Plattenteller + Deckplatte Thorens TD 160

  • Hallo Forum,


    hat hier jemand schon Erfahrungen damit gesammelt, den Aussenteller und die Deckplatte (ist ja beides Aluminium) eloxieren zu lassen?


    Beim Aussenteller wurde ja schon einmal darüber gesprochen, diesen auf Hochglanz zu schleifen/polieren und dann mit Klarlack zu versiegeln.


    Das ist sicher die eine Möglichkeit - wenn es nur mein Plattenteller wäre, würde mir das wahrscheinlich auch reichen.


    Meine Deckplatte hat halt deutliche Schleifspuren. Ich vermute mal, daß der Aussenteller meines Drehers mal dort geschliffen hat (halt gekauft über ebay). Das krieg ich halt über polieren nicht raus.


    Wie verhält sich das beim Eloxieren? Kann es mir passieren, daß sich das Aluminium verzieht? Vorstellen kann ich mir das nicht - aber man weiß ja nie;-)


    Bin mal gespannt auf die Antworten.


    Gruß


    Andreas

    Thorens TD 126 MKIII mit SME 3009 Series III und Ortofon 2M Bronze an Supa 3.0Thorens
    TD 160 MKII in Eigenbauzarge mit AT440ML
    Opera Consonance M100 Plus
    Sony CDP X339ES
    Klipsch RF-35

  • Moin!


    Quote

    Original von andi_tool
    hat hier jemand schon Erfahrungen damit gesammelt, den Aussenteller und die Deckplatte (ist ja beides Aluminium) eloxieren zu lassen?


    Vorsicht: Der Außenteller besteht aus einer Zinklegierung. Dioe kann man nicht eloxieren!


    Quote

    Original von andi_tool
    Beim Aussenteller wurde ja schon einmal darüber gesprochen, diesen auf Hochglanz zu schleifen/polieren und dann mit Klarlack zu versiegeln.


    Das ist sicher die eine Möglichkeit - wenn es nur mein Plattenteller wäre, würde mir das wahrscheinlich auch reichen.


    Ist wohl auh die einzige Lösung. Ich hab das mal mit Polierppaste fürs Auto an meinem Außenteller vom 126 gemacht. Nach einigen Minuten sieht das schon ganz überzeugend aus. Du musst halt die Blicke der anwesenden Tochter ertragen können :-)


    Quote

    Original von andi_tool
    Meine Deckplatte hat halt deutliche Schleifspuren. Ich vermute mal, daß der Aussenteller meines Drehers mal dort geschliffen hat (halt gekauft über ebay). Das krieg ich halt über polieren nicht raus.


    Wie verhält sich das beim Eloxieren? Kann es mir passieren, daß sich das Aluminium verzieht? Vorstellen kann ich mir das nicht - aber man weiß ja nie;-)


    Die Schrammen bekommst Du durch eloxieren auch nicht weg. Da hilft wohl nur noch eine neue Deckplatte :-(


    Wilm

  • Hallo Andreas.


    Die Deckplatte (also das dünne Blech mit den Symbolen und Schriftzügen) ist leider recht heftig mit dem Blechchassis verklebt. Das Zeug erinnert an Pattex, und macht es äußerst schwierig, die Deckplatte knitter- und verformungsfrei runter zu bekommen. Die Zufuhr von Hitzte mittels Fön oder Heißluftpistole könnte vielleicht helfen, aber ich hätte wenig Hoffnung, daß dieselbe Deckplatte hinterher nach dem Wieder-Aufbringen gut aussieht.
    Du kannst Dir ja mal überlegen, ob Du nicht die Deckplatte durch ein identisch geschnittenes Stück Plexiglas in 1,5mm oder 2mm Stärke ersetzen möchtest. Dabei könntest Du die original Deckplatte als Schablone fürs Sägen verwenden. Plexiglas kriegt man mitunter als durchgefärbtes Material, oder wenn Du nur klares bekommst oder keins in Deiner Wunschfarbe, kannst Du es auch rück/unter-seitig passend lackieren, bevor es dann flächig aufgeklebt wird.


    Gruß, McRiem.

    "Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen... ", Colonel Kilgore alias Robert Duvall, aus "Apocalypse Now", Francis Ford Coppola, USA 1979.


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  • Hi,
    Das mit dem Plexi würde mich jetzt mal interessieren...Dazu drei Fragen....


    Wo kriegt man sowas...(in der genannten Stärke)?


    Was kostet sowas ca.?


    Wie bearbeitet man das am besten ?



    Danke

  • Hallo DuDe.


    Plexiglas in klar bekommt man mittlerweile schon in Baumärkten wie Extra-Bau&Hobby oder Praktiker. (Knauber wahrscheinlich auch). Das sind dann allerdings Platten fester Größe, und man muß die dann wohl immer mit Übermaß nehmen.
    Im Spezial-Plastikhandel bekommt man die Sachen aber auch passend zugesägt, dann wird nach Quadratmeter abgerechnet. Dort bekommt man auch ggfls. durchgefärbtes Plexiglas. Ich hatte für eine andere Bastelei mal blaues Plexi in 6mm bei Jäger Kunststoffe in Heinsberg (bei Aachen) geholt. Ich weiß jetzt nicht, wo Du wohnst. Am besten googelst Du mal ein bisschen rum, oder suchst in Internet-Branchenverzeichnissen.


    Für eine dünne Platte, die größer oder gleich dem TD160 ist (also z.B. 35x50 oder so) würde ich in klar so bis 15€ vermuten, mehr sollte es nicht sein. Farbiges aus dem Spezialhandel kann natürlich teurer kommen.


    Die Verarbeitung ist ein wenig diffizil. Ich hatte immer Bohrmaschine, Stichsäge und Feile/Schmirgel verwendet. Beim Bohren und Sägen wird Plexi sehr heiß und deswegen beinahe flüssig, das kann das Werkzeug zusetzen und die zu bearbeitende Kante versauen. Also lieber mit weniger Geschwindigkeit und Drehzahl arbeiten. Zudem sollte man ruhig etwas Übermaß einkalkulieren, und hinterher eher die sägerauhe Kante feilen und schmirgeln, evtl. mit Bandschleifer wenn es bequem sein soll. Beim Bearbeiten sollte man ruhig die Schutzfolie beidseitig drauf lassen - das erschwert die Entstehung von Kratzern, falls einem mal ein Werkzeug ausrutscht. Optimal wäre natürlich, wenn die grundsätzliche Rechteckform schon vorher im Baumarkt/Fachbetrieb professionell zugeschnitten wurde. Die Kanten und Ausschnitte in der Mitte sind nicht so schlimm, die werden eh hinterher vom Teller verdeckt. Ein bisschen Mühe muß man sich beim 160er noch mit dem rechteckigen Ausschnitt für den Tonarmsockel geben. Am besten bohrt man vier große Löcher für die Ecken und verbindet diese dann durch Aussägen mit der Stichsäge. Die Ecken macht man dann mit einer Rechteck- oder Dreiecksfeile.


    Gruss, McRiem.

    "Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen... ", Colonel Kilgore alias Robert Duvall, aus "Apocalypse Now", Francis Ford Coppola, USA 1979.


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  • McRiem ....


    Danke für diese sehr ausführliche Antwort...


    ich bin vorhin mal zum Obi geradelt und hab mich da mal schlau gemacht....ich hab mir so eine klare Scheibe geholt sie ich dan mit irgend etwas farbigen hinterlegen werde. Ich würde auch die Original Deckplatte drauflassen und die Plexi Scheibe nur verschrauben...ich bin kein Fan von irgenwelchen Tuningmassnahmen die man nicht Rückgänging machen kann ( man kann es inkonsequent nennen oder sparsam ;) ) Ein weiterer Vorteil davon ist das ich einwenig mit den Farben spielen kann....


    da die Scheibe bei meiner Zarge dann bündig abschliesst ( ich setz das Laufwerk einfach ein Stück Tiefer in die Zarge ) dürfte der Farbliche Effekt ähnlich wie bei durchfärbten Plexi sein....


    das mit der relativ unkritischen Bearbeitung macht mir Mut und für knapp fünf Euro für diese Platte kann man ruhig mal ein bisschen rumspielen...


    Danke an denjenigen :)) der auf diese tolle Idee gekommen ist...


    So dann

  • Hallo + Achtung:
    Wenn Du die originale Deckplatte draufläßt, wird durch das Aufsetzen einer weiteren Deckplatte der Abstand zwischen der Deckplatte und dem Plattenteller logischerweise kleiner - wenn der Teller dann im ungünstigsten Fall mit der Kunststoffplatte auf Tuchfühlung geht, gibt es unschöne Kratzer. ;)
    Fakt ist jedenfalls, daß der Spalt normalerweise etwa 7mm beträgt, und das ist dann zuwenig...
    Das Subchassis einfach höherdrehen ist auch keine Lösung - Du änderst dadurch die Vorspannung der Federn und somit die Resonanzfrequenz nach oben.
    Hab also erstmal ein Auge darauf, bevor Du dich für die Kompromißlösung entscheidest. ;)


    Gruß
    Stefan

  • Hi,


    an dieses Problem hab ich ebenfalls schon gedacht..Du hast recht eine forcierte Höhenveränderung bringt nix, ausserdem am Subchassis werde ich nicht Schrauben (Hat zu lange gedauert bis es gesimmt hat. ;) ) aber ich denke das genung Luft für das Auf und Ab bleiben wird.


    Einfach mal beobachten den Fall ....


    trotzdem Danke für den Hinweis

  • Hallo zusammen.


    Noch zwei Anmerkungen zu dieser Diskussion:
    a) Subchassis höher drehen ist durchaus legitim. Die Vorspannung ändert sich entgegen landläufiger Meinung nicht - es steht bloß das Subchassis etwas höher oder tiefer. Die Federvorspannung läßt sich bloß durch ein schwereres Subchassis erhöhen. Bloß beim unsymmetrischen Verdrehen der Schrauben kann es passieren, daß sich eine neue Gewichtskraftverteilung unter den drei Aufstützpunkten ergibt - dann kann natürlich puntuell die Vorspannung unterschiedlich zu vorher sein.
    (Hintergrund: das Subchassis steht auf den drei Federn; diese sehen als Gegenkraft bloß die (jeweils anteilige) Gewichtskraft von Subchassis mit Teller und Arm. Ändert sich diese Gewichtskraft nicht, tut sich auch nix an der Federvorspannung. Federkraft und Gewichtskraft bilden immer eine Gleichgewicht.)
    Was sich tatsächlich ändert, ist die Höhe am Teller, an dem die Riemenkraft angreift. Deswegen halte ich es nicht für ausgeschlossen, daß sich das Anlaufverhalten minimal ändern kann. Ggfls. kann es erforderlich werden, den Kippwinkel der Motorachse etwas anzupassen, damit der Riemen wieder optimal läuft.


    b) Plexiglasplatte nur verschrauben: das geht zwar und mag auch recht praktisch sein, aber da das Material sehr dünn ist, ist es auch wenig steif und kann sich beim Anziehen der Schrauben verformen. Dann kommt es zu Verzerrungen in der spiegelnden Oberfläche. Das muß man dann beurteilen, ob das akzeptabel erscheint.


    Gruss,
    McRiem.

    "Ich liebe den Geruch von Napalm am Morgen... ", Colonel Kilgore alias Robert Duvall, aus "Apocalypse Now", Francis Ford Coppola, USA 1979.


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  • Moin,


    mich wundert eigentlich das hier noch kein Kork für die Platte empfohlen worden ist. :D


    Mein das jetzt aber durchaus ernst, kann gut verarbeitet werden ( z.B.um die Schrauben herumschneiden, Kappe wieder drauf ) und hat auch ganz gute Dämpfungseigenschaften, gibts in vielen Farben, Qualitäten und Stärken ( Infos ) hab ich mal gesehen und sah eigentlich recht gut aus. (richtig tuningmäßig)

  • Hallo zusammen !


    Ich glaube Manfred (Grüsse nach Bremen !) hat mit dem Kork eine ziemlich gut Idee. Eine dünne Plexischeibe und nur an einigen Stellen verschraubt könnte resonanzanfällig sein. Ob das hörbar wird - keine Ahnung. Aber die Deckplatte zu bedämpfen scheint mir logischer. Linoleum wäre auch denkbar, allerdings wäre die Bedämpfung natürlich nicht so ohne Weiteres reversibel.


    Grüsse
    Mattes

  • Hallo,


    ich probier es eben mal aus.... try an error.....


    passiern kann nix....


    Möglich wäre doch auch zB ganz dünn Kork +ganz dünn Plexi = ganz schick+gutes Resonanzverhalten.


    wir werden es sehen....


    ich will es halt ersteinmal auf die sanfte Tour probieren eh ich mein Laufwerk kaltverforme....



    So dann und ein schönes WE

  • Kriegt man mit Polieren den Aussenteller so schön glänzend wie bei diesem getunten TD160:


    [Blocked Image: http://ebay1.ipixmedia.com/abc/M28/_EBAY_6cd1ea957f2a59965c2c2550355a09fb/i-2.JPG]


    Meiner sieht sehr stumpf und fleckig aus. Ich kann mir schlecht vorstellen dass das mit Polieren allein klappt.

    Claude


    ----------


    Scheu Premier MkIII + SME309/Benz Ace L + Scheu Classic 12"/Denon DL103R


    Electrocompaniet ECP-1, Electrocompaniet EC4.7+AW120, Dynaudio Contour s3.4, AKG K1000+Audio Valve RKV

  • Hallo Miles,


    einfaches Polieren vielleicht nicht, aber die Hardcore-Methoden:
    1. Polierscheifpaste, z.B. Sonax
    2. Polierwatte (Nevr-Dull , es heißt tatsächlich so! Das ist wachsgetränkte Rohbaumwolle), anschließend gründlich mit Alkohol/Aceton reinigen.
    3. mit Zapponlack klar lackieren (bzw. sprühen)
    ...sollten den wieder auf Hochglanz bringen. 1+2 gibt's im Autozubehörhandel, 3 im Metall- bzw. Werkzeugfachhandel.


    Ohne Lack-Versiegelung läuft der bald wieder matt an.


    Gruß,
    McRiem.

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  • Hi,


    jep das geht..hab die Erfahrung selbst gemacht..mit dem Teller eines 150er und meines TD16X ( auf dem einen Bild sieht man das auch das war vor dem polieren) ...
    sahen beide total grau und fleckig aus ..das war wie ein Sonnenaufgang....
    Bei mir hieß das Wundermittel "Elsterglanz"....eine Polierpaste aus der Tube die neu aufgelegt aus der ehm DDR stammt und schon damals das ultimative Mittel war wenn es darum ging Metalloberflächen wieder zum glänzen zu bringen. Anwendung: Auftragen, 10min liegen lassen mit etwas Druck polieren..abwischen..fertig..und HALLO das ganze sieht aus wie neu...war bei mir jedenfalls so..gibts bei mir bei "Ihr Platz" bzw "Rossman" glaub ich..für wenig Geld ...
    Ich denke aber des es auch andere Polierpasten für Metalloberflächen tun...ich hab es halt nur damit probiert und damit hat es zur vollsten Zufriedenheit geklappt...

  • Hallo Vinyl Freunde
    Habe an meinen TD160 S MK V die Deckblende ersetzt
    einfach mit einen Cuttermesser unter der Deckblende
    Schneiden und ablösen.
    Deckblende kostet bei Rolf Kelch 30,50 Euro