...ich konnte kürzlich Daniel Heide und Julian Prégardien in der Kapelle von Schloss Seehaus hören (...waren gerade auf einer "Winterreise"
).
https://www.br-klassik.de/aktuell/news-k…erview-100.html
Derartiges kommt für mich als Konserve schon recht "lebendig" rüber - auch mit vergleichsweise kleinen LS-Kalibern; eine entspr. Qualität der verfügbaren Aufnahme vorausgesetzt und ja, auch seitens der Elektronik.
Wenns dann "massiv-orchestral" oder allgem. eben etwas "unübersichtlich" wird, zeigen sich dann vermutlich schon erste Grenzen, was aber dem Genuss zumindest keinen übermäßigen Abbbruch tun muss.
Sollte das zu sehr stören: Dafür und für manche "Beeindruckerle" / Studio-Kabinettstücke mit vermeintlichen oder tatsächlichen Brachialbässen plus reichlich sonstiger "Musikalbewegung" drumherum reichte nach meiner diesbezüglich eher bescheidenen Erfahrung schon ein ergänzender Subwoofer.
Dabei blieb ich bisher ausschliesslich im "Herstellersystem" (also Ergänzung nur durch einen vom Boxenhersteller explizit passend dazu gedachten Sub) und hatte zudem jeweils das Glück, dass sich der Sub räumlich UND akustisch akzeptabel stellen liess...
...die Gefahr der "Verschlimmbesserung" oder schier nicht enden wollender, weiterer Klimmzüge und Anstrengungen ist dabei aber nicht zu unterschätzen!
Ob man damit am Ende wirklich soviel mehr an "Musik" gewinnt, wie man auf dem Weg dahin verliert an bloßem "Spass an der Freud" (vom Budget ganz zu schweigen)?
Auch im Interesse des eigenen (auch familären...) Wohlbefindes sollte man es auch mal gut sein lassen können - Du hast Dein musikalisches Basislager doch schon in nicht geringer Höhe errichtet - nun geniess doch einfach mal die "Aussicht" von dort und widerstehe dem Impuls, rastlos gleich zu einem im Nebel liegenden, vermeintlichen "HiFi"-Gipfel weiterzuhasten zu wollen.
Also einfach durchschnaufen, die Anspannung fallen lassen und den aktuellen "anlagentechnischen" Ist-Stand geniessen.
Es gilt, das Entstehen eines "Unzufriedenheitsreflex" gar nicht erst zuzulassen!
So, wie sich die Rückmeldungen bisher lesen, gäb dazu ja auch keinen ernsthaften Grund.
Der beabsichtigte "Hörsessel"-Kauf scheint ja schon in diese Richtung zu gehen... ![]()
Bei mir wurden es häufig die sogen. "Lovechair" (klingt irgendwie seltsam...) bzw. halt 1 1/2-Sitzer oder gleich ein richtiges Sofa:
Das vermeidet "Vereinzelung" und bringt eine größere interfamiliäre "Freizeit-Schnittmenge" mit sich ;-D
Oftmals-nicht-unzufriedene- Grüße,
AnTon
...Nachtrag:
Die Wiedergabe von "Orgelei" bleibt nach meinem dafürhalten/erleben/erhören ab einem bestimmten Punkt regelmäßig beim "behelfsmäßigen" stehen.
Orgel und Bauwerk zusammen bilden ja das eigentliche Instrument; als Hörender vor Ort hat man dadurch die (recht einzigartige) Situation, gewissermaßen "im Instrument" selbst zu sitzen und als "Absorber" letztlich sogar zu einem Teil des musikalischen Geschens zu werden!
Durch Mark und Bein gehts da schliesslich sogar direkt ins Gemüt - und findet Widerhall im Gebäude und in einem selbst...
Hm, wo liegen eigentlich die Grenzen solcher Musik? Typischerweise wohl jenseits unserer (elektro-) technischen Wiedergabegerätschaften.
Was keineswegs schlecht sein muss:
Manchmal ist es doch ganz gut, wenn man "(Er-) Leben" und "Nachempfinden" noch so klar unterscheidbar wahrnehmen kann; die Übergänge scheinen mir im modernen Alltag bisweilen allzu fliessend zu sein...
