Moin
habe den GoldNote HP - 5.2
Fürs Wochenende habe ich mir mal mit Ki einen Spickzettel erstellt um den Sennheiser HD 600 mal einzustellen und mal zu hören ob ich das alles so nach hören kann wie die Ki Vorgabe es ausgibt bin gespannt 👂🏻
Da der Gold Note alles rein analog regelt, sind die Effekte sehr harmonisch, aber hörbar:
1. Worauf du bei der Harman-Kurve achten solltest
Dieses Profil verändert die Tonalität (Frequenzbänder).
- Der Bass: Er bekommt im Tiefbassbereich mehr Fundament und Wärme. Achte auf Bassgitarren oder tiefe Trommeln – sie wirken runder und kräftiger.
- Die Stimmen: Gesang (besonders Frauenstimmen) verliert jegliche Schärfe. Wenn eine Aufnahme vorher in den Höhen etwas "gierig" oder anstrengend klang, wird sie jetzt seidig und langzeittauglich.
- Der Gesamteindruck: Die Musik klingt "musikalischer" und wärmer, fast wie über einen guten Röhrenverstärker.
2. Worauf du beim Crossfeed-Modus achten solltest
Dieses Profil verändert die Räumlichkeit (Stereobühne).
- Die Mitte: Da Crossfeed die Kanäle minimal mischt, wandert das Klanggeschehen etwas mehr in die Mitte zwischen deinen Lautsprechern. Eine Stimme, die genau in der Mitte steht, wird meist noch greifbarer und fokussierter.
- Die Breite: Die extreme Breite der Stereo-Bühne (wenn Instrumente ganz hart von links oder rechts außen kommen) wird etwas abgemildert. Das Klangbild wirkt dadurch oft geschlossener und wie "aus einem Guss".
- Hintergrund: Dieser Modus wurde gebaut, um den "Im-Kopf-Effekt" von Kopfhörern zu reparieren. Über Lautsprecher geschaltet, klingt es oft intimer – als stünde die Band in einem kleineren, gemütlicheren Raum.
Zum Vergleich: Der Superflat-Modus
Schaltest du auf Superflat, fällt der Bass im ersten Moment scheinbar etwas ab und die Höhen werden sehr direkt und analytisch. Das ist der "nackte" Studio-Klang ohne jede Schönfärberei
Hier sind die perfekten Musikrichtungen und Instrumente, mit denen du die Klangunterschiede am Gold Note HP-5.2 sofort heraushörst:
1. Perfekt für die Harman-Kurve (Wärme & Bass)
- Jazz & Blues (mit Kontrabass): Achte auf den Kontrabass oder die Bassgitarre. Bei Harman bekommt das Zupfen der Saiten spürbar mehr Körper, Volumen und tiefes Fundament.
- Klassischer Rock & Pop (z. B. 70er/80er Jahre): Ältere Aufnahmen klingen digitalisiert oft etwas dünn oder in den Höhen scharf. Schaltest du auf Harman, verschwindet das Zischen (z. B. bei Hi-Hats/Becken des Schlagzeugs) und der Sound wird satt und druckvoll.
- Frauenstimmen (z. B. Adele, Norah Jones): Schalte während des Gesangs um. Die Stimme verliert jegliche Härte in den oberen Lagen und klingt intimer und natürlicher.
2. Perfekt für den Crossfeed-Modus (Räumlichkeit & Fokus)
- Früher Stereo-Rock (z. B. The Beatles, Pink Floyd, Led Zeppelin): In alten Aufnahmen wurden Instrumente oft extrem hart ("Ping-Pong-Stereo") komplett auf den linken oder rechten Kanal gelegt. Das kann über Lautsprecher unnatürlich wirken. Crossfeed mischt das sanft zusammen, sodass die Band wieder wie eine Einheit vor dir steht.
- Live-Aufnahmen & Unplugged-Alben: Achte auf die Position des Sängers und das Klatschen des Publikums. Mit Crossfeed rückt das Geschehen etwas näher zusammen und die Mitte wird extrem stabil – so als stündest du direkt in den ersten Reihen vor einer kleinen Bühne.
- Klassische Musik (Kammermusik oder Solo-Klavier): Ein einzelnes Klavier wirkt mit Crossfeed oft kompakter und realistischer im Raum platziert, anstatt künstlich in die Breite gezogen zu werden.
Der Test-Ablauf
- Spiele ein Lied über USB-C ab.
- Höre es dir 30 Sekunden im normalen Modus an.
- Schalte auf Harman um und achte nur auf den Bass und die Wärme.
- Schalte zurück und aktiviere Crossfeed – achte jetzt nur darauf, wie sich die Breite der Bühne sich verändert
1. Für den Harman-Modus (Bass & Stimmen-Wärme)
- Song: „Way Down Deep“ von Jennifer Warnes
- Worauf achten? Das Lied hat extrem tiefe, präzise Trommelschläge. Im normalen Modus klingen sie knackig, aber mit der Harman-Kurve bekommen sie ein massives, tiefes Fundament, das man im Magen spürt. Gleichzeitig bleibt ihre Stimme absolut seidig.
- Song: „No Sanctuary Here“ von Chris Jones
- Worauf achten? Ein Klassiker auf jeder HiFi-Messe. Die tiefe Männerstimme und die Gitarrensaiten gewinnen durch das Harman-Profil enorm an Körper und Wärme. Es klingt sofort raumfüllender.
2. Für den Crossfeed-Modus (Bühne & Fokus)
- MSong: „Letter“ von Yosi Horikawa
- Worauf achten? Am Anfang hörst du das Schreiben mit einem Stift und Papierrascheln, das extrem weit links und rechts im Raum wandert. Mit Crossfeed rücken diese Geräusche etwas näher zusammen und wirken dadurch plastischer und realistischer, anstatt künstlich weit außen zu kleben.
- Song: „Hotel California (Live)“ von den Eagles (aus dem Album Hell Freezes Over)
- Worauf achten? Achte auf das legendäre Akustikgitarren-Intro und die einsetzenden Congas (Trommeln). Mit Crossfeed steht die Band perfekt gestaffelt und greifbar im Zentrum vor dir, während das Klatschen des Publikums dich natürlicher einhüllt
