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  1. Analogue Audio Association
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Tonabnehmer Marathon

  • PeterPan
  • 5. Oktober 2025 um 21:35
  • PeterPan
    Viel Jing, selten Jang
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    • 5. Oktober 2025 um 21:35
    • #1

    Es war mal wieder Zeit für einen Tonabnehmer-Marathon. Zum einen, weil es Erfahrungen mit neuen Tonabnehmern gibt und zum anderen, weil die Anlage sich verändert hatte. Zu meiner Unterstützung hatte ich einen Freund hier zu Besuch, der nicht nur tatkräftig dabei war, sondern auch gleich mehrere der begehrten „Kleingeräte“ mitbrachte. Das ganze erstreckte sich über 3 Tage …mehr als ein dutzend Hörstunden. Dazwischen hatten wir einen regen Austausch und mehrere Liter Gerstensaft, sowie die nötige Nervennahrung.

    Die Abhörbedingungen: Technics SL 1500C, Yamaha A-S 1200 und ein Paar Wharfedale Super Denton.

    Am Start waren das Nagaoka MP 100 u. 110 (MI-Systeme), sowie das Nagaoka JT-80 (MM). Aus der MC-Technik waren es Shelter 901/3, das AT-OC9XML und das AT 33 EV. Und weiter das AT VM 520 xEB sowie ein Ortofon Concorde R mit Nadel 30.

    Das MP 100 hat einen konischen Schliff, das MP 110 u. das JT-80 kamen mit einem elliptischen Schliff - hier (wie ich meine WICHTIG) beide mit einer 0,4x0,7 Verrundung, während das Shelter 901/3, das AT 33 EV und das VM 520 xEB eine 0,3x0,7 Ellipse anboten.

    Am OC 9 war der MicroLine u. am Ortofon der FineLine angebracht. Im OC 9 und im JT 80 fungierten als Nadelträger je ein Bor-Stab, alle anderen waren mit Alu-Röhrchen ausgestattet.

    Von Anfang an war uns wichtig die jeweiligen Eigenheiten der Zellen herauszufinden, es ging uns nicht um eine Platzvergabe.

    Es stellte sich heraus, das mit jedem Tonabnehmer gut Musik zu genießen war, falls die jeweils angebotene Klangsignatur zum gesuchten ! Ergebnis beitragen konnte.

    Das MP 100 tastet sicher ab u. bringt einen vollmundigen und warmtonigen Sound mit. Bei gegebener Transparenz löst es gleichwohl nicht sehr hoch auf …stören tut das nicht, weil es mit Farbigkeit und einem fließenden Tempo sowie mit glaubwürdiger Bühne überzeugen kann. No Nonsens hier.

    Der J-NP 110 Einschub mit der 0,4x0,7 Ellipse nutzte die obigen Eigenheiten und erweiterte diese um eine Prise mehr im Präsenzbereich. Es schien als ob genau das etwas Tempovariation bewirkte - schön für Pop/Rock. Dem Bass gelang es dadurch sonorer zu erklingen. Die Bühne wirkte breiter, ein zugemischter Hall-Anteil in einem Stück wurde auffällig in eine hellere Tonlage verlegt. Violinen klingen strahlender, nun aber nicht mehr gar so seidig u. glaubwürdig.

    Es folgte das Nagaoka MM. Es bringt den gleichen Schliff (0,4x0,7) wie das MP110 mit, der Diamant ist aber nochmals kleiner und an einen sehr dünnen und kurzen Bor-Stab geklebt. Die gesamte Abstimmung von Generator u. Magnetkreis ist derart gekonnt aufeinander abgestimmt, das sich eine deutlich breitbandigere Wiedergabe ergibt. Dazu gesellt sich eine gekonnt abgeschmeckte Filigranität. Dem Haus-Sound verpflichtet zeigt es sich dennoch wie mit einem goldenen Über-Alles Schimmer - SEHR einnehmend. Die Bühne gewinnt somit an Präsenz - ohne auch nur annähernd hell zu wirken. Kleine Besetzung wird gekonnt integer dargestellt. Diese farbige Transparenz trifft auf eine dazugehörige Feingliedrigkeit. Sehr wohl gibt es hier einen druckvollen, frei im Raum stehenden Bass-Punch und ein flottes, niemals hektisches Tempo zu vermelden.

    Gespannt war ich auf das Shelter 901/3 mit Alu-Röhrchen u. Ellipse 0,3x07. Dieses System hatte in meiner Anlage einen Vorläufer - das Shelter 301/2 …es kommt mit Alu u. konischem Nadelschliff. Ich hatte eine verwandten Klang erwartet. Bekommen habe ich mit dem 901/3 ein bis unter die Haube voll geladenes Energie-Bündel. Wucht, Power und Dynamik ist das erste worauf ich gestoßen bin. Der Druck aus den tiefen Lagen kommt dominant. Diesem Sound aus Basskeller musste ein Pendant entgegengesetzt werden - und so bringt es eine spritzige Brillianz mit dazu. In dieser meiner Konfiguration hat es eindeutig einen Loudness-Charakter (gleichwohl bei geradem F-Gang).

    Das ist insofern interessant als das, das SELBE System in seiner heimatlichen Anlage zwar den gleichen Druck aus dem Basskeller zeigt - dort aber wie selbstverständlich ausgewogen und tonal unauffällig wirkt.

    Ein Walking Bass scheint flotter beim 901/3 als bei den Nagaokas. Das System klingt direkter, moderner und weniger schönend als das JT-80 …und dennoch wirkt es kontrolliert. Das Gefühl gesteigerter Transparenz rührt möglicherweise daher, das hier Instrumente „nach vorne geholt“ werden die am JT-80 im Hintergrund gruppiert bleiben. Und es sei hier betont - bei beiden ohne Verdeckungseffekte - die Transparenz bleibt unangetastet.

    Hinsichtlich der Abtastqualität reicht das Shelter nicht an die souveräne Art der Nagaokas heran.

    Nun zum AT OC9 mit ML-Schliff und Bor-Stab. Wer es gerne betont „neutral“ mag… - in meiner Konfiguration war es das System mit völlig fehlender tonaler Ausprägung. Gleich einem CD-Player zieht es die tiefen Lagen weiter nach hinten in den Raum…ohne das hier etwas fehlte. Schnell, sauber, konturiert, glaubwürdig. Eine weite, tiefe, offene Bühne - die dazugehörige Transparenz und Detailwilligkeit. Das kommt sehr überzeugend. Das Maß an Auflösung und Präzision darin übertrifft alle anderen Systeme in dieser Gruppe deutlich. Bei den gegebenen Musikstücken präsentierte es Stimmen, Instrumente und Effekte an nochmals anderen Platzzuordnungen. Jeder Ton war gleichberechtigt, da wo andere Präferenzen setzten. Das machte es uns - je nach Aufnahme - schon mal etwas „unübersichtlich“.

    Und nun noch eine Sache die womöglich nur mich betrifft und eine Voreingenommenheit meinerseits sein kann. Es gab mit dem OC9 Aufnahmen die bei sehr hohen Pegeln im Hochtonbereich nervös wirkten und zum Teil etwas klirrig kamen. Ich glaube, das es am Bor-Stab-Nadelträger liegen könnte, der hier in Resonanz gerät. (Ja, natürlich kann das auch an hundert anderen Dingen gebunden sein …dennoch erlebe ich das immer mal wieder, sobald …s.o..). Auch das JT-80 hat den Bor-Stab …und auch bei diesem - sehr abgemildert - zeigt sich bei bekannter Musikstelle ein kleiner „Extraglanz“ …und ja, nicht nur in meiner Anlage.

    Mein AT-33EV meint es da gänzlich anders - es kokettiert geradezu damit anders als alle anderen zu sein. Stets die Ruhe bewahrend, lässig und muskulös. Ein satter Bass, eine große, weite Abbildung wird kombiniert mit einer Bühnendarstellung die weiter hinter die Linie der Lautsprecher gezogen wird als bei den anderen Tonabnehmern. Anfangs wirkt es vergleichsweise dunkel …hat man sich daran gewöhnt (zwei Musikstücke) begibt man sich auf den Beobachtungsposten, zieht sich den Whisky und die Zigarre in Reichweite und genießt schon zu diesem Zeitpunkt die wohlsortierte Eleganz des musikalischen Geschehens. Der recht lange Alu-Nadelträger mit der 0,3x0,7 Ellipse gestattet sich keine Auffälligkeit. Und obwohl das Bassvolumen üppig ausfällt, werden die tiefen Lagen variantenreich ausgebildet.

    Jetzt geht’s zu den letzten beiden verbliebenen Systeme - beide aus den Lager der MM‘s. Auch angesichts des Preises könnte man ja annehmen, das das AT VM 520xEB sich möglicherweise schwer tut mit ein paar eigenen Punkte aufzuwarten …aber, weit gefehlt. Alu-Röhrchen mit gefasster Ellipse 0,3x0,7. Anscheinend hat es diese Serie faustdick hinter den Ohren. Es wirkt Wieselflink, segelt auf der Musikwelle mit einer verblüffend selbstsicheren Art und Weise, das man aus dem Staunen nicht mehr herauskommt. Eine tolle Abtastsicherheit, ausgewogen - dabei Leichtfüßig, warm klingende Mitten, ein fast luftig leichter Bass, dem es dennoch an Tiefgang nicht fehlt. Ja, die Bühne ist nicht so weit und tief wie anderenorts, aber das ist schnell vergessen - das Potpourri an Musikern, die da vorne agieren bannen zur Gänze unsere Aufmerksamkeit.

    Diese „polierte“ Freude des Agierens deklassiert dahingehend alle Mitbewerber dieser Gruppe …es benimmt sich weitaus weniger gestresst. Chapeau.

    Unser letzter Proband ist ein „alter Bekannter“. Das Concorde mit Alu-Röhrchen und FineLine Schliff. Dazu wurde schon viel geschrieben. Bekannt ist es für die balancierte Wiedergabe, die offen/transparente, breitbandige und gutmütige Wiedergabe. Nach den vielen anderen Tonabnehmern, die wir hier alle gemocht u. lieben gelernt haben, mussten wir feststellen, das es das Concorde ist, das uns weiter in die Musik hineinführt als die wunderbaren Eigenschaften der anderen Systeme. Es ist nicht Eigenschaftslos, es ist auch nicht besser hinsichtlich der oben aufgeführten wunderbaren Einzeleigenschaften der anderen.

    Aber, es führt das Ohr ins Herz der Musik, es räumt auf, stellt sicher das dem Tempo u.o. Rhythmus nichts in den Weg gestellt wird. Es will mit nichts als der Musik begeistern, es glänzt nicht, lenkt nicht ab …aber es zeigt eine mögliche Art der Wiedergabe auf die an einen gelungenen Live-Auftritt erinnert - einfach mitreißend.


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    Wahrheiten gibt es nicht, aber Tendenzen in der Wirklichkeit.

  • schallter
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    • 5. Oktober 2025 um 22:13
    • #2

    Ächz! So leidensfähig bin ich nicht...

    Zitat von PeterPan

    Dazwischen hatten wir ... mehrere Liter Gerstensaft, sowie die nötige Nervennahrung.

    OK, dann hält man es gut aus;)

    Gruß

    Jörg

  • PeterPan
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    • 5. Oktober 2025 um 22:18
    • #3
    Zitat von schallter

    Ächz! So leidensfähig bin ich nicht...

    OK, dann hält man es gut aus;)

    Moin Moin …wir haben es geschafft das Ganze mit einer angenehmen Leichtigkeit zu versehen …sicherlich gibt es nicht viele Freunde die solche Verrücktheiten so angenehm mitgestalten.

    Wahrheiten gibt es nicht, aber Tendenzen in der Wirklichkeit.

  • lontano
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    • 5. Oktober 2025 um 22:25
    • #4
    Zitat von PeterPan

    Es war mal wieder Zeit für einen Tonabnehmer-Marathon. Zum einen, weil es Erfahrungen mit neuen Tonabnehmern gibt und zum anderen, weil die Anlage sich verändert hatte. Zu meiner Unterstützung hatte ich einen Freund hier zu Besuch, der nicht nur tatkräftig dabei war, sondern auch gleich mehrere der begehrten „Kleingeräte“ mitbrachte. Das ganze erstreckte sich über 3 Tage …mehr als ein dutzend Hörstunden. Dazwischen hatten wir einen regen Austausch und mehrere Liter Gerstensaft, sowie die nötige Nervennahrung.

    Die Abhörbedingungen: Technics SL 1500C, Yamaha A-S 1200 und ein Paar Wharfedale Super Denton.

    Am Start waren das Nagaoka MP 100 u. 110 (MI-Systeme), sowie das Nagaoka JT-80 (MM). Aus der MC-Technik waren es Shelter 901/3, das AT-OC9XML und das AT 33 EV. Und weiter das AT VM 520 xEB sowie ein Ortofon Concorde R mit Nadel 30.

    Das MP 100 hat einen konischen Schliff, das MP 110 u. das JT-80 kamen mit einem elliptischen Schliff - hier (wie ich meine WICHTIG) beide mit einer 0,4x0,7 Verrundung, während das Shelter 901/3, das AT 33 EV und das VM 520 xEB eine 0,3x0,7 Ellipse anboten.

    Am OC 9 war der MicroLine u. am Ortofon der FineLine angebracht. Im OC 9 und im JT 80 fungierten als Nadelträger je ein Bor-Stab, alle anderen waren mit Alu-Röhrchen ausgestattet.

    Vielen Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast, das so klar und detailliert aufzuschreiben.

  • PeterPan
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    • 5. Oktober 2025 um 22:29
    • #5
    Zitat von lontano

    Vielen Dank, dass du dir die Mühe gemacht hast, das so klar und detailliert aufzuschreiben.

    Ja, auch das in Schriftform zu bringen hat Freude bereitet.

    Den Marathon alleine zu begehen - ohne in einen Diskurs mit einem ebenfalls begeisterten Freund gehen zu können - wäre nicht mal halb geglückt.

    Wahrheiten gibt es nicht, aber Tendenzen in der Wirklichkeit.

  • Grille
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    • 5. Oktober 2025 um 22:30
    • #6
    Zitat von schallter

    Ächz! So leidensfähig bin ich nicht...

    Och, diesen Marathon haben wir ganz und gar nicht als Leid empfunden, es geschah in einer offenen und sehr leichten Stimmung. Es war eine spannende Reise und die Vielfalt der Ausdrucksmöglichkeiten von Tonabnehmern war sehr bereichernd und spannend.

  • Neo_Staxianer
    Thin~King
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    • 5. Oktober 2025 um 22:36
    • #7

    Dieser schmale Grad. Gerstensaftbetütert und filigranes Handwerk. Danke für den Bericht.

    ”That’s how I feel” - Sun Ra

  • Grille
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    • 5. Oktober 2025 um 22:52
    • #8

    PeterPan

    Danke für deine umfassende Zusammenfassung, die es ermöglicht die 3 Tage auch nochmals Revue passieren zu lassen.

    Spannend fand ich auch die Fragen, die sich aus dieser geballten Erfahrung heraus ergaben.

    Wie spielt ein AT-OC9XEN im Vergleich mit dem AT-OC9XML und dem AT-VM520xEB?

    Hier ist es hilfreich, dass wir uns im gegenseitigen Austausch darin unterstützen und Tonabnehmer nicht doppelt kaufen, sondern sehr an der Vielfalt interessiert sind. Es bleibt somit spannend.

    Spannend fand ich auch auch, dass die Tonabnehmer in ihrer Wirkung mitunter sehr von der Umgebung abhängen, damit meine ich die komplette Wiedergabekette. So klingt ein Nagaoka JT-80BK in meiner Umgebung auf jeden Fall gut und seine intime Atmosphäre der Wiedergabe weiß zu überzeugen, aber so mitreißend und begeisternd wie an diesem Wochenende, habe ich es noch nie erlebt. Ähnlich das Shelter901 III, das bei mir in meiner Anlage ein Match zu sein scheint, in der Anlage meines Freundes durchaus seine Talente und Qualitäten deutlich aufzeigte, diese aber nicht zu diesem begeisternden Ergebnis führten.

    Somit kristallisiert sich für mich eine wichtige Erkenntnis heraus, dass Aussagen über Tonabnehmer und entsprechende Empfehlungen durchaus mit einer gewissen Vorsicht zu bewerten sind. Die gesamte Wiedergabekette hat mitunter einen entscheidenden Einfluss auf das Ergebnis der Wiedergabe. Es gibt keine Allgemeingültigkeit. Das hatte ich bislang unterschätzt.

    Für mich stellt sich dann noch die neugierige Frage, gibt es vielleicht noch einen Tonabnehmer, der doch noch besser in mein Umfeld passt? Ich hätte da auch schon eine Idee.

    2 Mal editiert, zuletzt von Grille (5. Oktober 2025 um 23:14)

  • Albus2
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    • 6. Oktober 2025 um 11:15
    • #9

    Tag,

    bitte, mit welchem Phono-Vorverstärker waren die MM-Typen verbunden? Mit dem internen des Technics SL-1500C oder dem MM-Modus des Yamaha A-S1200?

    Leider - sind die Kapazitätsbedingungen fraglich. Der Yamaha MM-Modus allein mit 365 pF. Die Technics-Werte für Eingangswiderstand und Kapazitäten sind bis heute nicht bekannt, weder für Phono ON noch OFF.

    Freundlich

    Albus

    Einmal editiert, zuletzt von Albus2 (6. Oktober 2025 um 11:30)

  • Grille
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    • 6. Oktober 2025 um 11:43
    • #10

    Sowohl MM- als auch MC-Tonabnehmer wurden über die Phonoentzerrung des Yamaha-Vollverstärkers entzerrt und verstärkt.

    Der Einwand ist durchaus berechtigt und eine optimale Anpassung mag auch noch Auswirkungen haben. Nun sind die Tonabnehmer allesamt auch keine extremen Vertreter und kommen sicher mit den Standardanpassungen gut zurecht.

    Bemerkenswert fand ich, dass es (fasst) keine Ausreißer gab und die individuelle Persönlichkeit jedes Tonabnehmers aus unserer Sicht gut erkennbar war. Es war uns auch diesmal sehr wichtig, die Unterschiede und Eigenschaften zu erkennen, und keinen Sieger zu küren. Wir wollten etwas lernen und unseren Horizont erweitern. Das ist uns aus meiner Sicht auch gelungen. Ich glaube nicht, dass eine perfekte Anpassung unsere Eindrücke und Einschätzungen radikal verändert hätten.

    Zitat von Albus2

    Tag,

    bitte, mit welchem Phono-Vorverstärker waren die MM-Typen verbunden? Mit dem internen des Technics SL-1500C oder dem MM-Modus des Yamaha A-S1200?

    Leider - sind die Kapazitätsbedingungen fraglich. Der Yamaha MM-Modus allein mit 365 pF. Die Technics-Werte für Eingangswiderstand und Kapazitäten sind bis heute nicht bekannt, weder für Phono ON noch OFF.

    Freundlich

    Albus

  • silberfux
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    • 6. Oktober 2025 um 12:57
    • #11

    Danke für den Test und Deinen hohen Aufwand. Trotzdem hat Albus Recht, denn der Test wäre noch aussagekräftiger und seine Erkenntnisse allgemeiner verwendbar gewesen, wenn ein gängiger anpassbarer externer Phono-VV verwendet worden wäre. BG Konrad

  • PeterPan
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    • 6. Oktober 2025 um 13:15
    • #12
    Zitat von silberfux

    Danke für den Test und Deinen hohen Aufwand. Trotzdem hat Albus Recht, denn der Test wäre noch aussagekräftiger und seine Erkenntnisse allgemeiner verwendbar gewesen, wenn ein gängiger anpassbarer externer Phono-VV verwendet worden wäre. BG Konrad

    Moin Moin ...das vorhandene Equipment musste reichen.

    Wahrheiten gibt es nicht, aber Tendenzen in der Wirklichkeit.

  • Grille
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    • 6. Oktober 2025 um 13:26
    • #13
    Zitat von silberfux

    Danke für den Test und Deinen hohen Aufwand. Trotzdem hat Albus Recht, denn der Test wäre noch aussagekräftiger und seine Erkenntnisse allgemeiner verwendbar gewesen, wenn ein gängiger anpassbarer externer Phono-VV verwendet worden wäre. BG Konrad

    Das wurde auch nicht in Frage gestellt. Integrierte Lösung haben ihre Limitierungen. Allerdings wird ein Hersteller, der in seinem Vollverstärker eine "universelle" Lösung anbietet, sich sicher am Markt mit den gängigsten Tonabnehmern orientieren. Ich persönlich war schon sehr beeindruckt davon, wie sehr 6 Tonabnehmer (von 8!) zu einer HÖCHSTFORM aufgelaufen sind. Sie wussten nicht nur uneingeschränkt zu überzeugen, sie BEGEISTERTEN regelrecht und dabei jeder auf seine unverwechselbare Art. Das hat uns auch sehr positiv überrascht. Das war für uns die wichtigste Erkenntnis. Wir haben festgestellt was Unterschiede ausmachen können und wie diese sich auf die Musikwiedergabe auswirken. Ich denke, auch die berechtigten kritischen Stimmen hier, hätte es die Sprache verschlagen, wie eindeutig die Unterschiede zu benennen sind.

    Die Art des Schliffes

    - sphärisch (1)

    - elliptisch 0,4x0,7 (3)

    - elliptisch 0,3x0,7 (2)

    - microline (1)

    - fineline (1)

    Nadelträger

    - Aluröhrchen (6)

    - Bor (2)

    Vermutlich kann man mit dieser Erfahrung allein aufgrund der Konstruktion eines Tonabnehmers eine nicht ganz so falsche Auswahl bzgl. seiner Klangvorstellungen und Vorlieben tätigen. Das ist doch Klasse dieses Maß an Orientierung gewonnen zu haben.

    Ich wüsste, was ich suchen muss.

    Dynamisches MC-System

    mit relativ hoher Ausgangsspannung

    mit Alu-Nadelträger (kein Bor, kein Saphir),

    mit elliptischem oder fineline Schliff

    nicht zu hart aufgehängt


    Ein ganz heißer Kandidat ist dieser hier:

    Test Tonabnehmer EMT HSD SC6: The Spirit of Radio - LowBeats
    Mein erster Tonabnehmer war ein EMT. Mein erster Plattenspieler ebenfalls. Auch mein erster Phono-Vo
    www.lowbeats.de

    Mein Linn Ekstatik kann ich vermutlich verkaufen. Ich traue mir diese Aussage zu, obwohl es nicht Teilnehmer dieses Vergleiches war. Ich verstehe nun, was mich an einem Linn Kandid fasziniert hat und was mich aber auch immer unterschwellig gestört hat.

    Einmal editiert, zuletzt von Grille (6. Oktober 2025 um 13:57)

  • Albus2
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    • 6. Oktober 2025 um 13:35
    • #14

    Tag,

    es sind also nur Fußnoten, wenn beiseite die Marathon-Bedingung von gut 480 pF an Kapazitätslast erwähnt wird (Technics Headshell bis RCA-Output mit Audiokabel 120 pF, A-S1200 Phono-MM 365 pF). Mehr kommt nicht.

    Freundlich

    Albus

  • Grille
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    • 6. Oktober 2025 um 13:49
    • #15
    Zitat von Albus2

    Tag,

    es sind also nur Fußnoten, wenn beiseite die Marathon-Bedingung von gut 480 pF an Kapazitätslast erwähnt wird (Technics Headshell bis RCA-Output mit Audiokabel 120 pF, A-S1200 Phono-MM 365 pF). Mehr kommt nicht.

    Freundlich

    Albus

    Da du nicht dabei gewesen bist, kannst du die gemachten Erfahrungen nicht in Frage stellen. Es ist außerhalb deiner Erfahrungswelt. Akzeptiere dies. Dass du es dennoch tust und sogar so weit gehst, es abzuwerten, nehme ich mit Bedauern zu Kenntnis.

    Lass doch die Forumsgemeinschaft an deiner Erfahrung teilhaben. Hast du eine Erfahrung gemacht, die von unserer Erfahrung abweicht? Dann teile sie uns bitte mit. Ich bleibe gespannt.

    Einmal editiert, zuletzt von Grille (6. Oktober 2025 um 13:58)

  • Petti
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    • 6. Oktober 2025 um 13:50
    • #16
    Zitat von Grille

    Somit kristallisiert sich für mich eine wichtige Erkenntnis heraus, dass Aussagen über Tonabnehmer und entsprechende Empfehlungen durchaus mit einer gewissen Vorsicht zu bewerten sind.

    Das ist doch das eigentliche Ergebnis des Testes, welches für jede in Frage stehende Komponente so zutrifft.

    Es kommt immer auf die anderen Mitspieler (technische Kompatibilität) und Erwartungen an.

    Nichtsdestotrotz sind solche Erfahrungen, wie hier gepostet, doch sehr interessant und von mir gern gelesen.

    Nochmals besten Dank dafür an die beiden Unerschrockenen.

    "If you haven't heard it, you dont have an opinion"(Ivor Tiefenbrun)

    Liebe Grüße

    Petti

  • Grille
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    • 6. Oktober 2025 um 13:55
    • #17
    Zitat von Petti

    Das ist doch das eigentliche Ergebnis des Testes, welches für jede in Frage stehende Komponente so zutrifft.

    Es kommt immer auf die anderen Mitspieler (technische Kompatibilität) und Erwartungen an.

    Nichtsdestotrotz sind solche Erfahrungen, wie hier gepostet, doch sehr interessant und von mir gern gelesen.

    Nochmals besten Dank dafür an die beiden Unerschrockenen.

    ["If you haven't heard it, you dont have an opinion"(Ivor Tiefenbrun)]

    Besten Dank für diese Wertschätzung.

    Auch ich finde Erfahrungsberichte immer sehr spannend.

    Ich bin immer noch regelrecht berauscht von der Tiefe der Erfahrung, die wir gemeinsam gemacht haben. Das macht Lust auf mehr.

  • silberfux
    Analogistenversteher
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    • 6. Oktober 2025 um 14:00
    • #18

    Warum diese Empfindlichkeiten? Die gemachten Anmerkungen stellen doch die weder die im Test gewonnenen Erkenntnisse in Frage noch dass dieser Test überhaupt gemacht wurde. Die Anmerkungen befassen sich lediglich damit, dass die Testergebnisse ohne großen Aufwand breiter verwertbar wären. Was ist an diesem Hinweis so schlecht? BG Konrad

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