Rohde & Schwarz EDSR als UKW Frontend
Ein DSR-Empfänger lässt sich prinzipiell als abstimmbares Frontend nachnutzen wenn man das Signal der Zwischenfrequenz herausführt. Der Sony DSR-1000 hat wenn ich mich richtig erinnere eine ZF von 40MHz, der Grundig ST9000 hat 118 MHz. Ein Messempfänger wie der R&S EDSR hat den Vorteil, dass das ZF-Signal an einer BNC-Buchse anliegt - man an dieser Stelle also nichts mehr basteln muss. Durch den Abstimmbereich von 54 bis 854 MHz ist das Gerät auch für UKW nutzbar wenn man es schafft, die ZF auf eine Frequenz umzusetzen, die ein FM-Demodulator verarbeiten kann.
Hier das Gerät in einem "Spaß-Aufbau" beim Empfang von HR2:
Das ZF-Signal wird hier mit einem M/A-COM 388 IF-to-Tape-Converter auf 21,4 MHz umgesetzt (10,7 MHz wären auch möglich). Was ich als Demudulator verwendet habe, habe ich leider nicht dokumentiert - wahrscheinlich einen Siemens Tuner, der aber eine ZF von 10,7 MHz hat (dann passt das Foto nicht ganz...) Ein Pioneer F-99X wäre ein möglicher Demodulator, da dessen ZF streckenweise 21,4 MHz beträgt. Das unterste Gerät, ein HP 8981A zeigt eine I/Q Repräsentation des Signals.
Das ganze ist insofern auch ein Spaß-Experiment, da allein der M/A-COM 388 schon als Frontend herhalten kann (Neben 3 Eingängen mit festen Frequenzen verfügt er über einen Eingang der von 10 bis 250MHz abgestimmt werden kann und so empfindlich ist, dass das Aufstecken einer Teleskopantenne reicht).
Das Signal am ZF-Ausgang (118 MHz):
Einmal mit gewobbeltem Eingangssignal (eckige Kurve mit 13 MHz Bandbreite) und einmal das (hier im Pegel deutlich vergrößerte) Rauschsignal mit einer 3dB-Bandbreite von 10 MHz.
- Peter
