1. START
  2. Forum
    1. Unerledigte Themen
    2. Regeln
  3. Galerie
    1. Alben
  4. Artikel
  5. analog Magazin
  6. Social Media
    1. Facebook
    2. Instagram
    3. YouTube
  7. AAA Website
  8. SHOP
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Artikel
  • Forum
  • Galerie
  • Dateien
  • Seiten
  • Erweiterte Suche
  1. Analogue Audio Association
  2. Forum
  3. Technik
  4. Tonabnehmer und Tonarme

Geschichte der SME 3009 + 3012 Tonarme ab Serie A (I 0 Prototype) bis Serie R

  • odeon12
  • 17. Februar 2025 um 13:09
  • odeon12
    Fortgeschrittener
    Reaktionen
    219
    Beiträge
    152
    • 17. Februar 2025 um 13:09
    • #1

    Geschichte der SME 3009 und 3012 Tonarme

    Vor langer Zeit mal aus mehreren Berichten zusammen geklaubt, alles auf englisch, hier das Ganze übersetzt.

    Bestätigt hatte mir das vor langer Alastair R.Aikmann persönlich, denn wir hatten gute Freunde in Steyning,
    ich hatte die Ehre, mich lange mit ihm zu unterhalten, da ich die Urtonarme damals auch für zwei berühmte Wegbereiter aus Frankreich besorgt hatte, C. Verdier und J. Hiraga. Mit diesen gab es nur Tauschgeschäfte, da floss damals kein Geld. Auch W. Walter aus Paris schätzte diese sog. Prototypen über alles. 

    Alles in Lila sind hinzugefügte Bemerkungen von mir!

    1946-1959:

    Alastair Robertson-Aikman stellt Modelleisenbahnen her und gründet dafür in Steyning, W-Sussex, England ein kleines Unternehmen namens „Scale Model Equipment", kurz SME.

    Sommer 1959:
    Aikman baut seinen ersten 12" Tonarm als Prototyp, den er Perry Wilson, dem Herausgeber der Hifizeitschrift "The Grammophone" sowie Mr. Pickard, Chef vom Webbstudio, London Soho vorstellt.
    Pickard gab den ersten Auftrag. Ein SME kostete damals £ 25, ein kleines Vermögen, wenn man bedenkt, dass andere Tonarme damals zwischen £ 5 - 6 gekostet haben.
    Damit genügend Startkapital für Aikman und seinen Frau, um eine Kleinserie zu starten (ca. 2500 Stück wurden davon weltweit gebaut). Der Arm bestand aus 72 Einzelteilen. Der erste SME 3012 verlies die kleine Manufactur am 15. Dezember 1959.

    Parallel dazu wurde eine 9" (tatsächlich etwas länger) Version, der 3009 vorgestellt. Identische Konstruktion aber eben kürzer. Davon wurden nur ca. 1000 Stück hergestellt.


    Der 12" Tonarm wurde einfach nur SME 3012 genannt, der kurze SME 3009. Später wurden diese Urversionen SME 3012A und 3009A oder SME 3012 Prototype und SME 3009 Prototype genannt.
    Hier ist es wichtig zu erwähnen, dass SME selbst später diese nicht A oder Prototype bezeichnete sondern
    SME 3012-I und SME 3009-1.

    Typischen Eigenschaften diese beiden Serie-A bzw. Serie-I Tonarme waren:

    - Tonarmrohr aus eloxiertem Messing
    - Das hintere Teil des Gegengewichts war nicht durchbohrt sondern nur angebohrt und kann somit nicht verschoben werden (es sei denn es wird aufgebohrt)
    - Diese Tonarme waren nur für Tonabnehmer mit niedriger Nadelnachgiebigkeit (MC) geeignet
    - Die Tonarmbase war auch aus eloxiertem Messing und wesentlich dicker als bei den späteren Tonarmen

    - Der Headshellanschluss war drehbar, so konnten kurze Studio Tondosen (EMT TSD15, Ortofon, Neumann) wie auch Standard Headshells wie das von SME gebaute verwendet werden. Deshalb wurde auch statt eines normalen fixen Tonsockels ein beweglicher fixierbarer Schlitten für die Tonarmschaft Aufnahme gebaut!

    - Die Kunststoffkopf des Lifts war rund

    - Kein Antiskating (das wurde später als Extra und zum anklippen ausgeliefert)

    1960:
    Mr. Aikman brauchte grössere Produktionswerkstätten, die wurden in Steyning, Sussex, Millsroad errichtet.
    SME baute erste Kontakte zu den Shure-Brüdern in den USA auf, das lief bis 1972

    1962:
    Die Tonarme wurde komplett überarbeitet: Das Lagergehäuse war nun aus Aluguss mit der typischen Erhöhung in der Mitte und dem Stab n. hinten für die Aufhängung d. Antiskating Gegengewichts.
    Das Tonarmrohr war nun aus dünnwandigerem leichterem Aluminium (manchmal, wenn nicht genügend der neuen Aluminium Armrohre zur Verfügung standen, wurde auf den Altbestand der eloxierten Messingrohre und deren Gegengewichte zurück gegriffen). Das Aluarmrohr war zudem innen mit Balsaholz bedämpft.
    Der Headshellanschluss war nicht mehr drehbar, keine Möglichkeit mehr, die kurzen Studio-Tondosen

    zu montieren.
    Das Gegengewicht war leichter, die gesamte Tonarmmasse reduziert um die Zusammenarbeit für insbesonderen MM Tonabnehmer mit hoher Nadelnachgiebigkeit wie dem Shure V15 zu ermöglichen.

    (Trotzdem konnte man mit dieser Serie noch sehr gut MC Tonabnehmer betrieben)

    Später wurde diese Serie von Audiophilen als die Serie 2 bezeichnet, bei SME selbst aber blieben diese weiterhin einfach nur SME 3012 und SME 3009 (und erst später SME 3012-II u. SME 3009-II) Man sprach lediglich von "Improvments" (Verbesserungen).

    1972:

    Der SME 3009 Improved wurde vorgestellt. (Natürlich kein "improved im audiophilen Sinne)
    Es gab 2 Versionen davon, den einen mit normalem Headshell Anschluss, die andere mit fest integriertem Headshell. Die Messerlager aus Kunststoff wurden Standard, etwas, das schon während der was Serie II als "improved" eingeführt wurde.

    1980:

    Auf Nachfrage von Audiophilen insbesondere aus Japan für schwerere solidere Tonarme um die dort sehr populären Ortofon SPU GM Tondosen wie auch das EMT XSD 15 perfekt betreiben zu können wurden die beiden SME 3012-R und 3009-R vorgestellt, etwas später auch ein SME 3010R.


    1981:
    Der SME 3012-R Special Edition wurde vorgestellt, eine vergoldete Auflage des 3012-R.

    --------------------------

    Diese Informationen hatte ich alle in den Jahren 1994-97 zusammen getragen, das war alles nur auf Englisch (meine zweite Sprache) und auch da ich damals in England gelebt hatte (nicht weit von Steyning!)
    Das war noch vor den Zeiten des Internets wie wir es heute kennen, damals war noch die Faxmaschine für schnelle Verbreitung von Dokumenten Standard. Fotos schickte man per Brief.
    1998, als ich mit dem Internet und emails begann, schickte ich diese (englische) Zusammenfassung weltweit an "Audiophile".

    Gleichzeitig keine Gewähr, dass alles zu 100% nachweisbar stimmt.

    Etwas (subjektives) zum Klang dieser Tonarme, basierend auf meinen eigenen Erfahrung aber auch vieler, die ich gut kenne bzw. kannte, derer "Anlagen/Ketten" ich kenne/kannte, u.a. auch dem ehem. Präsidenten der Audio Engineering Society (AES) Japan, gleichzeitig ehemaliger Vertriebsschef von Vitavox Japan,
    das seine Söhne nach seinem Tod übernahmen: Mr. Imai San. Er war einige Tage bei mir in England zu Besuch, wir hatten eine ganz besondere Zeit. Darauf gehe ich später mal in einem ganz anderen Thread ein, da vieles über Vitavox völlig unbekannt ist, ich aber Neil Young, einen der damaligen Chefs von Vitavox kannte und auch mit Mr. Imai zusammen besucht hatte (Vitavox wird u.a. ja auch in Lautsprechern von Living Voice aus Nottingham verwendet)

    Ganz vorne und das ohne den geringsten Zweifel der SME 3012A (gefolgt vom 3009A, den ichfrüher gerne SME 3010A bezeichnete, da das bei Manchen in UK so üblich war, aber egal).
    Idealerweise auf einer schweren Bronzebasis fix montiert, hat natürlich den Nachteil, dass man sich dann für entweder Studiotondosen ala EMT TSD15 oder Headshells ala SME entscheiden muss, da bei Verwendung von den S-Dosen der Arm weiter vorne sitzen muss. Ich habe mich für die 2.te Variante entschieden, da ich da den Kröpfungswinkel perfekt sehe!

    Auch neu verdrahtet, das ersehe ich als ein MUSS (Mögen mir die Sammler verzeihen, ich manche mit meinen Tonarmen was ich will und vorallem wo ich klanglich eine starke Bremse entferne)

    Danach die R-Versionen, Gold interessiert mich nicht.

    Dann kommt die Serie II, wovon ich 1x einen mit den alten elox. Messingrohren fand, der ging allerdings nach Frankreich, ich hatte keine Zeit ihn mir anzuhören, vermute aber dass er ähnlich top wie die A = Prototyp Serie ist.

    Improved und Plastik Messerlager: Furchtbar.

    Aber: Es gibt da den kurzen SME 3009 Series III: Von vielen verachtet, hat ihn früher A.J. van den Hul sehr gerne verwendet und sogar für sein Grasshopper empfohlen. Ich muss zugeben, ich hatte nie einen in Verwendung, auch keinen IV oder V oder Derivate, die habe ich auf anderen Ketten gehört, haben oft sehr gut geklungen, da erlaube ich mir aber kein Urteil.

    Meine Urteile sind subjektiv, entsprechen meinen Geschmack und dem, wie schon erwähnt, derer ich einige sehr gut kenne.

    Die Meinung vieler Händler oder moderner Hersteller interessiert mich wenige, denn die müssen ja verkaufen. Deshalb spielt da eine andere Subjektivität hinein, ist verständlich, logisch, akzeptiert.

    Ich respektiere die Meinung anderer, die auf -- ich nenne es mal "gekonnter audiphiler Hör-Erfahrung basiert". Darauf mache sich wer will seinen eigenen Reim, ich habe keine Muse für endlose Diskussionen.

    Ich hatte besondere und geniale Tonarme zum Vergleich, legendäre wie modernste, lange nicht alle, einige mit wenigen werde ich mich vielleicht noch beschäftigen. Ich schätze gut erhaltene FR64s und FR66s wie auch Ikedas. Ich kenne den SME 3012-II auf einem perfekt aufgebauten Garrard 301 wo er mit einigen MC's ganz hervorragend klingt (Verkabelung natürlich von mir). Ich schätze die alten Ortofon Tonarme aus Dänemark, zu den späteren in Japan hergestellten kann ich nichts sagen.

    Einem der genialen AAA Gründer, dem aussergewöhnlichen Tontechniker und höchst kompetenten Röhrenelektroniker Wilfried Zahn besorgte ich für seinen EMT-930st mit dem SME 3009-II die SME 3009A Version. EMT 930 Fans werden aufschreien, wie man man nur das Chassis des EMT verschandeln: Wilfried war baff, was der 3009A auf seinem EMT leistete.
    Er kannte meinen mit FR64s, natürlich hatte er mehr 930er und 927er mit EMT Armen gehört wie mutmasslich sonst jemand hier in diesem Forum, aber sein EMT 930 NRU war die Version für den niederländischen Rundfunk, umgebaut für einen 9" Tonarm von Acoustical, den baute er dann eben für den SME 3009 um.
    Seinen Acoustical baute ich auf einen Thorens TD160 für einen Bekannten, nachdem neu verkabelt lief der erstaunlich gut.

    Hat nichts mit der heutigen Firma Acoustical (Aquilar Tonarm) zu tun. Diesen Arm kannte ich nur aus den holländischen NRU EMT 930ern.

    Alte Dokumente von meinem Rechner, nichts davon aus irgend einem Buch:

    Manual SME 3012A/3009A:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Namensgebung von SME später:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    History of SME Tonearms
    (Dokument von mir auf English aus den 90er Jahren aus diversen Quellen zusammen getragen)

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Dateien

    SME_3012_A_servicesheet.pdf 569,27 kB – 28 Downloads sme_servicesheet12.pdf 78,9 kB – 24 Downloads sme_servicesheet25.pdf 189,2 kB – 23 Downloads 3012R-1.JPG 84,38 kB – 18 Downloads 3012R-2.JPG 60,73 kB – 15 Downloads Schablone.JPG 47,2 kB – 14 Downloads Schablonen Einbau R.JPG 198,06 kB – 17 Downloads

    3 Mal editiert, zuletzt von odeon12 (17. Februar 2025 um 13:55)

  • RVG
    inaktiv
    Reaktionen
    4.061
    Beiträge
    982
    • 17. Februar 2025 um 13:13
    • #2

    Nur eine kleine Anmerkung, ich hab's noch nicht ganz gelesen, aber auf jeden Fall ein toller Beitrag!

    Irgendwann mal das 1662 ersetzen, so lange gibt es den Arm dann doch noch nicht 😜

  • RVG
    inaktiv
    Reaktionen
    4.061
    Beiträge
    982
    • 17. Februar 2025 um 13:16
    • #3

    Schon passiert, hab's gesehen

  • OnlyInItForTheMusic
    Alter Schrott 😍
    Reaktionen
    1.332
    Beiträge
    156
    • 17. Februar 2025 um 13:35
    • #4

    Vielen Dank und als kleine Ergänzung: von den späteren R-Modellen gab es auch einen

    SME 3010-R. Die Headshell bitte im Zweifel ignorieren, da ich nicht weiß, welche bei den R-Modellen zugefügt waren.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.
    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Viele Grüße vom low end of hi-fi

    Tobi

  • odeon12
    Fortgeschrittener
    Reaktionen
    219
    Beiträge
    152
    • 17. Februar 2025 um 13:53
    • #5
    Zitat von OnlyInItForTheMusic

    Vielen Dank und als kleine Ergänzung: von den späteren R-Modellen gab es auch einen SME 3010-R.

    Danke, ist erwähnt, wie auch der Datumsdreher korrigiert. Der wurde aus dem engl. sprachigen Dokument aus Versehen übernommen, da steckte dieser Dreher schon drin. Nun denn, Tonarme sind ja für Dreher.... ^^

  • FLHX
    Amateur...
    Reaktionen
    4.660
    Beiträge
    2.141
    Bilder
    7
    • 17. Februar 2025 um 16:23
    • #6

    Sehr schöne Zusammenstellung, ich wollte gerne noch ergänzen, dass die 3012A und 3009A, die ich kenne, alle kein Balsoholzinlay hatten, das kenne ich nur von den Serie 2 armen mit Alurohr, vielleicht habe ich das im Text oben aber auch falsch verstanden...

    Daneben scheinen die allerersten 3012A nicht die um 45 Grad versetzte Schlitzung in der Headshellaufnahme gehabt zu haben, wie inzwischen zwei Arme aus Forumskreisen belegen, beide mit frühen Headshellaufnahmen ohne Kragen, der die Überwurfmutter bei allen späteren Modellen in Position gehalten hat...

    Herzlich

    Michael

    „Doubt everything...“

  • odeon12
    Fortgeschrittener
    Reaktionen
    219
    Beiträge
    152
    • 17. Februar 2025 um 17:21
    • #7
    Zitat von FLHX

    Sehr schöne Zusammenstellung, ich wollte gerne noch ergänzen, dass die 3012A und 3009A, die ich kenne, alle kein Balsaholzinlay hatten, das kenne ich nur von den Serie 2 Armen mit Alurohr, vielleicht habe ich das im Text oben aber auch falsch verstanden...

    Daneben scheinen die allerersten 3012A nicht die um 45 Grad versetzte Schlitzung in der Headshellaufnahme gehabt zu haben, wie inzwischen zwei Arme aus Forumskreisen belegen, beide mit frühen Headshellaufnahmen ohne Kragen, der die Überwurfmutter bei allen späteren Modellen in Position gehalten hat...

    1.
    Ja, ersteres hast Du falsch verstanden. Ich schrieb eigentlich, so dachte ich unmissverständlich:
    1962:
    Die Tonarme wurde komplett überarbeitet: Das Lagergehäuse war nun aus Aluguss mit der typischen Erhöhung in der Mitte und dem Stab n. hinten für die Aufhängung d. Antiskating Gegengewichts.
    Das Tonarmrohr war nun aus dünnwandigerem leichterem Aluminium (manchmal, wenn nicht genügend der neuen Aluminium Armrohre zur Verfügung standen, wurde auf den Altbestand der eloxierten Messingrohre und deren Gegengewichte zurück gegriffen).
    Das Aluarmrohr war zudem innen mit Balsaholz bedämpft.


    Das waren die Serie II SMEs!

    2.
    Was den Headshellanschluss der frühen A (Prototyp) Serie angeht:
    Laut Aikman und anderen waren wurde die alle mit diesem so typischen Anschluss gefertigt.


    Als aber umgestellt auf die Serie II wurde, gab es manchmal Engpässe und da hat man, falls der Kunde das akzeptiert hat, auf altes Material zurück gegriffen. Ich könnte mir vorstellen, dass es da solche Nachzügler gab.


    Was ich zudem weiss ist dass manche 3009A später auf 3012A umgerüstet wurden, nicht von SME sondern mit hochwertigen speziell dafür angefertigten Edelstahlrohren, selten sogar eloxiertes Messing.
    Die gab es aus Deutschland, England und ev. auch Japan und S-Korea. Die hatten einen etwas anderen Innendurchmesser wo nur die "normalen" Einsätze passten.


    Ich kann dazu nichts weiter sagen, ich hatte keinen dieser Arme.



  • Robert G.
    Profi
    Reaktionen
    1.032
    Beiträge
    1.503
    Bilder
    6
    • 17. Februar 2025 um 18:43
    • #8

    Hallo,

    schöne Abhandlung, wenn sie Fehler enthält! Bei der Serie 1 handelt es sich nicht um einen Prototypen, sondern um das erste Serienmodell. Der Prototypen-Tonarm sah so aus, das ist eine Anzeige von SME aus 1959. Diese Version ging nie in Serie.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Die "Formteile" der SME 3000er Serie sind nicht aus Aluguss sondern aus Zinkdruckguss. Die R-Serie gab es nach meinem Stand schon 1977. Von der R-Serie gibt es 3 Versionen, die sich leicht unterscheiden.

    Es gibt noch einen weiteren Prototypen-Tonarm von SME ( gschätzt um 1980), der nie in Serie gegangen ist. Leider gibt es nur Bilder, aber keine Fakten oder Daten zu diesem Tonarm.

    MfG

    Robert Graetke

    (Gewerblicher Teilnehmer)
    http://www.analogtubeaudio.de

  • Robert G.
    Profi
    Reaktionen
    1.032
    Beiträge
    1.503
    Bilder
    6
    • 17. Februar 2025 um 18:54
    • #9
    Zitat von odeon12

    Was ich zudem weiss ist dass manche 3009A später auf 3012A umgerüstet wurden, nicht von SME sondern mit hochwertigen speziell dafür angefertigten Edelstahlrohren, selten sogar eloxiertes Messing.
    Die gab es aus Deutschland, England und ev. auch Japan und S-Korea. Die hatten einen etwas anderen Innendurchmesser wo nur die "normalen" Einsätze passten.


    Ich kann dazu nichts weiter sagen, ich hatte keinen dieser Arme.

    Es kann natürlich sein, das jemand einen 3009-1 zu SME gesendet hat und Ihn auf 12" hat umbauen lassen. Mit der Serie 2 hat SME einen "CUT" gemacht und sich nur noch diesen neuen Tonarm gewidmet. Altes Material von der Serie 1 wurden nicht mehr verwendet, weil sie einfach nicht passten. Es gab auch keine originalen Rohre aus Messing, mit eloxieren meinst Du sicher verchromt. Auch der Headsocket der Serie 1 wurde auf der Serie 2 nicht verwendet. Die konstruktiven Unterschiede zwischen der Serie 1 und der Serie 2 sind so gross, das die Teile nahezu komplett inkompatibel sind. Genauso verhält es sich mit der R-Serie, diese Tonarme sind kontruktiv komplett anders als die Serie 2.

    MfG

    Robert Graetke

    (Gewerblicher Teilnehmer)
    http://www.analogtubeaudio.de

  • odeon12
    Fortgeschrittener
    Reaktionen
    219
    Beiträge
    152
    • 17. Februar 2025 um 20:01
    • #10
    Zitat von Robert G.

    Es kann natürlich sein, das jemand einen 3009-1 zu SME gesendet hat und Ihn auf 12" hat umbauen lassen. Mit der Serie 2 hat SME einen "CUT" gemacht und sich nur noch diesen neuen Tonarm gewidmet. Altes Material von der Serie 1 wurden nicht mehr verwendet, weil sie einfach nicht passten. Es gab auch keine originalen Rohre aus Messing, mit eloxieren meinst Du sicher verchromt. Auch der Headsocket der Serie 1 wurde auf der Serie 2 nicht verwendet. Die konstruktiven Unterschiede zwischen der Serie 1 und der Serie 2 sind so gross, das die Teile nahezu komplett inkompatibel sind. Genauso verhält es sich mit der R-Serie, diese Tonarme sind kontruktiv komplett anders als die Serie 2.

    MfG

    Robert Graetke

    1. Dass SME nach den ersten 2500 Stück der Serie 1 bzw. A keinen mehr offiziell herstellte, ja. Das bedeutet aber nicht, dass mit alten Bestandresten nicht doch etwas hergestellt bzw. sogar mal gebastelt wurde.

    2. Es gab sehr wohl noch alte Bestände der alten Messing Tonarmrohre! Ein ehem. Mitarbeiter von SME hat sogar welche NOS auf ebay UK angeboten. Das ist nicht soooo lange her, erinnere ich mich noch genau dran, war nur extrem teuer, sonst hätte ich da zugeschlagen. Dito andere NOS Bauteile dieser Serie!


    3. Und NEIN, ich meine mit eloxieren nicht verchromen, sonst hätte ich das so übersetzt.
    Hard-andodized = harteloxiert!
    Zwar sieht die edle Oberfläche von hart eloxiertem Messing Chrom sehr ähnlich, ist aber nicht dasselbe.


    4. Die konstruktiven Unterschiede zwischen der A-Serie und der Serie 2 sind in der Tat sehr gross, aber entweder hat man:

    a) nicht auf Kompatibilität geachtet (was der Fall ist)

    und/oder

    b) sie sind einfach nicht kompatibel (Auslegungssache, ich würde Dir da ja eher recht geben, aber:

    Die Engländer insbesondere waren schon immer besonders "in der Not erfinderisch", aber auch sehr clever.
    Die dort für die Deutschen oft gebrauchte Devise "Was nicht erlaubt ist das ist verboten" wird dort eher belächelt im Sinne "never say never". So waren manche Reparturworkshops wie man sie übersetzt nennt "Schachermacherwerkstätten", die das (fast) Unmögliche möglich machten. Manchmal trieb das zwar auch die skurrilsten Blüten, etwas, was z.B. im Nahen Osten aber auch im Fernen als völlig normal gesehen wird.

    Insoweit ist es sehr wohl möglich, das Headshell Bajonett der Serie II in einem Tonarmrohr der A-Serie "einzupflanzen".

    Nur habe ich kein loses bei mir, die Tonarme der A-Serie werde ich dafür nicht zerlegen, ich habe das Teil allerdings nie ausgemessen, da nie die Notwendigkeit dafür bestand.

  • Robert G.
    Profi
    Reaktionen
    1.032
    Beiträge
    1.503
    Bilder
    6
    • 17. Februar 2025 um 21:30
    • #11

    Hallo,

    du kannst mir ruhig glauben, ich habe in den letzten 20 Jahren bestimmt 1000 oder mehr Tonarme der 3000er Serie in meinem Händen gehabt! Teile von der Serie 1 kann man schon konstruktiv nicht auf der Serie 2 verwenden, weil sie nicht passen!

    Zitat von odeon12

    3. Und NEIN, ich meine mit eloxieren nicht verchromen, sonst hätte ich das so übersetzt.
    Hard-andodized = harteloxiert!
    Zwar sieht die edle Oberfläche von hart eloxiertem Messing Chrom sehr ähnlich, ist aber nicht dasselbe.

    Du verwechselst "eloxieren" mit galvanisieren! Die glänzende Schicht bekommt man nur mit galvanischen Prozessen. Die möglichen Eloxal-Farbtöne, die man mit Messing bekommen kann sind von goldfarben bis dunkel-anthrazit.

    Zu den anderen Punkten werde ich nicht weiter eingehen. Ich finde es schön, das du die Details zusammengetragen hast, auch wenn es darin Fehler gibt. Die Sache ist hat komplex.

    MfG

    Robert

    (Gewerblicher Teilnehmer)
    http://www.analogtubeaudio.de

  • schallter
    King Nappel
    Reaktionen
    12.274
    Beiträge
    5.306
    • 17. Februar 2025 um 22:25
    • #12

    Letztendlich wird es "Die einzige echte Wahrheit" bei dem Thema wohl nicht geben.

    Ich verlasse mich gern auf die Expertise von Robert, freue mich aber ebenso über die Ausführungen von odeon12

    Vielen Dank dafür :thumbup:

    Gruß

    Jörg

  • Tubes
    Nützt ja nix
    Reaktionen
    17.084
    Beiträge
    9.284
    Bilder
    91
    • 17. Februar 2025 um 23:10
    • #13

    Der nun leider? ein Schlösschen trägt.

    Freundlichst
    Heiner

  • RonnieScott
    Meister
    Reaktionen
    7.644
    Beiträge
    925
    • 18. Februar 2025 um 09:57
    • #14
    Zitat von Tubes

    Der nun leider? ein Schlösschen trägt.

    Wundert mich nicht. Bei allen Infos war das Auftreten doch manchmal sehr … sagen wir mal konfrontativ. Naja, lassen wir das. Ich bin jedenfalls auch dankbar für die Infos in diesem Faden.

    Grüße Thomas

  • U.H.
    Dideldum!
    Reaktionen
    7.158
    Beiträge
    2.686
    • 18. Februar 2025 um 11:22
    • #15
    Zitat von RonnieScott

    Wundert mich nicht. Bei allen Infos war das Auftreten doch manchmal sehr … sagen wir mal konfrontativ.

    Apodiktisch bis unfreundlich wären - leider - die passenderen Adjektive.

  • volkmar II
    (ex) nirvana suchender
    Reaktionen
    6.689
    Beiträge
    12.847
    Bilder
    95
    • 18. Februar 2025 um 15:55
    • #16
    Zitat von RonnieScott

    war das Auftreten doch manchmal sehr … sagen wir mal konfrontativ.

    Manchmal ein wenig agressiv würde ich sagen, vermute die übliche mehrwöchige Sperre falls er sich obendrein mit der Mod angelegt hat.

    gruß

    volkmar


    ps..aber großes wissen hat er anscheinend, da schlackern einem die Ohren

    AAA Mitglied

    300B Röhren Endstufe Backes & Müller Vorstufe Quad Röhren Phonovorstufe Sono Röhren Kopfhörerverstärker Ultrasone 3D Kopfhörer Teac X-2000M Masterbandmaschine Thorens TD2001 mit AT-ML180 DJY mit AT-33ML + AT-160ML

  • RonnieScott
    Meister
    Reaktionen
    7.644
    Beiträge
    925
    • 18. Februar 2025 um 15:59
    • #17

    Ich wollte es halt sehr diplomatisch ausdrücken :D

    Zitat von volkmar II

    ps..aber großes wissen hat er anscheinend, da schlackern einem die Ohren

    Was das Benehmen aber in keiner Weise entschuldigt.

    Grüße Thomas

  • schallter
    King Nappel
    Reaktionen
    12.274
    Beiträge
    5.306
    • 18. Februar 2025 um 16:01
    • #18
    Zitat von volkmar II

    vermute die übliche mehrwöchige Sperre

    Wenn du mit deinem Cursor über das Schlößchen fährst, wird dir das Datum angezeigt :)

    Es wird der PV Thread gewesen sein, in dem er sich ... :rolleyes:

    Gruß

    Jörg

  • campoli
    Profi
    Reaktionen
    623
    Beiträge
    707
    • 18. Februar 2025 um 17:03
    • #19

    Hallo Odeon12,

    das ist alles sehr interessant…der bei Bung gezeigte frühe SME- Arm mit einstellbarer Federauflage hatte zudem (scheinbar) Spitzenlager in der horizontalen Ebene.

    Mit dem dann in Serie genutzen Messerlager wäre das ja auch so nicht gegangen..

    Warum wurde die Messerlösung dann von Atkinson präferiert ? Gibt es dazu

    Infos? Echt spannend!! Danke.

    Grüße
    Theo

    Einmal editiert, zuletzt von campoli (18. Februar 2025 um 17:12)

  • schallter
    King Nappel
    Reaktionen
    12.274
    Beiträge
    5.306
    • 18. Februar 2025 um 18:41
    • #20

    odeon12 kann dir für ca. 4 Wochen nicht antworten, siehe weiter oben.

    Gruß

    Jörg

  1. Nutzungsbestimmungen
  2. Datenschutzerklärung
  3. Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
  4. Impressum
  1. AAA MITGLIED WERDEN
  2. START
  3. FORUM
  4. GALERIE
  5. ARTIKEL
  6. YOUTUBE
  7. AAA WEBSEITE
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.21