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Mal was gebastelt ... 6p14p aus den 70ern

  • _Frank_
  • 5. Juli 2026 um 13:24
  • _Frank_
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    • 5. Juli 2026 um 13:24
    • #1

    Nachdem mich ja schon immer eher ausgefallene Geräte begeistert haben, bin ich im Internet an einem Röhrenverstärker aus den 70ern hängen geblieben, der wie ein Teil eines versunkenen russ. U-Boots aussah und mich an Kapitän Nemo erinnerte ...

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    Das Teil sah real fast noch schräger als auf den Bildern aus, denn das handgedengelte angerostete Chassis hatte keine gerade Seite und die freiverdrahtete Schaltung wirkte abenteuerlich ...

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    Ganz offensichtlich hatten auch Zwischenbesitzer daran herumgebastelt, denn neben den russ. beschrifteten Becherelkos, Röhren und Drehpotis gab es es neuere Elkos, Schalter und Buchsen, was die Schaltung nicht wirklich übersichtlicher machte.

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    Wagemutig in Betrieb genommen, spielte der Verstärker sogar ganz kurz, bevor einer der Kanäle stark verzerrte und ganz ausfiel - ein kräftiges Basisbrummen kam zudem aus dem anderen Kanal, aber immerhin blieb der FI-Schalter der Steckerleiste drin (alles sicherheitshalber im Hof).

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    Als erstes habe ich mal die Röhren inspiziert und tatsächlich war eine der beiden 6p14p defekt ... sie wurde mangels russ. Röhre durch eine EL84 ersetzt und immerhin spielten nun beide Kanäle wieder. Zudem war von ausgetrockneten 50 Jahre alten Becherelkos auszugehen und es hatte wohl jemand schon zwei Elkos pro Seite eingelötet, allerdings in Reihe, was ich nicht wirklich verstanden habe ... ich selbst habe dann nochmal zwei vorrätige 47uf Elkos parallel eingelötet und siehe da - das Brummen war weg.

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    Zuguterletzt habe ich das Teil dem befreundeten Adreas Wall gezeigt, der meinte, da habe wohl jemand mit viel Liebe aus Teilen der damaligen Mangelwirtschaft im Ostblock etwas gebaut, das gar nicht schlecht wäre.


    Ich habe dann länger überlegt, wie ich das rudimentäre Gehäuse "verkleiden" oder zumindest stabilisieren könnte, wollte den Steampunk-Look aber unbedingt beibehalten - das ist aus größtenteils vorhandenen Teilen (musste nur die Kupfer Möbelgriffe zukaufen) nun entstanden ...

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    Vielleicht ersetze ich die wackeligen Palstikknöpfe noch ... aber so bin ich erstmal zufrieden.

    Grüsse
    Frank

    Einmal editiert, zuletzt von _Frank_ (5. Juli 2026 um 13:44)

  • _Frank_ 5. Juli 2026 um 13:43

    Hat den Titel des Themas von „Mal was gebastelt ... 6n6p-6p14p aus den 70ern“ zu „Mal was gebastelt ... 6p14p aus den 70ern“ geändert.
  • _Frank_
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    • 5. Juli 2026 um 15:28
    • #2

    Nachtrag: Hatte mich vertippt, denn Vorstufen sind 6N2P (6H2П) und Verstärkung erfolgt über 6P14P (6П14П), also eine wohl sehr übliche Ostblock-Kombination. Und mit gewinkelten Kaltgeräte- und Cinchsteckern sieht das unter der Acrylhaube auch ganz ordentlich aus ohne viele Löcher bohren zu müssen ...

    Grüsse
    Frank

  • Marcus67
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    • 5. Juli 2026 um 18:29
    • #3

    Ja, stinknormale Eintaktschaltung EL84/6p14p, wie in Omas "Gebißradio" aus den 50ern.

    Sowas kann je nach Schaltungsauslegung und Qualität der AÜs ganz nett gehen :)

    Zu viel Zeug... G301,SME3010R,SPU,TD124,SME3009R,XV-15,LP12,Ekos,BenzGlider,1009,1019,ELAC10H,STS240,18H,STS322,50HII,STS355,770H,STS444,PE-33s,M44,Quad22,II,ESL57,T-1,McC22,Mc30,KlipschBelle,M20gold,AC2-AD1,VTL DeLuxe,VTL 50-50...

  • _Frank_
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    • 5. Juli 2026 um 21:59
    • #4

    Wie gesagt ging es mir nur sekundär um die Klangqualität, sondern primär um das ausgefallene Objekt, das erfreulicherweise auch ganz ordentlich klingt - ich betrachte das Teil eher als Klangskulptur.

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    Grüsse
    Frank

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