system per widerstandsstecker an preamp anpassen???

  • hallo!!!


    da mein phonopreamp (ear 834p) nicht anpassbar ist, möchte ich per widerstands-chinch-stecker andere abschlussimpedanzen ausprobieren.
    der preamp hat 400 ohm...würde gerne auch mal 100 oder 200 ohm usw. probieren...hab auch noch n fast neues ortofon virgo liegen, dass ich gern mal laufen lassen will.


    meine frage...wie berechnet sich der für einen
    bestimmten abschluss einzusetzende widerstand?
    wie muss der anschluss genau erfolgen bzw. an welcher stelle kommt der stecker zum einsatz.
    und zu guter letzt...wo bekommt man solche chinchstecker? beim versand "die nadel" hab ich nix gefunden...


    danke + analoge grüsse


    xronx

  • hallo...


    mein phono-preamp hat nur eine feste abschlussimpedanz von 400 ohm (mc), ich möchte aber auch niedrigere werte probieren (um auch eine gute anpassung an zb. ortofon mc systeme zu gewährleisten )...
    nun habe ich von widerstands-chinch-steckern gehört mit denen man auf niedrigere abschlussimpedanzen kommt...


    danke+gruss xronx

  • Also, das ist ein Röhrenvorverstärker, richtig?
    Dein Problem habe ich erkannt, nur habe ich den technischen Sachverhalt nicht verstanden.
    Du redest von einen Abschlusswiderstand von 400Ohm. Damit komme ich nicht mit zurecht.
    Für mich sind Abschlusswiderstände, Widerstände die in elektrischen Netzen eingebaut werden, um die Reflektion der elektrischen Wellen zu verhindern.
    Nur kann das hier nicht der Fall sein.
    Ist das vielleicht ein Einganswiderstand oder ein Ausgangswiderstand der Vorverstärkers?

  • Hallo,


    Ich denke xronx (merkwürdiger Name ;) ) meint den Eingangswiderstand seine Phonoverstärkers.
    Hier kann über das Einlöten von Widerständen in Chinch Stecker der Abschlusswiderstand für das System angepasst werden. Allerdings lässt sich der Widerstand,bedingt durch die Parallelschaltung nur absenken. Die Formel lautet: Kehrwert des Eingangswiderstandes +Kehrwert des Abschlusswiderstandes(im Stecker)= Kehrwert des neuen Abschlusswiderstandes für das System.
    Praktisch sieht es so aus,das man mit dem Widerstand(0.25 Watt/Metallfilm) den"heissen" Kontakt und den Massekontakt des Chinchsteckers überbrückt.
    Die Teile gibts bei Conrad oder im Elektogeschäft um die Ecke.
    Für meine Begriffe ist der Abschlusswiderstand etwas niedrig geraten,ein DL 103 oder ein grosses Benz wird man mit dieser Phonostufe nicht adäquat betreiben können.


    Gruss,
    Christoph

    Gewerblicher Teilnehmer

    AAA Mitglied

  • Das halte ich für gefährlich, nachträglich einen Eingangswiderstand zu verändern.
    Der Eingangswiderstand ist durch die Schaltung des Verstärkers gegeben.
    Da nachträglich was zu ändern, könnte unter ungünstigen Umständen den Verstärker zerstören.

  • Hallo,


    nein, ein Risiko besteht hier nicht. Allenfalls nur dann, wenn man den Eingang völlig "offen" betreibt, was aber nur bei wenigen Phonoverstärkern wie z.B. dem Omtec Antares so ohne Weiteres möglich ist. Dann geht die Eingangsimpedanz aber gegen unendlich.


    Viele Grüße
    Ansgar

  • danke für die postings...


    nochmal ne frage...


    hab bei conrad nach fertigen widerstandssteckern (sowas gabs auf jedenfall mal) geschaut...nix...bei dienadel haben sie die auch nicht...habt ihr nen tip wo man so etwas bekommt...ich hab ja nicht mal nen lötkolben um mir sowas zu bauen...


    danke xronx

  • Hallo xronx


    Bei den Preisen ist ein Lötkolben inclusive.


    Grüße
    HerEVoice

    EV Sentry 3_SEQ _2xSPL Vitalizer mk 2-T_EMT TSD 15N SFL_SME 3_Thorens 126-3_Camtech Phono_Parasound HCA 1200 II_P/HP 850_ CDP/DAC 1000

    Geschwurbel: Die highfidele Mücke mutiert binnen Gedankenfrist mittels "Wort-, Satzakrobatik" zum Elefanten. ;)

  • moin, moin


    Christoph
    du sagst: 400 ohm sind für ein denon dl 103 zu niedrig.



    lt. herstellangabe sind für das dl 103 100 ohm richtig - also 400 ohm zu hoch.
    hast du bessere erfahrung mit anderer einstellung gemacht die du hier posten kannst?



    xronx
    versuchs mal hier www.envogue-24.de.


    und tschüß
    volker

    PWM Gläss :: Nakamichi TX-1000 + Pluto 5A mit Koetsu + DV 507 mit DV 17D3 :: Whest PS.30R :: Vollverstärker 1,1 Watt Class A :: Hörner 109 dB

  • Hi,


    einfach ausgedrück:


    Der Wiederstand kann in Serie zum Eingangswiedestand liegen, dann addieren sich die Werte. Legst Du zum 400 Ohm EIngang einen 100Ohm Wiederstand in Serie hast Du 500 Ohm.


    Der Widerstand kann auch parallel liegen (also zwischen Signal und Masse, dann berechnet man (bitte um Korrektur) "(Wert1 x Wert2) : (Wert1 + Wert2)", legst Du also zu den 400 Ohm einen 100Ohm Wiederstand parallel hast Du 80 Ohm. Für 100 Ohm würdest Du also 133,5Ohm benötigen, für 200Ohm brauchst Du 400 Ohm, für 300 Ohm 1,2K.




    HTH


    Tom

  • Quote

    Original von TomTiger
    Legst Du zum 400 Ohm EIngang einen 100Ohm Wiederstand in Serie hast Du 500 Ohm.


    Nein Tom, das hast Du nicht. Du musst Dir die Eingangsimpedanz als zum Eingang parallel liegenden Widerstand vorstellen. Es gibt keine Möglichkeit, die Eingangsimpedanz einer Phonostufe durch Hinzufügen eines Widerstandes herauf zu bekommen. Das ist doch genau das Problem, was Du unter Umständen bei Phonoverstärkern mit praxisfremd niedriger Eingangsimpedanz wie z.B. beim Linn Linto mit seinen 100Ohm hast.
    Deine nachfolgende Rechnung für parallel geschaltete Widerstände ist natürlich richtig. Hier noch einmal die Ausgangsformel:
    1/R(gesamt)=1/R(1) + 1/R(2) + ... + 1/R(n)


    Viele Grüße
    Ansgar

  • Ein Linn Linto hat, wenn ich mich recht erinnere, erstens 150 Ohm, was durchaus nicht praxisfremd ist.
    Zweitens ist das natürlich nicht die Impedanz der Verstärkerschaltung selbst, sondern ein künstlich mit fest eingebauter Parallelimpedanz erzeugter. Die Schaltung selbst ist deutlich hochohmiger, wenngleich nicht so viel wie bei üblichen Topologien. Der Linn arbeitet mit einer stromgegengekoppelten Eingangsverstärkerstufe, die eine relativ niedrige Eingangimpedanz hat. Aber diese wird mit Sicherheit immer noch im Kiloohm-Bereich liegen.
    Tatsächlich aber ist der Linto ein Phonopre, der sich an niedrigen Quellimpedanzen wohler fühlt.

  • Hallo Volker,


    bez. des DL 103 habe Ich die besten Erfahrungen mit 1Kiloohm Abschlusswiderstand gemacht. Woher die Empfehlung mit den 100 Ohm kommt ist mir schleierhaft. Interessanterweise wird der dem System beiliegende Frequenzgangmesschrieb auch mit 1 Kiloohm Abschlusswiderstand erstellt.
    Grundsätzlich halte Ich Phonostufen mit einer Eingangsimpedanz von unter mind. 1Kiloohm für nicht universell geeignet.


    Gruss,
    Christoph

    Gewerblicher Teilnehmer

    AAA Mitglied