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Die Grenzen der El 82 / 83 / 84

  • Toni
  • 24. Juni 2026 um 18:31
  • Toni
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    • 24. Juni 2026 um 18:31
    • #1

    Liebe Röhrenexperten,

    ich habe meine Anlage über viele Jahre hinweg aufgebaut und verbessert. Einen Lumin Mini, eine Meitner Dac, einen Accoustic Masterpiece Röhrenverstärker Typ 201, gute Stromkabel von Furutech, eine gute Kabelage und und und....

    Obwohl ich den 201 sehr schätze (aktuell betreibe ich ihn mit Röhren von Psvane / ja Röhren von Telefunken habe ich auch ausprobiert....) komme ich immer mehr zu der Vermutung, dass der 201 die Grenze seiner Möglicheiten erreicht hat. Die räumliche Auflösung und die Feinwiedergabe in den Höhen lässt zu wünschen übrig. Ich möchte nicht missverstanden werden: wenn ich das Geld hätte, würde ich mir vermutlich einen "richtigen Airtight" Verstärker zulegen, einen von den Großen; aber das Geld habe ich nicht. Deswegen meine Frage in die Runde der Experten: es gibt doch noch so viele andere Röhrenverstärkerkonzepte mit anderen Röhrenbestückungen. Da muss es doch was geben, dass feiner auflöst als eine EL84, ungefähr 20 Watt hat und gebraucht so um die 3.000 Euro kostet.

    Hilfe gewünscht von

    Thomas

  • erhard
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    • 24. Juni 2026 um 19:19
    • #2

    Hallo Thomas,

    Aus meiner Sicht sind Schaltungsauslegung und Übertrager wesentlich wichtiger als Röhrentypen oder gar deren Hersteller oder Händler.
    Die Lautsprecher spielen ebenso eine große Rolle.
    Auch wenn das jetzt ziemlich arrogant klingt, aber beim Autokauf schaust Du sicher nicht primär nach der Felgengrösse.
    Du wirst eine lange Reise antreten können!
    Ich habe mich einige Jahre mit Fertiggeräten und Selbstbau beschäftigt und weiß, wovon ich rede.

    Gruß
    Erhard

  • rayze
    Grateful Dread
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    • 24. Juni 2026 um 19:26
    • #3

    Ich kann mich nicht über fehlende Auflösung der EL84 (oder auch 6P14P) beschweren. Eher im Gegenteil. Eventuelle (zu vernachlässigende) Schwächen sehe ich höchstens im Bass. Übertrager und Schaltung erwähnte Erhard ja schon.

    Grüße: raimund

  • Toni
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    • 24. Juni 2026 um 19:29
    • #4

    Habt ihr vielleicht alternative Vorschläge? Die Basswiedergabe hat Airtight im Griff -- alles knochentrocken.

  • rayze
    Grateful Dread
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    • 24. Juni 2026 um 19:35
    • #5

    Bei meinem Geraffel haben Lautsprecher mit geglättetem Impedanzgang geholfen. (Ist aber, wie du wahrscheinlich weißt. eigtl. bei den meisten Röhrenamps wichtig. Ich wußte das damals nicht)

    Grüße: raimund

  • Toni
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    • 24. Juni 2026 um 19:52
    • #6

    Impedanzglieder habe ich mir vom Konstrukteur der Selbstbaulautsprecher berechnen lassen. Hat sehr geholfen :)

  • Lynnot
    Micro grooves
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    • 24. Juni 2026 um 20:15
    • #7

    Hi,

    fehlende Leistung oder inferiöre Ausgangsüberträger sind eher das Problem
    als die EL84 Röhre an sich.

    Viele Grüße, Tony

    ______________________________________________________

    "Music's real, the rest is seeming" (Fats Waller)

  • Vincent Ludwig
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    • 24. Juni 2026 um 20:48
    • #8

    Aus der Ferne lässt sich schwer beurteilen, wo der Hase im Pfeffer liegt. Was die von dir genannten Röhrentypen (EL84 etc.) betrifft, an denen wird es nicht liegen, die können Hochton. Den AM 201 halte ich eher für unverdächtig, das ist ein blitzsauberer Röhrenverstärker, der einiges kann. Ich hoffe, du hast da einwandfreie Röhren drin, angebliche NOS- Ware aus dem Netz oder z.B. Ware aus der Bucht sind oftmals ne Wundertüte/Kernschrott.

    Gruß Vincent

  • Toni
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    • 24. Juni 2026 um 21:01
    • #9

    Ich hatte einen kompletten Röhrensatz von BTB und einen von PsVaine. Zusätzlich von BTB drei Vorstufenröhren von Telefunken. Aktuell läuft der Röhrensatz von PsVaine. Eine Telefunkenröhre hatte sich nach einem halben Jahr verabschiedet und ich habe sie nicht ersetzt. PsVaine gefällt mir besser.

    Jetzt mal anders herum gefragt. Warum baut Airtight Röhrenverstärker, die ein Vielfaches des AM 201 kosten, wenn der 201 der beste Verstärker ever wäre? Was ich ausdrücken will: ich höre die Limitierungen dieses Verstärkers und bin auf der Suche "nach was besseres", ohne gleich 10.000 Euro in die Hand zu nehmen.

    2 Mal editiert, zuletzt von Toni (24. Juni 2026 um 21:07)

  • Online
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    • 24. Juni 2026 um 21:31
    • #10

    Hall Thomas,

    evtl kommt so etwas infrage. Ich habe die Monos "Prologue Six"

    Über mangelnde Auflösung ,oder einen schwammigen Bass kann ich nicht klagen.

    🙂

    Grüsse Thomas

    Holländischer Hottie
    Nein, der Bass des PrimaLuna EVO 300 Tube Integrated Amplifiers ist im Zusammenspiel mit meinen Sonus Faber Olympica Nova 3 alles andere als ...
    www.fairaudio.de

    PS: Habe ich auch schon gebraucht in der Höhe deines Budget gesehen.

    Diverses Geraffel...

  • Zitronenfalter
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    • 24. Juni 2026 um 21:36
    • #11

    Hallo Thomas,

    kurze Frage: welche Lautsprecher betreibst du eigentlich?
    Das spielt doch auch eine entscheidende Rolle.

    Und hast du einmal diese Lautsprecher an anderen Verstärkern (auch Halbleiter) gehört?

    Gruß Klaus

  • Marcus67
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    • 25. Juni 2026 um 07:01
    • #12

    Fehlende Auflösung/Feininformation ist nicht per se die Schuld einer Röhrentype an sich.

    Schaltungstopologie im Allgemeinen und der AÜ machen m.Mn.n. bei Verstärkern den Großteil aus.

    Am AirTight AM201 liegt es meines Erachtens jedoch nicht ... Das Potential mußt Du erstmal ausnutzen (können) :)

    Zu viel Zeug... G301,SME3010R,SPU,TD124,SME3009R,XV-15,LP12,Ekos,BenzGlider,1009,1019,ELAC10H,STS240,18H,STS322,50HII,STS355,770H,STS444,PE-33s,M44,Quad22,II,ESL57,T-1,McC22,Mc30,KlipschBelle,M20gold,AC2-AD1,VTL DeLuxe,VTL 50-50...

    Einmal editiert, zuletzt von Marcus67 (25. Juni 2026 um 07:08)

  • Klausek
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    • 25. Juni 2026 um 09:30
    • #13

    Hallo,

    den 201 hatte ich auch mal. Der ist gut, aber nicht exzellent. Da kannst du Röhren tauschen so viel du willst.

    Gruß

    Klaus

  • Vincent Ludwig
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    • 25. Juni 2026 um 09:42
    • #14
    Zitat von Toni

    Jetzt mal anders herum gefragt. Warum baut Airtight Röhrenverstärker, die ein Vielfaches des AM 201 kosten, wenn der 201 der beste Verstärker ever wäre? Was ich ausdrücken will: ich höre die Limitierungen dieses Verstärkers und bin auf der Suche "nach was besseres", ohne gleich 10.000 Euro in die Hand zu nehmen.

    Das ist eine seltsame Argumentation. Dann wird es schwierig für dich. Günstige Geräte von Herstellern, die auch in wesentlich höheren Preisregionen anbieten, fallen ja dann wegen der damit automatisch einhergehenden klanglichen Limitierung weg.

    Air Tight und auch andere Hersteller von Röhrenverstärkern bauen Geräte für unterschiedliche Anwendungsfälle mit unterschiedlichen Röhren in unterschiedlichen Schaltungsarten, die dann auch unterschiedlich klingen und in Kombination mit Lautsprechern schon recht anspruchsvoll sein können. Je nach Aufwand kann das dann schon mal etwas teurer werden, mit klanglichen Limitierungen hat das nicht unbedingt etwas zu tun.

    Vielleicht solltest du dich mal von der Vorstellung günstig / schlecht, teuer / besser lösen. Letztlich ist ein guter Verstärker nichts anderes als einer, der dir persönlich gefällt.

    Zurück zum eigentlichen Thema, wenn dir die Höhenwiedergabe des AM 201 nicht gefällt, bezweifle ich, dass du z.B. mit einem ATM-1 oder ATM-2 glücklicher werden würdest.

    Vielleicht einfach mal einen Transistor ausprobieren, Empfehlungen von anderen bringen dich vermutlich nicht weiter.

    Gruß Vincent

  • Vincent Ludwig
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    • 25. Juni 2026 um 10:04
    • #15
    Zitat von Klausek

    den 201 hatte ich auch mal. Der ist gut, aber nicht exzellent. Da kannst du Röhren tauschen so viel du willst.

    Gibt es einen Röhrenverstärker, welcher von jedem als klanglich "exzellent" beurteilt würde? Wäre mir neu, wenn es solch ein Gerät geben würde.


    Gruß Vincent

  • Marcus67
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    • 25. Juni 2026 um 11:37
    • #16
    Zitat von Vincent Ludwig

    Gibt es einen Röhrenverstärker, welcher von jedem als klanglich "exzellent" beurteilt würde? Wäre mir neu, wenn es solch ein Gerät geben würde.


    Gruß Vincent

    Ah ja, da kommen jetzt sicher Einige mit Ongaku und Konsorten an, obwohl die meisten sowas nur von Bildchen kennen ... :)

    Der ideale (End)Verstärker ist ein seltsames "Ding". Wenn es tatsächlich um das vielzitierte Stück Draht ginge, dann gäbe es da schon seit Längerem einige (professionelle) Kandidaten, die dem sehr sehr nahe kommen ... jedoch gefällt dies im Endeffekt dann den Meisten zuhause so rein gar nicht ... :)

    Zu viel Zeug... G301,SME3010R,SPU,TD124,SME3009R,XV-15,LP12,Ekos,BenzGlider,1009,1019,ELAC10H,STS240,18H,STS322,50HII,STS355,770H,STS444,PE-33s,M44,Quad22,II,ESL57,T-1,McC22,Mc30,KlipschBelle,M20gold,AC2-AD1,VTL DeLuxe,VTL 50-50...

  • Toni
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    • 26. Juni 2026 um 11:51
    • #17

    Klausek

    wenn ich fragen darf: welchen Verstärker nutzt du jetzt?

  • Klausek
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    • 26. Juni 2026 um 12:34
    • #18

    momentan läuft eine Schmendrick / Brocksieper bei mir.

  • Zitronenfalter
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    • 26. Juni 2026 um 14:20
    • #19

    Toni : magst du noch schreiben, welche LS du betreibst und in welchem Raum, d.h. dessen Größe, Akustik, Hördistanz, Sweet Spot :/ ?

    Gruß Klaus

    P.S.: hinsichtlich deines Wunsches nach höherer Auflösung kommen mir ad hoc Eintaktverstärker in den Sinn. Eine ordentlich aufgelegte z.B. 300B mit Pentoden-Eingangsstufe (EF37, C3m u.a.) liefert m.E. wunderbar authentische Klangfarben, die selbst mit Boxen unterhalb der Hochpreis-Klasse zu Gehör gebracht werden.

    Ist natürlich nur meine eigene bescheidene Erfahrung.

    Einmal editiert, zuletzt von Zitronenfalter (26. Juni 2026 um 14:26) aus folgendem Grund: kleine Ergänzung/Umformulierung

  • Toni
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    • 26. Juni 2026 um 15:38
    • #20

    Hallo Klaus,

    ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Lass dich vom Äußeren Gehäuse nicht täuschen. Ich lege keinen großen Wert auf das Finish -- für mich zählen die inneren Werte. Es handelt sich um einen Bausatz von Udo Wohlgemuth aus Bochum. Ich habe allerdings dickeres Multiplex (21mm) und sehr hochwertige Weichenteile von Jansen verbaut. Außerdem habe ich ein Filzkammersystem in den Lautsprecher eingebaut, wo die hohen Töne nahe der Chassis eleminiert werden und die tiefen Töne durch kleine Löcher (12mm) im Filz zum Bassreflexspalt gelangen und sozusagen "ungehindert" passieren können. Darüber hinaus habe ich akkustische Metamaterialen verwendet (im Prinzip Röhren in Röhren), welche eine hervorragende akkustische Dämpfung besitzen. Damit habe ich den Lautsprecher fein-getunt. Das Ergebnis ist ein sehr sauberer und dynamischer Tiefbass, der eigentlich keinen Sub mehr braucht. Hin und wieder lasse ich ihn bei 20 Herz mitlaufen, da das Klangbild dann noch etwas fülliger und abrundet wirkt. Die Empfindlichkeit liegt bei ca. 90 db.
    Mein Hörraum ist winzig, vielleicht 12 qm. De facto höre ich im Dreieck mit der Seitenlänge von drei Metern in einer Monitorposition. Wenn es mal "richtig laut" sein darf, betreibe ich den 201er in der Position10 Uhr des Lautstärkepotis, also mit wenigen Watt Leistung.

    P.s. Ich bin seit vielen Jahrzehnten Chorsänger und wir proben aktuell Werke von Mozart und Händel für ein Silvesterkonzert im hiesigen Dom. Ich will damit sagen, ich weiß wie es im Original klingt, da ich ständig Aufführungen habe.


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