Moin,
ich habe folgendes Phänomen: Bei Pressungen der gleichen Platte aus verschiedenen Ländern habe ich nachweisbar eine Phasendrehung von 180°.
Die Story: Seit Ewigkeiten besitze ich eine "Barclay James Harvest - Gone To Earth" (DISCOGS: [r13866615]). Vor ein paar Wochen habe ich in einem Plattenladen die Wühlkiste durchstöbert und vier Ausgaben dieser Platte gefunden (diesmal alles Deutsche Ausgaben, Discogs-Release müsste ich noch mal recherchieren).
Ein abendliches Testhören, ob die Scheiben noch zu gebrauchen sind, erwies sich aufgrund der Menge als unflexibel. Daher habe ich alle fünf Platten (die eine französische und die vier deutschen) in einem Rutsch digitalisiert (Kette: DUAL CS741 mit Goldring/ProJect-System, Technics SU-3500 als Phono-PreAmp, MOTU HDX-SDI (mit stabilem Farbbalken als VideoQuelle) als A/D-Wandler, MACpro mit REAPER als DAW). Alles an einem Tag, ohne irgendetwas zwischen den Digitalisierungen zu ändern.
Nun wollte ich für einen ABX-Test die Tracks synchron übereinander legen. Dabei ist mir aufgefallen, dass die deutschen Fassungen um 180° in der Phase gedreht sind (oder die französichen sind gedreht...).
Ich habe einen ScreenShot erstellt, auf dem man das schön sehen kann (Barclay James Harvest - Gone To Earth Side 1 Track 4 bei ca. 1:14 Minuten). Nun steht BJH nicht gerade für percussiv-starke Attacks, aber bei anderen Acts kann ich mir vorstellen, dass harte Anschläge zumindest anders klingen, als wenn diese in der richtigen Phase abgespielt werden. Hat jemand schon mal ähnliches festgestellt?
lg
thommes
