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  4. Newbiefragen zum Phono Eingang / Vorverstärker

Suche nach einem Vorverstärker + Step-Up-Transformer? für den Thorens TD 105 MK II mit Stanton 680 EE

  • iamevie
  • 6. Februar 2026 um 17:32
  • iamevie
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    • 6. Februar 2026 um 17:32
    • #1

    Hey,

    ich habe mir endlich einen gebrauchten Plattenspieler (Thorens TD 105 MK II mit Stanton 680 EE) sowie ein paar Aktivboxen (PreSonus Eris 3.5) gekauft. Nun bin ich auf der Suche nach dem passenden Vorverstärker. Diesen würde ich auch am besten gebraucht kaufen. Bisher habe ich schon herausgefunden, dass es 2 Arten von Tonabnehmern gibt, kann jedoch den Stanton 680 EE nicht einordnen. Hier (https://www.vinylengine.com/cartridge_data…80&t=any&sort=2) steht, der Tonabnehmern sei vom Typ 'Moving Iron' ich finde sonst aber nur die Unterscheidung zwischen 'Moving Magnet' und 'Moving Coil', weswegen ich nicht genau weiß, welches von beiden ich brauche. Ich habe schon gesehen, dass es Vorverstärker gibt, welche beides können, weiß aber nicht, ob diese empfehlenswert sind. Sollte es sich um einen MM Tonabnehmer handeln, habe ich auch gelesen, dass man einen Step-Up-Transformer nutzen kann. Sollte es sich um einen solchen handeln, würde ich mich über Empfehlungen in diese Richtung auch freuen.

    Insgesamt würde ich mir gerne ein System aufbauen, mit welchem ich über Zeit experimentieren kann, und welches ich einfach upgraden kann.


    Mit freundlichen Grüßen
    Evie

  • iamevie
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    • 6. Februar 2026 um 17:34
    • #2

    Ach und eine generelle Frage. Sollte ich die Nadel auswechseln/ erneuern?

  • ake
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    • 6. Februar 2026 um 18:45
    • #3

    Das Stanton ist mit 5,5mV angegeben, liegt damit im Bereich, der es für einen MM-Eingang qualifiziert. Einen Übertrager brauchst Du daher nicht, sowas könnte man optional für ein Low-Output-MC nehmen (deren Ausgangsspannung liegt ca. Faktor 20 niedriger).

    Bei einem gebrauchten Tonabnehmer die Nadel zu wechseln ist generell nicht verkehrt. Bloss wirst Du da bei Stanton ein Problem haben, diese Nadeln gibt es im Original nicht mehr. Nachbaunadeln gibt es zwar sicherlich, was die dann taugen ist eine andere Frage. Für meine Ansprüche sind die regelmäßig nicht gut genug. Ob die für Deine Ansprüche gut genug wären kann ich nicht beurteilen. Da wäre es eine Überlegung wert, vielleicht gleich einen neuen Tonabnehmer zu kaufen. Da kommen dann aber wieder die Eigenheiten des Thorens ins Spiel: hast Du für diesen Tonarm die Justageschablone mitgeliefert bekommen? Das ist so ein (meistens transparentes) Kunststoffteil. Da kann man das abgenommene Armrohr einlegen und zwei Plastikteile zeigen dann an, auf welcher Position die Nadel liegen sollte. So in etwa sieht das dann aus (Beispielfoto aus dem Netz, gehört aber zu einem anderen Thorens-Tonarm):

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    (Quelle: https://plattenspieler-reparatur.de/thorens-tonarm/)

    Und: man kann Tonabnehmer nur von unten verschrauben (M2 Schrauben!), d.h. Tonabnehmer mit eingeschnittenen Gewinden scheiden von vornherein aus.

    Gruß

    Andreas

    Ich bin so alt, als ich damals zur Schule ging, gab es noch keine Handys. Wir haben dann Unterricht gemacht. Wir hatten ja sonst nichts.

    Ein Freund ist jemand, der Dich mag, obwohl er Dich kennt.

  • Lynnot
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    • 6. Februar 2026 um 18:54
    • #4

    Hi,

    die Angaben bei Vinylengine stimmen. Und ja, das Stanton ist ein MI, geht am MM Eingang und braucht kein SUT. Neue Nadeln gibt es kaum, Nachbaunadeln sind nicht so gut. Vielleicht geht die Jico mit Shibatanadel?

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Viele Grüße, Tony

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    "Music's real, the rest is seeming" (Fats Waller)

  • Lynnot
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    • 6. Februar 2026 um 19:00
    • #5

    PS, wer findet den Fehler im Bild?

    Viele Grüße, Tony

    ______________________________________________________

    "Music's real, the rest is seeming" (Fats Waller)

  • TV - 1963
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    • 7. Februar 2026 um 15:02
    • #6
    Zitat von iamevie

    Ach und eine generelle Frage. Sollte ich die Nadel auswechseln/ erneuern?

    Vielleicht erstmal Testen hast du keinen alten Verstärker mehr

    die hatten alle Phono .

    Lg

    Theo

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  • Allante
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    • 7. Februar 2026 um 16:09
    • #7
    Zitat von iamevie

    Sollte es sich um einen MM Tonabnehmer handeln, habe ich auch gelesen, dass man einen Step-Up-Transformer nutzen kann.

    Ein Step-Up-Transformer wird nur in Verbindung mit MC-Tonabnehmern verwendet, da dieser das (leise) MC-Signal auf (das lautere) MM-Niveau anhebt. MI-Tonabnehmer kann man am MM-Eingang anschließen, da diese ähnliche Ausgangsspannungen haben.

    Einmal editiert, zuletzt von Allante (7. Februar 2026 um 16:17)

  • iamevie
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    • 7. Februar 2026 um 18:10
    • #8
    Zitat von ake

    hast Du für diesen Tonarm die Justageschablone mitgeliefert bekommen? Das ist so ein (meistens transparentes) Kunststoffteil. Da kann man das abgenommene Armrohr einlegen und zwei Plastikteile zeigen dann an, auf welcher Position die Nadel liegen sollte.

    Die Schablone habe ich leider nicht, aber wenn ich ein 3D-Modell dieser finde, könne ein Freund sie für mich 3D-Drucken.

    Zitat von ake

    Und: man kann Tonabnehmer nur von unten verschrauben (M2 Schrauben!), d.h. Tonabnehmer mit eingeschnittenen Gewinden scheiden von vornherein aus.

    Gut zu wissen, gibt es noch mehr, was ich bei einem neuen Tonabnehmer beachten muss? Bin ich, wenn ich mir einen anderen kaufe, immer noch an 'Moving Magnet' gebunden? Ich vermute mal nicht, habe aber auch keine Ahnung, ob es generell qualitative Unterschiede zwischen MM und MC gibt.

    Ach und vielen Dank für die schnellen und hilfreichen Antworten!

  • iamevie
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    • 7. Februar 2026 um 18:12
    • #9
    Zitat von Lynnot

    die Angaben bei Vinylengine stimmen. Und ja, das Stanton ist ein MI, geht am MM Eingang und braucht kein SUT. Neue Nadeln gibt es kaum, Nachbaunadeln sind nicht so gut. Vielleicht geht die Jico mit Shibatanadel?

    Was genau ist den ein MI? Ist das eine exotische 3 Art? Und handelt es sich bei Jico und Shibata um Firmen?


    PS: Auf dem Tonabnehmer sieht man 3 E.

  • ake
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    • 7. Februar 2026 um 18:48
    • #10

    Also, fangen wir mal an:

    Es gibt bei magnetischen Tonabnehmern drei Bauprinzipien. Allen gemeinsam ist das elektromagnetische Induktionsprinzip "wenn sich ein Leiter in einem Magnetfeld befindet, welches sich zeitlich oder räumlich ändert, wird in den Leiter eine Spannung induziert". Das kann man auf drei Arten realisieren:

    - MC: Moving Coil, eine Induktionsspule wird in einem recht starken Magnetfeld bewegt -> in aller Regel führt das zu einer geringeren bewegten Masse der Nadeleinheit aber auch zu einer niedrigen Ausgangsspannung; und die Nadel ist nicht wechselbar

    - MM: Moving Magnet, am Nadelträger ist ein kleiner Magnet (oder auch mal zwei) und die Induktionsspule ist fest und auch recht groß -> hohe Ausgangsspannung und die Nadeleinheit ist in der Regel wechselbar, dafür ist die bewegte Masse etwas höher

    - MI: Moving Iron, das ist sozusagen die Mischform der anderen beiden: Spule und Magnet sind fest und am Nadelträger ist ein kleines Eisenplättchen, welches den magnetischen Fluß durch die Spule moduliert -> prinzipiell ähnliche Eigenschaften wie MM

    MCs sind in der Regel teurer als MM oder MI, Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. Aber: es gibt eine Größe namens Effektiv Bewegte Masse des Tonarms, welche mit der Nadelnachgiebigkeit interagiert. Das ergibt ein schwingfähiges Feder-Masse-System mit einer Eigenresonanz - und die sollte zwischen 8 Hz und 12 Hz liegen. Liegt sie zu niedrig, wird sie von verwellten Platten angeregt. Liegt sie zu hoch, kann sie vom Nutzsignal in der Rille angeregt werden. In beiden Fällen kann es zu regelrechtem Zittern des Arms kommen bis hin daß die Nadel aus der Rille fliegt. Der Arm Deines Thorens ist aus der Ultra-Low-Mass Ära (v.a. 70er Jahre bis Anfang 80er), d.h. er hat nur 7,5g effektive Masse. Für heutige MC-Tonabnehmer ist er damit zu leicht. Da bleiben eigentlich nur MM und MI Tonabnehmer. Ist MI jetzt ein Exot? Eigentlich nicht, denn es gab und gibt eine ganze Menge MI-Tonabnehmer, die fälschlicherweise als MMs verkauft wurden und werden.

    Jico ist ein japanischer Hersteller von Nadeleinschüben und Tonabnehmern. Berühmt sind v.a. die sog. SAS-Nadeln, welche sehr hochwertig sind (aber auch nicht ganz billig und es gibt sie nicht für alle Tonabnehmer, die es gab oder gibt). Aber Jico hat auch "normale" Nadeln im Programm. Shibata hingegen ist eine Bezeichnung für einen Nadelschliff. Dieser wurde in den 70ern von einem JVC-Ingenieur namens Shibata erfunden, um einen Nadelschliff zu schaffen, der gut genug war, um Quadrofonie-Schallplatten abzutasten (welche einen Frequenzumfang bis 40kHz hatten und das schafften Rundnadeln und Ellipsen eben nicht). Und dann hat man festgestellt, daß auch Stereoplatten besser klangen und dann wollten alle vergleichbare Nadeln ohne Lizenzgebühren zu bezahlen - und dann ist ein ganzes Füllhorn an Nadelschliffen entstanden...

    Hope this helps...

    Was die Schablone angeht kann ich Dir leider nicht helfen weil ich keinen Dreher mit diesem Arm habe. Aber es würde mich nicht wundern, wenn sich ein freundlicher Forianer finden würde, der Dir aushilft. Es gibt kaum etwas, was exotisch genug ist, daß sich hier nicht jemand findet, der das zu Hause hat...;)

    Gruß

    Andreas

    Ich bin so alt, als ich damals zur Schule ging, gab es noch keine Handys. Wir haben dann Unterricht gemacht. Wir hatten ja sonst nichts.

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  • Allante
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    • 7. Februar 2026 um 18:51
    • #11

    Hier gibt es eine kurze Erklärung der unterschiedlichen Tonabnehmer-Systeme:

    Tonabnehmer
    Der Tonabnehmer , auch Plattenspieler Nadel genannt, wandelt mechanische Schwingungen in einer Schallplattenrille um. Zum einen existieren…
    www.justhifi.de

    Shibata beschreibt, wie die Nadel geschliffen ist, siehe

    https://www.kernschaufelberger.ch/2023/09/02/tonabnehmer-erkl%C3%A4rt-elliptisch-sph%C3%A4risch-oder-shibata-was-ist-der-beste-schliff/

  • fosch
    nicht mehr ganz neu
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    • 9. Februar 2026 um 11:24
    • #12

    Hallo Evie,

    frag hier im Forum mal Andreas, Forumsname Platten-Spieler.de. Von ihm könntest du je nach deinen finanziellen Möglichkeiten eventuell eine gute Nachbaunadel bekommen.

    Gruß

    Frank

  • Vinylist1959
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    • 9. Februar 2026 um 12:20
    • #13

    Viel zum Tonabnehmer, noch nichts zum Vorverstärker.

    Mal einen Tipp, weit weg vom Mainstream:

    Funk Tonstudiotechnik digitale und analoge Tontechnik index

    Auch die Kabel sind ehrlich und bezahlbar...

    Willkommen in der analogen Welt...

    VG

    Dietmar

    Was ist Schall, nur bewegte Luft, sonst gar nix..... :D

  • TV - 1963
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    • 9. Februar 2026 um 12:35
    • #14

    Schraub das Stanton einfach ab leg es gut an die Seite vielleicht ergibt sich da mal was.

    Hier ein Tip das spielt sehr Schön und is eigentlich viel zu günstig und ich bin auch nicht der Verkäufer :https://www.ebay.de/itm/3115034339…ABk9SR6aR06KIZw

    Lg

    Theo

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  • Horst_t
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    • 9. Februar 2026 um 12:36
    • #15

    Ich bekomme immer Bauschmerzen wenn Kabel von Funk vorgeschlagen werden. Nur weil Tonstudio drauf steht, muß es nicht gut sein. Klanglich mMn unter Durchschnitt und zum Verlegen sind die Kabel sehr unflexibel und starr.

    Das ist aber nur meine persönliche Meinung.

    PS: Die VV von Funk kenne ich nicht.

    LG

    Horst

  • Vinylist1959
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    • 9. Februar 2026 um 12:42
    • #16

    Habs halt an den Ohren, Kabelklang...

    Das Fass machen wir hier nicht auf.:sorry:

    Nee, ich hab die xlr Strippen vom Funk, da ist nix unflexibel, gilt auch fürs Phonokabel.

    By the way, jedem das Seine...8)

    Was ist Schall, nur bewegte Luft, sonst gar nix..... :D

  • voidwalking
    Hört fast ausschließlich nur Krach
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    • 9. Februar 2026 um 12:46
    • #17

    Ich hab sone 3D gedruckte Lehre, die kann ich gern abgeben, weil ich keine Verwendung mehr dafür hab. Wenn Interesse, schreib mir einfach ne PN.

  • iamevie
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    • 9. Februar 2026 um 18:52
    • #18
    Zitat von TV - 1963

    Schraub das Stanton einfach ab leg es gut an die Seite vielleicht ergibt sich da mal was.

    Hier ein Tip das spielt sehr Schön und is eigentlich viel zu günstig und ich bin auch nicht der Verkäufer :https://www.ebay.de/itm/3115034339…ABk9SR6aR06KIZw

    Super vielen Dank. Für die Zukunft, wie könnte ich hier sehen, dass der Tonabnehmer mit meinem Tonarm kompatibel ist?

  • ake
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    • 9. Februar 2026 um 19:30
    • #19

    Grundsätzlich sollte die Nadelnachgiebigkeit (engl. Compliance) des Tonabnehmers bzw. der Nadel für Deinen Tonarm möglichst hoch sein. Alles über 20 sollte im grünen Bereich sein aber je höher desto besser. Das verlinkte Audio Technika liegt bei 30, wäre also sehr gut passend.

    Gruß
    Andreas

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  • iamevie
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    • 11. Februar 2026 um 17:58
    • #20

    Ach supi. Noch eine Frage. Handelt es sich bei dem Link um Nadeln, welche ich mit dem Stanton nutzen kann oder um einen Tonabnehmer und Nadel für diesen?

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