Dynavector 30C

  • Moin,


    hab da ein DV 30, die Nadel kommt schon auf den Felgen daher,
    da ein v.d.Hul Kleber vorne darauf ist denke ich mal war das Teil schon mal in
    den NL. Original war ja bestimmt kein vdH dran !


    [Blockierte Grafik: http://www.analogforum.de/bilder3/jpPMZJFu4IFc2bHMF0IDSCN0003.JPG]


    Das TA war beim neuen Tonarm dabei(welcher das ist folgt später ;))


    So nun meine Frage, welche Empfehlung könnt ihr mir auf den Weg geben
    ob und wo ich das DV 30 revidieren lassen soll !


    Wie ist das DV 30 klanglich einzustufen hat ja auch schon ein paar Jährchen auf dem Buckel, gut ich könnte auch auf den Speicher gehen und nach den Heften von 1978 bis 81 schauen....wo sind die denn... ?(



    Grüsse



    Arnold

    ...:meld:es kommt nix besseres nach... :heul:

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  • Hi Arnold,


    das 30C war einmal die Nr. 1 bei Dynavector, lasse Dir morgen mal die Test's dazu zukommen per PN.


    Gruß
    Jürgen


    Übrigens, hab' mich auch für das Teil mit "Henkel" interessiert..... :D

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  • Hallo Jürgen,



    stimmt ist der Arm mit dem...Griff zum Wegwerfen... oder auch ..Transportgriff ...genannt;)



    Grüsse



    Arnold

    ...:meld:es kommt nix besseres nach... :heul:

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  • Hi Ton,



    danke, hab ich schon gesehen, mir gehts hauptsächlich um
    die Erneuerung der Nadel!


    Die Daten vom DV 30 C hab ich !



    Grüsse


    Arnold

    ...:meld:es kommt nix besseres nach... :heul:

  • Hallo Arnold,


    laut Beschreibung hatte das DV 30 C einen "west german special parabolic" Schliff, oder kurz PAROC.


    Dieser Schliff wird heute nicht mehr hergestellt.


    Das DV 30 A und das DV 30 B hatten jeweils einen Shibata Schliff.


    Evtl. wäre also eine Shibatanadel ein geeigneter Ersatz.



    Grüße, Roberto

  • Hi Roberto,


    genau diesen Tip hab' ich Arnold schon zukommen lassen. Und den sich an einen gewissen T. aus Bad H. zu wenden. ;) :D


    Gruß
    Jürgen

  • Hi,


    schönen Dank für eure Antworten,
    der Patient darf nun eine KUR bei den Eidgenossen antreten über die Kosten bin ich noch mit der Krankenkasse uneins :tongue:



    Grüsse


    Arnold

    ...:meld:es kommt nix besseres nach... :heul:

  • Moin,


    so,nun ist das gute Stück aus der KUR zurück und darf schon mal
    die ersten Platten abtastet.


    Der erste Eindruck ist schon mal mehr als POSITIV :D
    nun gut er hat ja einen Partner fürs LEBEN...seine Eltern wollten es so :tongue:






    Grüsse



    Arnold

    ...:meld:es kommt nix besseres nach... :heul:

  • Hi...



    Wirklich sehr schön! =)



    Grüße...
    Steffen

  • Aber eigentlich sind doch so hochpreisige MCs jetzt föllich out, oder hab ich da was falsch verstanden? :D



    frank, der im Keller schon mal die MM-Brocken zusammengekehrt hat...

  • Zitat

    Original von applewoi
    Aber eigentlich sind doch so hochpreisige MCs jetzt föllich out, oder hab ich da was falsch verstanden? :D



    Hallo Frank,


    hochpreisig ist relativ.


    Das 30 C hat um 1980 ca. 700,- DM gekostet. In der DV Hierarchie stand es auch entgegen der Aussagen einiger eBay Verkäufer auch niemals ganz oben.


    Trotzdem ein schönes Stück und es läuft besonders gut an dem DV 6 A Silberübertrager.


    Ich glaub´ ich gehe jetzt Musik hören. :D



    Grüße aus der Rhön, Roberto

  • Ich moechte hier mal einen alten Thread hochholen:



    Hallo Arnold,


    in deiner Signatur wird das Ultimo 30C nicht mehr erwaehnt, hast du es noch im Einsatz?


    Was wurde alles gerichtet? Nur die Nadel oder auch die Aufhangung?


    MfG, Ton

    Viele Grüße, Tony

    ______________________________________________________

    "Music's real, the rest is seeming" (Fats Waller)

  • Hallo ton,


    das DV 30C habe ich über hifi- ilona bei Benz richten lassen , eine neue Nadel gab es
    und das Gummi wurde aufgefrischt !
    Hat sehr gut funktioniert, leider habe ich System nach kurzer Zeit wieder verkauft...ein Italiener wollte es unbedingt und den Tonarm dazu ;) da hab ich es für gutes Geld verkauft.




    Grüsse


    Arnold

    ...:meld:es kommt nix besseres nach... :heul:

  • Zufällig auf diesen Kommentar gestossen, den man so natürlich überhaupt nicht stehen lassen kann.


    Das Dynavector Ultimo 30C war die SME-only Version des DV30C.


    Das war damals eine Sonderversion des deutschen Vertriebs, da es einen damals einzigartigen Diamanten hatte, den Paroc Schliff (nackter Diamant) auf einem Bor-Nadelträger.

    Den hatte Dr Weinz aus Idar-Oberstein erfunden, er wurde dann von Peter Suchy einwenig umgewandelt, gerade genug um ihn als Trigon Schliff patentieren lassen zu können.

    Peter Suchy hatte nicht nur diesen Schliff "entnommen".

    Er hatte damals (zu Anfangszeiten der High-End in Neu Isenburg) einen Batteriebetriebenen MC Vorverstärker von Dusan Klimo kopiert (den hatte Dusan allerdings auch nicht selbst entwickelt), dito kopierte Suchy damals auch Klimos OTL Endstufen (die allerdings waren fast 1:1 Kopien der Julius Futtermänner). Wie heisst es so schön, da beisst sich ....


    Zurück zum DV30: Auf eben erwähnten High-End Vorführungen stellte Meister v.d. Hul sein erstes Van Den Hul Grasshopper vor. Das war in Dusan Klimos Vorführraum auf einem Goldmund Studio, Klimo Röhrenelektronik an Elektrostaten in Streulinsen ab ca. 150Hz (diese waren gelungenen Kopien von H.H. Beveridge ELS, aber eben erst weiter oben einsetzend) Darunter Magneplanar Tympanie Basspaneele und ein Monosubwoofer namens "Infrabass", darin werkelte ein 48cm Richard Allen, angetrieben von einer digitalen Transistorenstufe mit Monosummierweiche.

    Und wie aussergewöhnlich das Grasshopper klang. Es war ein umgebautes Dynavector DV30A oder DV30B mit Bornadelträger und dem damals noch sehr scharfen v.d. Hul Schliff.


    Ich mochte das Grasshopper sehr gerne, hatte es später in seiner vollendeten Form auf dem EMT 930st mit... oh Schande... montiert an einen Helius Cyalene Tonarm.

    Lag daran, dass ich ein Sonderversion des EMT 932st für den holländischen Rundfunk auftrieb mit einem seltsamen 9" Tonarm (sehr einem Rek-O-Kut ähnlich sehend aber anderes Headshell, der mir nicht so behagte, das ganze auf einer seltsamen Basis.

    Also Umbau auf den Cyalene, das war dann mit dem Grasshopper eine fantastische Kombination.


    Somit, das DV30C wie auch das Ultimo 30C (also als SME Variante) waren nicht mit der aus Japan kommenden Linie vergleichbar, das waren Sonderversionen.

    Das die heute natürlich selbst wenn Top erhalten "Gummiprobleme" haben dürfen, nun, so manches Gummi hat ja nur eine begrenzte Haltbarkeit, werden die löchrig: Trouble is now 27 years old ..


    Gilt nicht für alle, erstaunlich z.B. wie gut Audio Technica Dämpfungsgummis halten, dito natürlich die neuen EMT's in der Schweiz hergestellt.


    Aber beide 30C's waren damals einzigartige Teile, an die sehr wenig ran kam. Wobei.... an Dynavector Tonarmen klangen sie etwas steril, das lag allerdings am Arm, so toll er aussah/aussieht. Wäre er klanglich ebenso eine Wucht, wäre so einer noch immer in engerer Wahl.


    Helius hat übrigens mit dem tollen Phaedra für Nachwuchs gesorgt, so wie Mike Knowles von Alphason mit seinem neuen HR200, dem Nachfolger des genialen und aussergewöhnlich gut klingenden HR100.

    Einmal editiert, zuletzt von odeon12 ()

  • Nachtrag:
    Man kann eigentlich die Preise vom DV30C bzw. Ultimo 30C nicht mit den Karats vergleichen. Die Karats waren vom Nadelträger her extrem aufwendig, vom Nadelträger bis zu den dafür notwendigen aus noch dünnerem Draht gewickelten Spulen (11micro = 0,011mm, Standard waren damals 20micron), für die spezielle Wickelmaschinen entwickelt werden mussten. Ortofon und Grado hatten damals das Patent auf Moving Coil, "Onlife Research Inc." (Vorgängerfirma von Dynavector, die aber den Namen Dynavector für den DV505 Tonarm 1976 schützen liesen) war anfangs der einzige Hersteller, der dafür die Gebühren zahlte. Ortofon wollte sogar unbedingt eine dieser neuen Wickelmaschinen von Dynavector kaufen, doch dazu kam es (logischerweise) nie.


    Somit waren die Karats eine ganz andere Linie und das DV30C bzw. Ultimo 30C musste wohl deshalb aufgegeben werden, da Peter Suchy seinen Trigonschliff schützen lies und Dr. Weinz aus Idar-Oberstein (Veitsrodt) seinen Parocschliff nicht mehr vermarkten durfte. Ich fuhr früher eine Zeitlang regelmässig am Haus der Gebrüder Weinz vorbei, sodass ich mich dann doch mal aufgerafft hatte, mit Dr. Weinz über die damalige Geschichte zu sprechen.

    War sehr aufschlussreich, eben über "business at the worst", so in etwa wie Mike Knowles das erlebt hatte, als er seinen Alphason HR100S Tonarm zu Martin Colloms sandte.
    Der führte damals in den frühen 80er Jahren einen angeblich "privaten und selbstverständlich auf Vertrauen basierenden Test seiner eigenen Testanlage" durch, zu der er Mike Knowles HR100S Tonarm einsetzen wollte und durfte. Als er damals feststellte, dass der Arm alles ihm bisherig bekannte in den Schatten stellte rief er umgehend Alistair Robertson Aikmann von SME und Rory Randi von Rega an um diesen mitzuteilen, dass ein durchgehendes Tonarmrohr von Headshell bis zum Lager die einzig perfekte Lösung sei. Und so kopierten SME und Rega dieses Design, Knowles versuchte damals Gandi noch vor Gericht zu bringen, hatte aber nicht genügend finanzielle Reserven, um das durchzuhalten, gegen das mächtigen SME versuchte er es erst gar nicht.

    Interessant ist übrigens, dass Clearaudio später so manchen Tonabnehmer mit einem "Paroc-ähnlichen Schliff" bewarb.
    Holy Shit!