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Wie heiß dürfen Röhrengeräte werden?

  • volkmar II
  • 14. August 2026 um 23:00
  • volkmar II
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    • 14. August 2026 um 23:00
    • #1

    Hi,

    Hab keinen Thread zum Thema gefunden, oder ich krieg wieder mal meine Scheuklappen nicht auf.

    Hab gerade ca 6 Stunden mit meiner Röhrenanlage Musik durch, dabei ist mir beim Ausschalten aufgefallen das meine Phono Röhrenvorstufe verdammt heiß wird, gefühlt etwa so heiß wie mein Röhrenverstärker, ist das normal?

    Ich kann gerade noch so die Hand aufs Gehäuse legen (eine twenty four P von Quad), sie hat oben nur ein paar dünne Querlüftungsöffnungen, wie heiß dürfen da die Bauteile eigentlich werden? Die Röhren werden bis zu 180 Grad heiß, das weiß ich, schadet wärme ab einer gewissen stärke nicht jedes Bauteil?

    gruß Volkmar

    AAA Mitglied

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    Einmal editiert, zuletzt von volkmar II (14. August 2026 um 23:07)

  • Juergen_B
    Horn- und Röhrenbastler
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    • 15. August 2026 um 07:11
    • #2
    Zitat von volkmar II

    schadet wärme ab einer gewissen stärke nicht jedes Bauteil?

    Grundsätzlich ja, vor allem Elkos.

    Hier mal ein Diagramm für ältere Siemens-Elkos. Das gilt im Groben aber für alle Elkos.

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da Sie keine Berechtigung haben, diesen Inhalt zu sehen.

    Schon beim Anstieg von 45 auf 70 Grad kann die Lebensdauer auf ein 10tel fallen.

    Ich weiss nicht, ob es dafür eine Vorschrift gibt, aber Gehäuse sollten eigentlich nicht heisser als 55 Grad werden. In erster Linie damit man sich nicht daran verbrennt (und rechtzeitig die Hand wegzieht).

    VG Jürgen

  • Online
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    • 15. August 2026 um 07:31
    • #3

    Hallo,

    Bei meinem Audio Note Vollverstärker (Cobra) - denn ich nun leider verkaufe - werden die EL34 um die 200 Grad heiss. Die Vorstufenröhren eher um die 60-70 Grad. Das Gehäuse selber ist eher handwarm, die Röhren stehen ja heraus.

    Viele Grüße


    Andreas

  • Audiohorst
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    • 18. August 2026 um 20:59
    • #4

    Alles über 20 Grad Celsius verkürzt die Lebensdauer. Sehr gute Profi Geräte werden daher nur handwarm und sind gut staubgeschützt. Man muss sich auch fragen, warum werden magnetische Bauteile so konstruiert, dass sie mehr als handwarm werden (ist bei vielen Geräten so). Für mich wäre schon das eine zu kleine Dimensionierung, lieber eine Stufe größer und weniger Hitze. Aber viele sparen halt, wo sie können. Selbst Röhren müssen nicht 200 Grad warm sein, es gibt sicher auch konservativere Arbeitspunkte, wo sie weniger thermisch gefordert werden. Und dann sollte man ein Gerät so konstruieren, dass die Abwärme gut abgeführt werden kann und nicht die Bauteile unnötig erhitzt.

  • EL3n
    Röhrenmade
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    • 18. August 2026 um 21:57
    • #5

    Klar müssen Röhren heiß werden, ohne Hitze passiert sonst nichts. 200 Grad ist auch noch Human. Kenne da Röhren die werden heißer und müssen gekühlt werden. Gibt sogar Röhren mit Wasserkühlung

    VY`73

  • Audiohorst
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    • 19. August 2026 um 00:10
    • #6

    Wichtige Praxisregeln für Verstärkerbauer

    • Thermische Konvektion: Der Mindestabstand zwischen zwei großen Leistungsendröhren sollte min. 1,5 bis 2 Kolbendurchmesser betragen, damit die Luft ungehindert aufsteigen kann.
    • Glasbelastung: Ungleichmäßige Kühlung (z. B. durch Zugluft von einer Seite) kann zu Spannungsrissen im Glas führen.
    • Bauteileabstand: Elektrolytkondensatoren unterhalb des Röhrensockels sollten Abstand halten – Elkos altern pro 10 °C Temperaturerhöhung doppelt so schnell.
  • A.K.
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    • 25. August 2026 um 16:19
    • #7
    Zitat von Audiohorst

    Wichtige Praxisregeln für Verstärkerbauer

    • Thermische Konvektion: Der Mindestabstand zwischen zwei großen Leistungsendröhren sollte min. 1,5 bis 2 Kolbendurchmesser betragen, damit die Luft ungehindert aufsteigen kann.
    • Glasbelastung: Ungleichmäßige Kühlung (z. B. durch Zugluft von einer Seite) kann zu Spannungsrissen im Glas führen.
    • Bauteileabstand: Elektrolytkondensatoren unterhalb des Röhrensockels sollten Abstand halten – Elkos altern pro 10 °C Temperaturerhöhung doppelt so schnell.

    Im Gegensatz zu Jadis und wenigen anderen halten sich andere leider nicht an diese Regeln, wodurch es auch bei teuren Komponenten zu vorzeitigen bzw. häufigen Ausfällen kommt, Hier ein für mich abschreckendes Beispiel, bei dem selbst die Sockel der Leistungsröhren auf einer Platine sitzen

    AMC CVT3030 Mk2 Hybrid amplifier | Zeta Services
    Well, this month’s trophy for the most stupid design goes to this little treasure, an AMC CVT3030 mk2 hybrid valve amplifier. On the surface, looks quite…
    zeta-services.tv


    wenn bei offener Bauweise die Abstände zw. den Röhren und den Becherelkos aus Platzgründen klein gehalten sind, sollte man beim Tausch auf die Gehäusefarbe achten - weiß (wie früher bei Rifa Becherelkos) sollte man bevorzugen - ähnlich wie auf einem dieser Fotos unter

    Endstufe 2014

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

  • EL3n
    Röhrenmade
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    • 25. August 2026 um 16:45
    • #8

    Das erste mal hatte ich 1999 einen AMC2030 auf dem Tisch. Schrott die Teile. Röhren direkt auf die Platinen gelötet etc. Kunde hat das dann direkt wieder mitgenommen weil ich daran nichts machen wollte.

    VY`73

  • A.K.
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    • 25. August 2026 um 17:02
    • #9
    Zitat von EL3n

    Das erste mal hatte ich 1999 einen AMC2030 auf dem Tisch. Schrott die Teile. Röhren direkt auf die Platinen gelötet etc. Kunde hat das dann direkt wieder mitgenommen weil ich daran nichts machen wollte.

    Auch ich hatte vor etwa 20 Jahren eine Reparatur abgelehnt. Als Improvisationslösung habe ich dann einen Umbau auf reinen Vorstufenbetrieb vorgesehen, was durch die Tatsache möglich war, das nur die Endstufensektion in Röhrentechnik ausgeführt war.

    == Gewerblicher Teilnehmer ==

  • Phonyl
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    • 25. August 2026 um 18:07
    • #10

    Hatte vor einigen Jahren mal einen aus Anfang der 90er geschenkt bekommen, der angeblich nicht viel gelaufen war. Immerhin waren die Röhren mit 2x80mm Lüftern von unten zwangsbelüftet. Die Vorstufe arbeitete passiv.

    Ist nicht lang bei mir gelaufen. Nach ein paar Monaten haben nach dem Einschalten beide Kanäle übelst verzerrt. Habe auch von einer Reparatur abgesehen und der ging dann umsonst an einen Kollegen hier zum Schlachten. Die Trafos sollen aber nicht schlecht gewesen sein und haben in einem neuen Projekt Verwendung gefunden :)

    Servus Chris

  • Rolleum
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    • 25. August 2026 um 23:20
    • #11
    Zitat von Audiohorst

    Wichtige Praxisregeln für Verstärkerbauer

    • Thermische Konvektion: Der Mindestabstand zwischen zwei großen Leistungsendröhren sollte min. 1,5 bis 2 Kolbendurchmesser betragen, damit die Luft ungehindert aufsteigen kann.
    • Glasbelastung: Ungleichmäßige Kühlung (z. B. durch Zugluft von einer Seite) kann zu Spannungsrissen im Glas führen.
    • Bauteileabstand: Elektrolytkondensatoren unterhalb des Röhrensockels sollten Abstand halten – Elkos altern pro 10 °C Temperaturerhöhung doppelt so schnell.


    Mal ganz doof gefragt, wenn ich bei Nutzung des Röhrenverstärkers lüfte im Winter, draußen sagen wir mal knackige -5 Grad, und Zugluft entsteht, ist das sicher nicht gut für die Röhren, richtig ? Den letzten Winter haben sie es gut überstanden, hab auch aufgepasst mit dem Lüften. Nach Erkalten und Ausschalten ists ja dann wurscht. Es handelt sich bei mir um einen Muzishare X7 mit offener Bauweise, siehe Profilfoto.

    Phonovorstufen müssen übrigens so heiß werden, daß das Eiweiß und Eigelb gerinnt ^^

  • franzm
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    • 26. August 2026 um 07:26
    • #12
    Zitat von A.K.

    wenn bei offener Bauweise die Abstände zw. den Röhren und den Becherelkos aus Platzgründen klein gehalten sind, sollte man beim Tausch auf die Gehäusefarbe achten - weiß (wie früher bei Rifa Becherelkos) sollte man bevorzugen - ähnlich wie auf einem dieser Fotos unter

    https://www.ingoschroeder.de/Audio/Endstufe2014.html

    Ganz so einfach isses net. Ob weiß oder schwarz sich wie ein schwarzer Körper verhalten oder wie sie Strahlung reflektieren, ist abhängig von der Wellenlänge. Und bei einigen wenigen hundert Grad liegt das Strahlungsmaximum bei einer anderen Wellenlänge als bei der von unserem Stern emmitierten Strahlung.

    Grüße, Franz

  • Franz G
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    • 26. August 2026 um 07:51
    • #13
    Zitat von Audiohorst

    ...

    Man muss sich auch fragen, warum werden magnetische Bauteile so konstruiert, dass sie mehr als handwarm werden (ist bei vielen Geräten so). Für mich wäre schon das eine zu kleine Dimensionierung, lieber eine Stufe größer und weniger Hitze.

    ...

    Es gibt eine Ankedote von Willi Studer (Studer Revox): wenn er durchs Labor ging, fühlte er die Temperatur der Netztransformatoren. Musste er die Hand nicht sofort wieder zurückziehen, rügte er den Entwickler, der Trafo sei überdimensioniert.

  • kuehn63
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    • 26. August 2026 um 08:06
    • #14
    Zitat von Rolleum

    Mal ganz doof gefragt, wenn ich bei Nutzung des Röhrenverstärkers lüfte im Winter, draußen sagen wir mal knackige -5 Grad, und Zugluft entsteht, ist das sicher nicht gut für die Röhren, richtig ? Den letzten Winter haben sie es gut überstanden, hab auch aufgepasst mit dem Lüften. Nach Erkalten und Ausschalten ists ja dann wurscht. Es handelt sich bei mir um einen Muzishare X7 mit offener Bauweise, siehe Profilfoto.

    Phonovorstufen müssen übrigens so heiß werden, daß das Eiweiß und Eigelb gerinnt ^^

    Moin,

    Luft ist ein verdammt schlechter Wärmeleiter, deshalb kann man auch in einer 90 Grad Sauna ohne Verbrennungen rumsitzen, in Wasser hätte man hingegen heftigste...

    Genauso ist es für eine Röhre. Das Glas der Röhre interessiert sich recht wenig dafür, ob du das Fenster auf oder zu machst. Die Änderungen sind zu langsam um Auswirkungen zu haben. Anders wäre es wenn Du es schlagartig abkühlst, weil Du deinen Whiskey on the Rocks drüber ausschüttest.

    Das wäre in mehrfacher Hinsicht ein Sakrileg:

    1. weil Du deinen Whiskey mit Eis trinkst

    2. weil das Glas der Röhren die Spannungen nicht aushalten würde und springt..

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    • 26. August 2026 um 08:34
    • #15
    Zitat von kuehn63

    Moin,

    Luft ist ein verdammt schlechter Wärmeleiter, deshalb kann man auch in einer 90 Grad Sauna ohne Verbrennungen rumsitzen, in Wasser hätte man hingegen heftigste...

    Genauso ist es für eine Röhre. Das Glas der Röhre interessiert sich recht wenig dafür, ob du das Fenster auf oder zu machst. Die Änderungen sind zu langsam um Auswirkungen zu haben. Anders wäre es wenn Du es schlagartig abkühlst, weil Du deinen Whiskey on the Rocks drüber ausschüttest.

    Das wäre ein Sakrileg:

    weil Du deinen Whiskey mit Eis trinkst

    Ja und der Whiskey mit zunehmendem Schmelzen des Eises immer mehr verduennt wird. So wird aus einem Whiskey eine Wasserploerre. :D:P

    :24:

    Andreas

    Dspeaker Antimode 2.0; Turntable EMT 938 mit TSD MRB; Quad 3 CDT; Streaming Notebook Asus; Amp Quad 3; Amp Fezz Audio Alfa Lupi; Speaker Opera Prima 2015; Waschmaschine Hannl Micro/Rundbürste; KH Austrian Audio HI-X 65;

  • Laowai
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    • 26. August 2026 um 12:44
    • #16

    Gestern mal bei meiner McIntosh MC2102 gemessen:

    KT88 100 - 110 Grad C
    AX7 - 60 Grad C
    AT7 - 80 Grad C

    Schaut für mich ganz entspannt aus.

    Gruß, Jens

  • Rolleum
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    • 26. August 2026 um 19:47
    • #17
    Zitat von Laowai

    Gestern mal bei meiner McIntosh MC2102 gemessen:

    KT88 100 - 110 Grad C
    AX7 - 60 Grad C
    AT7 - 80 Grad C

    Schaut für mich ganz entspannt aus.

    Gruß, Jens


    Mit welchem Messgerät misst man das eigentlich ? Gibts da so ne Messpistole ?

    Schade daß ich meinen Röhrenamp ab sofort nicht mehr mit Whisky on the rocks kühlen darf , das roch immer gleich lecker nach Schottland ! :D In der Tat ein Frevel , da Eis reinzukippen, es sei denn es ist Plörre, und alternativ kein Alkohol in Sicht.

    Meinen PushPull- Verstärker habe ich nie gecheckt, da er läuft, und läuft und läuft, und superb klingt.Die Hand drüber gehalten, und gemerkt, daß Anfassen doof wär, das reicht mir. Bald kommen schwarze Perlen aus China (Shuguang KT88 treasure z) mal sehen wie die so laufenim Vgl. zu GT KT88.

  • erhard
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    • 26. August 2026 um 19:58
    • #18

    Wie wäre es denn mit Flüssigstickstoffkühlung?
    Das Ist doch die konsequente Lösung für die Fans kryogenisierter Bauteile!😹

    Gruß
    Erhard

  • hoersen
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    • 26. August 2026 um 20:02
    • #19

    hier was ganz schickes betr. kühlung...

    »kolossal kalorisch-atmend«: Nano-Gitter kühlt und heizt ohne Energiezufuhr
    Ein neu entwickeltes Material kühlt bei Hitze und heizt bei Kälte. Es braucht dazu keinen Sensor, keinen Strom und keine Steuerung.
    www.spektrum.de

    Horst

  • volkmar II
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    • 28. August 2026 um 08:33
    • #20
    Zitat von Laowai

    Gestern mal bei meiner McIntosh MC2102 gemessen:

    KT88 100 - 110 Grad C
    AX7 - 60 Grad C
    AT7 - 80 Grad C

    Schaut für mich ganz entspannt aus.

    Gruß, Jens

    Super, aber wie hoch war die Temperatur innerhalb des Gehäuses insgesamt?

    Das ist doch das Entscheidende kriterium finde ich, ich hab jedenfalls etwas Angst das meine Röhrenphono deswegen vorzeitig den Geist aufgibt, kann man die Temperatur innen zuverlässig mit irgendwas messen?

    gruß Volkmar

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