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Re-Design Katastrophenbobby - Verein Tonbandjagd

  • tdfan7
  • 23. Mai 2026 um 13:58
  • tdfan7
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    • 23. Mai 2026 um 13:58
    • #1

    Liebe Bandfreunde

    unser "Verein Tonbandjagd" sucht Bestände an Mastertapes (im Bereich Rock, Independent, Punk) in Studios, Keller, Dachböden, restauriert und erfasst diese und organisiert Listenings Sessions direkt ab Band. Ich habe darüber auch schon berichtet.

    Nun haben wir einen Bestand an Live-Aufnahmen Schweizer Bands aus den 80er-Jahren bekommen. Kein Sticky Shed Syndrom, zum Glück (das meiste sind BASF 911 Bänder). Aber die Bänder wurden teilweise so schlecht gewickelt und gelagert, dass sie so bei uns angekommen sind: Kern und innerster Teil des Kuchens sind herausgedrückt und "passen" nicht mehr in den Kuchen.

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    Vom Schweizer Radio haben wir einen Katastrophen Bobby erhalten, der so aussieht:

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    Diese Konstruktion hat aber den Nachteil, dass der kleinstmögliche Durchmesser nicht viel kleiner als der eines regulären Bobbies ist:

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    Bei solchen Bändern muss man den herausgedrückten inneren Teil des Kuchens vorsichtig neu einpassen – und dadurch wird der Durchmesser zu klein für einen konventionellen Katastrophenbobby.

    Zusammen mit einem Industriedesigner haben wir auf der Basis einer Dreizack-Aufnahme einen neuen Katastrophenbobby entwickelt, mit dem ein viel kleinerer Durchmesser möglich wird. Alle Metallteile sind aus Alu oder Messing, die obere Abdeckung der Spule im 3D-Druck hergestellt:

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    So erreichen wir einen viel kleineren Innendurchmesser und können die betroffenen Bänder vorsichtig Umspulen. Die ersten Tests sind erfolgreich verlaufen.

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    Das Umspulen funktioniert mit einer Telefunken M15a sehr gut, da sie über eine stufenlose Geschwindigkeitsregelung beim Spulen verfügt, die man sehr fein einstellen kann – denn trotz Katastrophenbobby ist sehr vorsichtiges Arbeiten nötig.

    Bei Interesse stellen wir die Vorlagen für den 3D-Druck gerne unentgeltlich zur Verfügung.

    Und wer wissen will, was wir als Verein sonst so machen - hier unsere Website:

    Verein Tonbandjagd

    Ich hoffe, der kleine Bericht gefällt euch & wünsche frohe Pfingsten


    Steff

    Damit höre ich Musik:

    Swissonor AM 6221 Tube amp

    Swissonor BACH 12 Lautsprecher

    TD 124

    EMT 930

    Studer C37

    Studer A810

    Studer A80

    Telefunken M10a

    Telefunken M15a int.

    ...und noch ein Revox G36 :)

  • wbe
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    • 23. Mai 2026 um 15:18
    • #2

    Super! So was könnte ich auch gebrauchen.

    Linn LP12 Majik (Jelco) mit Lingo 4 und Thorens TD160/SME3009R

    Gehen sollen Thorens TD240-2. Pioneer PLX-1000. Schreibt, wenn Interesse besteht.

  • ratfink
    Von nichts eine Ahnung, davon aber umso mehr
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    • 23. Mai 2026 um 15:39
    • #3

    Katastrophe Bobby,ein schöner Name

    Monohörer

  • RG1963
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    • 24. Mai 2026 um 07:03
    • #4

    Der Name ist ja bereits vor Jahrzehnten beim Rundfunk geprägt worden, und da war es eben tatsächlich eine Katastrophe, vor allem wenn das Sendeband zum falschen Zeitpunkt auseinander fiel. Bitte bedenken, dass früher zunächst noch keine Rückseitenbeschichtung vorhanden war, welche dann nach Einführung u.a. auch den Zusammenhalt des Wickels positiv beeinflusste.

    Kompliment für den neuen Entwurf, funktional ist er so aufgebaut wie die alten Originale, nur eben noch zusätzlich mit ansprechender Optik.

    Reimund

  • tdfan7
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    • 24. Mai 2026 um 08:32
    • #5
    Zitat von RG1963

    Der Name ist ja bereits vor Jahrzehnten beim Rundfunk geprägt worden, und da war es eben tatsächlich eine Katastrophe, vor allem wenn das Sendeband zum falschen Zeitpunkt auseinander fiel. Bitte bedenken, dass früher zunächst noch keine Rückseitenbeschichtung vorhanden war, welche dann nach Einführung u.a. auch den Zusammenhalt des Wickels positiv beeinflusste.

    Kompliment für den neuen Entwurf, funktional ist er so aufgebaut wie die alten Originale, nur eben noch zusätzlich mit ansprechender Optik.

    Reimund

    Danke für das Feedback! Die Lösung um einen kleineren Durchmesser hinzubekommen liegt ja darin, mit einer Dreizack-Aufnahme zu arbeiten. Dafür muss man bei einer Studio-Maschine den entsprechenden Adapter haben. Bei Studer (A80) ist das etwas aufwendiger - im Foto links, während es bei der Telefunken einfach gelöst ist (rechts)

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    Damit höre ich Musik:

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  • wbe
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    • 24. Mai 2026 um 08:41
    • #6

    Der angebotene 3D-Druck ist das eine. Die Metallteile das andere.

    Bisher habe ich keinen kommerzielles Angebot/Nachbau gesehen. Wird sich kaum rechnen da eine Kleinserie aufzulegen.

    Linn LP12 Majik (Jelco) mit Lingo 4 und Thorens TD160/SME3009R

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  • tdfan7
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    • 24. Mai 2026 um 09:08
    • #7
    Zitat von wbe

    Der angebotene 3D-Druck ist das eine. Die Metallteile das andere.

    Bisher habe ich keinen kommerzielles Angebot/Nachbau gesehen. Wird sich kaum rechnen da eine Kleinserie aufzulegen.

    Ja, da es keine Nachbauten zu kaufen gibt, haben wir es eben selber gemacht. Eine Kleinserie haben wir uns auch überlegt, das würde leider tatsächlich recht teuer. Aber das zentrale Teil ist das 3D-Element. Die Metallteile haben wir selber gedreht, aber beispielsweise eine passende Alu-Distanzhülse mit Innengewinde würde man im Handel sicher finden. Von dem her wäre ein Nachbau auch ohne Drehbank möglich.

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  • SamT
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    • 24. Mai 2026 um 09:28
    • #8

    Ich kann mir vorstellen, dass man es komplett im 3D machen kann. Es wird ja "nur" zum Umspulen verwendet. Das Band kommt dann doch wieder auf die ursprüngliche Spule drauf. Oder habe ich was falsch verstanden? :/

  • tdfan7
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    • 24. Mai 2026 um 10:23
    • #9

    Genau, das wird nur zum einmaligen Umspulen und Retten verwendet. Wir haben die Hülsen mit Gewinde aus Alu gemacht, weil beim Umspulen doch gewisse Kräfte wirken können. Aber ginge wahrscheinlich auch mit 3D-Druck.

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  • Bobbes
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    • 24. Mai 2026 um 10:36
    • #10

    Ich hätte noch eine passende Feder, die z. B. bei Großuhren verwendet wird mehrfach überlappend über die Schrauben innen gelegt. Dadurch hätte man innen einen geschlossenen Kreis, der sich stufenlos durch die Schrauben nach außen drücken lässt.

  • tdfan7
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    • 24. Mai 2026 um 10:38
    • #11
    Zitat von Bobbes

    Ich hätte noch eine passende Feder, die z. B. bei Großuhren verwendet wird mehrfach überlappend über die Schrauben innen gelegt. Dadurch hätte man innen einen geschlossenen Kreis, der sich stufenlos durch die Schrauben nach außen drücken lässt.

    Ja, das wäre eine sehr gute Ergänzung. So etwas haben wir auch überlegt, aber noch keine passende Feder gefunden. Was ich nicht weiss: Aus welchem Material sind solche Federn in Uhren? Nicht magnetisierbar wäre gut, um auf der sicheren Seite zu sein.

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  • Bobbes
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    • 24. Mai 2026 um 10:45
    • #12

    Welches Spiel habt ihr zwischen den Tellern...8mm? Dann würde man vielleicht nach einer 7 mm breiten Feder schauen, damit die sich gut bewegt...
    Wenn Interesse besteht kann ich mal schauen, ob ich was passendes besorgen kann. Die Dinger werden schon magnetisch sein....müsste man dann halt öfter mal entmagnetisieren.
    Oder ich könnte selbst was aus nicht magnetischem Metall hart walzen und wickeln...z.B. Messing🤔

  • wbe
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    • 24. Mai 2026 um 10:59
    • #13

    Klingt ja nach einer Verbesserung und Kleinserie ;)

    Unter 100-200 Stück wird sich so etwas kaum rechnen. Dreistelliger Abgabepreis. So etwas geht nur mit Vorbestellung mit Anzahlung, damit die gefertigte Menge auch tatsächlich abgenommen wird. Vielleicht bekommt ihr hier und im Tonbandforum.de genug Interessenten. Realisiersierungschanche sehe ich dennoch nahe Null.

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  • Bobbes
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    • 24. Mai 2026 um 11:11
    • #14

    Hatte 'nen Denkfehler 😬...die Uhrenfedern drücken nach Außen...die Federkraft muss ja nach innen gehen!
    Also selbst ist der Mann ist angesagt 😂

  • wbe
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    • 24. Mai 2026 um 11:25
    • #15

    🤔. Und 180 Grad gedreht?

    Letztlich sind diese Bobbies für Schallarchive. Würde bei mir ein Offenwickel drauf gehen ärgere ich mich bestimmt und müsste neu aufnehmen.

    Das sieht in Archiven mit Altbestand, Masterbänder usw ganz anders aus.

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  • Bobbes
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    • 24. Mai 2026 um 12:59
    • #16
    Zitat von wbe

    🤔. Und 180 Grad gedreht?

    Mmhhhhh....die Dinger sind verdammt störrisch! Habe ich noch nie probiert, könnte man aber mal versuchen🤔
    Wenn ich am Dienstag in meiner Werkstatt bin schaue ich mal nach.....jetzt geht's erst mal nach Köln 🍻🍻🍻🍻😎 und am Abend zu Steve Hackett 😊

  • wbe
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    • 24. Mai 2026 um 13:06
    • #17

    Den von Genesis? Der ist doch 75-80. Erstaunlich, noch on tour.

    Für ein paar Male Katastrophen-Bobbie genügt vielleicht alles aus dem 3D-Drucker. Wenn das privat 5-10* vorkommt, reicht das.

    Für Archive oder Studios braucht es eine ganz andere Qualität.

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  • tdfan7
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    • 24. Mai 2026 um 13:09
    • #18

    Wenn man die Feder zu Beginn zum Einsetzen irgendwie vorspannen könnte, dann kann sie eigentlich auch nach aussen drücken. Sie würde dann die Kraft der fünf Feststell-Hülsen unterstützen. So hatte ich mir das eigentlich überlegt. Eine Feder zum Ausprobieren, egal ob gegen innen oder aussen wäre interessant.

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  • Bobbes
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    • 24. Mai 2026 um 13:12
    • #19

    Ja genau! Habe ihn schon oft Live gesehen...das letzte mal vor zwei/drei Jahren🤔 Hat Top Musiker dabei und klingt Live sehr, sehr gut!👍😊 Er spielt eigene Sachen und dann jede Menge der besten, alten Genesis Songs...absolut sehenswert wenn man die Musik mag.

  • RG1963
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    • 24. Mai 2026 um 13:47
    • #20

    Habe zum Thema nochmal ein bisschen recherchiert, hier findet sich viel Info und auch Fotos von einem „klassischen“ Teil, auf welches ich mich bisher bezogen habe:

    Spreiz-Bobbie

    Ein solches Exemplar befindet sich u.a. in meinem „Werkzeugkasten“ und wurde bereits mehrfach erfolgreich verwendet. Wie man unschwer erkennen kann geht es konstruktiv auch recht einfach, und die Sache basiert auf dem sog. „kleinen Untermann“. Diese uralten Bobbies lagen ja oft noch zahlreich in den Ecken und Schränken herum, und so gab es eine sinnvolle zweite Verwendung. 😉

    Reimund

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