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Marconi 2951 (mobile radio test set): Kennt den jemand ?

  • Praestant
  • 5. Juli 2026 um 05:02
  • Praestant
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    • 5. Juli 2026 um 05:02
    • #1

    Hallo,

    ich habe folgendes Gerät geschenkt bekommen.

    Marconi - mobile radio test set 2951

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Zu dem Gerät findet man kaum Informationen im Netz.

    Kann mir jemand was dazu sagen ?

    Wahrscheinlich handelt es sich um eine Art HF-Messender / Empfänger plus Audio Signalgenerator welcher früher zum Abgleichen von Radios, Funkgeräten usw. verwendet wurde ?

  • CampaRecord
    Nein! Doch! Oooh!
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    • 5. Juli 2026 um 12:19
    • #2
    Zitat von Praestant

    ... HF-Messender / Empfänger plus Audio Signalgenerator ...

    Genau!

    Alles weitere ist Lernen durch Nutzen.

    Grüße Andreas

    ------------------------------------------------------------------------------------------

    We shall never surrender!

  • Uwe Mettmann
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    • 7. Juli 2026 um 12:51
    • #3

    Hallo Praestant,


    ich kenne den Messplatz nicht, so dass ich nur grundsätzlich dazu etwas sagen kann. Es handelt sich um einen Funkmessplatz, mit den man den Sender und den Empfänger von Funkgeräten mit analoger Modulation vermessen.

    Sendermessungen:

    • Sendeleistung
    • Modulationsgrad (AM), Frequenzhub (FM), Phasenhub (PM)
    • Klirrfaktor des demodulierten NF-Signals

    Empfängermessungen:

    • Empfängerempfindlichkeit bei 20 dB Sinad oder 12 dB Sinad
    • Weitere Messungen, wie Nachbarkanalselektivität, Intermodulationsdämpfung und Nebenempfangsdämpfung sind möglich, wenn man noch zusätzlich ein oder zwei Generatoren und einen Splitter verwendet.

    Modulationsanalyser:

    • Ähnliche Messungen wie die Sendermessungen bloß für ein beliebiges Signal. Man kann ihn auch als Empfänger verwenden und das Signal akustisch anhören.


    Rechts siehst du einen Frequenzzähler und der HF-Generator für die Empfängermessungen. Links unten ist der NF-Generator mit dem das Signal des HF-Generators moduliert wird.

    In der Mitte unten wird das Funkgerät angeschlossen. Achtung, dort steht irgendetwas mit EMF. EMF ist die Leerlaufspannung und nicht bei Impedanzabschluss. Heute ist es üblich die Spannung bei Impedanzabschluss anzugeben. Die EMF-Spannung ist doppelt so hoch.

    Oben links ist dann noch ein Empfänger für den Modulationsanalysator.


    Wenn du noch ein CB-Funkgerät hast, kannst du es ja mal vermessen. Die gesetzlichen Anforderungen findest du in irgendeiner ETSI-Norm. Bei Bedarf kann ich sie dir gerne raussuchen.


    Ich hoffe das hilft dir etwas weiter.


    Gruß


    Uwe

  • Praestant
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    • 7. Juli 2026 um 14:46
    • #4

    Hallo Uwe,

    vielen Dank für deine ausführlichen informationen.

    Ich habe das Gerät von meiner Nachbarin geschenkt bekommen. Es war im Besitz ihres vor einiger Zeit verstorbenen Ehemanns. Ich muß nochmal rübergehen und fragen ob es noch technische Unterlagen wie z.B. eine Bedienungsanleitung gibt.

    Obwohl ich von Beruf Elektroingenieur bin ist das Gerät für mich nicht selbsterklärend. Ich frage mich ob man es auch als Hilfsmittel zum Abgleich von alten Röhrenradios nutzen kann ?

    Ganz nebenbei habe ich noch weitere Gerätschaften bekommen. Das ist zum Großteil antike Meßtechnik. EInige hochwertige Analogmultimeter sind z.B. dabei.

  • Uwe Mettmann
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    • 7. Juli 2026 um 20:13
    • #5

    Hallo Praestant,

    ich denke mal, dass das Röhrenradio Mittelwelle oder UKW empfängt. Einen Mittelwellenempfänger kannst du mit dem Funkmessplatz nicht abstimmen. Wenn ein HF-Signal ohne Modulation ausreicht, kannst du damit einen UKW-Empfänger abstimmen. Der HF-Generator kann auch sehr geringe Pegel abgeben, der unter der Empfindlichkeitsschwelle eines UKW-Empfängers liegt. Zwar kann der Generator aber auch FM moduliert werden, schafft aber nicht die für UKW üblichen 75 kHz.

    Gruß

    Uwe

  • Praestant
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    • 7. Juli 2026 um 20:58
    • #6

    Okay,

    ich werde den Marconi evtl. irgendwann verkaufen. Allerdings habe ich auch irgendwo noch ein CB-Funkgerät rumliegen.

    Aber ich habe mich mit dem Thema CB-Funk nie beschäftigt und daher keine Kenntnisse. Haben CB-Funkgeräte in der heutigen Zeit überhaupt noch eine Bedeutung ?

  • franzm
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    • 8. Juli 2026 um 17:18
    • #7

    Das Gerät ist für Sprechfunkgeräte ausgelegt (AM und NBFM). CB-Funk ist noch vereinzelt bei LKW-Fahrer im Einsatz.

    Würden Sie einige der Geräte verkaufen? Bitte per PN anbieten.

    Grüße, Franz

  • TubeHead
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    • 18. Juli 2026 um 14:48
    • #8
    Zitat von franzm

    CB-Funk ist noch vereinzelt bei LKW-Fahrer im Einsatz.

    Das ist nicht ganz korrekt.

    Ja, CB ist noch bei Truckern im Einsatz, aber sehr wohl und aktuell zunehmend parallel zu FreeNet und vor allen Dingen im Ausland.
    Gerade in den USA, Italien, Afrika, ... ist CB noch allgemein verbreitet, wohl auch wegen der dort deutlich höheren erlauben Sendeleistungen (resp. "es kümmert keinen")

    Daher nutzen sogar Amateurfunker gelegentlich noch CB ("selbstverständlich" im Rahmen der gesetzlichen Grenzen ;) ) für DX, meist auf SSB, da sich allgemein 10m Antennen auch, meist ohne Matcher, auf 11m betreiben lassen und umgekehrt.

    DLzG, --... ...-- -.. . -- .. -.-. .... .- --..-- -.. .--- ....- -..- ..

  • Uwe Mettmann
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    • 18. Juli 2026 um 16:42
    • #9
    Zitat von TubeHead

    Gerade in den USA, Italien, Afrika, ... ist CB noch allgemein verbreitet, wohl auch wegen der dort deutlich höheren erlauben Sendeleistungen (resp. "es kümmert keinen")

    Nun, dazu gibt es eine nette kleine Geschichte. Es war einmal vor langer, langer Zeit, als die Firma stabo noch das legendäre CB-Mobilfunkgerät xm 4012n verkauft hat.

    Nun wurde ein LKW-Fahrer, der von der Qualität von stabo-Geräten bitterlich enttäuscht. Ständig ging bei dem xm 4012n, welches er in seinem LKW eingebaut hat, die Beleuchtung kaputt. Mehrmals hat er das Gerät bei stabo zur Reparatur gegeben und immer das gleiche Spiel, die Beleuchtung ging immer wieder kaputt.

    Nun sind die Leute von stabo der Sache auf dem Grund gegangen und haben auch die Ursache gefunden. Das xm 4012n ist für eine Betriebsspannung von 12 V ausgelegt. Wenn man es in einen LKW einbaut, musste man einen Spannungswandler 24 V auf 12 V vorschalten.

    Das hatte der LKW-Fahrer nicht gemacht, daher ging ständig die Beleuchtung defekt, aber nichts anderes. Das Funkgerät hat einwandfrei gearbeitet und nicht nur mit den erlaubten 4 W (FM) und 1 W (AM) sondern mit viel, viel mehr Sendeleistung, da die Endstufe mit 24 V versorgt wurde (eine Spannungsstabilisierung für HF-Endstufe war praktisch gesehen verboten).

    Also hatte stabo doch qualitativ gute Geräte gebaut, mit denen man ohne Nachbrenner mit deutlich mehr Sendeleistung senden konnte, als erlaubt war.:thumbup:

    Also nicht nur in USA und Co. war senden mit mehr Leistung möglich, sondern auch in Deutschland und das mit legal zugelassenen Geräten.;)


    Gruß

    Uwe

  • Dilbert-2
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    • 18. Juli 2026 um 16:46
    • #10

    Vor ein paar Jahren (um 2018) war CB-Funk in Polen sehr beliebt, kann sein, dass es immer noch so ist

  • TubeHead
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    • 19. Juli 2026 um 23:01
    • #11
    Zitat von Uwe Mettmann

    CB-Mobilfunkgerät xm 4012n

    ... befindet sich, nebst einigen anderen TRX, in meiner Sammlung :)
    Die Geschichte mit den 24V (bei laufendem Motor 26-28V) kenne ich auch und wollte ich seinerzeit natürlich bestätigt wissen. Bereits der TA2105 streicht bei spätestens 20V die Segel, HF-Endstufe nebst Treiber auch so um den Dreh' (an 50R Dummy); keine gute Idee, außer man mag Rauchwölkchen :saint:
    Ist eine nette Geschichte, aber (leider) auch nicht mehr :sorry:

    Zitat von Dilbert-2

    Vor ein paar Jahren (um 2018) war CB-Funk in Polen sehr beliebt

    Scheint immer noch so zu sein. Wenn ich mal gelegentlich ins 11m Band rutsche und die Bedingungen stimmen, hört man eigentlich immer mal polnische Stationen. Und auch wenn man mal aufmerksam auf der BAB, bevorzugt A2, unterwegs ist, sieht man bei sehr vielen PKW-Transportern aus Polen und oft auch an PKW unverkennbar CB-Antennen, oft mit Magnetfuß auf's Dach gepflanzt.

    DLzG, --... ...-- -.. . -- .. -.-. .... .- --..-- -.. .--- ....- -..- ..

  • Uwe Mettmann
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    • 20. Juli 2026 um 07:30
    • #12
    Zitat von TubeHead

    .. befindet sich, nebst einigen anderen TRX, in meiner Sammlung :)
    Die Geschichte mit den 24V (bei laufendem Motor 26-28V) kenne ich auch und wollte ich seinerzeit natürlich bestätigt wissen. Bereits der TA2105 streicht bei spätestens 20V die Segel, HF-Endstufe nebst Treiber auch so um den Dreh' (an 50R Dummy); keine gute Idee, außer man mag Rauchwölkchen :saint:
    Ist eine nette Geschichte, aber (leider) auch nicht mehr :sorry:

    Dem muss ich widersprechen. Zu der Zeit hatte ich guten persönlichen Kontakt zu der Service-Abteilung von stabo und deren Mitarbeitern. Das ist also keine stille Post Geschichte oder die sich einer nur ausgedacht hat.

    So eine hohe Betriebsspannung ist natürlich am absoluten Grenzbereich und daher mag es sein, dass es bei einem Gerät gerade noch gut geht und bei einem anderen Gerät halt nicht mehr.

    Gruß

    Uwe

  • TubeHead
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    • 20. Juli 2026 um 08:13
    • #13

    Naja... Ich war in meiner beruflichen Laufbahn auch oft im Service tätig. Daher weis ich nur zu gut, das auch unter den Technikern so manch kurioses Märchen kursiert 8)
    Das soll nicht heißen, dass ich das in Abrede stelle. Aber nochmal mit Bezug auf den Audiochip TA2105 ist festzuhalten, dass der eine "Diva" ist und unabhängig von der Charge keinesfalls 24V oder mehr aushält und sich i.d.R. bei Überspannung mit einem leisen "pitsch" und einem kleinen aufgewölbten oder herausgesprengten Bereich etwas rechts von der Mitte verabschiedet. Von dem TA - wurde auch von anderen Herstellern gerne eingesetzt - und den üblich verdächtigen Treiber- und Endstufen Halbleitern hatte ich seinerzeit immer reichlich Ersatz im Sorter; da müsste ich eigentlich noch welche von haben... irgendwo :/ Naja... In fast 50 Jahren sammelt sich so einiges an und versteckt sich dann im Haus :whistling:

    DLzG, --... ...-- -.. . -- .. -.-. .... .- --..-- -.. .--- ....- -..- ..

  • Uwe Mettmann
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    • 20. Juli 2026 um 09:35
    • #14

    Nein, der Service-Mitarbeiter, der auch diese Geräte repariert hat, hat mich nicht belogen.

    Nochmal, wenn ein Gerät das überlebt hat, ist das keine Aussage, dass alle anderen das auch überleben.


    Gruß

    Uwe

  • TubeHead
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    • 20. Juli 2026 um 09:36
    • #15

    Alles gut; ich will mich mit Dir nicht streiten ...

    DLzG, --... ...-- -.. . -- .. -.-. .... .- --..-- -.. .--- ....- -..- ..

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