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  4. Newbiefragen zu Schallplatten

Schützt eine gute Bewertung bei Discogs vor Fehlkäufen?

  • Kleiner Hase
  • 12. Februar 2026 um 13:13
  • tobi77
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    • 20. März 2026 um 16:21
    • #61
    Zitat von max_samhain

    Dass eine vg+-LP laut Discogs-Grading keine hörbaren Schäden aufweisen sollte, ...

    Genau so und NM-Platten dürfen keine optischen Mängel wie Hairlines oder schlimmeres haben. Und dann zeig mir eine gebrauchte Platte, die ohne Hairlines ist und ich beweise dir das Gegenteil. Deshalb muss ich auch schmunzeln, wenn Leute meinen, sie würden nur NM/VG+ Platten kaufen und im Prinzip stehen im Plattenschrank VG-Platten.

  • tobi77
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    • 20. März 2026 um 16:23
    • #62

    Und diese M-Bewertung, sprich versiegelt, ist wertlos, weil auch diese mit einem halben Dutzend Mängeln behaftet werden sein kann. Dann lieber eine VG-Platte für die Hälfte, bei der ich die Mängel kenne.

  • Online
    max_samhain
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    • 20. März 2026 um 16:44
    • #63
    Zitat von tobi77

    Genau so und NM-Platten dürfen keine optischen Mängel wie Hairlines oder schlimmeres haben. Und dann zeig mir eine gebrauchte Platte, die ohne Hairlines ist und ich beweise dir das Gegenteil.

    Deine Antwort geht vollkommen an meinem Post vorbei. Ich habe ja nicht behauptet, dass die Gradings eingehalten werden, im Gegenteil. Es ging darum, inwiefern Gradings auslegbar sind.

  • S-G
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    • 20. März 2026 um 16:46
    • #64

    Ist das denn überhaupt spezifiziert wer das eingeschweißt haben muß (also ab Werk) damit die Schallplatte dann als Mint gilt.

    Natürlich kann man ungespielte bzw. Playgrade-gespielte Archiv-Exemplare mit einer Folie einschweißen damit die dann als Mint gelten, es schützt zusätzlich vor Staubpartikeln etc. was ja auch Sinn macht.

    Das ich mir aber extra die technischen Notwendigkeiten anschaffen soll um Schallplatten als Mint anzubieten finde ich übertrieben, klar findet hier eine Gewinnmaximierung nach der erneuten Kommerzialisierung statt.

    Oft wird sich auf das amerikanische Goldmine-Grading berufen, das wurde aber zur Erleichterung des Handels gebrauchter Schallplatten unter Privatleuten angelegt, nicht zum Verkauf von Neuware.

    Sämtliche Richtlinien des Goldmine-Gradings (was nmM sowieso schon immer schwammig erläutert war) wurden doch für den Online-Handel von Betreibern wie Discogs verzerrt, und werden Heutzutage von den Händlern selber definiert, denn das Internet bietet mindestens fünf verschiedene Auslegungsvarianten des "Goldmine-Gradings", immerhin der Name ist geblieben.


    Viele Grüße

    Daniel

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    Dreimal Solar Müsli und dann LANG ABSTREIFEN...

  • S-G
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    • 20. März 2026 um 17:43
    • #65
    Zitat von CarstenWL

    ... gar nicht, aber dann ist das Cover eben auch nicht mehr als MINT (... absolutely perfect in every way) zu graden.

    was mir hier eher das Mint-Erlebnis verderben würde sind die Einschubkante und die kleine Delle an der Spine, die Falten sehen schon fast herstellungsbedingt aus.

    Wenn es bei einer besonders seltenen Auflage zu solch herstellungsbedingten Mängeln kommt die es bekannterweise nur so gibt wär`s ok, und es ist dann immer müßig unwissenden Käufern zu erklären was sie da überhaupt kaufen.

    Das ist hier aber nicht der Fall, Diethard`s Reklamation ist berechtigt, und ohne diese Reklamationen wäre der Qualitäts-Standard im Online-Bereich wohl schon viel schlechter.

    Wenn im Internet Mint dran steht mit VG+ rechnen damit es keine Enttäuschungen gibt erscheint plausibel :thumbup:


    Viele Grüße

    Daniel

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  • aswiss
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    • 20. März 2026 um 17:48
    • #66

    Das steht ja als offizelle Grading-Vorgaben bei Discogs:

    MINT (M)
    Diese Schallplatten sind in jeder Hinsicht absolut perfekt. Oftmals wird darüber gemunkelt, aber selten gesehen. Die Zustandsangabe „Mint“ sollte nur dann verwendet werden, wenn mehrere Personen bestätigen, dass sich die Schallplatte oder das Cover tatsächlich in diesem Zustand befindet. Es gibt keinen festgelegten Prozentsatz für den Wert von Schallplatten in nahezu neuwertigem Zustand (Near Mint); dieser wird am besten zwischen Käufer und Verkäufer verhandelt.

    NEAR MINT (NM oder M-)
    Eine gute Beschreibung für eine Schallplatte in NM lautet: „Sie sieht aus, als käme sie direkt aus dem Laden und wäre zum ersten Mal geöffnet worden.“ Mit anderen Worten: Sie ist nahezu perfekt. Viele Händler vergeben keine höhere Zustandsangabe, was (möglicherweise zu Recht) impliziert, dass keine Schallplatte oder kein Cover jemals wirklich perfekt ist.

    NM-Schallplatten sind glänzend und weisen keine sichtbaren Mängel auf. Beschriftungen, Aufkleber oder andere Markierungen dürfen sich nicht auf dem Label befinden, ebenso wenig wie Spuren des Plattenspielers, die durch das Auflegen der Schallplatte entstanden sein könnten. Auch größere Produktionsfehler dürfen nicht vorhanden sein; eine offensichtlich dezentrierte Schallplatte und ein dezentriertes Label gelten nicht als Near Mint. Wenn sie abgespielt wird, geschieht dies ohne Oberflächengeräusche. (NM-Schallplatten müssen nicht „nie abgespielt“ sein; eine Schallplatte, die auf einem exzellenten Plattenspieler verwendet wurde, kann auch nach vielen Wiedergaben in NM-Zustand bleiben, sofern sie sachgemäß behandelt wird.)

    NM-Cover sind frei von Knicken, Abnutzungsspuren und Nahtrisse jeglicher Art.

    HINWEIS: Dies sind hohe Standards, die nicht abgestuft werden. Eine Schallplatte oder ein Cover aus den 1950er-Jahren muss denselben Standards entsprechen wie eines aus den 1990er- oder 2000er-Jahren, um als Near Mint zu gelten! Schätzungsweise sind nur noch 2 bis 4 Prozent aller erhaltenen Schallplatten aus den 1950er- und 1960er-Jahren tatsächlich in Near Mint-Zustand. Deshalb erzielen sie so hohe Preise, selbst für gängigere Exemplare.

    Gehen Sie nicht davon aus, dass Ihre Schallplatten Near Mint sind. Sie müssen diese Standards erfüllen, um als Near Mint zu gelten!

    Viele dieser Standards können nicht mal von neuen Schallplatten eingehalten werden. Ein Cover das vom Einschweissen schon zerknitterte Ecken haben, sind dann wohl nicht als MINT zu bezeichnen.

    Am Schluss ist es eine Verhandlungssache zwischen 2 Parteien.

    Mich stört neben dem Grading eher die Preisfindung auf Discogs, welche mittlerweile als quasi Standard hergenommen wird, auch von Händlern. Ich bin der Meinung das die Preise generell deutlich zu hoch angesetzt sind, vor allem für schlechter bewertete (Grading) Tonträger.

    Muss halt jeder selber schauen - ich kaufe wenig bis nicht mehr auf Discogs. Bin jetzt aber auch nicht der Hardcore Sammler, der von jedem Künstler jede Scheibe haben muss.

    Und wie ich selber erleben musste, wollen Versicherungen im Schadenfall nicht mal annähernd etwas für die Platten bezahlen.
    Grüsse Adi

    PS: Sorry für den langen Text

    Wer mehr über mich wissen will, besucht gerne meine private Webseite :merci:

  • Mcasd
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    • 20. März 2026 um 17:54
    • #67

    Hallo,


    ich habe mir ein paar wesentliche Merkmale gesetzt, die für mich das Risiko einschränken sollten.

    Das hat bisher auch ganz gut geklappt. Allerdings habe ich erst ca. 65x über Discogs gekauft.


    Meine Parameter :

    - Verkäufer hat mehr als 5000 Deals

    - Zufriedenheitsquote >98.5%

    - weniger als 5 schlechte Bewertungen

    - ich kaufe NUR Mint


    Viele Grüße

    Andreas

  • woodapple
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    • 21. März 2026 um 19:55
    • #68

    Ich behaupte mal, dass von den letzten 50 neuen Platten die ich gekauft habe, keine 5 Stück nach dem Auspacken ein NM laut Goldmine-Grading hatten. Da hatte jede Platte kleinere Mängel. Hairlines, Label schief, Höhenschlag und fast keine die nicht Rillengeräusche oder leichtes Knistern irgendwo hatte (auch nach dem Waschen).

    So gesehen erfüllen viele Mint-Platten nicht die Kriterien für Near-Mint. Umgekehrte Welt irgendwie.

    Da ich aber die Platten nicht zum Sammeln sondern ausschließlich zum Hören kaufe, sind mir die Bewertungen eher egal. Hauptssache das was an den Lautsprechern ankommt passt. 8)

    Viele Grüße...Dieter

  • S-G
    von Wegen
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    • 22. März 2026 um 20:44
    • #69
    Zitat von aswiss

    Ein Cover das vom Einschweissen schon zerknitterte Ecken haben, sind dann wohl nicht als MINT zu bezeichnen.

    Kein Problem,

    wenn es Knicke sind ist das klar, wenn es aber Faltenbildung ist die bereits in der Herstellung auf der Coveroberfläche geschehen ist dann kommt es nmM und wie beschrieben darauf an (sind alle Exemplare dieser Auflage betroffen - wie hoch ist die Auflage etc.).

    Habe ein Video gesehen wo jemand ein ziemlich gutes Beispiel liefert:

    (glaube es war Günter von Minty-Vinyl, bin aber nicht sicher)

    - Siebdruckcover bei einer Lp mit 500 Stck. Auflage

    - Im Laufe des Herstellungsprozess der Privat-Auflage (Eigenproduktion der Band) nimmt der Druck in der Intensität der Farbgebung und damit auch des Motivs ab, die Band bringt das Album dennoch genau so heraus

    - Die Cover sind sonst alle einwandfrei, ohne Eselsohren oder Faltenbildung (Mint)

    Frage war dann: Wo ist der Knackpunkt wenn das Cover nicht mehr als Mint gilt, solange das Motiv noch klar deutlich ist Mint ? Oder wenn die Farben nicht mehr so intensiv sind dann VG+ ?

    Ähnlich ist es mit Covern die im Laufe des Herstellungsprozeß Falten auf der Oberfläche bekommen, bin das durchaus gewohnt das die von Verkäufern als Mint bezeichnet werden obwohl es sich (bei Auflagen mit hoher Stückzahl eines Major-Label) um Ausschußware handeln könnte die ja heute (als Retoure) wie gestern kursiert (von den Beschäftigten nicht entsorgt sondern behalten und dann in Umlauf gebracht).

    Es ist immer je nach Album und Auflage zu differenzieren und die über einen Kamm geschorene Allgemeinlösung gibt es eh nicht, auch wenn sich die Unternehmen darum bemühen um eine angenehme Kaufatmosphäre zu suggerieren.


    Viele Grüße

    Daniel

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  • HMster
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    • 25. März 2026 um 22:40
    • #70

    Ich halte es inzwischen wie einige hier und rechne bei Discogs innerlich grundsätzlich eine Stufe schlechter, selbst bei sehr guten Bewertungen. Die Quote ist für mich nur ein erster Filter, entscheidend sind bei teureren Sachen aussagekräftige Fotos und im besten Fall eine kurze, konkrete Zusatzbeschreibung zu Cover, Label und Vinyl. Dann weiß man wenigstens vorher, ob Verkäufer und Käufer unter Mint oder NM dasselbe verstehen.

  • Online
    max_samhain
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    • 27. März 2026 um 15:42
    • #71
    Zitat von S-G

    Habe ein Video gesehen wo jemand ein ziemlich gutes Beispiel liefert:

    (glaube es war Günter von Minty-Vinyl, bin aber nicht sicher)

    - Siebdruckcover bei einer Lp mit 500 Stck. Auflage

    - Im Laufe des Herstellungsprozess der Privat-Auflage (Eigenproduktion der Band) nimmt der Druck in der Intensität der Farbgebung und damit auch des Motivs ab, die Band bringt das Album dennoch genau so heraus

    - Die Cover sind sonst alle einwandfrei, ohne Eselsohren oder Faltenbildung (Mint)

    Frage war dann: Wo ist der Knackpunkt wenn das Cover nicht mehr als Mint gilt, solange das Motiv noch klar deutlich ist Mint ? Oder wenn die Farben nicht mehr so intensiv sind dann VG+ ?

    Ähnlich ist es mit Covern die im Laufe des Herstellungsprozeß Falten auf der Oberfläche bekommen, bin das durchaus gewohnt das die von Verkäufern als Mint bezeichnet werden obwohl es sich (bei Auflagen mit hoher Stückzahl eines Major-Label) um Ausschußware handeln könnte die ja heute (als Retoure) wie gestern kursiert (von den Beschäftigten nicht entsorgt sondern behalten und dann in Umlauf gebracht).

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    Das sind so seltene Fälle, insbesondere diese Geschichte mit Siebdruck, dass ich persönlich mich mit sowas gar nicht auseinandersetzen würde.

    Das mit den "Falten" - aus meiner Erfahrung heraus eher Fältchen - ist dagegen etwas, was durchaus mal vorkommen kann. Die Auseinandersetzung damit halte ich aber ebenfalls für recht penibel. Bei Discogs - Onlinekauf allgemeine - geht es meines Erachtens um ganz andere Dinge. Wenn ein paar Fältchen, die im Herstellungsprozess entstehen, das einzige Problem wären, bräuchte man diese Diskussion meines Erachtens nicht führen

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    • 27. März 2026 um 16:39
    • #72

    Geschützt vor Fehlkäufen ist man nirgendwo. Hab selbst hier schon was erwischt, was entgegen der vom Anbieter vergebenen Bewertung, Lagerfeuerromantik erzeugte, also vom Knistern her. Auch nach dem Waschen war es nicht erloschen.

    Gruß, Peter

    Onix, Epos, Roksan/Dynavector, Marantz, DNM

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