn keine ausdrücklich spezifizierte DC-Schutzschaltung, kein Lautsprecherrelais und keine nachvollziehbare Fehlerabschaltung dokumentiert sind, sollte man nicht einfach annehmen, dass die Box im Defektfall sicher geschützt ist.
    Das bedeutet nicht, dass der Verstärker im Normalbetrieb gefährlich ist. Es bedeutet vielmehr:
    • Bei ordnungsgemäßem Betrieb ist eine Beschädigung nicht zu erwarten.
    • Bei einem schweren Endstufendefekt kann ein Lautsprecherschaden nicht sicher ausgeschlossen werden.
    • Die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß hängen vom Fehlerbild und vom Lautsprecher ab.
    • Bei sehr teuren Lautsprechern ist ein Verstärker mit dokumentiertem DC-Schutz die konservativere Wahl.
    Praktische Vorsichtsmaßnahmen
    1. Beim Einschalten auf ungewöhnliche Geräusche achten. Ein kurzer, leiser Klick oder ein geringfügiger Einschaltimpuls ist etwas anderes als ein deutlicher Schlag aus dem Lautsprecher.
    2. Bei Brummen, Knacken, Geruch oder ungewöhnlicher Erwärmung sofort ausschalten.
    3. Nach einem Defekt nicht erneut mit den wertvollen Lautsprechern testen.
    4. Vor dem Anschluss der Boxen den Ausgang mit einem Multimeter auf Gleichspannung prüfen. Das sollte im eingeschalteten, signal­losen Zustand nur im sehr niedrigen Millivoltbereich liegen; deutlich erhöhte oder schwankende Werte sind ein Warnzeichen.
    5. Für die erste Inbetriebnahme zunächst günstige Testlautsprecher oder eine geeignete Last verwenden.
    6. Bei teuren Lautsprechern einen externen Lautsprecherschutz beziehungsweise eine DC-Schutzschaltung mit Relais einsetzen – sofern diese für die konkrete Class-D-Ausgangstopologie geeignet ist.
    7. Netzteil, Y-Kabel, Masseführung und Lautsprecherkabel sorgfältig prüfen; Kurzschlüsse oder fehlerhafte gemeinsame Netzteile können die Endstufe zusätzlich belasten.
    Kurz gesagt: Der Verdacht ist plausibel, aber nicht bewiesen. Ich würde die Fosi-Monoblöcke nicht allein wegen dieses Gerüchts verurteilen, bei sehr hochwertigen Lautsprechern aber nur mit nachgewiesenem DC-Schutz oder einer zusätzlichen Schutzlösung einsetzen.“

    "Das Volk hasst die Geniessenden wie ein Eunuch die Männer." Georg Büchner

  • schnupperabo
    Auf Wiedersehen!
    Reaktionen
    18.828
    Beiträge
    19.063
    Bilder
    212
    • 13. August 2026 um 21:18
    • #656
    Zitat von Doc No

    Also die Monos klingen keineswegs „gut“. Sie klingen erträglich. Und der Stereoamp von Jo klingt wohl nicht besser.

    Nun ja, ein Verstärker klingt nie im luftleeren Raum. Am Ende entscheidet immer das Pairing mit dem Lautsprecher darüber, ob es klanglich einrastet oder nicht.

    Hinzu kommt, dass jeder von uns andere klangliche Ideale verfolgt. Ich könnte mir sogar gut vorstellen, dass der V3 Stereo, gerade weil er auf die rigide Kontrolle durch PFFB verzichtet, an manchen Boxen klanglich ‚lebendiger‘ wirkt.

    Mit freundlichen Grüßen, Jo

  • schnupperabo
    Auf Wiedersehen!
    Reaktionen
    18.828
    Beiträge
    19.063
    Bilder
    212
    • 13. August 2026 um 21:25
    • #657
    Zitat von Doc No

    Bei teuren Lautsprechern einen externen Lautsprecherschutz beziehungsweise eine DC-Schutzschaltung mit Relais einsetzen – sofern diese für die konkrete Class-D-Ausgangstopologie geeignet ist.

    Dahingehend habe ich noch nicht recherchiert. Das Modul was ich weiter oben spontan vorgeschlagen hatte ist eigentlich nicht ideal, wg. der gemeinsamen Masse. Ich könnte mir vorstellen, dass es besser passende Module gibt. Ich werde diesen Ansatz aber momentan selber nicht weiter verfolgen. Eine Schutzschaltung nachzurüsten ist scheinbar nicht ganz so einfach, wie ich es mir zunächst vorgestellt hatte.

    Mit freundlichen Grüßen, Jo

    2 Mal editiert, zuletzt von schnupperabo (13. August 2026 um 21:34)

  • Melos
    einfach machen
    Reaktionen
    9.142
    Beiträge
    1.598
    • 13. August 2026 um 21:28
    • #658

    Hier mal weitere Infos (KI) dazu….

    Es gibt einige Hersteller die sich auf die Chipinternen Schutzmechanismen verlassen.

    Wichtige Regel für den V3 Mono: Betreibe die Monoblöcke niemals ohne angeschlossene Lautsprecher, da die PFFB-Rückkopplungsschleife sonst instabil werden und den Chip beschädigen kann. Sorge zudem für ausreichende Belüftung, da die Gehäuse im Betrieb spürbar warm werden

    Die allermeisten ultrakompakten Budget- und Mid-Fi-Class-D-Verstärker verzichten auf eine separate, mechanische DC-Schutzschaltung über ein Relais. Sie alle nutzen stattdessen das identische Prinzip wie Fosi oder WiiM: Sie vertrauen blind auf die internen Schutzfunktionen des jeweiligen Verstärker-Chips (meist Texas Instruments TPA3255, TPA3251 oder Infineon MA12070). [1, 2]

    Das Weglassen des Relais ist in dieser Geräteklasse der absolute Industriestandard. Die folgenden populären Class-D-Verstärker besitzen ebenfalls keinen separaten, mechanischen Lautsprecher-Schutz:

    Populäre Class-D-Verstärker ohne separates Schutzrelais

    • Aiyima A07 / A07 Pro / A08 Pro
      • Warum: Aiyima ist der größte direkte Konkurrent von Fosi. Die Geräte basieren auf fast identischen Platinen-Layouts mit dem TPA3255-Chip. Auch hier werden oft große externe 36V- oder 48V-Netzteile genutzt, was dasselbe Risiko wie bei Fosi birgt.
    • SMSL AL200 / AO300 / VMV A1
      • Warum: SMSL baut zwar oft interne Netzteile und Displays ein, verzichtet bei den kompakten Class-D-Modellen (z. B. mit Infineon- oder MA12070-Chips) aber im Ausgangspfad ebenfalls auf klobige Schutzrelais, um den Signalweg extrem kurz und die Verzerrungswerte (SINAD) niedrig zu halten.
    • WiiM Amp (Standard-Modell)
      • Warum: Genau wie der größere Bruder WiiM Vibelink verlässt sich auch der extrem populäre, normale WiiM Amp (mit TPA3255) ausschließlich auf die Abschalt-Routinen des TI-Verstärkerchips.
    • Topping PA3s / PA5 / PA5 II / PA7
      • Warum: Topping ist bekannt für absolute Rekordwerte bei Messungen (extrem geringes Rauschen). Um diese Laborwerte zu erreichen, nutzen sie kompromisslose PFFB-Feedbackschleifen. Ein mechanisches Relais im Ausgang würde den Innenwiderstand erhöhen und die Messwerte verschlechtern, weshalb Topping konsequent darauf verzichtet.
    • Sabaaj A10a / A20a
      • Warum: Diese kompakten Endstufen (oft mit Infineon-Chips) sind extrem puristisch aufgebaut. Auch hier schützt im Ernstfall nur das Silizium des Chips selbst, nicht aber eine nachgelagerte Trennschaltung.

    Welche Class-D-Verstärker haben einen echten Schutz?

    1. Verstärker mit Hypex NCORE / Purifi Eigentakt Modulen:
      • Hersteller wie Audiophonics, Nord Acoustics oder Buckeye Amps bauen Endstufen mit diesen High-End-Modulen.
      • Diese Platinen haben extrem aufwendige, separate Überwachungs-Schaltkreise direkt auf dem Board integriert. Sie trennen die Stromzufuhr oder den Ausgang augenblicklich und physisch, falls auch nur minimale Gleichspannung (DC) gemessen wird.
    2. Klassische HiFi-Marken mit Class-D:
      • Verstärker wie der NAD C 328 / C 368 oder Geräte von Cambridge Audio nutzen zwar Class-D-Technologie, behalten aber das klassische, große HiFi-Layout bei. Hier sind traditionelle, mechanische Schutzrelais auf den Ausgangsplatinen Standard


    Grüße, Olaf

  • blademage
    Meister
    Reaktionen
    1.035
    Beiträge
    1.844
    Bilder
    9
    • 14. August 2026 um 12:51
    • #659

    Gute Lautsprecher sollte man in der OVP im Lager beim Händler verwahren und nicht auspacken oder gar anschließen.

    Meine Nachbarin hat ein Paar B&W 803 D3, das sie nich mehr nutzt, seit ihre 802 (nach ca. 15-20 Jahren) am NAP 250 ihren plötzlichen DC Tot fanden.

    Die D3 stehen im Karton, ein Accuphase E308 ist zwar besser abgesichert und steht in seinem Karton rum, sie traut sich dennoch nicht und nutzt lieber Fosi V3 Stereo und Dali Zensor 7 mit den Worten: "Da drum ist's nicht so schade."

    B&W und Accuphase liegen seit weiteren ca. 20 Jahren originalverpackt herum.

    Bis in die 90er haben ja einige (auch große) Hersteller mit "DC Power Amplifiers" geworben, also Gleichstromkurzschlussfesten Endstufen.

    Es kann immer mal was passieren, auch mit teureren hochwertigeren Endstufen (hab auch mal eine PA beim "platzen" erlebt: Rauschen/Krachen: Stille für ca. einen Takt, dann ein Knall und 60 Stk. 15" Treiber waren hinüber), aber dass der TPA so abbrennt, dass die interne Schutzschaltung auch nicht auslöst, ist nicht der wahrscheinlichste Fall.

    Dennoch würde ich auch keine Lautsprecher, die mehr als mein Auto kosten, an die Fosis hängen.

    schöne Grüße aus Wien

    Stefan

  • schnupperabo
    Auf Wiedersehen!
    Reaktionen
    18.828
    Beiträge
    19.063
    Bilder
    212
    • 14. August 2026 um 13:18
    • #660

    Moin,

    mein Hinweis auf den Worst Case, das Durchlegieren der internen MOSFETs, sollte keinesfalls Alarmismus auslösen.

    Ich hatte selbst kalte Füße bekommen, als ich hier von den Ausfällen las, und wollte das Thema deshalb sachlich durchdenken. Nachdem ich mich nun etwas mit der Materie befasst habe, wurde mir klar, dass sich eine perfekte Schutzschaltung nicht so einfach implementieren lässt.

    Ein Relais direkt im Signalweg bringt ja eigene Nachteile mit sich (wie in der KI-Liste weiter oben schon angerissen). Der technisch sauberste Weg wäre es, bei Fehlern blitzschnell die Stromversorgung (d. h. das Netzteil) abzuschalten, wie es z.B. Hypex bei seinen Modulen macht.

    Ich habe mich jetzt einfach für eine materialschonende Lösung entschieden. Ich werde den Amp mit einer niedrigeren Spannung betreiben, um den thermischen Stress für Chip und Elkos drastisch zu senken.

    Den 32-Volt-Ziegel von Fosi werde ich dafür allerdings nicht verwenden. Stattdessen setze ich auf ein hochwertiges Industrienetzteil von Mean Well, das ich berührungssicher und unsichtbar im Rack verstaue, nachdem ich es auf die Wohlfühlspannung des Amps eingestellt habe. Die resultierende Leistung reicht an meinen Lautsprechern völlig aus.

    Damit steigt die MTBF, ohne dass ich das schöne Mini-Design des V3 ändern muss.


    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Mit freundlichen Grüßen, Jo

  1. Nutzungsbestimmungen
  2. Datenschutzerklärung
  3. Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
  4. Impressum
  1. AAA MITGLIED WERDEN
  2. START
  3. FORUM
  4. GALERIE
  5. ARTIKEL
  6. YOUTUBE
  7. AAA WEBSEITE
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.25