Moin
Nach rund 6 Jahren stand jetzt mal ein Wechsel der Röhren im Phono meines Vorverstärkers an. Die Wahl fiel auf ein Paar matched / balanced ECC83 Performance S4A von BTB. Heute sind die Röhren gekommen, und durften sich erst einmal gemütlich bei Zimmertemperatur akklimatisieren. Nach dem Messen war ich doch ein wenig überrascht, das die Werte so gar nicht gleich sind.
Kann es sein, daß die Werte bei einer neuen Röhre noch auf den Sollwert wandern kann?
Gruß
Max
ECC83 Wandern die Werte noch?
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die werksmessung dürfte mit ganz anderen parametern (anodenpannung, gitterspannung) vorgenommen worden sein und wären somit überhaupt nicht 1:1 vergleichbar.
oder habe ich was falsch verstanden?
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Hallo Max,
hast Du die Röhren lange genug im Meßgerät gehabt? Ich nehme mir bei meinem Funke W19 ca. 3-5 Minuten für einen Meßdurchgang. Manche Röhren ändern sich noch etwas mit der Zeit. Ansonsten bin ich ein wenig verwundert über die Unterschiede zwischen den gematchten Röhrensystemen.
Gruß
Erhard -
meine vermutung: die röhren sind halt nicht wirklich "gematched" = auf identische kennlinie selektiert sondern nur bei einer festen anodenpannung - vermutl. die gebräuchlichste betriebsspannung der ECC83 - geprüft worden. und da passten dann alle 4 systeme.
bei anderen spannungen verhalten sich dann unterschiedlich, d. h. die kennlinien decken sich also nicht wirklich.
dass ein röhrenhandel tatsächlich "echte" kennlinien aufnimmt, halte ich eh für unwahrscheinlich. man bräuchte ne menge röhren und ganz viel zeit. das wäre prakt, nicht bezahlbar.
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Mein altes „Euratele - Köln“ Prüfer ist auch eher ein Schätzeisen. Zur Funktionsprüfung reicht es gerade wohl. Ich werde die Röhren einfach mal spielen lassen und nach ein paar Monaten noch mal schauen, ob sich da was verändert. Der erste Eindruck war zumindest schon mal ganz gut.
Gibt es bei Röhren eigentlich auch eine „Einspielzeit“?
Gruß
Max -
bei den ECCs sollte m. e. spätestens nach 4 - 6 h klar sein, wohin die reise klanglich geht.
endröhren werden einspielzeiten von mind. 50 h nachgesagt. manche schreiben sogar von veränderungen nach 150 h.
einige halten einspielzeiten von röhren allerdings für mumpitz und schreiben klangliche veränderungen nach den v. g. zeiten bereits dem verschleiß zu.
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Ich lasse jede Röhre mindestens 10 - 20 Minuten auf dem µ Tracer , natürlich mit externer Heizung . Im Quick Test kommt dann sowas dabei raus , allerdings nicht immer


.MfG , A .
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allerdings nicht immer
Meistens nicht.



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Zitat
meine vermutung: die röhren sind halt nicht wirklich "gematched" = auf identische kennlinie selektiert sondern nur bei einer festen anodenpannung - vermutl. die gebräuchlichste betriebsspannung der ECC83 - geprüft worden. und da passten dann alle 4 systeme.
bei anderen spannungen verhalten sich dann unterschiedlich, d. h. die kennlinien decken sich also nicht wirklich.
dass ein röhrenhandel tatsächlich "echte" kennlinien aufnimmt, halte ich eh für unwahrscheinlich. man bräuchte ne menge röhren und ganz viel zeit. das wäre prakt, nicht bezahlbar.
Ich hatte mal ein ähnliches Problem mit dem Anbieter.
Bei einem Freund lief der Amp klanglich einfach nicht mehr zurfriedenstellend.
Die Prüfung der KT150 mit dem Roetest ergab eine defekte Röhre.
Alle anderen 3 waren perfekt und mit allen Messwereten sehr gut beieinader.
Messungen erfolgten mit den Parametern laut Hersteller.
In dem Fall Tung-Sol Made in R.
Daraufhin versuchten wir eine neue Röhre lt. Herstellerangaben beim betreffenden Händler zu kaufen.
Die Prüfung nach Lieferung war echt mies.
Nach einem Telefonat wurden bezüglich der Prüfung keinerlei Infos gegeben, nur dass man sich eigene Prüfalgorithmen definiert hat, die nicht öffentlich kommuniziert werden.
Ergo, die Prüfung und Selektion wurde da vermutlich nicht mit den Herstellerangaben gemacht und man hat sich seine eigenen Parameter definiert.
Um meine Vermutung auf den Punkt zu bringen, könnte das so gemacht werden um mehr gematchte Röhren zu finden und damit ...
Grüße, Heiko
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Hallo Max,
hast Du die Röhren lange genug im Meßgerät gehabt? Ich nehme mir bei meinem Funke W19 ca. 3-5 Minuten für einen Meßdurchgang. Manche Röhren ändern sich noch etwas mit der Zeit. Ansonsten bin ich ein wenig verwundert über die Unterschiede zwischen den gematchten Röhrensystemen.
Gruß
ErhardMoin Erhard
So 2-3 Minuten waren es schon. Ich habe sie alle 2x nachgemessen.
Gruß
Max -
Da ich bei Röhren ein wirklicher Anfänger bin, hätte ich noch eine Frage zu meiner Messung.
Zeigt meine Fotos die Emission der Röhre an? Wenn ja, dann würden ja die beiden Systeme je Röhre unterschiedlich verschleißen / altern. Oder habe ich da einen Denkfehler eingebaut?
Gruß
Max -
Wenn Du 2x gemessen hast, waren dann die Meßwerte einigermaßen gleich (Röhre/System)?
Das würde dann für ein großzügiges Matching sprechen.
Bei neuen Röhren sind bei unterschiedlichen Emissionsströmen die Kennlinien verschieden.
Über die mögliche Alterung /Verschleiß sind da nicht unbedingt sichere Aussagen möglich.
Kleinsignalröhren wie die ECC83 hatten früher eine sehr hohe Lebenserwartung. Ich möchte hier nicht unbedingt auf Opas Röhrenradio verweisen, aber die Dinger waren keine Weihnachtskerzen. Hier im Forum gibt es sicher einige Teilnehmer, die Dir sicher gleich oder besser ausgemessene Röhren aus alten Beständen anbieten können.Gruß
Erhard -
Oder habe ich da einen Denkfehler eingebaut?
denk nicht so viel über eventualitäten nach und genieß deine röhren! deine befürchtungen sind reine spekulationen. klanglich wirst du kaum geringe emissionsunterschiede wahrnehmen. ob dein vorröhren nach 6 monaten noch so klingen wie anfangs ist eine andere frage. das sagt man nämlich einigen neu aufgelegten röhrentypen nach. warum auch immer.
gute old stock ECCs brennen jahrzehnte ohne qualitätsverlust.
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Ja, die Messwerte sind beim zweiten Messen eigentlich gleich geblieben.
Von der Funktion her, bzw. auch klanglich habe ich jetzt nach rund 5-6 Std. Betrieb nichts zu bemängeln. Hoffe nur, das es auch so bleibt. Das Pärchen war nämlich nicht wirklich ein Schnäppchen gewesen.
Gruß
Max -
Das Pärchen war nämlich nicht wirklich ein Schnäppchen gewesen.
wen wunderts? im prinzip haben viele "reissues" preislich dermaßen zugelegt, dass man getrost old stock röhren in betracht ziehen kann.
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wen wunderts? im prinzip haben viele "reissues" preislich dermaßen zugelegt, dass man getrost old stock röhren in betracht ziehen kann.
Billiger sind die ja leider auch nicht, wenn ich mir die Preise von NOS-Ware anschaue.
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Hallo Max,
im Bezug auf Schnäppchen:
ECC83 um 1957 : 13DM
AD1 : 16DMGruß
Erhard
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Es geht aber auch anders herum.
Überlegt euch mal was wir Anfang der 90er für PC Speicher also Festplatten, Arbeitsspeicher oder auch Grafikkarten ausgegeben haben.
Nur um das letzte Frame im Spiel noch rauszuholen.
Zu der Zeit war ich ständig chronisch Pleite

Allen ein schönes Wochenende...
Grüße, Heiko
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ich nehme an, die ECCs waren damals - auf die kaufkraft bezogen - teurer als heutige vorröhren. 13 DM waren 1957 ne menge kohle! (die AD1 ist ein thema für sich. deren heutigen preise sind deren seltenheit geschuldet).
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(die AD1 ist ein thema für sich. deren heutigen preise sind deren seltenheit geschuldet).
Anhand der Telefunken Fertigungsbücher wurden bis 1945 264331 Stück hergestellt , und das nur bei TFK . Valvo usw ....hat die ja auch gebaut . Sorry für OT
.MfG , Alexander .
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