Hallo,
@ peteroli : ist der Messbereich 1mV / Vollausschlag empfindlich genug um MC - Systeme beurteilen zu können oder verwendest Du zusätzlich einen Übertrager / Pre -Pre ? Danke schon mal für eine Antwort !
Grüße,
betamax
Hallo,
@ peteroli : ist der Messbereich 1mV / Vollausschlag empfindlich genug um MC - Systeme beurteilen zu können oder verwendest Du zusätzlich einen Übertrager / Pre -Pre ? Danke schon mal für eine Antwort !
Grüße,
betamax
Also, das alte König wäre empfindlich genug. Im untersten Messbereich kann man noch unter den skalierten -12dB reproduzierbare Aussagen treffen - gute BNC Kabel vorausgesetzt. Getestet habe ich das mit meinem Signalgenerator, der auch noch unter 1mV Pegel ausgeben kann. Ich selbst arbeite aber im Phonobereich jeweils mit einem meiner Vorverstärker. Hier habe ich immer bereits einen abgeschlossenen und in sich abgeschirmten Bereich. Denn, wenn Du im untersten Messbereich bei geöffneter Buchse nur mit dem Finger schon ein wenig vor der Buchse bist, baust Du bereits ein Feld auf, dass den Anzeigepegel wachsen lässt. Im Phono Pre kannst Du weiterhin im geschlossenen und abgeschirmten Gehäuse die richtige Impedanz für den jeweiligen TA verwenden und letztendlich hast Du ja bereits deine RIAA drin.
Ich kann gerne aber einmal bei einer der nächsten Messaktionen direkt anschließen.
Hallo Peter,
Danke für die zügige Antwort. Du benutzt dann aber immer den selben Kanal der Vorstufe und wechselst dann an dessen Eingang die beiden vom Plattenspieler kommenden Kabel ( links / rechts ) um geringe Unterschiede der Verstärkung der Vorstufe auszuschließen ? Ich frage, da ich gerade ein Doppelmultimeter auf möglichst gleiche Anzeigewerte der beiden Anzeigen abgeglichen habe - nach ewigem Geschraube jetzt Vollausschlag beider Kanäle im Bereich 1mV bei Einspeisung von 1mVrms ( lt. Sinusgenerator ). Bis zum Plattenspieler habe ich es noch nicht geschafft, eine gescheite Messplatte liegt auch noch nicht vor.
Grüße,
betamax
Ich hatte wahrgenommen, dass neue Doppelanzeige MV-Meter wohl nicht immer optimal laufen. Bei guten alten sollte das aber funktionieren.
Bei mir messe ich aber beide Kanäle über einen BNC-Umschalter - korrekt. Die Kanäle der Vorstufen habe ich vorher bereits ausgemessen. Da die meisten selbst konstruiert sind, habe ich bei der Inbetriebnahme bereits auf solche Sachen wie kanalgleiche Verstärkung geachtet. Aber immer behutsam - für mich war es ausreichend Abweichungen bis 0,1/0,2 dB zu haben, wenn ich keinen Symmetrie Treiber am Schluss noch gewählt habe. Bei Pre´s, die ich mit dem Symmetrie Treiber als letzte Stufe gebaut habe, konnte ich hier auch Ungleichheiten unter 0,1dB aufgrund des dort eingesetzten Spindelpotis dann noch ausgleichen. Aber selbst mit meinem Kuzma-Arm mit Schneckenantrieb für die Azimuth-Verstellung ist diese Genauigkeit mechanisch nicht zu erreichen.
gescheite Messplatte
versuche mal die von mir oben genannten.
Hallo,
@ peteroli : ist der Messbereich 1mV / Vollausschlag empfindlich genug um MC - Systeme beurteilen zu können oder verwendest Du zusätzlich einen Übertrager / Pre -Pre ? Danke schon mal für eine Antwort !
Grüße,
betamax
Hab das heute getestet. Ja geht. Sowohl mit Übertrager davor, dann Messbereich -40dB als auch direkt, dann Messbereich -60dB. Übertragerlösung ist bei mir besser, da dann der Abschlusswiderstand für den Tonabnehmer einigermaßen stimmt.
Man kann bei dieser Lösung nur nicht so fein auf 0dB und damit den empfindlichsten Bereich des Messgerätes einstellen. Je nach Tonabnehmerpegel und Pegel der Testplatte kann das also eine gute oder eher weniger gute Lösung sein.
Ich nutze zur Azimut Justage ein Fozgometer mit dazugehöriger Test LP.
Weiterhin eine Azimut-Wasserwaage mit 0,5° Auflösung, da weis man am Headshell immer wo man ist. Weiterhin eine Libelle zur groben Einstellung.
Das Fozgometer kann man in Verbindung mit entsprechender Test-LP und ggf. Signalabschwächer auch nur einkanalig verwenden, dann entfallen die teilweise unsymetrischen Übersprechwerte und deren Auswirkungen.
Alternativ kann man mit Test-LP und einen vorhandenen Aufnahmegerät über die Aussteuerungsanzeigen arbeiten. Auch hier nutzt man nur einen Kanal der Kette und wechselt lediglich den Kanal des Plattenspielers am Eingang des Verstärkers/PPs.
Zum Thema Bleistiftmine, Spiegel und Millenium-Block: Braucht man nicht.
Das alles und die vorgehensweise dahinter ist niederstes Amateurniveau und führt nicht zum optimalen Ergebnis. Ich habe aber auch mal so angefangen. ![]()
VG
Dieter
Zum Thema Bleistiftmine, Spiegel und Millenium-Block: Braucht man nicht.
Das alles und die vorgehensweise dahinter ist niederstes Amateurniveau und führt nicht zum optimalen Ergebnis.
Ganz schön arrogant.
Das Ergebnis mit diesen Hilfsmitteln ist aber in der Regel in Anbetracht der vielen Schwächen der analogen Wiedergabe völlig ausreichend.
Ausreichend entspricht Schulnote 4.
Vielleicht zahlst Du viel Geld für einen TA um anschließend das Potential nicht auszuschöpfen, weil du es dir leisten kannst.
Also ich kann mir das finanziell nicht leisten und selbst wenn, würde ich es nicht wollen.
Wenn Du mich für diese fachlich richtigen Aussagen für arrogant hälst, gerade vor dem Hintergrund das du das Zitat aus dem Zusammenhang gerissen hast, nehme ich das mal als Kompliment.
Wenn, dann sollte man schon den Absatz vollständig zitieren, aber dann könnte man natürlich nicht meckern.
VG
Dieter
Ich habe auch ein Zeit lang mit den üblichen optischen Methoden herumprobiert. Den Acrylblock (und ggf. Bleistiftmine et al) fand ich zu ungenau. Da ich zudem Tonarme betreibe, die links vom LW stehen und ich dort keine Chance habe, den TA von vorne zu betrachten, war eine kleine, sinnvoll genaue Libelle auf dem HS noch am sinnigsten. Dass man damit aber letztlich nicht den Azimuth am Ort des Geschehens (d.h. in der Rille bzw. im Generator) misst, ist klar.
Deshalb musste ein Messgerät her. Also kam ein Fozgometer. Das hat irgendwas gemessen, aber zu wirklich reproduzierbar sinnvollen Ergebnissen hat das Ding auch nicht getaugt.
Deshalb messe ich den Azimuth an allen TA seit etwa zwei Jahren mit Ansgar Sperlings PDM-1. Das Ding ist super, zugegebenermaßen jedoch nicht ganz billig. Wenn man aber den Azimuth, für den es aus meiner Sicht ein elektrisch exakt definiertes Optimum gibt, sauber einstellen will, führt da kein Weg dran vorbei. Alle anderen Methoden zur Azimutheinstellung halte ich für suboptimal.
Natürlich kann man sich einreden, dass eine genaue Justage des TA ein beliebtes High End Narrativ sei und teure Kabel viel wichtiger seien. Aus physikalischen Sicht würde ich beides jedoch nicht teilen.
Kannst Du uns dann in etwa beschreiben, wie sich der Klang, Bühnenbild, Focus etc verändert hat, nachdem Du jetzt die Einstellung mit Ansgar Sperlings PDM-1 durchführst.
Wäre ja mal sicher für viele hier Interessant, was sich alles verändert wenn man vom amateurhaften Einstellen auf die wohl Profi Einstellung wechselt ??
Bevor man sich einen neuen TA wünscht für viel Geld , ist vielleicht ja die Investition in ein Ansgar Sperlings PDM-1 die bessere Alternative? Und bringt den größeren Gewinn in der Anlage ?
Ich benutze zur Einstellung ein Tektronix 2245 Scope zum einstellen.
Dazu 2 Kanäle, einer Verpolt, und dann Ch 1 und Ch2 addiert. Somit auf Minimum einstellen.
Und ja, auch ich mache das auch hinter dem PhonoPre.
Aber zur Azimut Libelle habe ich jetzt keine nennenswerten Unterschiede gehört.
Es sind vielleicht Nuancen in der Fokussierung, mehr kann ich nicht heraushören zu einer peniblen Einstellung mit der Libelle ![]()
Gruß Thies
Ein korrekter Azimut macht sich sehr häufig in einer gesteigerten Tiefenstaffelung bemerkbar. Umgekehrt kann ein nicht korrekter Azimut auch zu tonalen Verfälschungen führen, ganz extrem hatte ich das mal bei Frauenstimmen in Verbindung mit einem Fineline Schliff.
VG
Dieter
Hallo,
habe es auch mal mit dem Direktanschluss an ein Millivoltmeter getestet;
im empfindlichsten Bereich ist mMn bei MC der Ausschlag zu gering, um danach etwas einstellen zu können. Mit Übertrager oder mit MM im Bereich -40dB sieht das schon viel besser aus, Zeigerausschlag etwa mittig der Skala.
Bleibt sich für mich nur die Frage, wie man eventuelle Ungleichheiten der Spulenwicklungen ( der Systeme ) erkennen / umgehen kann. Den Übertrager selbst habe ich diesbezüglich mal kurz gemessen, keine Differenz zwischen den Kanälen.
Schnapsidee : ein elektrischer Nadelreiniger sollte doch beide Kanäle gleichmäßig anregen ? Habe es tatsächlich mal ausprobiert , frage mich aber ob die dabei gemessene Frequenz - 195 Hz - nicht zu tief liegt um eine endgültige Aussage über die Kanalgleichheit des Systems zu machen.
Grüße,
betamax
Ein Oszilloskop hat nur eine Spannungsgenauigkeit von 3%-5% , ist somit nur bedingt geeignet .
Hier nochmals wie Micha Huber ( ab min. 50,00 ) mit einer dt. 40€ -Software sein EMT-TA vollumfänglich justiert.
Tag,
als ein Beispiel komme ich mit einem Ergebnis aus der Verwendung einfacher Mittel wie 10-fach Lupe, umgedrehte Reklame-CD, Ruhe in der Vorgehensweise, Test-LPs.
Man kann damit an Kanalbalance und Kanaltrennung bei horizontaler Abtastung in Einkanal- bzw. Zweikanaldurchgang sowie an Kanalbalance bei vertikaler Abtastung im Zweikanaldurchgang folgende Werte erreichen:
Test Horizontal Einkanal
Kanalbalance (R/L) 0,1 dB wiederholt
Kanaltrennung (R/L) 26 dB (L/R) 29,7 dB
Test Horizontal Zweikanal
Kanalbalance (R+L) 0,25 dB
Test Vertikal Zweikanal
Kanalbalance (R+L) <0,5 dB
Der Vertikal-Test ist oft nicht ohne Schwierigkeiten.
Und was erreicht man gängig mit hohem technischem Aufwand?
Freundlich
Albus
Ausreichend entspricht Schulnote 4.
.....
Wenn Du mich für diese fachlich richtigen Aussagen für arrogant hälst....
Grundsätzlich bezweifele ich doch gar nicht dass deine Vorgehensweise aus physikalischer Sicht die perfekte Einstellung ermöglicht. Vorausgesetzt man misst nicht hinter einem Übertrager bzw. hinter einem Phonopre. Allerdings halte ich den Aufwand trotzdem für übertrieben, da einfachere Einstellmethoden zumindest annähernd gleichwertige Ergebnisse liefern, auf jeden Fall nicht "Schulnote 4". Und dann funktioniert die ganze Perfektion auch nur mit völlig planen Platten (oder man muss einen Outer Ring verwenden was sehr umständlich ist und auch nicht auf jedem Plattenspieler geht). Wenn ich mir selbst perfekt gepresste 180g Platten anschaue, so sehe ich bei den meisten auf einer Plattenseite einen geringen Luftspalt zur Telleroberfläche. Sieht man natürlich nur bei glatten Telleroberflächen. Schon stimmt die perfekte Einstellung nicht mehr.
Mir reicht die Einstellung mit herkömmlichen Mitteln.
Es ist natürlich von vielen Faktoren abhängig, was man am Ende hört.
Aus Erfahrung kenne ich die Bandbreite in der sich die Wiedergabe verändern kann, ein Paradebeispiel ist hier das 2M Black.
Nicht plan liegende LPs sind natürlich ein Argument, ich nutze auf allen bisherigen LW einen Outerring.
VG
Dieter
Tag,
und ob mit irgend äußeren Handhabungen, Aufwand hin oder her, ein praktischer Zielwert erreicht werden kann ist sicherlich auch von den inneren Verhältnissen eines Tonabnehmers abhängig.
Der Tonabnehmer aus dem oberen Beispiel ist ein SHURE ULTRA 500 mit einer SAS/B-Nadel.
Die elektrischen Werte (DCR, Induktivität) sind allerdings reichlich ungleich:
DCR (L/R) -- 852 / 831 Ohm
Induktivität (1 kHz) -- 356 / 336 mH
Kein Wunder, der linke Kanal war der stets geringfügig lautere Kanal.
Freundlich
Albus
Hallo,
Albus, genau dies hatte ich befürchtet. Könnte man höchstens ein paar Windungen abwickeln
....
Grüße,
betamax
Ich habe auch ein Zeit lang mit den üblichen optischen Methoden herumprobiert. Den Acrylblock (und ggf. Bleistiftmine et al) fand ich zu ungenau. Da ich zudem Tonarme betreibe, die links vom LW stehen und ich dort keine Chance habe, den TA von vorne zu betrachten, war eine kleine, sinnvoll genaue Libelle auf dem HS noch am sinnigsten. Dass man damit aber letztlich nicht den Azimuth am Ort des Geschehens (d.h. in der Rille bzw. im Generator) misst, ist klar.
Deshalb musste ein Messgerät her. Also kam ein Fozgometer. Das hat irgendwas gemessen, aber zu wirklich reproduzierbar sinnvollen Ergebnissen hat das Ding auch nicht getaugt.
Deshalb messe ich den Azimuth an allen TA seit etwa zwei Jahren mit Ansgar Sperlings PDM-1. Das Ding ist super, zugegebenermaßen jedoch nicht ganz billig. Wenn man aber den Azimuth, für den es aus meiner Sicht ein elektrisch exakt definiertes Optimum gibt, sauber einstellen will, führt da kein Weg dran vorbei. Alle anderen Methoden zur Azimutheinstellung halte ich für suboptimal.
Natürlich kann man sich einreden, dass eine genaue Justage des TA ein beliebtes High End Narrativ sei und teure Kabel viel wichtiger seien. Aus physikalischen Sicht würde ich beides jedoch nicht teilen.