Teil 1
Morjen morjen Freunde,
seit vielen Monaten kündige ich euch nun die Markteinführung der Makroaudio Proxium Pro Röhrenvorstufe an - die einzige Vorstufe, die mich in diesem Leben überhaupt noch hinter dem Ofen vorlockt- weil mit Vorstufen bin ich seit über 20 Jahren durch - und will so was eigentlich nicht mehr -
da es- egal, was ich mir in den 80ern bis 2000ern anschaffte immer entweder rauschte, summte oder irgendwelche Regler und/oder Potis nicht kanalgleich hochzogen.
Aber das waren noch andere Zeiten - heute gibt es da wesentlich modernere Technologien, wie mir meine RME Adi 2 Dac FS seit 8 Jahren unter Beweis stellten, die mich dazu veranlaßten meine ASR Emitter künftig nur noch auf Durchzug zu schalten - und über die RME selbst die Lautstärke zu regeln, was dank deren Auto Volume Funktion und Relais nicht zu geringeren Störabständen sorgt. Da paßt sich einfach die Ausgangsspannung dem Pegel alle 6 db an.
Da Eugen Gurskij meine Hifi Vita letztes Jahr mit seinen Endstufen gründlichst aufmischte - mir meine Abgebrühtheit nach über 50 Jahren Hifi Vita aus dem Herzen prügelte -
wollte ich natürlich wissen, was passiert, wenn dieses Genie mal eine Vorstufe rausbringt.
In der Bibel heißt es im Johannesevangelium: Am Anfang war das Wort.
So war das auch hier, am Anfang erzählte mir der Eugen nur nebenbei, daß er eine Vorstufe auf Röhrenbasis entwickelt habe und privat fleißig damit höre, aber beim besten Willen auf Grund der hohen Auftragslage keine Zeit findet, diese in die Produktion aufzunehmen.
So verstrich Monat um Monat, wo ich immer wieder nachfaßte - denn ich wollte das mal anhören!
Dabei gabs einige Sachen, die mir den Mund - oder besser gesagt, die Ohren wässrig machten - einmal die Verwendung von Röhren, wie ich sie schon im Lector CDP 7 MK 3 oder auch in den SPL Vitalizern 2 T als segenbringend an Tannoy Westminster und Co in der Vergangenheit empfand und zum anderen eine für mich nicht zu fassende Bandbreite von 1,5 Millionen hz. Meine Meinung: So was kann nicht funktionieren, das muß schwingen! Aber wenn der Eugen sich da ranwagt, kommt es erstens sowieso anders und zweitens als man denkt und sowieso schon mal anders als alle anderen.......
Ähnlich wie Matthias Carstens von RME ist der Eugen absolut kein "me too" Typ - sondern glänzt mit Kreativität und enormer Detailtiefe und Liebe, in allem, was er macht.
Ich merkte im Vorfeld, daß viele Leute Bauchweh, wenn nicht sogar Ängste wegen der enormen Bandbreite verspüren - ich kann Entwarnung geben, da schwingt nix.
Ich fragte dann fassungslos, wie Eugen das hinkriegte :
Zitat Eugen:
Geräte mit hohen Bandbreiten neigen zum Schwingen wenn die Schaltung ganz am Limit betrieben wird. Man holt also das Maximum aus relativ langsamer Schaltung. Der PRE könnte mit Leichtigkeit über 2 MHz Bandbreite besitzen. Am Limit möchte ich aber das Gerät nicht betreiben. Klanglich wird dann das Ganze nicht mehr so detailreich. Solche Bandbreiten bei Vorstufen ist nichts außergewöhnliches.
Zitat Ende
Das Geheimnis ist schnelle Schaltungen zu nehmen - und noch Reserven zu lassen.
War mir neu.
Wie ich schon im Thivan Eros 9 X Thread schrieb - kam die Proxium Pre letzten freitag in derselben Stunde hier an, in der auch meine futschneuen (ebenfalls Weltpremiere und noch Prototyp) Thivan Eros 9 X hier anrollte. Nun herauszufinden, was für welche Klangveränderung verantwortlich ist , war umfangreicher als sonst, das könnt ihr mir glauben, ich stöpselte sicher um 50 Mal zwischen dem Wandler direkt und der Proxium Pre dazwischen um, und machte jedesmal peniblen Pegelabgleich.
Auch klingt eine neue Röhre nie sonderlich prall - aber schon nach ein paar Betriebsstunden ging das voll in die richtige Richtung - von fertig eingespielt kann ich wohl noch nicht reden. Das hier ist also als Wasserstand zu sehen - nach rund 50 Hörstunden.
Die Vorstufe selbst kostet derzeit zum Einführungspreis 1.990 Euro - leider kann Eugen diesen Preis nicht halten, da es doch deutlich mehr Arbeitsstunden wurden als gedacht und er ggü. seinem eigenen Prototyp, dem ihm ein Kunde letztes Jahr vor meiner Nase entrissen und als Leihgabe nicht mehr rausrückte -
noch weitere Verbesserungen vornahm - in erster Linie wohl der deutlich teuere und streuärmere Müller Trafo. Das Hauptproblem
an der Proxium Pre jedoch ist die Arbeitszeit, da es unzählige Lötarbeiten gibt und Eugen das unmäßig mehr Zeit kostet, als bei seinen anderen Produkten.
Ich weiß jetzt nicht, wie lange der Einführungspreis gehalten wird - und kenne auch den Endpreis noch nicht. Derzeit existieren eh nur 2 Exemplare - eines steht bei mir, das andere bei Eugen. Es ist keine Fernbedienung dabei, die muß man optional kaufen - für 79 Euro - was mir im ersten Moment teuer erschien, als ich das Ding jedoch in Händen hielt, Vollmetall, Schraubverschlüse wie bei einem Tresor und Gerätefüße............fand ichs eigentlich sogar saugünstig[Blockierte Grafik: https://betreutes-hoeren.de/Forum/images/smilies/smile.png]
Werkzeug zum Batteriewechsel und alternative Füße zum Unterkleben sind auch noch in der Lieferung enthalten, puuuh.
Warum muß man da extra löhnen?
Ganz einfach - ich zitiere hier mal den Eugen:
Für die Fernbedienung benutze ich Philips RC-5 Code, es wird von den meisten Audiohersteller genutzt. Die FB biete ich optional weil sehr oft hat man bereits eine passende Fernbedienung. Es passen sehr viele dazu Naim, Linn, Audionet, Restek Elektrocompaniet - das ist nur das was mir gerade in den Kopf geht. Man kann auch die Universelle Fernbedienungen nutzen. Ich benutze Logitech Harmony mit Display die auf Naim Audio vorprogrammiert ist.
Zitat Ende
Ich programmierte die von mir genutzten Befehle wie beim Adi bereits direkt auf meine Mediaplayer FB mit dazu - den dicken Kloben will ich, natürlich trotzdem im Regal stehen haben, andere dürfen das Geld sparen, guter Schachzug vom Meister.
Zur Proxium Pre könnte ich nunmehr ganze Romane schreiben, es ist sehr umfangreich, was das Gerät alles kann. Sie ist vollsymmetrisch aufgebaut (das sind viele) hat unzählige Eingänge und Ausgänge und Tape Schleife und obendrein 2 !!!!!! XLR Eingänge - das haben wohl nur sehr wenige, wenn überhaupt -
ist mit Relais in der Lautstärkeregelung aufgebaut und verfügt über sich automatisch schaltende Gainstufen, die sich automatisch aktivieren - je nach Lautstärke.
Das Display kann man mit regelbarer Hintergrundbeleuchtung fahren - oder ganz abschalten nach jedem Bedienvorgang -dann bleiben trotzdem noch alle Informationen bei Tageslicht lesbar, wie auf der guten alten Quarzuhr - die Schriftgröße ist so gewählt, daß man auch was erkennt -
im Setup kann man unzählige Sachen einstellen -
alles ergründete ich noch nicht, für mich war wichtig individuell die Einschaltlautstärke höher zu belegen, als im Serienzustand.
Das kann man da bequem in 0,75 db Schritten einstellen.
Wer noch mehr wissen will, der möge besser die makroaudio Webseite aufrufen, und die ausführliche BDA der Proxium Pre als PDF runterladen.
Wühlt euch selbst mal bei Interesse durch:
Makroaudio PROxium PRE Bedienungsanleitung
Wer mehrere Quellgeräte anschließt braucht sich nicht wegen Pegelunterschieden abquälen und rumärgern beim Umschalten -
man kann die Quellen untereinander in 0,75 db Schritten anpassen - so daß einem nicht das Ohr wegfliegt, wenn man meinetwegen von einem Tuner auf den CD Player umschaltet.
Ich selber nutze eh nur eine Quelle, den RME Adi 2 DAC FS mit seinem DPS 2 Netzteil - da läuft bei mir alles digital zusammen, analog nutze ich ja nicht mehr.
Hier mal eine Vorder- und Rückansicht der Vorstufe:
Da fallen euch sicher die 2 großen und geil aussehenden Knöpfe auf der Vorderseite auf - die sind zur Quellumschaltung (sofern ihr nicht die FB benutzt) gedacht.
Ach was drücken die sich so schön satt! Insgesamt hätte sich die Vorstufe optisch auch saugut in Star Wars auf dem Todesstern gemacht. Da kommt das Kind in mir hoch[Blockierte Grafik: https://betreutes-hoeren.de/Forum/images/smilies/smile.png]
