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Reussenzehn Vorstufe von 1999

  • n-tupel
  • 13. Juni 2026 um 00:13
  • n-tupel
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    • 13. Juni 2026 um 00:13
    • #1

    Moin zusammen,

    ich habe seit Kurzem ein neues / altes Spielzeug zur Ergänzung meiner Reussenzehn Endstufe "Tube Slave S". Auf dem Gerät findet sich weder eine Modellbezeichnung, noch eine Seriennummer. Auch gibt es keine Beschriftung der Bedienelemente, so dass sich mir zwei Dinge bisher nicht erschlossen haben: Die Funktion des Schalters, der auch die Betriebsleuchte enthält und der Regler links neben der Eingangswahl. Es könnte sein, dass beide nur beim Anschluss eines Plattenspielers eine Rolle spielen; dazu kam es noch nicht.

    Schön sieht er aus, der flache Kasten:

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    Unten links ist im Dunkeln schemenhaft das etwas klobige Steckernetzteil zu sehen.

    Der lobenswerter Weise immer noch existierenden Reussenzehn-Webseite nach müsste es das Modell "Tube Stereo Preamp" sein, zumindest von der Optik her. Dort wird auch beschrieben, dass Ergänzungen in der Funktionalität nach Kundenwunsch möglich waren - Manufakturarbeit und kleine Stückzahlen machten es möglich.

    Zum "Tube Stereo Preamp" heißt es auf der Reussenzehn-Seite u.A.: "Der hochwertige Röhrenvorverstärker Tube Stereo Preamp wurde in erster Linie für meine Endverstärker Tube Slave S bzw. Tube 88,Tube 990 oder die Monoblöcke entwickelt. Der komplett in Handarbeit hergestellte Preamp wird in freier Point to Point-Verdrahtung mit extrem hochwertigen Silber-Silikon-Kabeln gearbeitet."

    In der mir vorliegenden Evolutionsstufe hat das Gerät allerdings eine Epoxydharz-Platine. Bei den vielen starren Kabeln die auf der Platine und teilweise direkt mit Beinchen von Kondensatoren verlötet sind bedeutet die Erneuerung von Bauteilen einen größeren Aufwand - schade.

    Nach dem Aufschrauben empfinde ich gleichzeitig Faszination und Entsetzen - demnach muss das Gebilde vor mir eindeutig Kunst sein!

    Der Blick auf die Platine:

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    Der linke Teil der Platine beinhaltet den RIAA-Vorverstärker - so wie es aussieht mit 2 Transistoren pro Kanal. Ein- und ausgekoppelt werden die Phonosignale über 10µF ELKOs von Siemens. Alle weiteren Koppenkondensatoren sind MKT Folientypen.

    Unten rechts ist der Miniatur-Trafo für die Anodenspannung der beiden ECC83 zu sehen. Vom Netzteil werden bei einer Netzspannung von 235VAC etwa 14,5VAC geliefert. An den liegenden braunen Elko (100µF/350V) kommt man mit Messleitungen heran - ich habe eine bis auf 255V langsam ansteigende Spannung gemessen. Es gibt (darüber im Bild) noch einen weiteren 350V-Elko (47µF) - möglicher Weise der zweite in einer Siebkette.

    Bei zwei Kondensatoren wurden die Werte mit schwarzer Farbe unkenntlich gemacht. Diese Unart hätte ich hier nicht erwartet. Auf den ersten Blick sind sie als MKTs von Röderstein zu erkennen und nach Ablösen der Farbe zeigt sich der Wert von 2,2µF/250V.

    Richtig kurios wird es bei den Doppeltrioden: Schaut man sich die Steckfassungen näher an, stellt man fest, dass jeweils nur eine Triode angeschlossen ist. Im linken Kanal (gelb verkabelt) sind die Pins, bzw. Lötösen 1-4 offen und somit arbeitet Sytem 1. Im rechten Kanal sind die Pins 5-8 nicht angeschlossen und somit arbeitet System 2. Warum hier keine Einfachtrioden zum Einsatz kamen lässt sich wohl mit der günstigen Verfügbarkeit der ECC83 und der zahlreichen Verwendung in den anderen Hifi- und Musikergeräten der Manufaktur erklären.

    Den vorgefunden Röhren fehlt leider jegliche Bezeichnung. Ich habe beide auf Emission getestet und stellte fest, dass jeweils das bessere System in Benutzung war. Hat Herr Reussenzehn hier etwa Röhren mit ungleich starken Systemen gleichsam aussortiert? Da sich das jeweils unbenutzte System im Röhrentester nun aber kaum schlechter zeigte, denke ich, dass man, sollte nach vielen Jahren wirklich mal ein Tausch fällig werden, kann man einfach die Röhren untereinander tauschen und hat wieder "neue" Trioden im Einsatz.

    Nun ja, so einfach ist es mit dem Austausch der Röhren dann doch nicht, jedenfalls nicht, wann die Abschirmkappen wieder an Ort und Stelle sollen... Da zwischen Röhrenfassung und Frontplatte nur wenig Platz ist, muss man die Röhren mit aufgesetzter Abschirmkappe einsetzen und dazu bleibt nur etwa 1cm Platz und wenn eine Fassung sich hartnäckig zeigt, hat man einfach nicht genug Grip!

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    So wollte mir das Einsetzen dieser Röhre einfach nicht gelingen! Ich habe die Röhre und die Finger mit Alkohol entfettet, und es half alles nichts... Ich hätte mir die Abschirmkappen sparen sollen, denn das letzte Wort in Sachen Röhrenbestückung ist ja noch nicht gesprochen aber aus irgendeinem Grund habe ich mich in der Aufgabe verbissen. Mehrere Möglichkeiten habe ich in Betracht gezogen: Die eine (!) Schraube mit der die Röhrenfassung befestigt ist, ist leider nicht gut zugänglich. Und die zugehörige kleine Mutter dort wieder an Ort und Stelle zu bringen versprach eine endlose Fummelei zu werden. Die Frontplatte ist mit 4 Schrauben befestigt, aber einige dorthin verlegte Leitungen sind so knapp bemessen, dass es mir nicht als gute Option erschien, diese loszuschrauben. Blieben die zwei Schrauben, welche den Winkel halten an dem die Röhrenfassungen befestigt sind und los geht's. Zuerst stelle ich fest, dass diese zwei Schrauben viel zu lang für den Wiha Steckschlüssel sind... nun ja, es geht ja auch ohne aber eingesetzt habe ich dann kürzere Schrauben.


    Ermittlung des Augangswiderstands

    Neben den beiden Haupt-Ausgangbuchsen hat die Vorstufe zwei Buchsenpaare, bezeichnet mit "low" und "high". Diese sind mit 6dB Hoch- und Tiefpässen beschaltet und wenn ich mich nicht verrechnet habe beträgt die Grenzfrequenz 72Hz. Die in den Filtern verwendeten Widerstände haben den Wert 100KOhm. Da sollten tunlichst nur sehr hochohmige Endstufen angeschlossen werden...

    Ergänzt werden muss an dieser Stelle, was auf der Reussenzehn-Webseite zu den beiden Potentiometern auf der Rückseite des Gerätes geschrieben steht: "Der Verstärkungsfaktor des rechten und linken Kanals ist durch eine aufwendige Gleichspannungs-Regelung an den Röhren an der Rückfront einstellbar. Somit können die elementare Grundverstärkungs-Kennlinie und die Balance sehr feinfühlig eingestellt werden."

    Da bei den ersten Hörtests sich auf dem rechten Kanal unschöne Geräusche einstellten, wenn der zugehörige Regler aus seiner Minimum-Position herausbewegt wurde, wurde auch die Messung des Ausgangswiderstand zunächst mit beiden Reglern in Minimum-Position durchgeführt. Der maximal mögliche Verstärkungsfaktor liegt dann knapp unter 1.

    Um den Ausgangswiderstand beim normalen Ausgang zu ermitteln habe ich einen Sinusgenerator (eingestellt auf 1KHz) angeschlossen und die Ausgangsspannung auf 0,2V eingestellt. Gemessen wurde diese mit einem hochohmigen AC-Voltmeter (10MOhm Eingangswiderstand). Danach wurde als regelbarer Widerstand zusätzlich ein blaues Alps-Potentiometer (100KOhm) angeschlossen und mit diesem der Ausgang zunehmend belastet, bis sich eine Ausgangsspannung von 0,1V einstellte.
    Anschließend wurde der eingestellte Wert des Potis gemessen: Links waren es 22,27KOhm und rechts 22,25KOhm. Früher dachte ich, so hochohmig wäre untragbar, da sind ja sämtliche Quellgeräte niederohmiger. Nun ja, mit kurzen, niederkapazitiven Kabeln und einer entsprechenden Endstufe mit großem Eingangswiderstand... wir werden sehen.

    Beim linken Kanal habe ich die Messung wiederholt, dieses Mal mit dem Verstärkungs-Steller auf Maximum und einer Spannung von 0,4V / 0,2V. Es ergab sich ein Ausgangswiderstand von 18,15KOhm.

    Für den Abschluss von Teil 1 noch zwei Bilder - vielleicht erkennt jemand, um welchen Röhrenhersteller es sich handelt.

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    Wenn Zeit ist geht es in Teil 2 mit der Herausforderung "Verstärkungs-Einstellung" weiter - Schalter mit zwei oder drei Möglichkeiten würden mir eigentlich reichen....

    - Peter

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    "Es ist alles eitel" (A. Gryphius) - "Es war nicht alles schlecht" (J. Weist)

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    3 Mal editiert, zuletzt von n-tupel (13. Juni 2026 um 00:37)

  • AndreasL
    äh ... ja!
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    • 13. Juni 2026 um 12:52
    • #2
    Zitat von n-tupel

    dazu bleibt nur etwa 1cm Platz und wenn eine Fassung sich hartnäckig zeigt, hat man einfach nicht genug Grip!

    Moin… rutscht du ab, oder so? Dann könnten Latex ( also so Hygienehandschuh) helfen den Grip zu erhöhen.

    ..

    Andreas

    Als ad nauseam bezeichnet man (...) den Argumentationsfehler, nachdem eine Behauptung solange – (...) – wiederholt wird, bis sie als wahr akzeptiert wird, ohne dass jedoch ein Beweis geführt wurde, der die Behauptung bestätigen würde (Wikipedia)

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    • 13. Juni 2026 um 15:10
    • #3

    Hallo Andreas, danke für den Tipp! Die Handschuhe müssten sich noch in einem alten Verbandskasten finden lassen. Jetzt ist erst mal Gartenarbeit etc. angesagt...

    Gruß, Peter

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  • McRiem
    Ich höre was, was Du nicht misst.
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    • 13. Juni 2026 um 16:09
    • #4

    Servus.

    Zitat von n-tupel

    vielleicht erkennt jemand, um welchen Röhrenhersteller es sich handelt

    Dafür wären Bilder aus verschiedenen Perspektiven hilfreich, gut ausgeleuchtet aber ohne Reflektionen.

    Man sieht einen Ringgetter und eine Metall Ebene über dem oberen Mica. Aber man sieht kaum was von den Anoden Kästen bzw. wie die exakte Form ist oder wie die an den Nahtstellen verschlossen sind (punktgeschweisst, ein- oder zweifach gecrimpt,... usw)

    Gruss, Dieter

    "Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen... ", Colonel Kilgore alias Robert Duvall, aus "Apocalypse Now", Francis Ford Coppola, USA 1979.

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  • EL3n
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    • 14. Juni 2026 um 17:36
    • #5

    War nicht immer alles Gold wo Reußenzehn drauf stand. Teilweise waren die Geräte sehr abenteuerlich zusammen gelötet.

  • n-tupel
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    • 14. Juni 2026 um 22:37
    • #6

    Ja, das scheint hier der Fall, wobei ich aber doch einen kleinen Erfolg melden kann, aber dazu gleich. Erst noch ein paar Bilder der Röhren, wobei es nicht einfach ist, die ohne Fotostudio keine Spiegelungen zu bekommen... vielleicht kann jemand den Ursprung dieser ECC83 identifizieren.

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    Nur eine der beiden Röhren hat im Glasboden eine "8" in der Pin-Lücke - ansonsten scheinen sie gleich zu sein. Da man zwischen den beiden Systemen nicht hindurchschauen kann bekam ich gerade Zweifel, ob es sich überhaupt um ECC83 / 12AX7 handelt. Die sehen ganz anders aus als die von JJ, PSVANE, TLF und Lorenz. Habe nun die Röhren untereinander getauscht und damit jeweils das andere System in Funktion gebracht (siehe dazu den ersten Beitrag) und es spielt (noch nicht perfekt aber dazu gleich).

    - Peter

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    • 15. Juni 2026 um 00:13
    • #7

    Die Verstärkungs-Steller auf der Rückseite sind mit je einem Stereo-Poti pro Kanal ausgeführt; die Schleifer liegen hierbei auf Masse. Beim genauen Hinschauen ist mir beim rechten Kanal ein fehlerhafter Kontakt aufgefallen: Mit dem Skalpell konnte ich den Draht der dort angelötet sein sollte ganz leicht wegbiegen - dort wo Lötzinn sein sollte war nur der braune Rest von etwas Flussmittel:

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    Mit dem Selektra Lötkolben kam ich da sogar hin - nachgelötet verhält sich der rechte Kanal nun so wie der linke. Nur sollte nicht im laufenden Betrieb an den Verstärkungsstellern gedrehte werden, das gibt nach wie vor unschöne Geräusche. Vielleicht wären Schalter hierfür die bessere Option.

    Eben Al's Mediterranean Sundance von Platte (über M6-Vinyl als Phone-Pre) und mit einer kleinen Transistor-Endstufe gehört - das klang auf die Schnelle schon mal ordentlich. Ob das Hintergrundkruschpeln nach dem wechselseitigen Röhrentausch noch auftritt oder ob das erst nach längerer Erwärmung passiert kann ich noch nicht sagen. Ich hoffe, ich komme in der Woche noch mal zum ausgiebigen Hören.

    Allen einen guten Wochenstart

    - Peter

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    • 15. Juni 2026 um 00:34
    • #8

    Was ich an dieser Stelle noch ergänzen möchte: Mit dem Verkäufer hat sich im Laufe dieser Geschichte ein überaus freundlicher Kontakt ergeben. Nachdem er mir wg. der Fehler schon einen Teilbetrag zurücküberwiesen hatte, gab er mir noch das Angebot, das Gerät zurückzunehmen. Das finde ich äußerst löblich für einen privaten Anbieter, denn da ist Rücknahme ja meistens ausgeschlossen und wenn Fehler auftauchen, die nicht beschrieben wurden ducken sich die meisten Verkäufer weg. Auch wenn das Gerät unkonventionell und vom Aufbau her "sperrig" rüberkommt werde ich es dennoch behalten. Nur ob es den gleichalten Audionet Pre 1 als Vorstufe ablösen wird, das weiß ich noch nicht. Der Pre 1 hat alles an Anschlüssen was ich brauche (auch symmetrisch rein und raus) und da ich seit einiger Zeit mit RoomPerfect höre wäre es wohl ein Stilbruch, einen Lyngdorf RP-1 mit seinem DSP zwischen zwei Röhrengeräte zu hängen. Die Eingangsimpedanz des RP-1 wird mit 10KOhm angegeben - viel zu wenig für den Reussenzehn Vorverstärker. Mal schauen, letztlich hat man viele Spielsachen und zwei Verstärkerzüge + zwei Paar Lautsprecher passen schon :)

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  • Jaromir Jagr
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    • 15. Juni 2026 um 03:02
    • #9

    Hallo

    Ich würde dieses Gerät so schnell wie möglich dem Verkäufer wieder zurück geben.

    Auf so einen verbastelten Murks habe ich keine 5 Minuten Lust. Mich schüttelt es, wenn ich nur das Bild der Platine sehe.

    Nix für ungut.

    Gruß von Eugen

  • EL3n
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    • 15. Juni 2026 um 09:41
    • #10
    Zitat von Jaromir Jagr

    Hallo

    Ich würde dieses Gerät so schnell wie möglich dem Verkäufer wieder zurück geben.

    Auf so einen verbastelten Murks habe ich keine 5 Minuten Lust. Mich schüttelt es, wenn ich nur das Bild der Platine sehe.

    Nix für ungut.

    Gruß von Eugen

    das ist original Reußenzehn....

  • EL3n
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    • 15. Juni 2026 um 09:45
    • #11
    Zitat von n-tupel

    Ja, das scheint hier der Fall, wobei ich aber doch einen kleinen Erfolg melden kann, aber dazu gleich. Erst noch ein paar Bilder der Röhren, wobei es nicht einfach ist, die ohne Fotostudio keine Spiegelungen zu bekommen... vielleicht kann jemand den Ursprung dieser ECC83 identifizieren.

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    Nur eine der beiden Röhren hat im Glasboden eine "8" in der Pin-Lücke - ansonsten scheinen sie gleich zu sein. Da man zwischen den beiden Systemen nicht hindurchschauen kann bekam ich gerade Zweifel, ob es sich überhaupt um ECC83 / 12AX7 handelt. Die sehen ganz anders aus als die von JJ, PSVANE, TLF und Lorenz. Habe nun die Röhren untereinander getauscht und damit jeweils das andere System in Funktion gebracht (siehe dazu den ersten Beitrag) und es spielt (noch nicht perfekt aber dazu gleich).

    - Peter

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    könnte eine E83cc sein von Tesla. oder aber auch eine ECC88 wenn zwischen den Systemen ein Abschirmblech ist. Wie ist denn die Pinbelegung?

  • Online
    Toni31
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    • 15. Juni 2026 um 10:12
    • #12
    Zitat von EL3n

    könnte eine E83cc sein von Tesla

    Darauf würde ich auch tippen. Die Prüfung zeigt ja, dass es sich um ein ECC83-Derivat handeln muss.

    LG Toni

    Der Horizont vieler Menschen ist wie ein Kreis mit Radius Null.

    Und das nennen sie dann ihren Standpunkt.

  • n-tupel
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    • 15. Juni 2026 um 10:22
    • #13
    Zitat von Jaromir Jagr

    Hallo

    Ich würde dieses Gerät so schnell wie möglich dem Verkäufer wieder zurück geben.

    Auf so einen verbastelten Murks habe ich keine 5 Minuten Lust. Mich schüttelt es, wenn ich nur das Bild der Platine sehe.

    Nix für ungut.

    Gruß von Eugen

    Moin Eugen,

    hätte ich während der Ausbildung so "kreative Lösungen" abgeliefert hätte mein Meister mir die Ohren langezogen... deshalb versuche ich, das Ganze mit einem anderen Blick zu sehen, denn über Kunst kann man kaum sinnvoll streiten :D. Immerhin halten diese Dinge jetzt schon an Ort und Stelle seit 27 Jahren. Selbst eine zum U gebogene verzinnte Masseleitung, um eine Schraube gelegt und zwischen zwei mit Lack gesicherten Muttern eingeklemmt - war kontaktmäßig noch funktional. Das kann man als Pfusch bezeichnen und die Verwendung eines Ringkabelschuhs wäre m.E. sogar schneller gegangen... aber wie gesagt, ich sehe das jetzt mal als die besondere Herangehensweise des Herstellers.

    Ich überlege nun, ob ich das Gerät "verbasteln" soll. Um das unpraktische Steckernetzteil loszuwerden könnte man einen Ringkerntransformator implantieren; muss dann halt vollisoliert sein und die Platine müsste ein Stück verschoben werden. Dann könnte man auch gleich alle Elkos erneuern und die Röhrenfassungen stabil und mit Platz zum Wechseln anbringen. Allerdings bedeutet das eine Baustelle für lange Zeit, zumal meine Möglichkeiten der Metallbearbeitung begrenzt sind.

    - Peter

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    • 15. Juni 2026 um 10:24
    • #14
    Zitat von EL3n

    könnte eine E83cc sein von Tesla. oder aber auch eine ECC88 wenn zwischen den Systemen ein Abschirmblech ist. Wie ist denn die Pinbelegung?

    Habe ich noch nicht überprüft - aber die Heizspannungsanschlüsse sind gemäß "standard noval Doppeltriode".

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    • 15. Juni 2026 um 10:25
    • #15
    Zitat von Toni31

    Darauf würde ich auch tippen. Die Prüfung zeigt ja, dass es sich um ein ECC83-Derivat handeln muss.

    Stimmt, auch das Kurzschlusslämpchen des Prüfgerätes leuchtet an der richtigen Stelle (Selektor auf "5").

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  • Marcus67
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    • 15. Juni 2026 um 10:30
    • #16
    Zitat von n-tupel

    Ich überlege nun, ob ich das Gerät "verbasteln" soll.

    Neeeeeeeeeee ... nicht verbasteln !

    Das Teil ist "Original-Historie" sowas kriegst Du nie wieder.

    Setz' es sauber instand, falls überhaupte etwas defekt sein sollte, und erfreue Dich der "High-End-Blüten" vergangener Jahrzehnte :)

    Zu viel Zeug... G301,SME3010R,SPU,TD124,SME3009R,XV-15,LP12,Ekos,BenzGlider,1009,1019,ELAC10H,STS240,18H,STS322,50HII,STS355,770H,STS444,PE-33s,M44,Quad22,II,ESL57,T-1,McC22,Mc30,KlipschBelle,M20gold,AC2-AD1,VTL DeLuxe,VTL 50-50...

  • Jaromir Jagr
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    • 15. Juni 2026 um 12:00
    • #17
    Zitat von EL3n

    das ist original Reußenzehn....

    Und? Was nützt es?

    Die "tollen" Silikonkabel als Ausrede für ein schlechtes Platinenlayout.... ;)

  • EL3n
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    • 15. Juni 2026 um 12:13
    • #18
    Zitat von Jaromir Jagr

    Und? Was nützt es?

    Die "tollen" Silikonkabel als Ausrede für ein schlechtes Platinenlayout.... ;)

    ja meinte damit nur das sowas also
    Pfusch damals hochgelobt wurde und teuer verkauft worden war.

  • McRiem
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    • 15. Juni 2026 um 12:36
    • #19

    Servus,

    könnte auch eine JJ ECC83S sein. In der verlinkten Thomann Webseite sind drei detailreiche Fotos (draufklicken!) zu finden. https://www.thomann.de/de/jj_nn003_roehre_ecc83s.htm

    Gruss,
    Dieter

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    • 15. Juni 2026 um 12:39
    • #20
    Zitat von Marcus67

    Neeeeeeeeeee ... nicht verbasteln !

    Das Teil ist "Original-Historie" sowas kriegst Du nie wieder.

    Setz' es sauber instand, falls überhaupte etwas defekt sein sollte, und erfreue Dich der "High-End-Blüten" vergangener Jahrzehnte :)

    Hey Marcus,

    das überzeugt mich, vor allem "High-End-Blüten"! ^^^^^^

    Nie wieder kriegen würde ich hingegen bezweifeln, allerdings reicht es, eine Ausfertgung zu haben. Von manch anderem Hifi-Geraffel gibt es hier 2, in einem Fall sogar 3 Geräte. Da ging manchmal einfach das Bastel-und-Vergleichs-Interesse mit mir durch...:/

    Nach der kleinen Reparatur und dem Wechseltausch der Röhren (R <->L) läuft das Gerät jetzt erstmals an der Tube Slave S; die bisher unbenutzten Triodensysteme spielen sich jetzt ein ;). Aus Zeitgründen wird es wohl erst einmal so bleiben - vielleicht gibt es demnächst noch ein paar Messungen.

    - Peter

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