Mir ist aufgefallen, dass LPs ab Anfang der 80er Jahre deutlich an "Sound" zugelegt haben. Gerade im Bassbereich zeigt sich eine deutliche Verbesserung gegenüber Platten aus den 70ern. Ebenfalls ist die Dynamik (zumindest gefühlt) erheblich höher.
Haben die Anfänge der Digitalisierung und deren Einzug in die Studiotechnik das (mit) beeinflusst oder was ist die Ursache dafür?
Wie erklärt sich die erheblich gestiegene Qualität der LPs ab Anfang der 80er?
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Es ist nur eine Vermutung: in den analogen Mischpulten dürfte um diese Zeit der NE5532 den u741 abgelöst haben, und da jeweils zig dieser Teile im Signalweg waren...
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Das halte ich für eine all zu grobe Verallgemeinerung.
Als ganz spontane Beispiele für großartigen Sound aus den 70ern fallen mir ein Chick Corea - Return to forever (1972, ECM), King Crimson - Lizard (1971), King Crimson - Red (1974), Audience - House on the hill (1971), Genesis - A trick of the tail (1975), diverse Pink Floyd und viele mehr.
Ich besitze so einige Originale aus den 70ern, wo ich michfrage, warum aktuelle Neuerscheinungen (viele) so bescheiden klingen.
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Die Basspräzison und der Bassdruck in der intensität hat tatsächlich zugenommen, auch ein in sich geschlosseneres und Audiophiler rüberkommendes Klangbild, ich habe/hatte die möglichkeit und gnade unzählige alte Originale mit den gleichen Japan Pressungen und Audiophilen schweren Pressungen unserer bekannten Toningeneure direkt zu vergleichen, die Reissues gewinnen in der summe fast immer den hörvergleich zu ihren gunsten, in meinen Ohren zumindest.
Allerding müssen die schon gut sein weil manch altes Original hat einfach dieses schwer zu erklärende bisschen mehr an Organischer Ausdruckskraft, schwer zu beschreiben, ich sag einfach mal "magie" dazu.
Und noch eine kleinigkeit, man muss die alten Platten etwas auseinanderhalten was die subjektiv Empfundene Klangqualität angeht, grob gesagt empfinde ich viele der 50/60er und auch noch Anfang der 70er Plattenpressungen klanglich als Krönung unseres schwarzen Goldes, dann bis Anfang mitte der 80er fällt das etwas ab um danach wieder zu steigen, mein naiver Eindruck vom ganzen, so verkehrt ist dein Eindruck also nicht.
gruß Volkmar
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Naja, die Re-Issues sind ja auch idR wunderbar digital bearbeitet

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Was ein Vorteil ist, aber nur was die Dynamik, Höhendynamik, Bass usw angeht, wenn es um das gesteigerte Organische bzw natürliche Ausdruckskraft geht - was ja die meisten suchen/möchten wenn sie Platte hören, ich übrigens auch - punktet eher rein Analog, genau deshalb bevorzugen viele die alten Platten vor der Digitalen Revolution auch wenn sie manchmal etwas "dünner" sag ich jetzt mal klingen, die neuen schweren Reissues klingen vermeindlich durch die Bank übrigens auch etwas dunkler, nicht so frisch wie die Originale, das verleitet dazu sie schlechter zu bewerten.
gruß Volkmar
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Vielleicht ist auch einfach nur die Musik besser geworden? 😂😂😂
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Hallo
Wahr nicht in den 70ern der loudness Wahn
weshalb Bass Energie rausgenommen wurde beim abmischen
Gruß Gerhard
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Ich besitze so einige Originale aus den 70ern, wo ich michfrage, warum aktuelle Neuerscheinungen (viele) so bescheiden klingen.
„Kompression“ dürfte in diesen Fällen meistens die Antwort sein.
Gruß lori
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Ich sehe drei Faktoren: Spieldauer, bessere Tonabnehmer und DMM (Direct Metal Mastering). Reduziert man die Spieldauer, ist mehr Platz für Tieftonauslenkung vorhanden. Früher waren auch Keramik- und Kristall-Tonabnehmer sehr verbreitet und die ließen keine großen Auslenkungen zu. Diese wurden dann aber mehr und mehr von Magnetsystemen verdrängt, die eben wesentlich größere Auslenkungen zuließen. Ein Münchner Hifi-Händler hat mir mal erzählt, die erste Auflage der Dark Side of the Moon wurde zurückgerufen, weil sich massenhaft Leute beschwert haben, daß die Nadel aus der Rille geflogen ist. Heute wäre das Abspielen dieses Dynamikumfangs kein Thema mehr. Und in den 80ern kam irgendwann auch noch das Direct Metal Mastering, eine Änderung im Schneidprozess des Plattenrohlings. Auch das soll angeblich klangliche Auswirkungen gehabt haben.
Gruß
Andreas -
Sorry aber ich seh das genau anders herum. In den 70ern (bei Klassik und Jazz auch schon ab Ende der 50er) gab es viele sehr dynamisch und vollmundig klingende Aufnahmen, ab Ende der 70er und in den 80ern wurde der Klang oft dünner und höhenbetonter.
Die echte erlebbare (nicht messtechnische) Dynamik hat dann eine zeitlang eher abgenommen, heute gibt es alles parallel.
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...z.B. alte "RCA" aber auch Platten anderer Hersteller aus den 60er-Jahren haben einen wirklich hervorragenden Klang, der später kaum wieder erreicht wurde!
In den 70er-Jahren herrschte die Ölkriese, was man auch deutlich an der gesunkenen Qualität der Platten gemerkt hat (die Platten waren richtig dünn und "schwabbelig" und wurden dann auch z.T. für Dumpingpreise verkauft).
Ende der 70er Jahre wurden die Platten dann wieder besser, was für mich aber weniger mit digitaler Verarbeitung zu tun hatte, als mit besserer Verarbeitung und besserem Material (denn es ging ja auch in den 60er Jahren)!
Der "Loudness-War" begann hingegen erst so Ende der 80er-Jahre und war eher auf CD-Aufnahmen zu finden!..
Schöne Grüße,
Andreas -
Das kann ich so nicht erkennen ... Es gab immer schon sehr gute, gute und miese Platten egal zu welcher Zeit ...
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...die Platten waren richtig dünn und "schwabbelig...
Ich hab' ein paar ECM aus dieser Zeit, durch die man Zeitung lesen kann. Klanglich gibt's daran nichts auszusetzen.
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Das kann ich so nicht erkennen ... Es gab immer schon sehr gute, gute und miese Platten egal zu welcher Zeit ...
Genau Marcus, das dumme ist doch das praktisch in jedem Jahr Anspruchsvolle Top klingende Scheiben erschienen, wie soll man da als normalo konsument von meinetwegen 100 Platten pro Jahr eine Amtlich Schleichende kurve wo die Qualität insgesamt ab oder zunahm finden?
Es gab in den 60ern Traumhaft gut klingende Alben, es gab aber auch in den 70ern und 80ern Traumhaft gut klingende Scheiben, einen Repräsentativen Querschnitt zur Klangqualität kann man denke ich nur durch eine wirklich sehr große Anzahl an gehörten Platten aus jedem Jahrzehnt machen, wer also hat (idealerweise) tausende Platten aus allen Jahrzenten intensiv gehört und verglichen, nicht nur 50 oder 100?
Ich jedenfalls nicht obwohl ich sehr viele gleiche Originale, Japan und Reissues hatte, viele wieder verkauft bis auf die Reissues. trotzdem teile ich die meinung des Threaderstellers, ich Empfinde das grob gesehen ähnlich wie schon oben geschrieben, egal ob der Digitalen Revolution wegen geschuldet oder nicht.
gruß Volkmar
ps..interessanter Thread jedenfalls, falls jemand denkt wozu so eine kleinliche Diskussion um möglicherweise "minimale" Klangverluste oder Steigerungen bei ordinären rein technisch betrachtet minderwertigen Schallplatten, ganz einfach weil die dinger insgesamt betrachtet doch ganz gut klingen, für mich (wenn die Pressung passt) das mit Abstand führende Medium.
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ps..interessanter Thread jedenfalls, falls jemand denkt wozu so eine kleinliche Diskussion um möglicherweise "minimale" Klangverluste oder Steigerungen bei ordinären rein technisch betrachtet minderwertigen Schallplatten, ganz einfach weil die dinger insgesamt betrachtet doch ganz gut klingen, für mich (wenn die Pressung passt) das mit Abstand führende Medium.
Ja genau, ein sehr interessanter Thread !
Ich bin seit einigen Tagen dabei einen ziemlich großen Posten "Archiv Produktion" (=DG) Platten aus den späten 60ern und 70ern zu sichten, waschen, katalogisieren, anzuhören usw. usf.
Und ich muß sagen, da sind wirklich sehr sehr gute, regelrecht herausragende Exemplare dabei !


Natürlich alles Klassik, eher Barock mit Cembalos, Clavichords, Virginalen, Lauten, Gefiedel und Geflöte und Allem was so dazugehört ... einfach herrlich ... ich steh' voll d'rauf
... sorry für die Abschweifung ... -
Und in den 80ern kam irgendwann auch noch das Direct Metal Mastering, eine Änderung im Schneidprozess des Plattenrohlings. Auch das soll angeblich klangliche Auswirkungen gehabt haben.
Gruß
AndreasIch habe noch einige DMM-Platten aus der Zeit. Die klingen allesamt wirklich klasse.
Ich habe damals nicht viele Schallplatten gekauft, weil ich 1984 schon CD hatte (mit viel "Lehrgeld" wegen shitty Schürmann in Moers). Aber nichts wegen "Klang" gekauft. Dennoch hören sich alle auch heute noch beeindruckend gut an und alle waren perfekt gefertigt.
Ich habe wenig Ahnung von Schallplatten, aber die 80er waren sicher die beste Zeit, technisch gesehen.
Digital bzw. teildigital ist in meiner Sammlung nur "Saga, In Transit". Bei Poprock kam die Digitalisierung doch sehr langsam.
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Hier ein Grund für die Verbesserung - Neumann VMS 80
hifimuseum.de - Sie sind im Bereich : 1979 - Schallplatten schneiden I
hifimuseum.de - Sie sind im Bereich : 1980 - Schallplatten schneiden II
PS: Die Artikel sind gespickt mit Informationen
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und das hier http://www.hifimuseum.de/1979-verzerrun…schallplat.html
hifimuseum ist ein Füllhorn an Informationen!!!
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hifimuseum ist ein Füllhorn an Informationen!!!
Aber leider nicht immer belastbar.
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