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  4. Phono - Restaurierung und Selbstbau

Reparaturservice alter japanischer DDs aus der goldenen Ära

  • Balou
  • 4. Juli 2026 um 18:01
  • Balou
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    • 4. Juli 2026 um 18:01
    • #1

    Hallo Zusammen,

    durch einen Hififreund bin ich auf die Möglichkeit des Direktimports alter, heute schon fast historischer Plattenspieler aus Japan aufmerksam geworden.

    Bei meiner Recherche bin ich allerdings auch auf Bilder ausgelaufener Kondensatoren und durch diese ziemlich versieffter Platinen gestoßen. Nun geben manche Händler an die Geräte getestet zu haben und diese in einem funktionstüchtigem Zustand seien. Aufgrund des Alters frage ich mich allerdings wie lange dem noch so ist und ob es dann wenn Probleme auftreten, es hier Deutschland Anlaufstellen gibt, die sich defekten Geräten aus Japan annehmen?

    Dazu erbitte ich von Euch Tips für zuverlässige Reparaturwerstätten mit entsprechendem Profil....

    Beste Grüße

    Thomas

  • paga
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    • 4. Juli 2026 um 19:01
    • #2

    Grundsätzlich braucht es für die Reparatur kein ausgeprägtes Spezialwissen.

    Bei der Auswahl der Player sollte man darauf achten, dass möglichst keine Spezialchips verbaut sind. Wenn doch, im Web schauen, ob diese häufig kaputt sind - dann nicht kaufen (bei anfälligen Chips muss im Fall des Falles ein anderer Player ausgeschlachtet werden. Für einige wenige Technics ANxxxx gibt es - extrem teure - Nachbauten).

    Gruß

    Achim

    Beschallung nicht nur Hobby, Plattenspieler als Nostalgie-Steckenpferd.

  • Balou
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    • 4. Juli 2026 um 23:23
    • #3

    Hallo Achim,

    danke für die Antwort. Welche Player würdest Du denn als unproblematisch bezüglich der Chips empfehlen?

    Was ist von Yamaha GT2000, Denon DP 80/75 oder Technics SP10 diesbezüglich zu halten?

    Beste Grüße

    Thomas

  • loricraft
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    • 5. Juli 2026 um 00:40
    • #4
    Zitat von Balou

    Dazu erbitte ich von Euch Tips für zuverlässige Reparaturwerstätten mit entsprechendem Profil....


    moin,

    ihn kann ich empfehlen:

    Klassiker-Service – Rekonstruktion


    Gruß lori

    Weißt Du, wie es klingen könnte?

    Unterschiede, die man hören kann, kann man auch messen. Es ist jedoch bei feinsten Nuancen noch völlig unklar, welches die dafür geeigneten Parameter sind.
    PS: Hört mehr Jazz

    .... und daran wird noch gearbeitet:
    https://www.discogs.com/user/loricraft/collection?header=12&limit=25&page=100

  • paga
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    • 5. Juli 2026 um 01:42
    • #5

    SP 10 Mk1 ist unproblematisch. Mk 2 gibt es in zwei Versionen, ältere mit massenhaft vielen Standardchips, neuere mit Spezialteilen (von denen ich nicht weiß, ob sie hohe Ausfallraten haben).

    Yamaha und Denon müsste ich nachschauen, vermute aber Spezialchips (und habe schon Suchanfragen nach Ersatzplatinen gesehen).

    Beschallung nicht nur Hobby, Plattenspieler als Nostalgie-Steckenpferd.

  • Sansui SR929
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    • 5. Juli 2026 um 09:59
    • #6

    Ich sag mal, keine Sonys! Die haben häufig Chips drin, die heute obsolet sind.

    Gruß

    Andreas

    AAA Member mit Unmengen an altem Geraffel

  • mkoerner
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    • 7. Juli 2026 um 11:33
    • #7

    Bei den Sony PS-X Drehern aus den späten 70ern, frühen 80ern ist auch die Nutzung verharzender Fette durch Sony und die mechanische Abnutzung der Armlifter Kulisse ein ziemliches Problem. Prominente Ausnahme: PS-X55

    Oft handelt es sich bei diesen Sonys um mechanische Probleme selbst wenn es so aussieht als ob es elektrische wären. Immer erst die Mechanik gründlich prüfen!

    Mike

    --- Ich höre hiermit und zwar das.

    Es gilt wie immer: das ist meine Meinung. Sie muss deshalb weder für andere passen noch erhebt sie Anspruch absolute Wahrheit zu sein.

    2 Mal editiert, zuletzt von mkoerner (7. Juli 2026 um 11:40)

  • Phasemation Junkie
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    • 8. Juli 2026 um 07:08
    • #8

    Ältere "quarzfreie" Denon und Technics Steuerungen lassen sich wunderbar reparieren, da sie keine Spezialteile auf der Steuerplatine haben. Die gekapselten und nichtgekapselten Technics-Potis müssen teilweise 2 - 3 mal gereinigt werden.

    AVM Ovation SD 6.2, T+A OEC 2000, Marantz UD8004, NuVista Vinyl

    MusicHall mmf 11.1 mit Nagaoka MP 500

    V.Y.G.E.R. Timor mit Baltic Antrieb, Tonarm VPI JMW 12.6 auf Selbstbau Aluminium Tonarmbord, Phasemation PP-500 und Phasemation T-550

  • loricraft
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    • 9. Juli 2026 um 20:52
    • #9

    Klassiker-Service – PX-100M

    Weißt Du, wie es klingen könnte?

    Unterschiede, die man hören kann, kann man auch messen. Es ist jedoch bei feinsten Nuancen noch völlig unklar, welches die dafür geeigneten Parameter sind.
    PS: Hört mehr Jazz

    .... und daran wird noch gearbeitet:
    https://www.discogs.com/user/loricraft/collection?header=12&limit=25&page=100

  • Online
    Reibradi
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    • 9. Juli 2026 um 21:01
    • #10

    Ich hoffe, die Arbeit war besser als die Texte. Das ist in meinen Augen einer der leckersten Plattenspieler überhaupt ...

  • Sansui SR929
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    • 9. Juli 2026 um 22:19
    • #11
    Zitat von Reibradi

    Ich hoffe, die Arbeit war besser als die Texte. Das ist in meinen Augen einer der leckersten Plattenspieler überhaupt ...

    Das ist ja echt mal ne Nummer.... defektes Anlaufrad angefertigt :merci:

    AAA Member mit Unmengen an altem Geraffel

  • papa_bjoern
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    • 10. Juli 2026 um 06:57
    • #12
    Zitat von Balou

    Welche Player würdest Du denn als unproblematisch bezüglich der Chips empfehlen?

    Moin Thomas,

    ich kann Dir den Denon DP-80 wärmstens empfehlen. Diese für die Ewigkeit gebauten Teile bekommt man in Japan für (angesichts des Gebotenen) geradezu lächerliche Preise. Ich habe mir vor zwei Jahren so ein UFO zugelegt und war/bin nach wenigen Arbeiten (Tellerdämpfungs-Schaumstoff und ein paar Elko´s) sehr begeistert und zufrieden mit der Performance.

    Wichtig - Du brauchst einen guten:!: Stepdown-Trafo dafür.

    Gruß Björn

    AAA-Mitglied

  • Sansui SR929
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    • 10. Juli 2026 um 08:29
    • #13
    Zitat von papa_bjoern

    Moin Thomas,

    ich kann Dir den Denon DP-80 wärmstens empfehlen. Diese für die Ewigkeit gebauten Teile bekommt man in Japan für (angesichts des Gebotenen) geradezu lächerliche Preise. Ich habe mir vor zwei Jahren so ein UFO zugelegt und war/bin nach wenigen Arbeiten (Tellerdämpfungs-Schaumstoff und ein paar Elko´s) sehr begeistert und zufrieden mit der Performance.

    Wichtig - Du brauchst einen guten:!: Stepdown-Trafo dafür.

    Gruß Björn

    Den DP-80 würde ich auch empfehlen. Gerne auch mit der dazugehörigen DK-300 Zarge, die chic und hochwertig ist.

    Einer der besten japanischen DDs, der wirklich lachhaft günstig in Japan zu bekommen ist. Qualitativ ist der DP-80 für mich weit oberhalb modernen Spielern einzuordnen.

    @ Papa Björn: welchen 100V Stepdown verwendest Du?

    Gruß

    Andreas

    AAA Member mit Unmengen an altem Geraffel

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    • 10. Juli 2026 um 09:47
    • #14

    Zur Ausgangsfrage: Ich würde nicht davon ausgehen, dass Geräte, die von Verkäufern als „überholt” und „Kondensatoren getauscht” angeboten werden, immer in gutem Zustand sind.

    Wenn man die Elektronik usw. selbst checken kann und gerne bastelt, kann man vielleicht das Wagnis eingehen, sich so einen potenziellen Pflegefall ins Haus zu holen. Eine wirklich gute und professionell ausgeführte Überarbeitung ist sehr teuer. Mein Vertrauen in die entsprechenden Werkstätten ist zudem gering.

    Die Qualität eines DP 80 und ähnlicher Geräte war früher zweifellos hervorragend, und es gibt ja auch noch welche, die immer noch gut funktionieren.

    Wenn es jedoch um den Gebrauchswert geht und nicht um einen Sammleraspekt oder die Nostalgie, würde ich mir heute aber keinen solchen Oldtimer mehr kaufen.

    Mit freundlichen Grüßen, Jo

  • papa_bjoern
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    • 10. Juli 2026 um 09:48
    • #15
    Zitat von Sansui SR929

    @ Papa Björn: welchen 100V Stepdown verwendest Du?

    Hallo Andreas,

    ich verwende einen Ringkern-Trafo (aus einem Rohde & Schwarz-Messgerät entnommen). Ist sehr gute Qualität und geringer Innenwiderstand - wichtig für den schnellen 0,5 Sekunden-Anlauf des Drehers. 8):thumbup: DIe schöne DK-300 Zarge habe ich auch :saint: - samt der Originalhaube, die wie neu aussieht. :love:

    Gruß Björn

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  • Sansui SR929
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    • 10. Juli 2026 um 09:53
    • #16
    Zitat von schnupperabo

    Zur Ausgangsfrage: Ich würde nicht davon ausgehen, dass Geräte, die von Verkäufern als „überholt” und „Kondensatoren getauscht” angeboten werden, immer in gutem Zustand sind.

    Wenn man die Elektronik usw. selbst checken kann und gerne bastelt, kann man vielleicht das Wagnis eingehen, sich so einen potenziellen Pflegefall ins Haus zu holen. Eine wirklich gute und professionell ausgeführte Überarbeitung ist sehr teuer. Mein Vertrauen in die entsprechenden Werkstätten ist zudem gering.

    Die Qualität eines DP 80 und ähnlicher Geräte war früher zweifellos hervorragend, und es gibt ja auch noch welche, die immer noch gut funktionieren.

    Wenn es jedoch um den Gebrauchswert geht und nicht um einen Sammleraspekt oder die Nostalgie, würde ich mir heute aber keinen solchen Oldtimer mehr kaufen.

    Ich schon! Ein DP-80 strahlt eine Gediegenheit aus und verkörpert einen Gebrauchswert, wie man sie heute imho nicht mehr bekommt.

    Das ist Studiotechnik für zu Hause. Die technischen Daten eines DP-80 lassen moderne Spieler alt aussehen.

    Und prinzipiell ist er gar nicht so schwer zu überholen. Innen ist der DP-80 überschaubar aufgebaut.

    Gruß

    Andreas

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    • 10. Juli 2026 um 10:00
    • #17
    Zitat von papa_bjoern

    Hallo Andreas,

    ich verwende einen Ringkern-Trafo (aus einem Rohde & Schwarz-Messgerät entnommen). Ist sehr gute Qualität und geringer Innenwiderstand - wichtig für den schnellen 0,5 Sekunden-Anlauf des Drehers.

    Moin Björn,da sieht man, dass die Schwerpunkte bei dem, was man gut findet, manchmal ganz speziell gesetzt werden.

    Mir wäre es nicht so wichtig, ob jetzt 0,5 Sekunden beim Hochlauf wirklich erreicht werden oder ob es vielleicht 0,6 sind. ;)

    BTW: Ein vergleichsweise „schnöder” Pioneer PLX 1000 und ähnliche Modelle ziehen auch schon kräftig durch.

    Mit freundlichen Grüßen, Jo

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    • 10. Juli 2026 um 10:06
    • #18
    Zitat von Sansui SR929

    Ich schon! Ein DP-80 strahlt eine Gediegenheit aus und verkörpert einen Gebrauchswert, wie man sie heute imho nicht mehr bekommt.

    Das ist Studiotechnik für zu Hause. Die technischen Daten eines DP-80 lassen moderne Spieler alt aussehen.

    Und prinzipiell ist er gar nicht so schwer zu überholen. Innen ist der DP-80 überschaubar aufgebaut.

    Gruß

    Andreas

    Das mit dem 'Gebrauchswert' sehe ich - wie gesagt - anders. Bei allem Respekt für die sehr guten technischen Daten eines fabrikneuen DP 80.

    Mit freundlichen Grüßen, Jo

  • Sansui SR929
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    • 10. Juli 2026 um 10:26
    • #19
    Zitat von schnupperabo

    Das mit dem 'Gebrauchswert' sehe ich - wie gesagt - anders. Bei allem Respekt für die sehr guten technischen Daten eines fabrikneuen DP 80.

    Jeder gewichtet natürlich anders. Ein gebrauchter und technisch einwandfreier DP-80 wird dank Quartz Regulierung die gleichen exzellenten technischen Daten haben, wie ein fabrikneuer.

    Der exzellente Gebrauchswert eines DP-80 äußert sich für mich in mehreren Faktoren: Er fährt blitzschnell hoch beim Start und bremst ebenso schnell ab. Die DK-300 Zarge erlaubt die Montage verschiedenster Tonarme zwischen 9 und 12 Zoll, Armbretter mit entsprechenden Bohrungen gibt zu fairen Preisen bei Kone Design (Ebay). Die Abdeckhaube ist top verarbeitet, aus dickem Acryl und hält in jeder Position.

    Nach Vergleich des DP-80 mit verschiedenen anderen von vielen hier hochgelobten Spielern aus meiner Sammlung inklusive LP-12, PV, Garrard 401 und TD-124, um nur einige zu nennen, überzeugt mich das Gesamtpaket DP-80 am meisten. Darüberhinaus ist er ob seiner Qualitäten unglaublich günstig.

    Gruß

    Andreas

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  • Jogi
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    • 10. Juli 2026 um 10:28
    • #20
    Zitat von schnupperabo

    Moin Björn,da sieht man, dass die Schwerpunkte bei dem, was man gut findet, manchmal ganz speziell gesetzt werden.

    Mir wäre es nicht so wichtig, ob jetzt 0,5 Sekunden beim Hochlauf wirklich erreicht werden oder ob es vielleicht 0,6 sind. ;)

    BTW: Ein vergleichsweise „schnöder” Pioneer PLX 1000 und ähnliche Modelle ziehen auch schon kräftig durch.

    Es geht nicht um die Geschwindigkeit. Wenn der Innenwiderstand des Trafos zu hoch ist, kommt die Regelung durcheinander, weil der Motor so viel Strom zieht.

    Und wie Andreas schon angemerkt hat sind die recht einfach zu überholen, wenn man den Lötkolben an der richtigen Seite halten kann. Elkos müssen ersetzt werden, und oft auch die notorischen Hitachi Transistoren.

    Ich habe bisher erst einmal etwas gelesen über einen defekten Steuerchip, da wird genauso viel Panik geschürt wie mit der magnetischen Beschichtung an der Innenseite des Tellers. Insgesamt sind das, wie schon einige hier geschrieben haben, extrem robuste und durchdachte Profiteile, die außerdem sehr viel aus der Schallplatte rausholen.

    Einzige Schwäche in meinen Ohren ist vielleicht eine etwas zweidimensionale Raumdarstellung, dafür gibt's viel Dynamik, Auflösung und Rhythmus.

    Besten Gruß, Jürgen

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