Hallo,
ich war gestern mit einem guten Musik-Freund bei ASR Schäfer in Herborn zu Besuch um die neue Emitter Generation anzuhören. Herr Schafer hat sich sehr viel Zeit genommen und wir haben sehr viel Musik gehört.
Die Hauptakteure des Set-Ups waren der neue Emitter II Exclusive HD und ein Pärchen Fink WM4.
Alter Falter: was da an Musik - und ich meine wirklich Musik - rausgekommen ist, hat uns die Sprache verschlagen. Ein so solides (und "schnelles") Bassfundament gepaart mit losgelösten und feinst aufgelösten Instrumenten und Stimmen habe ich zumindest so noch nicht gehört.
Das oftmals für solche zwecke herangezogene "Hurt" von Johnny Cash hatte so einen schönen Bühnenaufbau und damit eine tolle Platzierung der Instrumente und Herr Cash stand in der Mitte und sang einfach nur und auch sein sonst leichtes Lispeln/Zischeln störte hier nicht und selbst die sonst selten zu hörende "Nebenstimme" war so deutlich vernehmbar wie es uns/mir noch nicht untergekommen ist. Auch "Children of Sanchez"(Chuck Mangione) wurde wegen des großen Dynamik-Umfangs herangezogen. Das hat man zwar schon sehr oft auf diversen Vorführungen auf Super-High-End-Anlagen auf allen möglichen Messen gehört aber auch hier gilt: in diesem Hörraum klang das tatsächlich als wenn vorne eine sehr ambitionierte Band das Stück gerade live spielen würde. So authentisch war die Wiedergabe! Einfach ganz groß.
Da mein Kollege und ich aber auch viel Musik abseits des oben genannten High End Mainstreams hören, kamen auch eher unbekannte Sachen wie: Interpol (Evil), Coil (Batwings), Nine Horses (Banality of Evil) und Klassiker von Massive Attack zum Einsatz. Das war schon schwer fassbar, mit was für einer Leichtigkeit auch diese Musik dargestellt wurde. Und obwohl die vorgenannten Stücke teilweise auch auf Effekte angelegt sind, kam die Emotionalität und eben ganz einfach die "Musik" sehr gut rüber. Für mich so gut, wie ich es zuvor noch nicht erlebt habe. Auch nicht auf einer Tannoy Westminster (Eingeweihte wissen, auf was ich anspiele!).
Nun ist der Raum von Friedrich Schäfer zwar mit ein paar Raumakustik-Maßnahmen wie einigen Absorbern ausgestattet aber er hat schon immer noch einen Wohnraumcharakter - wenngleich einen so großen Raum kaum jemand zu Hause sein Eigen nennen dürfte. Und gerade vor diesem Hintergrund hat uns die Performance umgehauen.
Herr Schäfer saß grinsend an der Seite - er weiß schon, was er da gebaut hat. Weitere technische Infos zur HV-Version können auf seiner Homepage nachgelesen werden. Ich möchte das hier nicht wiedergeben, da ich das meiste eh nicht verstehe und nur meine Öhrchen entscheiden lasse.
Nur soviel im Fazit: Wer einen "normalen" Emitter hat, sollte sich mal einen HV anhören.
Gruß,
Andreas
